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Inspection Game - Eine ökonomische Analyse

Title: Inspection Game - Eine ökonomische Analyse

Diploma Thesis , 2011 , 78 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Torsten Giermann (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden verschiedene Ansätze und Modelle des Inspection Games
dargestellt. Die auftretenden Konflikte werden beschrieben und einem ökonomischen Vergleich unterzogen.

Nach einem kurzen Abriss der in dieser Arbeit behandelten Modelle folgen in Kapitel 2
einige theoretische Grundlagen des Inspection Games, die für die Präsentation der
verschiedenen Ansätze hilfreich sind, sowie ein Überblick über die Anwendungen des
Inspection Games in der Ökonomie.
Kapitel 3 dient der detaillierten Darstellung ausgewählter Modelle des Inspection
Games. In Abschnitt 3.1 werden das rekursive Modell von Dresher, eine grundlegende
Arbeit der Spieltheorie im Bereich der Inspection Games, und einige darauf beruhende
Modellerweiterungen vorgestellt. Der Abschnitt 3.2 befasst sich mit nicht rekursiven
Inspection Games. Diese sollen im Mittelpunkt der Untersuchungen dieser Arbeit
stehen, da sie sich durch eine größere Nähe zu und Anwendbarkeit auf
wirtschaftswissenschaftliche Fragestellungen und Konfliktsituationen auszeichnen. Bei
der Darstellung der verschiedenen Modelle werden die jeweiligen Variablen
vereinheitlicht, so dass die Modelle einer anschließenden Analyse zugänglich und
leichter miteinander verglichen werden können.
In Kapitel 4 werden die Modelle schließlich einer ökonomischen Analyse unterzogen.
Dazu werden zunächst in Abschnitt 4.1 die im Modell enthaltenen Konflikte der
einzelnen Spieler identifiziert und beschrieben, bevor dann in Abschnitt 4.2 die
Auswirkung einer Veränderung einzelner Parameter wie beispielsweise Strafen und
Boni auf das Nash-Gleichgewicht untersucht wird.
Kapitel 5 liefert eine kurze Zusammenfassung und einen Ausblick hinsichtlich
möglicher weiterer Modellierungen und Analysen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation / Problembeschreibung

1.2 Vorgehensweise

1.3 Überblick über die Modelle

2 Das Inspection Game als Anwendungsgebiet der Spieltheorie

3 Darstellung ausgewählter Modelle des Inspection Games

3.1 Rekursive Spiele

3.1.1 Modell von Dresher

3.1.2 Modell von Thomas/Nisgav

3.1.3 Erweiterung von Baston/Bostock

3.1.4 Modell von Ferguson/Melolidakis

3.1.5 Erweiterung von Avenhaus/von Stengel

3.2 Nicht rekursive Spiele

3.2.1 Modell von Borch

3.2.2 Modell von Avenhaus

3.2.3 Modell von Biermann

3.2.4 Modell von Fandel/Trockel

4 Ökonomische Analyse und Vergleich der Modelle

4.1 Analyse der Konflikte

4.2 Analyse ausgewählter Parameter

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, verschiedene spieltheoretische Ansätze und Modelle von Inspection Games systematisch darzustellen, auftretende Konfliktsituationen zu beschreiben und diese einer ökonomischen Vergleichsanalyse zu unterziehen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie durch geeignete Anreizsysteme – etwa mittels Strafen oder Boni – das Verhalten von Akteuren so beeinflusst werden kann, dass ihre individuellen Ziele mit denen des Unternehmens in Einklang gebracht werden.

  • Spieltheoretische Modellierung von Kontrollsituationen
  • Vergleichende Analyse rekursiver und nicht rekursiver Inspektionsmodelle
  • Untersuchung von Anreizstrukturen (Strafen und Boni) zur Verhaltenssteuerung
  • Analyse der Auswirkungen von Parameteränderungen auf das Nash-Gleichgewicht

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Modell von Dresher

Dresher hat 1962 ein Inspection Game formuliert, in dem die Kontrolle mittels stichprobenhafter Überprüfungen von Waffenkontrollvereinbarungen thematisiert wird. Vor dem geschichtlichen Hintergrund des Kalten Krieges kamen Waffenkontroll- und später Abrüstungsabkommen eine große Bedeutung zu. Diese Abkommen wurden in der Regel von Waffenkontrollorganisationen durch stichprobenhafte Inspektionen vor Ort überwacht. Es ist anzunehmen, dass eine Partei, die einem derartigen Abkommen zugestimmt hat, dennoch einen Anreiz hat, das entsprechende Abkommen zu verletzen, um dadurch einen strategischen Vorteil zu erlangen. Diese Situation formuliert Dresher als ein Nullsummenspiel zwischen einem Kontrolleur und einem Inspizierten. In einem Nullsummenspiel entsprechen mögliche Payoffs des einen Spielers den negierten Payoffs des anderen Spielers.

