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Ursachen und Auswirkungen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Titel: Ursachen und Auswirkungen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Studienarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Immer mehr Fachzeitschriften und Bücher diskutieren über das ständig aktueller werdende Thema des Narzissmus. Narzissmus, in der Fachliteratur als narzisstische Persönlichkeitsstörung bekannt, ist eine psychische Erkrankung. Die kurze Behandlung im Seminar „Psychische Erkrankungen und Rehabilitation“ und das Lesen verschiedener Artikel in Fachzeitschriften zu diesem Thema erwogen mich zu einer intensiven Beschäftigung mit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.
Zu Beginn werden verschiedene Begriffe definiert und voneinander abgrenzt, um einen allgemeinen Überblick über den Narzissmus zu geben. Dabei wird geklärt, inwieweit sich gesunder und pathologischer Narzissmus voneinander angrenzen. Anschließend werden die Ursachen des Narzissmus untersucht, wobei zwischen Risikofaktoren in der Frühsozialisation und in der Gesellschaft unterschieden wird. In diesem Gliederungspunkt stehen die Fragen „Inwieweit beeinflusst das elterliche Erziehungsverhalten die Ausprägung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung?“ und „Sind Technologie und Globalisierung Risikofaktoren für Narzissmus?“ im Mittelpunkt. Fachliteratur zum Narzissmus beschäftigt sich hauptsächlich mit der Ausprägung bei Erwachsenen. Dieser Erkenntnis liegt der folgende Gliederungspunkt zugrunde, welcher sich mit Narzissmus bei Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt. Es wird untersucht, wie sich Narzissmus bei Kindern und Jugendlichen äußert und ob sich dieser von dem Narzissmus bei Erwachsenen unterscheidet. Letzter Schwerpunkt ist den Liebesbeziehungen von Narzissten gewidmet. Dieser entstand während der Sichtung entsprechender Fachliteratur, welche Narzissten vorwiegend negative Eigenschaften zuschreibt. Aus diesem Grund wird die Hypothese „Narzisstische Persönlichkeiten sind nicht in der Lage, dauerhafte Liebesbeziehungen einzugehen.“ untersucht.
An dieser Stelle sei auf das Sammelwerk „Narzissmus“ von O. Kernberg und H. Hartmann hingewiesen, welches zahlreiche nützliche Beiträge verschiedener Autoren vereint. Dieses Buch stellt die Grundlage der vorliegenden Studienarbeit dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSDEFINITIONEN

2.1 Persönlichkeitsstörung

2.2 Abgrenzung zwischen gesundem und pathologischem Narzissmus

3. ENTSTEHUNG VON NARZISSMUS

3.1 Risikofaktoren in der Frühsozialisation

3.2 Gesellschaftliche Risikofaktoren

4. DIE NARZISSTISCHE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG IN KINDHEIT UND JUGEND

4.1 Die narzisstische Persönlichkeitsstörung in der Kindheit

4.2 Die narzisstische Persönlichkeitsstörung in der Jugend

5. NARZISSMUS UND LIEBESBEZIEHUNGEN

6. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Ursachen und Auswirkungen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu untersuchen und zu analysieren, ob Betroffene in der Lage sind, dauerhafte Liebesbeziehungen einzugehen. Dabei wird sowohl die individuelle Entstehung in der frühen Kindheit als auch der Einfluss gesellschaftlicher Faktoren auf die Ausprägung dieses Störungsbildes beleuchtet.

  • Grundlagen und Abgrenzung zwischen gesundem und pathologischem Narzissmus
  • Einfluss der frühkindlichen Sozialisation und elterlicher Erziehung
  • Gesellschaftliche Risikofaktoren wie Medienkonsum und technologischer Wandel
  • Ausprägung der Störung bei Kindern und Jugendlichen
  • Beziehungsdynamik und die Hypothese der Beziehungsunfähigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Risikofaktoren in der Frühsozialisation

