Die Esskultur im Osmanischen Reich


Hausarbeit, 2010

13 Seiten, Note: 2.7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Das Osmanische Reich

3. Esskultur der Osmanen
3.1 Das Essverhalten
3.2 Das Brot als Grundnahrungsmittel und die Teigwaren
3.3 Die Nahrungsmitteln: Nudeln, Weizenbrei und Reis
3.4 Fleisch- und Fischgerichte
3.5 Obst und Gemüse
3.6 Die Süßigkeiten
3.7. Getränke und Milchprodukte
3.8. Die Esskultur im Ramadan-Monat
3.9 Der Gastgeber und die Geselligkeit

4.Resümee

Literaturangabe:

1.Einleitung

In der vorliegenden Hausarbeit geht es um die Esskultur der Osmanen. Eine der wichtigsten Literaturangaben, die es auf Deutsch gibt, ist das Buch „Kultur und Alltag im Osmanischen Reich“ von Suraiya Faroqhi. In meiner Hausarbeit werde ich mich hauptsächlich auf dieses Buch beziehen.

Außerdem werde ich Fragen beantworten wie zum Beispiel das Essen im Sultanshof zubereitet wurde oder wie sich die Gerichte im ganzen Land verbreitet haben. Wie war das Essverhalten am Tisch? Wie haben die Osmanen am Sultanshof gegessen im Gegensatz zu den ärmeren Landbewohnern?

Zu Beginn erfolgt eine kurze geschichtliche Einführung in das Osmanische Reich und im weiteren Verlauf werden genauere Einblicke in die Esskultur der Osmanen vermittelt.

Der Leser/die Leserin erfährt etwas über die Grundnahrungsmittel der Osmanen und welche Bedeutung das Brot in dieser Zeit hatte. Danach werden die folgenden Nahrungsmitteln: Nudeln, Weizenbrei und Reis näher erklärt.

Im Folgenden werden Fleisch- und Fischgerichte in ihren verschiedenen Varianten vorgestellt. Als Nächstes kommt eine Unterscheidung von Obst und Gemüse, die auf dem Lande angebaut wurden. Durch die Obstsorten konnten die Osmanen ihre Süßspeisen zubereiten und ihre vielfältigen Getränke genießen.

Anschließend beschäftigt sich die Hausarbeit mit der Fastenzeit, also mit dem Ramadan, und stellt die dazu gehörenden Sitten und Traditionen vor. Hierbei werden die Tischsitten und die Zusammenstellung des Menüs besonders hervorgehoben.

Durch die Einteilung der Nahrungsmittel kann man die Vorlieben des Osmanen sowie ihre Neigungen zu gewissen Speisen im Einzelnen erfahren.

2.Das Osmanische Reich

Im späten 13. bis ins 14. Jahrhundert hinein war der Name „Osman“ ein Attribut der Dynastie, welches dazu diente, es von den benachbarten Emiraten zu unterscheiden. Nach einiger Zeit änderte sich die Eigenbezeichnung auf „Osmanli“ und diese Bezeichnung stand für die herrschende muslimisch-türkische Elite. Die Osmanen legten besonderen Wert auf ihre Literatur, da es für sie ein wichtiges Merkmal war.[1]

Der Sultan stand als absoluter Herrscher an der Spitze des Staates. Er hatte einen Großwesir, der die Regierungsgeschäfte erledigte. Aber er durfte seine Entscheidungen nicht allein treffen und musste mit dem Staatsrat abstimmen. Der Staatsrat setzte sich aus dem Militär und der Verwaltung zusammen.[2]

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab es im Osmanischen Reich Gründe, die den Niedergang des Reiches verursachten. Dazu zählten die Haupthandelswege der Welt, wodurch sich die Einnahmen aus Zoll sowie Steuern verringerten, und dass das Reich sowohl im Osten als auch im Westen an die Grenze seiner Expansionsmöglichkeiten stieß. Die Finanznot hatte zur Folge, dass Ämterverkauf, Vetternwirtschaft sich weitgehend ausbreiteten. Auch militärisch kam es zu Misserfolgen und dies zeigte sich dann bei der Niederlage vor Wien 1683. Im 19. Jahrhundert war das Osmanische Reich kein ernsthafter Gegner mehr für die europäischen Großmächte und es wurde mehr oder weniger zum Spielball dieser Mächte.[3]