Dresher geht dabei von folgenden Annahmen aus:

Innerhalb einer gewissen Zeitperiode gibt es n Situationen, in denen der Inspizierte den Vertrag einmal verletzen kann.

Dem Kontrolleur ist es nur möglich, eine begrenzte Anzahl von m Stichprobenkontrollen durchzuführen.

Die Anzahl der verfügbaren Kontrollmöglichkeiten entspricht höchstens der Anzahl an Situationen, in denen der Inspizierte den Vertrag verletzen kann, d.h. m ≤ n.

Führt der Kontrolleur eine Kontrolle durch und findet eine Vertragsverletzung statt, so wird er diese sicher entdecken.

Beide Spieler haben vollständige Informationen über m und n. Das heißt, ihnen sind sowohl die Anzahl restlicher Möglichkeiten für eine Vertragsverletzung als auch die Anzahl der noch möglichen Kontrollen bekannt.

Das Spiel endet, sobald der Inspizierte sich illegal verhalten hat oder es keine weiteren Möglichkeiten für illegales Verhalten mehr gibt (n = 0). Im ersten Fall bleibt das illegale Verhalten entweder unentdeckt, dann erhält der Inspizierte einen positiven Payoff und der Kontrolleur einen negativen, oder der Kontrolleur führt in diesem Spielzug eine Kontrolle durch und entdeckt das illegale Verhalten mit entsprechend invertierter Auszahlung. Findet in der laufenden Spielrunde keine Vertragsverletzung statt, so kommt es zu einer weiteren Spielrunde mit einem identischen Teilspiel, jedoch reduzierten n und gegebenenfalls auch m.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Motivation und methodisches Vorgehen bei der Untersuchung von Inspection Games zur Analyse von Anreizstrukturen in Unternehmen.

2 Das Inspection Game als Anwendungsgebiet der Spieltheorie: Definition und spieltheoretische Einordnung von Kontrollmodellen zwischen rational handelnden Parteien.

3 Darstellung ausgewählter Modelle des Inspection Games: Detaillierte mathematische und modelltheoretische Vorstellung verschiedener rekursiver und nicht rekursiver Inspektionsansätze.

4 Ökonomische Analyse und Vergleich der Modelle: Untersuchung der Konflikttypen und der Sensitivität des Nash-Gleichgewichts gegenüber Parameteränderungen.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Modellergebnisse und Diskussion über zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich des Konfliktmanagements.

Schlüsselwörter

Inspection Game, Spieltheorie, Nash-Gleichgewicht, Kontrollmodell, Konfliktmanagement, Anreizsysteme, Vertragsverletzung, Inspizierter, Kontrolleur, Kosten-Nutzen-Analyse, Stichprobenkontrolle, Strategische Interaktion, Strafzahlungen, Boni, Prinzipal-Agent-Theorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Kontrollsituationen – sogenannte Inspection Games – zwischen Parteien mit potenziell gegensätzlichen Interessen, um Möglichkeiten zur effektiven Verhaltenssteuerung zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die mathematische Modellierung von Überwachungssituationen, die spieltheoretische Bestimmung von Gleichgewichtsstrategien und die ökonomische Auswirkung von Sanktionen und Belohnungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, verschiedene theoretische Modelle des Inspection Games zu vergleichen und zu zeigen, wie durch Anreize die Kooperationsbereitschaft von Akteuren erhöht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden methodische Ansätze der nicht-kooperativen Spieltheorie verwendet, insbesondere die Analyse von Nash-Gleichgewichten in gemischten Strategien sowie umfangreiche Modellvergleiche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung rekursiver Modelle (z.B. Dresher, Thomas/Nisgav) und nicht rekursiver Modelle (z.B. Borch, Biermann) sowie deren anschließende ökonomische Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inspection Game, Nash-Gleichgewicht, Kontrolldesign und Konfliktmanagement charakterisiert.

Wie unterscheidet Dresher zwischen den Kontrollmöglichkeiten im Zeitablauf?

Dresher modelliert das Spiel über eine endliche Anzahl n möglicher Vertragsverletzungen, bei denen der Kontrolleur über eine begrenzte Anzahl m an stichprobenartigen Inspektionsmöglichkeiten verfügt.

Was ist das zentrale Ergebnis der Analyse von Fandel/Trockel?

Fandel und Trockel integrieren das Management als dritten Akteur und zeigen auf, wie Kostenabweichungen bei der Bestellung durch Disponenten mittels Boni und Strafen spieltheoretisch gesteuert werden können.

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Details

Title
Inspection Game - Eine ökonomische Analyse
College
University of Hagen
Grade
2,7
Author
Torsten Giermann (Author)
Publication Year
2011
Pages
78
Catalog Number
V203050
ISBN (eBook)
9783656320043
ISBN (Book)
9783656324171
Language
German
Tags
inspection game eine analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Giermann (Author), 2011, Inspection Game - Eine ökonomische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203050
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