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Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur

Título: Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur

Trabajo , 2012 , 17 Páginas

Autor:in: Annika Bongartz (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Zwischen 1938 und 1945 töteten die Nationalsozialisten ca. sechs Millionen Juden aus Deutschland, Polen, Griechenland, Skandinavien, den Beneluxstaaten und weiteren europäischen Ländern.
In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei gehe ich zuerst auf die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur zur Thematik des Dritten Reichs und Holocaust ein. Danach befasse ich mich mit der Frage, wie die Kinder- und Jugendliteratur über das Thema Holocaust und Drittes Reich informieren und aufklären kann, bevor ich mich näher mit den drei von mir ausgewählten literarischen Werken „Reise im August“ von Gudrun Pausewang, „Im Vorhof der Hölle“ von Carlo Ross und Anne Franks „Tagebuch“ beschäftige.
Dabei habe ich mich vor allem auf Gudrun Pausewangs „Reise im August“ konzentriert und versucht herauszuarbeiten, durch welche literarische Gestaltungsformen der Schrecke des Holocaust deutlich wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie entwickelt sich der Büchermarkt zum Thema Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur?

3. Aus welchem Grund sollten sich Jugendliche mit dem Thema Holocaust befassen?

4. Aufklärung über den Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur

5. Gudrun Pausewang: „Reise im August“

5.1 Der Inhalt

5.2 Die literarische Gestaltung

5.3 Die Verknüpfung einer Individualgeschichte mit der Kollektivgeschichte in Deutschland

5.4 Die Entwicklung der Protagonistin Alice

5.5 Wie werden die Ursachen dargestellt?

5.6 Abschlussbemerkung zum Roman „Reise im August“

6. Carlo Ross: „Im Vorhof der Hölle“

6.1 Der Inhalt

6.2 Hintergrund des Romans „Im Vorhof der Hölle“

6.3 Erzählstruktur

7. Anne Franks „Tagebuch“

7.1 Hintergrund und Entstehung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Kinder- und Jugendliteratur zur Vermittlung historischen Wissens über den Holocaust und die Zeit des Nationalsozialismus. Das primäre Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie literarische Werke durch Identifikationsangebote und emotionale Berührung dazu beitragen können, Jugendlichen einen Zugang zu dieser komplexen und grausamen historischen Realität zu ermöglichen, um das Verständnis zu fördern und radikalen Tendenzen entgegenzuwirken.

  • Entwicklung des Büchermarktes zum Thema Holocaust
  • Notwendigkeit der Holocaust-Aufklärung bei Jugendlichen
  • Analyse literarischer Gestaltungsformen in ausgewählten Jugendromanen
  • Die Rolle der Empathie bei der Identifikation mit Buchprotagonisten
  • Verknüpfung von individueller Lebensgeschichte und Kollektivgeschichte

Auszug aus dem Buch

5.2 Die literarische Gestaltung

Das Buch zeigt auf seinem Titelbild zwei Figuren, die Alice und ihren Großvater darstellen sollen. Der Einband ist rot gestaltet und die beiden Figuren sind in grau gehalten, was an dem Einband markant hervorsticht sind die gelben Sterne, die sich sowohl auf der Brust der beiden Figuren als auch im Hintergrund abzeichnen. Der Anfang eines jeden Kapitels ist deutlich durch eine vergrößerte Schrift dargestellt und umfasst maximal neun Seiten. Der Roman berichtet aus der Perspektive Alices. Jedoch ist der Erzähler heterodiegetisch, denn er ist als Figur nicht selbst beteiligt, dennoch berichtet er auktorial über die inneren und äußeren Befindlichkeiten der Hauptfigur. Diese Erzählinstanz ermöglicht den Schülerinnen und Schülern den Gedankengängen Alices und den Ereignissen im Wagon leichter zu folgen und sich mit der Protagonistin zu identifizieren.

Der Text enthält keine genauen Zeit- und Ortsangaben, jedoch kann aufgrund historischer Ereignisse und Alices Altersangabe die Zeit rekonstruiert werden, auch einzelne Orte wie z.B. Chemnitz und Oppeln deuten schon an, wohin die Reise geht, bis gegen Ende des Romans der Name „Auschwitz“ fällt, und nun Gewissheit darüber herrscht, wo die Reise enden wird.

Der Roman wird zwar aus der Perspektive Alices erzählt, dennoch erlaubt der Roman auch die Reise aus der Perspektive der anderen Gefangenen zu erleben, denn der Erzähler schildert ausführlich das Verhalten und die Reaktionen. So könnte in einer Arbeitsphase erläutert werden, wieso die Eltern und Großeltern Alice so lange angelogen haben, oder auch wie die Familie Mandel diese Reise erlebt.