1914 trat das Osmanische Reich an der Seite von Deutschland und Österreich-Ungarn in den Ersten Weltkrieg ein. Erst 1922 endete der Krieg für die Osmanen mit der Befreiung des türkischen Bodens von den fremden Mächten. Dann setzte am 1. November Mustafa Kemal Atatürk, der Gründervater der neuen Republik Türkei, den letzten Sultan ab. Somit endete auch die Herrschaft der Osmanen.[4]

3. Esskultur der Osmanen

3.1 Das Essverhalten

Die Osmanen legen sehr viel Wert auf ihre Esskultur, deshalb werden wir genauere Einblicke in die türkische Küche ermöglichen. Zum Beispiel haben die Sultansfamilien bei Beschneidungsfesten oder ähnlichen Feiern sowie bei Zeremonien des osmanischen Hofes große Gastmähler gehalten. Allein auch für einen einzigen Gast wurde eine große Zubereitung angerichtet. Die ärmeren Dorfbewohner konnten sich solche großen Mähler nicht leisten.

Das Essen und Trinken der Osmanen hing zu dieser Zeit von der Landwirtschaft ab oder von dem Schiffsverkehr, durch den sich Nahrungsmittel auch aus anderen Gebieten herbeischaffen ließen. Die Stadtbewohner der Osmanen machten gewisse Überlegungen für die Verwendung der vorhandenen Nahrungsmittel. Zum Beispiel welches Nahrungsmittel sie für besondere Anlässe verwenden konnten oder welches eher für den alltäglichen Gebrauch war oder welches man für Notfälle aufbewahren sollte. Daher wurde Olivenöl in Anatolien meistens für Lampen genutzt und zum Kochen verwendete man Butterfett. Im Osmanischen Reich galt das Fleisch als ein Nahrungsmittel mit sehr hohem Sozialprestige. Damals war das Fleisch knapp und es entstand die Gewohnheit, es in kleinen Portionen zu essen. Beim gemeinsamen Essen war es sehr wichtig, dass Männer und Frauen getrennt aßen. [5]

3.2 Das Brot als Grundnahrungsmittel und die Teigwaren

Das Brot wurde in Anatolien fast nur aus Weizen gebacken. Das Weizenbrot fand man in verschiedenen Sorten. Die Menschen, die keinen Backofen hatten, backten auf Asche ein flaches Fladenbrot. Man backte Fladenbrot auch auf Vorrat, trocknete es und feuchtete es bei Bedarf vor dem Verzehr an. Aus demselben Teig machte man auch den sogenannten „börek“, nur enthielt er eine Gemüse- oder Fleischfüllung, die im Backofen mit Fett gegart wurde. Zudem gab es zwei Brotarten; die eine war eher grob gehalten und die andere mit Fett überstrichen. Es wurden Brotringe gebacken; diese fand man in drei verschiedenen Sorten. Eine dieser Sorten war süß, die andere mit Sesam bestreut und die letztere sah dem mit Sesam sehr ähnlich. Bei Ausflügen oder Fahrten aß man auch gerne ein Fladenbrot, das von etwas Fett zubereitet wurde und „gözleme“ genannt wurde. Neben diesen Brotsorten gab es noch eine Speise, die genannte „lokma“ oder auch „Häppchen“. All diese Sorten waren teurer als das gewöhnliche Brot. Die Menschen in der Stadt kauften die teureren Brotsorten eher bei Festen oder Ausflügen.

[...]


[1] Vgl. KREISER KLAUS: Der Osmanische Staat 1300-1922, München 2001, S.1.

[2] Vgl. http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/geschichte/bosporus/hintergrund/

[3] Vgl. ebd.

[4] Vgl. ebd.

[5] Suraiya Faroqhi: Kultur und Alltag im Osmanischen Reich, München 1995, S.229.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Esskultur im Osmanischen Reich
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Kulturgeschichte des Essens in der Frühen Neuzeit
Note
2.7
Autor
Jahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V203164
ISBN (eBook)
9783656296249
ISBN (Buch)
9783656297017
Dateigröße
445 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Die Esskultur, Das Osmanische Reich, Die Esskultur der Osmanen, Die Esskultur im Osmanischen Reich
Arbeit zitieren
Ali Durdu (Autor), 2010, Die Esskultur im Osmanischen Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203164

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