Der Einsatz filmischer Mittel zur Darstellung von gutem und bösem Reich im Film: Der Herr der Ringe - Die Gefährten


Seminararbeit, 2003
17 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung der Analyse

2. Kurze Inhaltsangabe des Films

3. Filmische Mittel / Technische Voraussetzungen
3.1 Kamerafahrten
3.2 Einstellungsgrößen
3.3 Sonstige filmische Mittel

4. Analyse ausgewählter Filmsequenzen
4.1. Auenland
4.2. Isengard

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung der Hausarbeit

„Geschichte wurde Legende. Legende wurde Mythos.“1 Peter Jacksons 2001 bei New Line Cinema erschienener Fantasy-Film Der Herr der Ringe – Die Gefährten basiert auf dem gleichnamigen, 1954 erschienenen, ersten Teil der Roman-Trilogie des tief religiösen, streng konservativen, oxforder Literaturprofessors John Ronald Reuel Tolkien. „Der neuseeländer Regisseur Peter Jackson [...] hat Tolkiens 1000-Seiten-Trilogie gemeinsam mit Fran Walsh und Philippa Boyens adaptiert und in drei Teilen verfilmt.“2 „Jacksons Opus magnum ist nicht der erste Versuch, den Hobbit Frodo Beutlin in Leinwandabenteuer zu stürzen.“3 „Schon viele scheiterten bei dem Versuch, Tolkiens Mythenwelt fürs Kino zu adaptieren.“4 Doch „wieder einmal hat ein Regisseur gezeigt, dass es einen unverfilmbaren Roman nicht gibt. Peter Jackson hat ein monumentales Werk auf die Leinwand gebracht, dem man sich nur schwer entziehen kann.“5 Zwei Jahre filmten er und sein Team in der umwerfenden Natur von Neuseeland und nutzten für die Produktion aller drei Teile ein Budget von rund 300 Millionen Euro.

Das dreiteilige Epos „Der Herr der Ringe setzte den Standard für das Fantasy-Genre, weil in ihm ein absolut neues und außerordentlich glaubwürdiges Universum von Grund auf erschaffen wurde.“6 Es symbolisiert den archetypischen Kampf zwischen Gut und Böse. Dies bringt Jackson insbesondere durch den Einsatz bestimmter filmtechnischer Gestaltungsmittel zum Ausdruck, führt den Rezipienten ganz nah an den Kampf heran und lässt ihn die Geschichte und Abenteuer selbst miterleben.

Die folgende Arbeit untersucht, welche filmischen Mittel zur Gestaltung des strukturellen Moments der Darstellung des guten und bösen Reichs im Film, bzw. von Held (Frodo) und Gegenspieler (Saruman), verwendet werden. Dies wird auch durch die Analyse ausgewählter Szenen, unter besonderer Beachtung der Nutzung von Kamerafahrten, sowie dem gezielten Einsatz von Einstellungsgrößen deutlich gemacht. Ausserdem werden noch einige besondere Auffälligkeiten im Bezug auf die Umsetzung der gegensätzlichen Parteien im Film hervorgehoben und analysiert. Es soll gezeigt werden, wie Peter Jackson die filmischen Mittel einsetzt, um die Geschichte, die der Film erzählt, zu unterstützen und die Elemente des guten bzw. bösen Reichs darzustellen. Somit wird beim Rezipienten eine bestimmte Stimmung erzeugt, er kann mit den Charakteren mitfühlen und die Geschichte ganz eng selber miterleben.

Im ersten Kapitel meiner Hausarbeit fasse ich den Inhalt des Films Der Herr der Ringe – Die Gefährten knapp zusammen, um das Verständnis der Analyse zu fördern. Dies zeigt nicht nur den Verlauf der Geschichte, die im Film erzählt wird, sondern legt auch die Zugehörigkeit der Charaktere zur guten oder bösen Seite dar.

Im zweiten Kapitel werde ich grundlegend auf die Technik der Kamerafahrten und die spezielle unterschiedliche Nutzung der Einstellungsgrößen eingehen. Zusätzlich erläutere ich weitere filmtechnische Besonderheiten, um zu zeigen, welche Wirkung diese verwendeten filmischen Mittel generell auf den Zuschauer haben. Daraus lässt sich erahnen, warum Jackson seine Schauspieler häufig so in Szene gesetzt hat.

Ein dritter Abschnitt der Analyse untersucht zwei ausgewählte Szenen auf die Wirkung und den Einsatz der vorher genannten filmischen Mittel.

Schließlich wird in einem letzten Kapitel der Hausarbeit versucht, die Schlussfolgerungen und Ergebnisse der Analyse zusammenzufassen. Dabei handelt es sich natürlich nur um erste Erklärungsansätze, welche ausschließlich durch intensive Untersuchung und Prüfung einer umfangreichern Materialsammlung vollkommen zu beweisen wären.

2. Kurze Inhaltswiedergabe des Films Der Herr der Ringe – Die Gefährten

Der erste Teil der Trilogie „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ macht das Publikum mit der märchengleichen Welt von Mittelerde und ihren Bewohnern – Menschen, Hobbits, Elben, Zwergen, Zauberern, Trollen und Orks – vertraut und erzählt eine Geschichte über die Reise des kleinen, schüchternen Hobbits Frodo Beutlin (Elijah Wood) und seiner acht Gefährten und deren Kampf gegen die bösen Mächte des Herrschers Sauron (Sala Baker), dem gewaltsamen Herrn von Mordor, und seiner Verbündeten.