Den Rahmen der Handlung bildet die einen Tag und eine Nacht dauernde Reise in das Konzentrationslager Auschwitz. Die Handlung beginnt in dem Moment als „die Schiebetüren des Waggongs schloss sich mit einem ohrenbetäubenden Knall“ (Reise im August, S.7). Am Ende des Romans finden Alice und ihre Mitreisenden den Tod in der Gaskammer, dies lässt sich an der Tatsache festmachen, dass sie vorher nicht registriert worden sind und bei der Selektion auf der Rampe nach links geschickt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur ein und skizziert das methodische Vorgehen bei der Analyse der ausgewählten Werke.

2. Wie entwickelt sich der Büchermarkt zum Thema Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur?: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Wandel des Umgangs mit dem Nationalsozialismus und Holocaust innerhalb der literarischen Produktion für junge Leser seit 1945.

3. Aus welchem Grund sollten sich Jugendliche mit dem Thema Holocaust befassen?: Der Autor diskutiert die pädagogische Notwendigkeit der Aufklärung, um der Anfälligkeit für radikales Gedankengut entgegenzuwirken und ein Verständnis für historische Zusammenhänge zu schaffen.

4. Aufklärung über den Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur: Hier wird analysiert, wie Literatur Wissenslücken schließen und durch emotionale Identifikation eine tiefere Auseinandersetzung mit der Geschichte ermöglichen kann.

5. Gudrun Pausewang: „Reise im August“: Das Kapitel bietet eine detaillierte inhaltliche und formale Analyse des Romans, wobei der Fokus auf der Erzählperspektive und der Vermittlung der Ängste der Protagonistin liegt.

6. Carlo Ross: „Im Vorhof der Hölle“: Diese Sektion untersucht das Werk vor dem Hintergrund autobiografischer Elemente und analysiert, wie der Autor das Leben in Theresienstadt strukturiert darstellt.

7. Anne Franks „Tagebuch“: Es wird die Entstehungsgeschichte des Werkes sowie dessen Wirkung als einzigartiges Zeugnis für die Empathiefähigkeit junger Leser behandelt.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die analysierten Bücher zentrale Instrumente zur Vermittlung des Holocaust-Themas darstellen, jedoch durch weitere Medien ergänzt werden sollten.

Schlüsselwörter

Holocaust, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Nationalsozialismus, Drittes Reich, Identifikation, Geschichtsbewusstsein, Erinnerungskultur, Empathie, Gudrun Pausewang, Carlo Ross, Anne Frank, Literaturpädagogik, Antisemitismus, Vergangenheitsbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Kinder- und Jugendliteratur bei der Vermittlung des Holocaust-Themas an Heranwachsende.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Zentrale Themenfelder sind die historische Entwicklung des Holocaust-Diskurses in der Literatur, die pädagogische Relevanz der Aufklärung sowie die literarische Gestaltung von Überlebensgeschichten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, wie Jugendbücher durch Identifikationsangebote und emotionale Gestaltung ein tieferes Verständnis für die Gräuel des Holocaust fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin wählt eine literaturwissenschaftliche Analyse von drei spezifischen Werken („Reise im August“, „Im Vorhof der Hölle“ und das Tagebuch von Anne Frank) unter Berücksichtigung pädagogischer Aspekte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der Erzählstrukturen, den Hintergrundinformationen der Romane und der Frage, wie diese Texte bei jungen Lesern Empathie und Reflexion auslösen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Holocaust, Literaturpädagogik, Identifikation, Drittes Reich, Empathie und Geschichtsbewusstsein.

Inwiefern unterscheidet sich Gudrun Pausewangs Roman in der Erzählweise von Carlo Ross?

Während Pausewang konsequent die kindliche Perspektive von Alice nutzt, arbeitet Ross mit einem autarken Erzähler, der die autobiografischen Erlebnisse von der fiktiven Figur distanziert betrachtet.

Warum betont die Autorin die Gefahr der Radikalisierung bei Jugendlichen?

Sie führt Studien an, die zeigen, dass Jugendliche für radikale Gedanken anfällig sein können, wenn kein ausreichendes Wissen über die NS-Vergangenheit und das Leid der Opfer vorhanden ist.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Wirksamkeit von Literatur?

Die Autorin kommt zum Schluss, dass Literatur zwar eine hervorragende emotionale Brücke schlägt, sie aber zur umfassenden Aufklärung gelegentlich durch Zeitzeugengespräche oder Dokumentarfilme ergänzt werden muss.

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Detalles

Título
Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur
Universidad
University of Education in Schwäbisch Gmünd  (Institut für Deutsch)
Autor
Annika Bongartz (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
17
No. de catálogo
V203220
ISBN (Ebook)
9783656297666
ISBN (Libro)
9783656297994
Idioma
Alemán
Etiqueta
holocaust kinder- jugendliteratur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annika Bongartz (Autor), 2012, Holocaust in der Kinder- und Jugendliteratur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203220
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