„Eine Studie des Instituts für Handelsforschung zeigt: Der Kauf von Handelsmarken ist für
den überwiegenden Teil der Befragten bereits alltäglich. Lediglich etwa jeder Hundertste
entscheidet sich beim Lebensmittelkauf nie für Handelsmarken. 20% der Befragten geben
an, dass der Anteil von Handelsmarken an ihrem Einkauf in den letzten drei Jahren deutlich
gestiegen ist. In einigen Warengruppen kaufen bis zu 72% der Befragten immer oder
häufig Handelsmarken.“
Der Ausschnitt der Studie zeigt, dass Verbraucher bei ihrem Einkauf immer häufiger auf
Handelsmarken zurückgreifen. Dies liegt nicht mehr nur an dem Preisvorteil gegenüber
den Herstellermarken, sonder auch daran, dass es immer mehr Handelsmarken gibt, die
an die Qualität der Herstellermarken herankommen. Laut einer Studie ist der Umsatzanteil
von Handelsmarken in Deutschland in den letzten zehn Jahren auf 37% gewachsen. Das
heißt, dass die Unternehmen immer häufiger auf den strategischen Erfolgsfaktor Handelsmarke
zurückgreifen, um dem Kunden immer mehr und neue Handelsmarkenprodukte
bieten zu können und diesen dadurch an eine Einkaufsstätte zu binden.
Ziel dieser Projektarbeit ist es die Handelsmarken zu untersuchen, die aus Trends heraus
geboren wurden und wie diese vom Verbraucher akzeptiert werden. Hierbei spielen die
Medien, die Veränderungen in der Gesellschaft durch Wertewandel und die Veränderungen
auf dem Markt eine große Rolle.
In den letzten Jahren haben einige Lebensmitteltrends, wie z.B. Lightprodukte, Produkte
aus Fairtradehandel, Bioprodukte und Produkte aus so genannten Luxuslinien mit Exklusivprodukten,
die Bevölkerung immer wieder zum umdenken in Lebensstil, Konsumverhalten
und Einkaufsverhalten geprägt. Auch die Discountkette LIDL hat auf die Trends reagiert
und ihr Sortiment um neue Handelsmarken immer wieder erweitert. Ziel der Arbeit ist
es, die Akzeptanz und Entwicklung der Bio Handelsmarken darzustellen und zu untersuchen.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Handelsmarken
2.1 Definition Handelsmarke
2.2 Definition Herstellermarke
2.3 Abgrenzung Handelsmarken zu Herstellermarken
2.4 Die Entwicklung der Handelsmarken
2.4.1 Die Entwicklung des Marketing der Handelsmarken
2.5 Vorteile von Handelsmarken
2.6 Nachteile von Handelsmarken
3. Bio Trend Handelsmarken
3.1 Definition Trend
3.2 Definition Bio Produkte
3.2.1 EG Öko-Verordnung
3.3 Die Entwicklung der Verwendung des Bio-Siegels
3.4 Die Entwicklung der Anzahl der Ökobetriebe und der Ökofläche
3.5 Bio Handelsmarken
3.5.1 Analyse der Logogestaltung der Bio Handelsmarken
3.5.2 Bio Handelsmarken Bekanntheit
3.6 Käufergruppen von Bio Produkten
3.6.1 Beweggründe zum Kauf von Bioprodukten
3.6.2 Beweggründe zum nicht Kauf von Bioprodukten
4. „Biotrend“ die Bio-Handelsmarke von LIDL
4.1 Die Entwicklung der Handelsmarke „Biotrend“
4.2 Anteile einzelner Produktgruppen am gesamten Sortiment
4.3 Anteile der „Biotrend“ Produkte an den einzelnen Produktgruppen
4.4 Anteile von „Biotrend“ Produkten in den einzelnen Artikelkategorien
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Akzeptanz von Bio-Handelsmarken im Lebensmitteleinzelhandel, wobei insbesondere die strategische Bedeutung dieser Marken für die Kundenbindung und die Reaktion der Handelsketten auf aktuelle Konsumtrends analysiert werden.
- Struktur und Entwicklung von Handelsmarken
- Definition und rechtlicher Rahmen von Bio-Produkten
- Analyse der Akzeptanz und Käufergruppen von Bio-Lebensmitteln
- Fallstudie zur Bio-Handelsmarke „Biotrend“ der Firma LIDL
- Untersuchung der Sortimentsverteilung und Marktdurchdringung
Auszug aus dem Buch
3.5.1 Analyse der Logogestaltung der Bio Handelsmarken
Um die Gründe der Bekanntheit der Bio Handelsmarken besser erörtern zu können soll nun zunächst auf die Gestaltung der Handelsmarken Logos eingegangen werden, da das Logo, wie man bei den Herstellermarken eindeutig erkennt, für den Wiedererkennungseffekt beim Verbraucher verantwortlich ist.
