1. Einleitung
2. Herkunft der Verantwortung
3. Begriffe von Verantwortung
4. Notwendigkeit von Moral
5. Verantwortung in Gesellschaft und Sozialarbeit
5.1. Individuelle Verantwortung in der Gesellschaft
5.2. Die Sorge des Sozialarbeiters um den Klienten
5.3. Die Ebenen von Verantwortung
5.4. Motivation für Verantwortung
5.5. Die persönliche Verantwortung des Sozialarbeiters
5.6. Verantwortung in der Kinder- und Jugendhilfe
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Herkunft der Verantwortung
3. Begriffe von Verantwortung
4. Notwendigkeit von Moral
5. Verantwortung in Gesellschaft und Sozialarbeit
5.1. Individuelle Verantwortung innerhalb der Gesellschaft
5.2. Die Sorge des Sozialarbeiters um den Klienten
5.3. Die Ebenen von Verantwortung
5.4. Motivation für Verantwortung
5.5. Die persönliche Verantwortung des Sozialarbeiters
5.6. Verantwortung in der Kinder- und Jugendhilfe
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, Sozialarbeiter für das Thema Verantwortung zu sensibilisieren, damit sie ihre enorme Verantwortung in der täglichen Praxis bewusst erkennen und kritisch reflektieren können. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie Verantwortung in der beruflichen Tätigkeit begründet und moralisch fundiert werden kann.
- Theoretische Herleitung des Verantwortungsbegriffs und dessen Wandel
- Zusammenhang zwischen Verantwortung, Moral und Gewissen
- Spezifische Verantwortung in der Sozialen Arbeit und im Umgang mit Klienten
- Motivationale Grundlagen für verantwortungsvolles Handeln
- Anwendung der Verantwortungsethik in der Kinder- und Jugendhilfe
Auszug aus dem Buch
3. Begriffe von Verantwortung
Verantwortung ist ein prosozialer Beziehungsfaktor, welcher als Leitbild für unsere Gesellschaft verstanden wird (vgl. Mührel 2003, S.30). Der Begriff der Verantwortung taucht in vielen Teilbereichen der Gesellschaft auf (z.B. im Recht). Die moralische Verantwortung ist für die direkte Interaktion, als auch für die Soziale Arbeit besonders bedeutsam. Moralische Verantwortung bezeichnet dabei sowohl die „Eigenverantwortung, [sowie] das Verantworten des Wohles anderer“ (Mührel 2003, S.30). Beispiel hierfür ist das verantwortungsvolle Handeln eines Menschen mit einer ansteckenden Krankheit bei der Kontaktaufnahme mit anderen Menschen, um das Wohl derer nicht zu gefährden und Ansteckung zu vermeiden. Anderes Beispiel ist ein verletzter Mensch auf der Straße. Vorübergehende Passanten stehen in der moralischen Verantwortung diesem Mensch zu helfen.
Der Begriff Verantwortung wird in vielen Situationen gebraucht, sowohl für Menschen, als auch für Tiere und Gegenstände. So wird z.B. ein Fuchs für den Tod einer Henne “verantwortlich” gemacht, oder ein defekter Herd für den Brand eines Hauses. Es ist jedoch wichtig zu unterscheiden, wer letztlich Verantwortung hat. Nach Aristoteles ist nur ein Subjekt verantwortlich, welches “die Handlung gewollt hat” (Bayertz 1995, S.10). Kant dagegen unterscheidet zwischen Zuschreibung und Zurechnung. Bei der Zuschreibung wird die reine Handlung dargelegt, im Gegensatz dazu wird bei der Zurechnung die freie Handlung der Person, in Verbindung mit einem Gesetz, beurteilt (vgl. Bayertz 1995, S.14). Handlungen, für welche man zur Verantwortung gezogen wird, hatten meist negative Auswirkungen auf die Umwelt und stehen damit im direkten Zusammenhang mit dem Begriff der Schuld (vgl. Bayertz 1995, S.16). Verantwortung steht damit in engem Zusammenhang mit dem Gericht, welches mit Hilfe des Gesetzes zur Verantwortung zieht. Ziel ist dabei, “ein definitives Urteil über die Tat abzugeben” (Bayertz 1995, S.17). Daraus lässt sich schließen, dass Verantwortung sich auf direkt folgende Konsequenzen einer Handlung bezieht, welche sofort kontrolliert werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Verantwortung in der Gesellschaft und der Sozialen Arbeit ein und legt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.
