“An economically rational decision maker will attempt to maximize his or her profits by systematically searching for the optimum solution to a prob-lem. For this to occur, the decision maker must have complete and perfect information and be able to process all this information in an accurate and unbiased fashion.”1 In einer Welt vollkommener Information wäre es also möglich jedem Problem mit einer optimalen Entscheidung zu begegnen. In der Realität jedoch liegen Entscheidungen häufig lediglich der Wille zu rati-onaler Handlung zugrunde, nicht aber vollständige relevante Informationen oder die Möglichkeit ausreichender menschlicher Informationsverarbei-tung.2 Die Qualität der Entscheidung hängt folglich von der Qualität der Informationen und ihrer Verwertbarkeit für den Entscheider ab. Entscheidungen zu treffen ist ein Prozess, der aus dem unternehmerischen Kontext nicht wegzudenken ist, will man im Wettbewerb bestehen. Daher ist es für Unternehmen wichtig, Entscheider mit Informationen zu unterstüt-zen, die zu schnellen, pünktlichen und akkuraten Entscheidungen führen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Business Intelligence
2.1 Begriffsabgrenzung
2.2 Der Business Intelligence Ordnungsrahmen
2.3 Einflüsse auf die Ausgestaltung von Business Intelligence als integriertes Konzept zur Entscheidungsunterstützung
3. Analyse bestehender BI-Konzepte im Hinblick auf einen integrierten Ansatz zur Entscheidungsunterstützung
3.1 Erfolgskritische Faktoren für den Einsatz von Business Intelligence im Unternehmen
3.2 Bewertung bestehender BI-Konzepte anhand o.g. Kriterien
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert Business Intelligence (BI) als ganzheitliches, integriertes Konzept zur effektiven Unterstützung von Entscheidungsprozessen in Unternehmen, wobei besonders die Wechselwirkungen zwischen IT-Architektur, Organisation und menschlichen Einflussfaktoren beleuchtet werden.
- Grundlagen und Begriffsbestimmung von Business Intelligence
- Systematik des Business Intelligence Ordnungsrahmens
- Identifikation erfolgskritischer Faktoren für die BI-Implementierung
- Analyse und Bewertung spezifischer BI-Technologien wie Data Warehouse, OLAP, Data Mining und Portale
Auszug aus dem Buch
2.2 Der Business Intelligence Ordnungsrahmen
Ein integrierter, IT-basierter Gesamtansatz zur Entscheidungsunterstützung kann lediglich unternehmensspezifisch, auf der Grundlage eines allgemeinen Rahmenkonzeptes, konkretisiert werden. Dieser Ordnungsrahmen unterteilt sich in die Ebenen der Datenbereitstellung, Informationsgenerierung/–distribution und Zugriff. Ihm vorgelagert sind operative Systeme und externe Datenlieferanten (siehe Abb. 1.). Sie liefern die der Entscheidungsunterstützung zugrundeliegenden strukturierten und unstrukturierten Daten. Ohne die Daten aus den Vorsystemen ist eine spätere Informationsgenerierung gar nicht erst möglich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit analytischer Entscheidungsunterstützung in einer globalisierten Welt und führt die Problemstellung ein, dass BI häufig zu kurzsichtig unter rein technischen Aspekten betrachtet wird.
2. Business Intelligence: Dieses Kapitel definiert den BI-Begriff in enger sowie weiter Auslegung und etabliert einen Ordnungsrahmen, der die verschiedenen technischen Ebenen und organisatorischen Einflussfaktoren auf BI-Systeme systematisiert.
3. Analyse bestehender BI-Konzepte im Hinblick auf einen integrierten Ansatz zur Entscheidungsunterstützung: Hier werden erfolgskritische Faktoren für die Einführung von BI abgeleitet und verschiedene technologische Ansätze wie Data Warehousing, OLAP, Data Mining und Portale kritisch auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine isolierte IT-Sichtweise nicht ausreicht und eine erfolgreiche BI-Strategie stets die Dimensionen von Organisation, Individuum und Technik integrieren muss.
Schlüsselwörter
Business Intelligence, Entscheidungsunterstützung, Informationslogistik, Comprehensive Decision Model, Datenbereitstellung, IT-Architektur, Organisationsstruktur, Datenanalyse, Data Warehouse, OLAP, Data Mining, Informationsbedarf, BI-Strategie, Management Support Systeme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Business Intelligence nicht nur als technisches Werkzeug, sondern als umfassendes, integriertes Konzept zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen im Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von BI, dem Ordnungsrahmen der BI-Architektur, der Identifikation von Erfolgsfaktoren sowie der Bewertung gängiger BI-Anwendungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für die optimale Ausgestaltung von BI-Lösungen zu schaffen, die sowohl fachliche Anforderungen als auch das Verhalten der Entscheidungsträger berücksichtigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und nutzt das Comprehensive Decision Model (CDM) als analytische Grundlage, um BI-Konzepte strukturiert zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Der Hauptteil analysiert die kritischen Erfolgsfaktoren bei der Implementierung von BI und bewertet die Eignung verschiedener IT-Komponenten wie Data Warehousing, OLAP, Data Mining und Unternehmensportale.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Business Intelligence, Entscheidungsunterstützung, Informationslogistik, BI-Architektur und Unternehmenskultur.
Warum ist laut Autor die rein technische Betrachtung von BI problematisch?
Eine rein technische Sichtweise führt häufig zu Fehlentscheidungen bei der Einführung, da sie das Individuum als Nutzer und die spezifischen organisatorischen Gegebenheiten vernachlässigt.
Welche Rolle spielt das "Individuum" im BI-Ordnungsrahmen?
Das Individuum agiert als zentraler Entscheidungsträger, dessen subjektiver Informationsbedarf, IT-Fähigkeiten und Präferenzen maßgeblich bestimmen, welche BI-Lösung in einem Unternehmen erfolgreich sein kann.
Wie werden Portale im Kontext von BI bewertet?
Portale werden als optimale Lösung für größere Unternehmen angesehen, da sie die Komplexität verschiedener BI-Systeme verbergen und eine personalisierte, einheitliche Oberfläche bieten, erfordern jedoch einen hohen Implementierungsaufwand.
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- Daniel Vidal (Author), 2012, Business Intelligence als integrierter Ansatz zur Entscheidungsunterstützung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202716