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Eine Krankheit zum Tode.

Medizinische, pflegerische und sozialpolitische Besonderheiten von HIV und AIDS

Title: Eine Krankheit zum Tode.

Term Paper , 2011 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefan Kräh (Author)

Sociology - Medicine and Health
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Eine Ansteckung mit dem HI-Virus bedeutet nicht nur für den medizinischen Bereich sondern auch für Politik und Gesellschaft eine Herausforderung.

Bedürfen AIDS-Patienten trotz Chronifizierung und Normalisierung der Krankheit einer besonderen Betreuung?

Behandelt werden in dieser Arbeit:

- der Wandel, den die Krankheit durch die Präventionsarbeit und Medikalisierung von HIV und AIDS vollzogen hat
_ die Art und Weise, wie die Pflege von AIDS-Patienten verwirklicht werden kann
- das Verschwinden der Seuche aus dem Rampenlicht der Öffentlichkeit - das Verschwinden der Angst vor der eigenen Betroffenheit.
- Gründe für steigende Infektionsratenheute
- der Betreuungsbedarf auf den die Regelpflege nicht eingestellt ist
- Besonderheit der Prävalenzgruppen
- institutionalisierte Interventionen und der therapeutische Durchbruch
- Normalisierung im Sinne der Integration von HIV in die Gesellschaft
- „Chronifizierung“
- Vergleich zu Cholera und Pest
- Mechanismen, die bei der Bewältigung einer Epidemie greifen
- non-Adherence als Beispiel für lebensstilspezifische Problemlagen
- Einblick in die von AIDS-Hilfen durchgeführte Lebens- und Sterbebegleitung
- Besonderheiten und Problemlagen der AIDS-Krankenversorgung
- das Sterben
- Trauer
- AIDS ist trotz Normalisierung nicht „normal“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Infektion und ihre Normalisierung

2.1 Infektionsverlauf

2.2 Normalisierung

2.3 Eine „normale“ Seuche

3 Non-Adherence als Beispiel für spezifische Problematiken der Prävalenzgruppe

4 Sterbebegleitung und Lebensbegleitung

4.1 AIDS-Hilfen

4.2 AIDS-Krankenversorgung

4.3 Sterben

5 Trauer

6 Fazit

7 Verwendete Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob AIDS-Patienten trotz der medizinischen Chronifizierung und gesellschaftlichen Normalisierung der Krankheit weiterhin eine spezialisierte Betreuung benötigen. Dabei steht die Analyse der besonderen Lebensrealitäten der Betroffenen und die Herausforderung für die bestehenden Versorgungssysteme im Fokus.

  • Sozialmedizinischer Wandel und Normalisierung von HIV/AIDS
  • Herausforderungen der Therapietreue (Non-Adherence)
  • Die Rolle der AIDS-Hilfen in der Lebens- und Sterbebegleitung
  • Besonderheiten der Krankenversorgung und Pflege von HIV-Positiven
  • Wandel der Trauerkultur im Kontext der AIDS-Epidemie

Auszug aus dem Buch

2 Die Infektion und ihre Normalisierung

„Die statistische Beruhigung leitete allmählich eine Entdramatisierung auf gesellschaftlicher Ebene ein, der zunehmend die Normalisierung des Phänomens AIDS folgte.“ (Aidshilfe Darmstadt 1999, S. 4)

Mit diesem Satz fasst die Autorin den aus den Erfolgen der antiretroviralen Kombinationstherapien resultierenden sozialmedizinischen Wandel zusammen, der die AIDS-Krise der 1980er Jahre in der alle betroffen zu sein schienen, zu einem handhabbaren Problem von Randgruppen macht.

Das 1981 erstmals durch Michael Gottlieb beschriebene HI-Virus (Human Immunodeficiency Virus) führte bislang nach einer Latenzzeit von zehn bis 14 Jahren zur einem Erworbenen Immundefektsyndrom, kurz: AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome), welches innerhalb von nur zwei bis vier Jahren zum Tod des Betroffenen führte (vgl. Edelkraut 2005, S. 17). Die Krankheit stellte durch die unklaren Übertragungswege, seinen seuchenartigen Charakter, den tödlichen Verlauf und die Hilflosigkeit bezüglich der Behandlung eine krisenhafte Bedrohung für die Allgemeinheit dar.