2. Herkunft der Verantwortung: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung und die verschiedenen Wurzeln des Verantwortungsbegriffs sowie dessen enge Verbindung zur Moral.
3. Begriffe von Verantwortung: Es erfolgt eine detaillierte Begriffsanalyse, wobei zwischen verschiedenen Verantwortungsarten wie Ex-ante- und Ex-post-Verantwortung sowie moralischen und rechtlichen Aspekten unterschieden wird.
4. Notwendigkeit von Moral: Das Kapitel thematisiert, warum ein Sozialarbeiter moralische Vorstellungen benötigt und welche Rolle das Gewissen und die Wertbestätigung im beruflichen Handeln spielen.
5. Verantwortung in Gesellschaft und Sozialarbeit: Der Hauptteil analysiert die soziale Norm der Verantwortung, die Sorge um Klienten, die Ebenen der Verantwortung sowie die Motivation und die spezifische Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe.
6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und reflektiert die Bedeutung der Theorie für die praktische Arbeit des Autors.
Schlüsselwörter
Verantwortung, Soziale Arbeit, Ethik, Moral, Gewissen, Sozialarbeiter, Klient, Verantwortungsübernahme, Motivation, Kinder- und Jugendhilfe, Fürsorgepflicht, Prosozialität, Supervision, Selbstverantwortung, Werte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Verantwortung und Ethik im Kontext der Sozialen Arbeit und wie Sozialarbeiter ihre Rolle gegenüber Klienten und Gesellschaft wahrnehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt die Herkunft des Verantwortungsbegriffs, die Notwendigkeit von Moral, die verschiedenen Ebenen des verantwortlichen Handelns und die spezifischen Anforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Sozialarbeiter für ihr Handeln zu sensibilisieren, damit sie sich ihrer Verantwortung gegenüber Klienten, Auftraggebern und der Gesellschaft bewusst werden und diese reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur von Autoren wie Heinz J. Kersting, Eric Mührel und Kurt Bayertz, um eine fundierte ethische Basis für die Soziale Arbeit zu erarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die individuelle Verantwortung, die Sorge um Klienten, die Unterteilung in drei Verantwortungsebenen, verschiedene Motivationsformen sowie spezifische Aspekte der Kinder- und Jugendhilfe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Verantwortung, Soziale Arbeit, Moral, Ethik, Gewissen und Fürsorgepflicht geprägt.
Welche Rolle spielt die „Mütterlichkeit“ in dieser Analyse?
Das Ideal der Mütterlichkeit wird als historischer Ursprung der Sozialen Arbeit angeführt, um die Fürsorgepflicht und die verantwortungsvolle Haltung des Sozialarbeiters gegenüber seinen Klienten zu verdeutlichen.
Was unterscheidet „Ex-ante“ von „Ex-post“ Verantwortung?
Ex-ante-Verantwortung bezieht sich auf die zukünftige Gestaltung von Handlungen, während Ex-post-Verantwortung die nachträgliche Zurechnung und Rechenschaftslegung für bereits vollzogene Handlungen bezeichnet.
Warum wird Supervision als wichtig erachtet?
Supervision ermöglicht dem Sozialarbeiter, aus einer Außenperspektive neue Lösungsmöglichkeiten für komplexe Probleme zu entdecken und dient der notwendigen ethischen Reflexion im Berufsalltag.
Inwiefern beeinflusst das „Mögliche“ das Handeln?
Die Arbeit betont, dass ein Sozialarbeiter nicht alle Probleme der Welt lösen kann. Daher gilt das Prinzip „Das Mögliche ist das Meiste“, um durch das Setzen kleiner Ziele handlungsfähig zu bleiben.
- Arbeit zitieren
- Samuel Rohn (Autor:in), 2011, Verantwortung in Gesellschaft und Sozialarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203100