Die Selbstentwicklung von Kindern und Jugendlichen ist von der Beziehung und Kommunikation mit ihrer Umwelt gekennzeichnet. Während der Frühsozialisation werden die unterschiedlichen Elementarfunktionen der Persönlichkeit herausgebildet (vgl. Arolt/ Reimer/ Dilling 2011, S. 28). Diese Elementarfunktionen sind für die Prägung des „Kern-Selbst“ (Hartmann 2006, S. 55) unabdingbar. Das Kind erfährt in der Interaktion mit dem sozialen Umfeld Rückmeldungen im Bezug auf die eigenen Handlungen und die eigene Person. Vorrangige Bezugsperson ist dabei in den ersten Lebensjahren die Mutter. Ist die Bindung instabil, versucht sich das Kind durch ständige Rückversicherung (z.B. Klammern) von der Wichtigkeit der eigenen Person zu überzeugen (vgl. Hartmann 2006, S. 57). Die Qualität der Eltern- Kind Bindung überträgt sich häufig auf andere Beziehungen im Leben des Kindes (vgl. ebd., S. 61). Untersuchungen zu der Bedeutung der Erziehung führen zu dem Ergebnis, dass eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit durch einen ausgewogenen Einsatz von „elterlicher Wärme und […] Grenzsetzung“ (ebd., S. 62) entsteht. Frühkindliche traumatische Erfahrungen, sowie eine ambivalente Erziehung können die Entwicklung massiv belasten und gefährden. Die Vulnerabilität des Kindes steigt, verbunden mit narzisstischen Ausprägungen. Diese dienen dem Selbstschutz des Kindes. Die verschiedenen negativen Umwelteinflüsse werden verdrängt. Sowohl die Abschirmung der eigenen Person gegenüber Kritik, als auch die Idealisierung ihrer selbst (Die in der Kindheit nicht erhaltene Bestätigung wird sekundär nachgeholt.) stehen im Mittelpunkt (vgl. ebd., S. 63).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der narzisstischen Persönlichkeitsstörung und Darlegung der zentralen Fragestellungen sowie der Hypothesen der Arbeit.

2. BEGRIFFSDEFINITIONEN: Klärung der Begriffe Persönlichkeitsstörung sowie differenzierte Abgrenzung zwischen dem gesunden und dem pathologischen Narzissmus.

3. ENTSTEHUNG VON NARZISSMUS: Untersuchung der Ursachen, wobei der Fokus auf frühkindlichen Bindungserfahrungen sowie modernen gesellschaftlichen Risikofaktoren liegt.

4. DIE NARZISSTISCHE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG IN KINDHEIT UND JUGEND: Analyse der Ausprägungsformen der Störung bei Kindern und Jugendlichen sowie deren spezifische Unterschiede zu narzisstischen Erwachsenen.

5. NARZISSMUS UND LIEBESBEZIEHUNGEN: Untersuchung der Auswirkungen des Narzissmus auf partnerschaftliche Beziehungen unter Prüfung der Hypothese zur Beziehungsunfähigkeit.

6. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Verifizierung der aufgestellten Hypothese bezüglich der Beziehungsgestaltung bei Narzissten.

Schlüsselwörter

Narzissmus, narzisstische Persönlichkeitsstörung, Frühsozialisation, Selbstwertgefühl, Pathologie, Bindungsstörung, Beziehungsfähigkeit, Erziehung, Idealisierung, Machtmissbrauch, Medien, Internet, Kindheit, Jugend, Liebesbeziehung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Semesterarbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychischen Störungsbild des Narzissmus, dessen Ursachen in der Erziehung und Gesellschaft sowie den gravierenden Auswirkungen auf das zwischenmenschliche Verhalten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Krankheitsbildes, die Rolle der Kindheitsprägung, gesellschaftliche Einflüsse wie Internet und Medien sowie die Beziehungsfähigkeit von Narzissten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Hypothese lautet: „Narzisstische Persönlichkeiten sind nicht in der Lage, dauerhafte Liebesbeziehungen einzugehen“, welche im Verlauf der Arbeit kritisch untersucht und verifiziert wird.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Der Autor nutzt eine systematische Literaturanalyse, basierend auf Standardwerken und Fachpublikationen zu psychiatrischen Grundlagen und psychoanalytischen Ansätzen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Ursachenforschung in der Sozialisation und Gesellschaft, eine Untersuchung der Störung bei Minderjährigen und die Analyse narzisstischer Partnerschaften.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Narzissmus, Pathologie, Frühsozialisation, Bindungsfähigkeit, Selbstidealisierung und Machtmissbrauch.

Welche Rolle spielt die Erziehung für die Entstehung von Narzissmus?

Die Arbeit stellt heraus, dass insbesondere eine ambivalente Erziehung, mangelnde Grenzsetzung oder übermäßige Verwöhnung ohne Strenge die Entwicklung narzisstischer Züge massiv begünstigen können.

Wie beeinflussen moderne Medien die Entstehung narzisstischer Züge?

Medien und soziale Netzwerke fungieren als idealer Nährboden, da sie zur konstanten Selbstdarstellung auffordern und das Streben nach öffentlicher Bewunderung und Berühmtheit bei jungen Menschen fördern.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ursachen und Auswirkungen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)
Note
2,1
Autor
Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V203168
ISBN (eBook)
9783656297369
ISBN (Buch)
9783656297918
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Narzissmus persönlichkeitsstörung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Autor:in), 2011, Ursachen und Auswirkungen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203168
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Leseprobe aus  19  Seiten
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