Das erste auffällige Merkmal ist, dass jedes Logo die Farbe grün beinhaltet, welche die Wirkung hat auf den Verbraucher natürlich, lebendig und jung zu wirken, zudem entspricht sie dem Element Erde. Sie hat die Bedeutung der Harmonie und der Mitte, also ausgeglichen zu sein. Häufige Begriffen mit denen die Farbe Grün assoziiert wird sind Erneuerung, Wachstum, Frieden, Hoffnung, Balance, Natürlichkeit, Zufriedenheit, Sicherheit und Vertrauen. Die Psychologische Wirkung von Grün liegt darin, dass sie Besänftigend, ausgleichend, erfrischend/belebend, erholsam, Ruhe fördernd, entspannend und gleichzeitig mit neuen Kräften versorgend wirkt. Zudem strahlt sie auf viele Sympathie und Harmonie aus.
Auch die runden Formen und die Verwendung von Symbolen, wie die Sonne oder Blättern, sorgen für einen naturnahen Eindruck beim Verbraucher.
Die Namensgebung stützt sich bei allen Handelsmarken auf das Wort Bio, um dem Kunden schnell und klar bewusst zu machen, um welche Art von Produkt es sich handelt. Jedoch, kann dies dazu führen, dass der Kunde das Produkt zwar kauft, im Nachhinein aber das gekaufte Produkt nicht mehr mit der richtigen Einkaufsstätte verbindet, da jeglicher Bezug zum Unternehmen, auf Grund der Logo Gestaltung. ausbleibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den wachsenden Trend zu Handelsmarken und definiert das Ziel, die Entwicklung sowie die Akzeptanz von Bio-Handelsmarken kritisch zu untersuchen.
2. Handelsmarken: Das Kapitel definiert den Begriff der Handels- sowie Herstellermarke, grenzt diese voneinander ab und beschreibt die vier Phasen der historischen Entwicklung von Handelsmarken.
3. Bio Trend Handelsmarken: Hier werden der Begriff des Trends, die rechtlichen Grundlagen für Bio-Produkte sowie die Entwicklung von Bio-Handelsmarken und die unterschiedlichen Käufergruppen detailliert betrachtet.
4. „Biotrend“ die Bio-Handelsmarke von LIDL: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Analyse der LIDL-Eigenmarke „Biotrend“, insbesondere in Bezug auf die Sortimentsentwicklung und die Anteile der Bioprodukte in verschiedenen Kategorien.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Bio-Handelsmarken mittlerweile im Massenmarkt fest etabliert sind und der Trend weiterhin kontinuierlich wächst, was neue Potentiale für den Einzelhandel schafft.
Schlüsselwörter
Handelsmarken, Bio-Produkte, LIDL, Biotrend, Lebensmitteleinzelhandel, Konsumverhalten, Öko-Verordnung, Käufergruppen, Markenstrategie, Bio-Siegel, Sortimentsanalyse, Nachhaltigkeit, Kundenbindung, Produktgruppen, Marktentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Etablierung von Bio-Handelsmarken im Lebensmitteleinzelhandel und wie diese von den Konsumenten wahrgenommen werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung von Handelsmarken, der regulatorische Rahmen für Bioprodukte und die strategische Implementierung von Eigenmarken bei Discountern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Akzeptanz von Bio-Handelsmarken zu analysieren und zu verstehen, wie diese Marken den Trend zur nachhaltigen Ernährung im Massenmarkt widerspiegeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu Handelsmarken sowie einer empirischen Bestandsaufnahme und Sortimentsanalyse am Beispiel der LIDL-Eigenmarke „Biotrend“.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert neben den allgemeinen Grundlagen der Handelsmarken vor allem die verschiedenen Kundensegmente im Bio-Bereich und eine detaillierte statistische Auswertung der „Biotrend“-Produkte bei LIDL.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Handelsmarken, Biotrend, Nachhaltigkeit, Käufergruppen und Lebensmitteleinzelhandel.
Wie beeinflusst die Logogestaltung die Markenwahrnehmung bei Bioprodukten?
Die Autorin stellt fest, dass durch die Farbe Grün und naturnahe Symbole Geborgenheit assoziiert werden soll, wobei die Kombination mit dem Unternehmensnamen den Wiedererkennungswert beim Kunden steigert.
Warum spielt das „Biotrend“-Sortiment bei LIDL eine strategische Rolle?
Es dient dazu, auf die steigende Nachfrage nach Bioprodukten zu reagieren und das Image der Discountkette zu verbessern, um neue Kundengruppen zu erschließen.
- Arbeit zitieren
- Käthe März (Autor:in), 2010, Trend Handelsmarken - die Entwicklung und Akzeptanz der Bio Handelsmarken im Lebensmitteleinzelhandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203282