Ende der 90er Jahre wird vermehrt von einer Normalisierung gesprochen. War AIDS bisher von einem „leidvollen und hoffnungslosen Krankheitsbild“ (Wright 2000, S.270) gekennzeichnet, dem der Patient unweigerlich erlag, entwickelt es sich mit Stabilisierung der Neuinfektionen und verbesserter Therapie zu einer chronischen Krankheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Problematik der HIV-Infektion als unheilbare Krankheit und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Notwendigkeit einer spezifischen Betreuung von AIDS-Patienten.

2 Die Infektion und ihre Normalisierung: Dieses Kapitel erläutert den sozialmedizinischen Wandel von einer krisenhaften Epidemie hin zu einer chronischen, durch Therapie handhabbaren Erkrankung.

3 Non-Adherence als Beispiel für spezifische Problematiken der Prävalenzgruppe: Hier wird analysiert, wie die Anforderungen an eine lebenslange, disziplinierte Therapie mit dem Lebensstil der Betroffenen kollidieren und zu Autonomieverlust sowie Abbruch führen können.

4 Sterbebegleitung und Lebensbegleitung: Das Kapitel beleuchtet die Rolle der AIDS-Hilfen bei der Unterstützung in psychosozialen Krisen sowie die speziellen Anforderungen an die Krankenversorgung und Sterbebegleitung.

5 Trauer: Hier wird der historische Wandel der Trauerkultur im Kontext der AIDS-Community und deren Kampf um öffentliches Trauern dargestellt.

6 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass AIDS trotz Normalisierung aufgrund der Stigmatisierung und der speziellen Bedürfnisse der Prävalenzgruppen weiterhin eine besondere Betreuung erfordert.

Schlüsselwörter

HIV, AIDS, Normalisierung, Prävalenzgruppe, Lebensbegleitung, Sterbebegleitung, AIDS-Hilfen, Krankenversorgung, Non-Adherence, Chronifizierung, Stigmatisierung, Trauerkultur, ambulante Pflege, Autonomie, soziale Randlage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen und medizinischen Einordnung der Immunschwächekrankheit AIDS und untersucht, ob Betroffene trotz der heutigen Behandelbarkeit weiterhin spezielle Unterstützung benötigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören der Normalisierungsprozess von HIV, die spezifischen Herausforderungen bei der Therapietreue sowie die Bedeutung der AIDS-Hilfen für eine ganzheitliche Lebens- und Sterbebegleitung.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob AIDS-Patienten angesichts ihrer sozialen Herkunftsmilieus und der besonderen Krankheitscharakteristika eine über die Regelpflege hinausgehende, spezialisierte Betreuung benötigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt eine sozialwissenschaftliche Analyse und führt eine Literaturanalyse durch, um den Zusammenhang zwischen medizinischem Fortschritt, sozialer Integration und den tatsächlichen Bedarfen der Betroffenen aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel von der AIDS-Krise der 80er Jahre, die Problematik der Non-Adherence, die Rolle von spezialisierten Pflegediensten sowie die Entwicklung einer neuen Trauerkultur in der Community.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Normalisierung, Chronifizierung, Lebensbegleitung, Stigmatisierung und die Rolle der AIDS-Hilfen geprägt.

Warum wird im Dokument auf den „Zeit-Wissenden“ eingegangen?

Der Begriff beschreibt die Situation HIV-Positiver vor Einführung der neuen Therapien, bei denen eine Diagnose gleichzeitig eine Prognose über den nahen Tod bedeutete, was ihre Identität und Lebensplanung maßgeblich prägte.

Inwieweit spielt die Autonomie des Patienten eine Rolle für die Pflege?

Autonomie gilt als oberstes Ziel der ambulanten Pflege; sie steht jedoch oft im Konflikt mit der notwendigen „Statik“ der medikamentösen Therapie, was Betroffene zuweilen in den Wunsch nach mehr Selbstbestimmung führt.

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Details

Title
Eine Krankheit zum Tode.
Subtitle
Medizinische, pflegerische und sozialpolitische Besonderheiten von HIV und AIDS
College
Technical University of Darmstadt
Grade
1,0
Author
Stefan Kräh (Author)
Publication Year
2011
Pages
21
Catalog Number
V202795
ISBN (eBook)
9783656291732
Language
German
Tags
aids hiv schwule krankenpflege sterbebegleitung lebensbegleitung aids-krise trauer aids-hilfe normalisierung psychosoziale betreuung spezialkrankenpflege regenbogendienst homosexualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Kräh (Author), 2011, Eine Krankheit zum Tode., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202795
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