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Kann Sozialkompetenz bei Jugendlichen durch erlebnispädagogische Trainings gefördert werden?

Titel: Kann Sozialkompetenz bei Jugendlichen durch erlebnispädagogische Trainings gefördert werden?

Bachelorarbeit , 2012 , 65 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Gesine Timmer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den Elternhäusern vieler Jugendlichen besteht ein Mangel an Fürsorge und Geborgenheit. Eltern sind berufstätig und/oder alleinerziehend und fühlen sich dadurch mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert (Jugert/Rheder/Notz/Petermann 2007: 5). Während der letzten Monate konnte bei vielen Jugendlichen während des Sozialkompetenztrainings beobachtet werden, dass sie zu Beginn der Schulwoche ein unkonzentrierteres Verhalten als zum Ende der Woche zeigten. Fragen über die Wochenendgestaltungen wurden häufig mit der Erreichung neuer Level in Video und Computerspielen beantwortet, was wesentliche Einblicke in die familiäre Wochenendgestaltung gab.
Durch das Fehlen einer Bezugsperson weisen einige Jugendliche Defizite im Bereich der sozialen Kompetenzen auf. Diese Defizite wirken sich besonders negativ auf das gesellschaftliche, berufliche und private Leben aus. Dies wird im Verlauf der vorliegenden Arbeit noch näher erläutert.
In den neuen Bildungsplänen von NRW ist die Vermittlung sozialer Kompetenzen mittlerweile vorgeschrieben. Die Schule soll also möglichst versuchen, die Defizite der Jugendlichen aufzufangen. Jugendliche sollen in der Schule durch stabile Beziehungen zu Lehrern oder sonstigen pädagogischen Fachkräften und durch speziell ausgerichtete Konzepte diese Defizite im Bereich der sozialen Kompetenzen vermindern und auch abbauen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Vermittlung sozialer Kompetenzen im Regelunterricht schwer zu integrieren ist. Die Lehrer sind an einen straffen Lehrplan gebunden, in dem die Störungen durch Schüler und die damit verbundenen Klärungsgespräche nicht eingerechnet sind. Somit muss die Vermittlung der sozialen Kompetenzen über andere Wege erfolgen. Eine Form der Kompetenzförderung sind speziell dafür ausgerichtete Trainings, die sich mit dem Bereich der Erlebnispädagogik beschäftigen. Um festzustellen, wie wirksam diese Trainings im Kontext Schule sind, wird in dieser Arbeit die Fragestellung „Kann Sozialkompetenz bei Kindern und Jugendlichen durch erlebnispädagogische Trainings gefördert werden“ bearbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Definition und Begriffsbestimmung

3.1 Soziale Kompetenz und sozial kompetentes Verhalten

4. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen

4.1 Lernen am Modell von Albert Bandura

4.2 Gründe für sozialkompetentes Verhalten

4.3 Die Bedeutung des Selbst- und Fremdbildes

5. Die Entwicklung von Abweichungen im Sozialverhalten

5.1 Begriffsdefinitionen

5.2 Ursachen für abweichendes Verhalten bei Jugendlichen

6. erlebnispädagogische Trainings

6.1 Definition Erlebnispädagogik

6.2 Ziele

6.3 Wirkungsmodelle

6.4 Lernen durch Erlebnispädagogik

6.4.1 Die Waage der Erlebnispädagogik

6.4.2 Lernen zwischen Komfort und Panikzone

6.4.3 Grenzerfahrungen

6.4.4 Das Flow-Erlebnis

6.4.5 Das Johari Fenster

6.5 Auszüge verschiedener Trainingsformen

6.5.1 Coolness Training

6.5.2 Fit for life

7. Sozialkompetenzförderung in der Schule

7.1 Fördermöglichkeiten

7.2 Empirische Studien

8. Durchführung des Trainings an einer Essener Hauptschule

8.1 Die Schule

8.2 Ausgangssituation für die Sozialkompetenztrainings

8.3 Konzept des Trainings

8.4 Ablaufplan des Trainings

8.5 Wirksamkeit des Trainings aus Sicht der Schüler

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob soziale Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen durch erlebnispädagogische Trainings effektiv gefördert werden können, und beleuchtet dabei sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Anwendung im schulischen Kontext.

  • Theoretische Fundierung sozialer Kompetenzen und deren Entwicklung.
  • Ursachenanalyse abweichenden Sozialverhaltens bei Jugendlichen.
  • Methodische Ansätze der Erlebnispädagogik und deren Wirkungsmodelle.
  • Praktische Implementierung von Sozialkompetenztrainings an einer Hauptschule.
  • Evaluation der Wirksamkeit durch begleitende Beobachtungen und Reflexion.

Auszug aus dem Buch

6.4.2 Lernen zwischen Komfort und Panikzone

Da schon beschrieben wurde, dass der Trainer auf eine Über- bzw. Unterforderung achten muss, wird in diesem Abschnitt erläutert, wie diese vermieden werden kann. Dafür ist es hilfreich zu wissen, dass wir Menschen uns in verschiedenen Zonen bewegen, in denen wir unterschiedlich viel Wissen aufnehmen können. Ebenfalls für die Zielerreichung der Trainings ist es wichtig zu wissen, in welchen Zonen der Trainer die Schüler erreichen kann, um eine Veränderung des Selbstbildes oder eine Erweiterung der sozialen Kompetenzen zu erreichen.

Folgende Zonen können unterschieden werden:

Komfortzone

In der Komfortzone befinden wir uns, wenn wir umgeben sind von uns bekannten Dingen und Situationen. Hier kann uns nichts erschrecken und wir verhalten uns selbstbewusst und sachgerecht. In dieser Zone lernt der Mensch wenig. „Ein voller Bauch studiert nicht gern!“ Hier sind wir nur mit Sicherheiten, Bequemlichkeiten und Entspannung konfrontiert (Michl 2009: 39).

