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Migration in Deutschland - ein Kurzvortrag

Title: Migration in Deutschland - ein Kurzvortrag

Presentation (Elaboration) , 2003 , 12 Pages

Autor:in: Nicole Laqué (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Deutschland wurde durch Einwanderungen von Gastarbeitern, durch Aussiedler aus
Osteuropa und Flüchtlingen aus Kriegsgebieten in den letzten Jahrzehnten zur
multikulturellen Gesellschaft. Seit jeher ist Deutschland Einwanderungsland, ein
Multikulturalismus ist hier demnach historisch gegeben.
Kulturelle Homogenität hat es nie und nirgendwo gegeben, keine Kultur entstand aus
sich selbst heraus sondern durch steten Austausch verschiedenster Gruppen
miteinander. Jede moderne Gesellschaft ist multikulturell, die Deutsche kann somit
keine Ausnahme sein.
Um eine multikulturelle Gesellschaft verwirklichen zu können, scheint eine formale
Gleichberechtigung der Ausländer vonnöten zu sein, damit ihnen eine Chance
eröffnet wird, ihre Interessen durchsetzten zu können. Ausländer haben in
Deutschland jedoch keine Staatsbürgerrechte, d. h. kein Recht zur politischen
Partizipation. Eine Einbürgerung zu erlangen ist mit großen Schwierigkeiten
verbunden. Auch die Kinder von Ausländern, die oft in der zweiten oder dritten
Generation in Deutschland leben, behalten den Ausländerstatus, da es die derzeit
gültige Gesetzgebung so vorsieht.
Anders sieht es bei den Aussiedlern mit deutscher Volkszugehörigkeit aus Osteuropa
aus. Sie werden sofort eingebürgert, egal, ob sie ein Wort deutsch sprechen oder
nicht. Ihnen wird eine Einbürgerung dadurch erschwert, dass sie bei einer solchen
die bisherige Staatsangehörigkeit abgeben müssen, was für sie von großem Nachteil
sein kann. Sie verlieren zum Beispiel Erbansprüche in ihrer alten Heimat.
Im Gegensatz zu klassischen Einwanderungsländern wie den USA oder Australien
sieht sich Deutschland nicht als Einwanderungsland an. Die Regierung geht dabei
eher auf Abwehr von Einwanderern und ist auf die Reduzierung der Zuwanderung
ausgerichtet. Angesichts des angestiegenen Zustroms von Flüchtlingen aus
Osteuropa und anderen Ländern, stellt sich die Frage, ob man Deutschland als
Einwanderungsland anerkennen und die überaltete Ausländergesetzgebung zu
einem Einwanderungsgesetz umwandeln sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Deutschland ein Einwanderungsland?

2. Die allgemeine Situation ausländischer Familien in der BRD

3. Zuwanderung nach Deutschland, eine Statistik

4. Die hauptsächlichen Wanderungsströme

4.1 Aussiedler

4.2 Arbeitsmigranten

4.3 Asylsuchende und Flüchtlinge

5. Biographien immigrierter Mitbürger

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Status Deutschlands als Einwanderungsland, beleuchtet die soziopolitische und wirtschaftliche Situation ausländischer Familien sowie die verschiedenen Wanderungsströme in die Bundesrepublik Deutschland und gibt anhand qualitativer Interviews Einblicke in die persönlichen Lebensgeschichten von Immigranten.

  • Historische und rechtliche Einordnung der Zuwanderung nach Deutschland
  • Soziale Herausforderungen und Integrationsproblematiken ausländischer Familien
  • Statistische Auswertung der Zu- und Fortzüge seit 1950
  • Differenzierung der Migrationsgruppen (Aussiedler, Arbeitsmigranten, Asylsuchende)
  • Biographische Analyse von Integrationserfahrungen durch Zeitzeugenberichte

Auszug aus dem Buch

4.2 Arbeitsmigranten

Arbeitsmigration nach Deutschland fand schon vor Gründung der BRD in großem Umfang statt. Zum Beispiel wurden Arbeitsmigranten zur Arbeit in der Landwirtschaft (saisonal bedingt) und in der Industrie (im Ruhrpott) angeworben.

Der Mauerbau der DDR und die damit ausbleibende Zuwanderung aus Ostdeutschland führte zu einem schnellen Anstieg der ausländischen Arbeitskräfte. Insgesamt lebten bereits 1,2 Mio. ausländische Staatsangehörige in Deutschland. Mit 2,6 Mio. Arbeitsimmigranten wurde 1973 der Höhepunkt erreicht.