Frodo Beutlin erbt von seinem Onkel Bilbo Beutlin (Ian Holm), der am Tage seines 111. Geburtstags das Auenland, die Heimat der Hobbits, verlässt, um zu den Elben zu ziehen und seinen Lebensabend zu genießen, all seine Besitztümer. Darunter befindet sich auch ein goldener Ring, welcher aber, wie sich herausstellt, mehr als nur ein Schmuckstück ist. Es ist der Meister-Ring von Sauron dem es ermöglicht wäre, Mittelerde zu beherrschen und ihre Völker zu versklaven, wenn er den Ring wiedererlangen würde. Frodo macht sich also mit seinen drei Hobbit-Freunden Samweis Gamdschie (Sean Astin), Meriadoc Brandybock (Dominic Monaghan) und Peregrin Tuk (Billy Boyd) auf den Weg nach Bree, wo sie den Zauberer Gandalf (Ian Mc Kellen) treffen sollen und der Ring der Macht in Sicherheit ist. Auf dem Weg begegnen sie zum ersten Mal den Schwarzen Reitern, welche abgesandte Ringgeister Saurons sind, die ihm den Ring wiederbeschaffen sollen. In Bree angekommen, lernen sie den Waldläufer Aragorn (Viggo Mortensen) kennen, der sie auf ihrem weiteren Weg begleitet, da sie Gandalf nicht vorfinden können. Dieser wird auf dem Turm seines, zur bösen Seite abgewanderten, Lehrmeisters Saruman (Christopher Lee) gefangengehalten. Die Reise führt sie nach Bruchtal zu den Elben, wo der Ring nun sicherer scheint. Unterwegs werden die vier Hobbits und der Waldläufer erneut von den schwarzen Reiter angegriffen und Frodo wird schwer verletzt. Nach dem siegreichen Kampf begegnen sie Arwen (Liv Tyler), der Tochter des Halbelben Elrond (Hugo Weaving), die Frodo so schnell sie nur kann nach Bruchtal bringt, wo er wieder gesund gepflegt wird. Elrond und Gandalf, welcher sich vom Turm Sarumans befreien konnte, beschließen nach Frodos Genesung, dass der Ring in Bruchtal auch nicht mehr vor den Mächten des Bösen in Sicherheit ist. Aus diesem Grund ergibt sich Frodo seinem Schicksal und macht sich auf den Weg den Ring über ganz Mittelerde zu transportieren, um ihn in die Tiefen des Orodruin, des Feurigen Berges, in die Schicksalsklüfte, wo er von Sauron selbst gegossen wurde, zu werfen und für immer zu zerstören. Dabei wird der Ringträger von acht Gefährten unterstützt, die aus den anderen drei Hobbits, Gandalf, Aragorn, dem Elb Legolas (Orlando Bloom), dem Zwerg Gimli (John Rhys-Davis) und dem Menschenkrieger Boromir (Sean Bean) bestehen. Doch diese Reise bedeutet, tief in Feindesgebiet einzudringen, wo der Dunkle Herr regiert und seine Armeen von Orks um sich schart. Sie müssen sich dabei in den Zwergenminen von Moria gegen die Orks, einen riesigen Höhlentroll und einen Balrog, ein Feuerwesen aus der alten Welt, behaupten. Bei diesem Kampf verliert die Gemeinschaft Gandalf, der vom Balrog in die tiefen, feurigen Abgründe der Höhlen gerissen wird. Nach einer Rast bei der Waldelbenkönigin Galadriel (Cate Blanchett), ihrem Mann Celeborn (Marton Csokas) und ihrem Volk ereignet sich ein Kampf mit den Uruk-Hai, einer speziell gezüchteten und abgerichteten Ork-Armee Sarumans, die Saurons Ring wiederbeschaffen soll. In diesem Gefecht wird die Gemeinschaft um den Ringträger gespalten. Boromir wird von den Kämpfern getötet, Merry und Pippin von ihnen verschleppt. So beschließt Frodo mit Sam allein, ohne die drei übrig gebliebenen Gefolgsleute, zum Schicksalsberg aufzubrechen, da sie schon während der ganzen Reise nicht nur die Gefahren des Bösen, sondern auch Uneinigkeiten innerhalb der Gruppe und den zersetzenden Einfluss des Ringes selbst, spüren mussten. Aragorn, Gimli und Legolas machen sich auf den Weg, die zwei kleinen Hobbits aus den Fängen des Bösen zu befreien.

[...]


1 “Der Herr der Ringe – Die Gefährten: Special Extended DVD Edition“ 2002 New Line Cinema & Warner Home Video

2 “FILM EPD“ Ausgabe 01/02,

3 Quanz, Constanze: “Der Herr der Ringe-Rezensionen“ In: Amazon.de http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00005U516/028-2520027-3206157 (verifiziert am: 25.11.2003)

4 “ FILMDIENST“ Ausgabe 06/98,

5 Gruber, Carola: „Der Herr der Ringe - Filmkritik“ In: DEM Cyberkino http://www.cyberkino.de/enterteinment/kino/1110/111175k.htm (verifiziert am: 16.11.2003)

6 Hatterscheid, Jan: „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ In: Kinoindex http://www.kinoindex.de/film_einzelansicht.php3?name=derherr (verifiziert am: 18.11.2003)

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der Einsatz filmischer Mittel zur Darstellung von gutem und bösem Reich im Film: Der Herr der Ringe - Die Gefährten
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Proseminar Lord of the Rings und Harry Potter: Moderne Mythen und Medialisierung
Note
1,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V20316
ISBN (eBook)
9783638242271
Dateigröße
476 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mittel, Darstellung, Reich, Film, Herr, Ringe, Gefährten, Proseminar, Lord, Rings, Harry, Potter, Moderne, Mythen, Medialisierung, Gut, Böse
Arbeit zitieren
Thomas Schürholz (Autor), 2003, Der Einsatz filmischer Mittel zur Darstellung von gutem und bösem Reich im Film: Der Herr der Ringe - Die Gefährten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20316

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