Die vorliegende Arbeit enthält eine Staatsexamenslehrprobe im Fach Geschichte zum Alltag der antiken griechischen Bevölkerung in den Poleis Athen und Sparta. Der Stundenentwurf befasst sich im Speziellen mit dem Alltag der Kinder und der Frage, ob dieser nur aus Freizeit uns Spielen bestand.
Schwerpunkte der Unterrichtseinheit sind das kooperative Lernen und die Förderung der Lesestrategien der Schüler. Im Anhang der Arbeit befinden sich selbst erstellte Arbeitsblätter und Verweise zu den in der Stunde verwendeten Abbildungen.
Aus dem Inhalt:
- Bedingungsanalyse
- Auswahl und Begründung der Lernziele
- Begründung der didaktischen und methodischen Entscheidungen
- Tabellarische Verlaufsplanung
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen (Ziel – Inhalt – Methode – Relation)
2.1 Stellung der Stunde in der Stoffeinheit
2.2 Auswahl und Begründung der Lernziele
2.3 Begründung der didaktischen und methodischen Entscheidungen
3. Aussagen zu Schülerleistungen
4. Tabellarische Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Entwurf für eine Staatsexamenslehrprobe im Fach Geschichte für eine sechste Klasse. Das zentrale Ziel ist es, den Schülern durch eine vergleichende Analyse ein fundiertes Verständnis über den Alltag von Kindern im antiken Athen und Sparta zu vermitteln, wobei die Leitfrage nach der Rolle von Freizeit und Spielen in dieser Zeit im Fokus steht.
- Strukturierung des Alltagslebens von Kindern in Athen und Sparta
- Vergleichende Gegenüberstellung der Erziehungsmethoden in den beiden Stadtstaaten
- Entwicklung von Bewertungskompetenz historischer Sachverhalte durch Stellungnahmen
- Förderung von Lesekompetenz und kooperativer Sozialkompetenz in Gruppenarbeitsphasen
Auszug aus dem Buch
Alltag der Jungen in Athen
Nach der Geburt bis zum siebten Lebensjahr lebten die Kinder der Athener Bürger ausschließlich zu Hause bei ihren Eltern. Die Kinder spielten z.B. mit hölzernen Puzzle; es gab Brettspiele, Bälle und Jojos, Schaukeln und Wippen. Mit zwölf Jahren galten die Kinder als junge Erwachsene und mussten ihr Spielzeug abgeben.
Die Jungen gingen ab dem achten Lebensjahr zur Schule, die sie auf ihre Rolle als Bürger vorbereiten sollte. Sie sollten zu redegewandten, klugen und überzeugenden Politikern erzogen werden.
Deshalb lernten sie Lesen und Schreiben, Rechnen und Musizieren. Weiterhin war es wichtig, dass ein erwachsener Bürger Athens eine gute körperliche Verfassung besaß. Deshalb trainierten auch schon die Jungs ihren Körper. Die Sporthalle hieß damals Gymnasium. Mehrmals in der Woche trainierten sie die Disziplinen des Fünfkampfs.
Mit 18 Jahren galten die jungen Männer dann als erwachsen. Als Ephebe (griechisch: Jüngling) mussten sie nun für zwei Jahre Kriegsdienst leisten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturellen Rahmenbedingungen, das Klassenklima und die Lernvoraussetzungen der sechsten Klasse für den Geschichtsunterricht.
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen (Ziel – Inhalt – Methode – Relation): Hier wird die Einordnung der Stunde in die Stoffeinheit „Die Welt der Griechen“ vorgenommen, Lernziele definiert und die methodische Herangehensweise begründet.
3. Aussagen zu Schülerleistungen: Dieses Kapitel erläutert den Umgang mit der Leistungsbewertung während der besonderen Prüfungssituation der Lehrprobe.
4. Tabellarische Verlaufsplanung: Diese Übersicht stellt den zeitlichen Ablauf, die Phasen, Schülertätigkeiten und methodischen Schritte der Unterrichtsstunde präzise dar.
Schlüsselwörter
Staatsexamenslehrprobe, Geschichte, Antike, Athen, Sparta, Kindheit, Erziehung, Alltag, Vergleich, Sozialkompetenz, Gruppenarbeit, Lesekompetenz, Bürgerpolis, Kriegerpolis, Unterrichtsentwurf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine Staatsexamenslehrprobe im Fach Geschichte dar, die sich mit dem Alltagsleben von Kindern im antiken Griechenland befasst.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind das Aufwachsen, die Erziehungsmethoden und der Alltag von Kindern in den Stadtstaaten Athen und Sparta.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Stunde?
Das primäre Ziel ist es, die Schüler dazu anzuregen, die Lebensbedingungen in Athen und Sparta zu vergleichen und die zentrale Frage zu klären, ob der Alltag dieser Kinder tatsächlich aus Freizeit und Spielen bestand.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Stunde basiert auf einer kooperativen Gruppenarbeitsmethode, bei der die Schüler durch Textquellen und Bilder Informationen erarbeiten und diese anschließend in einem Austausch präsentieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Bedingungsanalyse der Lerngruppe, die didaktische Begründung der Lernziele, die methodische Strukturierung der Unterrichtsphasen und die Planung der Schüleraktivitäten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Geschichte, Antike, Erziehung, Vergleich, Gruppenarbeit und Sozialkompetenz.
Wie unterscheidet sich die Erziehung in Athen von der in Sparta laut der Arbeit?
Während Athen Wert auf Bildung, Rhetorik und körperliche Ertüchtigung für die zukünftige Bürgerrolle legte, war die Erziehung in Sparta durch eine frühe Trennung vom Elternhaus, militärische Ausbildung und das Ziel der Abhärtung geprägt.
Warum ist die Lernlandkarte für den Unterricht wichtig?
Die Lernlandkarte fungiert als „Advance-Organizer“, der den Schülern einen strukturierten Überblick über die gesamte Stoffeinheit bietet und ihnen hilft, das aktuelle Thema in den größeren geschichtlichen Kontext einzuordnen.
- Arbeit zitieren
- Cora Wenzel (Autor:in), 2012, Alltag der Kinder im antiken Sparta und Athen. Stundenentwurf für Klasse 6 Geschichte Gymnasium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202836