Ziel dieser Einwanderungspolitik war in erster Linie die temporäre Überbrückung konjunktureller und demographischer Engpässe auf dem Arbeitsmarkt und nicht die langfristische Eingliederung dieser Menschen in der BRD. Angeworben wurden Personen, die gering bezahlte, wenig angesehene und unqualifizierte Arbeit verrichteten und dafür eine Aufenthaltserlaubnis von nur einem Jahr erhielten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Deutschland ein Einwanderungsland?: Das Kapitel diskutiert die historische Entwicklung Deutschlands zur multikulturellen Gesellschaft und kritisiert die bestehende, als überaltet wahrgenommene Ausländergesetzgebung.

2. Die allgemeine Situation ausländischer Familien in der BRD: Es werden die sozialen Belastungen und Lebensumstände ausländischer Familien seit den 60er Jahren analysiert, die oft zu Ausgrenzung und wirtschaftlicher Not führten.

3. Zuwanderung nach Deutschland, eine Statistik: Dieses Kapitel liefert eine quantitative Übersicht der Migrationsbewegungen in der BRD zwischen 1950 und 1998 anhand einer detaillierten statistischen Tabelle.

4. Die hauptsächlichen Wanderungsströme: Hier werden die drei Kernbereiche Aussiedler, Arbeitsmigranten sowie Asylsuchende und Flüchtlinge in ihren jeweiligen historischen und strukturellen Kontexten separat betrachtet.

5. Biographien immigrierter Mitbürger: Dieser Abschnitt bietet anhand eines Interviewleitfadens und konkreter Erfahrungsberichte einen persönlichen Einblick in die Integrationsrealität von Menschen mit Migrationshintergrund.

Schlüsselwörter

Migration, Integration, Einwanderungsland, Gastarbeiter, Aussiedler, Asylsuchende, Flüchtlinge, Identität, Ausländergesetzgebung, Demographie, soziale Minderheiten, Lebensgeschichte, Staatsbürgerrechte, Arbeitsmarkt, Ausländerfeindlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Situation von Migranten in Deutschland, beleuchtet die historischen Hintergründe der Zuwanderung und analysiert sowohl die statistischen Fakten als auch die persönliche Integrationsebene.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen und gesellschaftlichen Einordnung von Migration, der Situation ausländischer Familien, der Migrationsstatistik sowie der qualitativen Erfassung individueller Biographien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Deutschland faktisch ein Einwanderungsland ist, und dabei die Diskrepanz zwischen der gelebten Realität und der gesetzlichen Behandlung von Migranten kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literatur- und Datenanalyse mit einem qualitativen Ansatz, indem sie Interviews mit verschiedenen Migranten führt, um deren persönliche Perspektiven und Probleme abzubilden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Integrationsproblematik, eine statistische Datenanalyse der Migrationsströme sowie eine detaillierte Unterteilung der Migrantengruppen in Aussiedler, Arbeitsmigranten und Flüchtlinge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Migration und Integration insbesondere Identitätsfindung, Arbeitsmigration, Asylrecht und der soziale Status von ausländischen Familien in der Bundesrepublik.

Welche Rolle spielen die Interviews für das Verständnis der Arbeit?

Die Interviews machen das abstrakte Thema "Migration" menschlich erfahrbar, indem sie individuelle Erfolgsgeschichten, aber auch Diskriminierungserfahrungen und bürokratische Hürden in Deutschland verdeutlichen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Zuwanderergruppen so wichtig?

Die Arbeit verdeutlicht, dass unterschiedliche Gruppen (z.B. Aussiedler vs. Arbeitsmigranten) völlig anderen rechtlichen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Erwartungen gegenüberstanden, was maßgeblich ihren Integrationsverlauf beeinflusste.

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Details

Title
Migration in Deutschland - ein Kurzvortrag
College
University of Koblenz-Landau  (Interkulturelle Bildung)
Course
Integration von Kindern mit fremder Muttersprache
Author
Nicole Laqué (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V20281
ISBN (eBook)
9783638242097
Language
German
Tags
Migration Deutschland Kurzvortrag Integration Kindern Muttersprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Laqué (Author), 2003, Migration in Deutschland - ein Kurzvortrag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20281
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