Wachstumszone

Die Wachstumszone kann auch als Lernzone bezeichnet werden. Hier befinden wir uns in Situationen, die uns nicht vollständig bekannt sind. Durch Unterstützung und Begleitung kann neues Wissen aufgenommen und gespeichert werden. Motivation durch den Trainer und Aufgabenstellungen, die angemessen für die Gruppe sind, wirken ebenfalls förderlich. Zu dieser Zone gehören Abenteuer und Herausforderungen. Ziel der Erlebnispädagogik ist es, die Teilnehmer öfter von der Komfortzone in die Wachstumszone zu locken z.B. durch gestellte Abenteuer wie den Niedrigseilparcours. Je häufiger den Trainern der Durchbruch in die Wachstumszone bei den Teilnehmern gelingt, desto mehr wird die Komfortzone der Teilnehmer erweitert (Michl 2009: 40f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation und ihre praktischen Erfahrungen in der Erlebnispädagogik, die zur Wahl dieses Themas für die Bachelorarbeit führten.

2. Einleitung: Es wird die Relevanz der Sozialkompetenzförderung bei Jugendlichen aufgezeigt und die Gliederung der Arbeit dargelegt, die von theoretischen Definitionen bis zur praktischen Anwendung reicht.

3. Definition und Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert soziale Kompetenz und unterscheidet diese vom sozial kompetenten Verhalten im Kontext verschiedener Bezugspunkte.

4. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen: Es werden die Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung, das Modelllernen nach Bandura sowie die Bedeutung des Selbst- und Fremdbildes analysiert.

5. Die Entwicklung von Abweichungen im Sozialverhalten: Hier wird der Entstehungsprozess von Verhaltensstörungen bei Jugendlichen sowie die Rolle von Risiko- und Schutzfaktoren erörtert.

6. erlebnispädagogische Trainings: Dieses Kapitel erläutert Ziele, Wirkungsmodelle und Trainingsformen der Erlebnispädagogik, einschließlich des Johari-Fensters und des Flow-Erlebnisses.

7. Sozialkompetenzförderung in der Schule: Es werden Fördermöglichkeiten wie Verhaltensanalyse, Beratung und diverse Interventionen im schulischen Alltag sowie empirische Studien thematisiert.

8. Durchführung des Trainings an einer Essener Hauptschule: Die Autorin beschreibt das konkrete Trainingskonzept, den Ablauf und die gewonnenen Erkenntnisse aus einem zweijährigen Projekt an einer Essener Hauptschule.

9. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Schulen für die Vermittlung sozialer Kompetenzen eine zentrale Rolle spielen und erlebnispädagogische Ansätze dabei sehr wirksam sind.

Schlüsselwörter

Sozialkompetenz, Erlebnispädagogik, Jugendliche, Hauptschule, Sozialverhalten, Modelllernen, Selbstbild, Fremdbild, Grenzerfahrung, Konfliktfähigkeit, Trainingskonzept, Gewaltprävention, Reflexion, Persönlichkeitsentwicklung, Schulalltag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie soziale Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen an einer Hauptschule durch erlebnispädagogische Trainings gezielt gefördert werden können.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Themen umfassen die Definition sozialer Kompetenzen, Theorien zur Verhaltensentwicklung, die Prinzipien der Erlebnispädagogik sowie praktische Interventionsmöglichkeiten im schulischen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wirksamkeit von erlebnispädagogischen Trainingsmethoden im Schulkontext zu prüfen und aufzuzeigen, wie sie zur positiven Persönlichkeitsentwicklung beitragen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer eigenen Evaluation eines Sozialkompetenztrainings an einer Essener Hauptschule, inklusive Schülerreflexionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte der Sozialkompetenz, die Entstehung abweichenden Verhaltens sowie die erlebnispädagogischen Methoden (wie das Zonenmodell oder das Johari-Fenster) detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sozialkompetenz, Erlebnispädagogik, Verhaltensstörungen, Persönlichkeitsentwicklung und das Ziel der Gewaltprävention in Schulen geprägt.

Warum ist das "Zonenmodell" (Komfort-, Wachstums- und Panikzone) so wichtig für die Arbeit?

Es dient dazu, die Über- und Unterforderung der Schüler zu steuern, da ein effektiver Lerneffekt nur in der Wachstumszone erzielt werden kann, während in der Panikzone kein Lernen stattfindet.

Welche Rolle spielt das "Johari-Fenster" in den durchgeführten Trainings?

Es hilft den Schülern, durch Feedback aus der Gruppe das eigene Selbstbild zu reflektieren, den "blinden Fleck" zu verkleinern und so die soziale Interaktion innerhalb der Klasse zu verbessern.

Warum wird im Fazit eine engere Zusammenarbeit mit Eltern gefordert?

Die Autorin argumentiert, dass die Schule soziale Kompetenzen nur sekundär vermitteln kann und eine Einbindung des Elternhauses essenziell ist, um einen nachhaltigen Transfer in den Alltag der Jugendlichen zu sichern.

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Details

Titel
Kann Sozialkompetenz bei Jugendlichen durch erlebnispädagogische Trainings gefördert werden?
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
2,0
Autor
Gesine Timmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
65
Katalognummer
V202748
ISBN (eBook)
9783656296690
ISBN (Buch)
9783656298083
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erlebnispädagogik Sozialkompetenz fördern Sozialtrainings Jugendliche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gesine Timmer (Autor:in), 2012, Kann Sozialkompetenz bei Jugendlichen durch erlebnispädagogische Trainings gefördert werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202748
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Leseprobe aus  65  Seiten
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