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Frauenbilder des 17. Jahrhunderts in Molières Komödie "Les Femmes savantes"

Title: Frauenbilder des 17. Jahrhunderts in Molières Komödie "Les Femmes savantes"

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: M.E. Carolin Kautza (Author)

Didactics for the subject French - History of Literature, Eras
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Summary Excerpt Details

Die Idee für das Thema dieser Hausarbeit entstand im Rahmen des Seminars „Kultur und Literatur im 17. Jahrhundert“.
... Dadurch, dass ich mich im Rahmen eines Vortrages mit der allgemeinen Situation der Frau auseinandersetzte, stärkte mein Interesse an den unterschiedlichen Frauenbildern, die im 17. Jahrhundert parallel zueinander existierten. Ich habe mich für das Anfertigen dieser Hausarbeit für Molières Komödie «Les Femmes savantes» entschieden, weil sie meiner Meinung nach viele Frauenbilder des 17.Jahrhunderts widerspiegelt.
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, einen Überblick über die zwei zentralen Frauenideale des 17. Jahrhunderts zu geben.
...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 FRAUENBILDER IM 17.JAHRHUNDERT

2.1 INHALTSANGABE VON MOLIÈRES «LES FEMMES SAVANTES»

2.2 DAS TRADITIONELLE FRAUENBILD

2.2.1 DIE HAUS- UND EHEFRAU

2.2.2 DIE FRAU ALS MUTTER

2.3 DAS OPPOSITIONELLE FRAUENBILD

2.3.1 DIE GEBILDETE FRAU

2.3.2 DIE GLEICHGESTELLTE FRAU MIT DEM MANN

3 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von Molières Komödie «Les Femmes savantes» die im 17. Jahrhundert parallel existierenden Frauenideale. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das traditionelle Bild der Frau als Hausfrau und Mutter mit dem oppositionellen Bild der gebildeten und emanzipierten Frau in Konflikt steht und wie Molière diese gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen thematisiert.

  • Gesellschaftliche Rolle der Frau im 17. Jahrhundert
  • Analyse des traditionellen Frauenideals (Haus- und Ehefrau, Mutterschaft)
  • Untersuchung des oppositionellen Frauenbildes (Bildung, Emanzipation)
  • Literarische Umsetzung gesellschaftlicher Widersprüche bei Molière
  • Kritik an der Salonkultur und der Rolle des Wissens

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Die gleichgestellte Frau mit dem Mann

Die zentrale Frage, die sich hier aufwirft, ist die Frage nach dem Warum. Warum war bei den Frauen eine solch große Wissensbereitschaft überhaupt vorhanden? Es ging den Frauen sicherlich nicht nur darum, sich mit einem Bereich auseinanderzusetzen, der ausschließlich den Männern vorbehalten war. Es liegt nahe, dass es den Frauen vielmehr um ihre Emanzipation ging.

In Molières Werk wird auf diesen Fakt eingegangen, indem Philaminte, ihre Tochter Armande und dessen Tante Bélise sich dafür aussprechen, dass alle Frauen das ihnen von den Männern vorenthaltene Recht endlich nehmen sollten. Philaminte äußert sich in diesem Zusammenhang geradezu wütend darüber, dass die von den Frauen ausgehende Wissensbegeisterung mit banalen Haushaltstätigkeiten befriedigt werde. Sie positioniert sich mit dieser Äußerung gegen das traditionelle Frauenideal, welches die Frau als Haus- und Ehefrau und Mutter ansieht. Dem schließt sich Armande an, dadurch dass sie der Meinung ist, dass es sogar eine Beleidigung für die Frauen wäre, dass ihrem Verstand nicht mehr Bildung, als beispielsweise über Kleidungsstücke entscheiden zu können, zugetraut würde:

C’est faire à notre sexe une trop grande offense, De n’étendre l’effort de notre intelligence Qu’à juger d’une jupe et de l’air d’un manteau, Ou des beautés d’un point, ou d’un brocart nouveau.

Bélise konstatiert und resümiert gleichermaßen nach diesen beiden Aussagen, dass die Unterscheidung von Mann und Frau nicht mehr aufhaltbar wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Autorin erläutert die Entstehung der Arbeit aus einem Proseminar und definiert das Ziel, einen Überblick über zwei zentrale Frauenideale des 17. Jahrhunderts zu geben.

2 FRAUENBILDER IM 17.JAHRHUNDERT: Dieses Kapitel stellt die theoretische Grundlage dar, indem es die im 17. Jahrhundert existierenden, teilweise gegensätzlichen Frauenbilder einführt.

2.1 INHALTSANGABE VON MOLIÈRES «LES FEMMES SAVANTES»: Eine Zusammenfassung des Theaterstücks von Molière, die den Kontext der Komödie und die Charaktere einführt.

2.2 DAS TRADITIONELLE FRAUENBILD: Hier werden die Erziehungsideale der Zeit und die Rolle der Frau als Haus- und Ehefrau sowie Mutter analysiert.

2.2.1 DIE HAUS- UND EHEFRAU: Untersuchung der spezifischen Rolle der Frau im häuslichen Bereich und der damit verbundenen Abwertung von wissenschaftlicher Bildung.

2.2.2 DIE FRAU ALS MUTTER: Analyse der gesellschaftlichen Erwartungen an die Mutterschaft und die damit verbundene rechtliche und soziale Unterordnung.

2.3 DAS OPPOSITIONELLE FRAUENBILD: Vorstellung des Gegenentwurfs zum traditionellen Bild, geprägt durch Bildung und Emanzipationsbestrebungen.

2.3.1 DIE GEBILDETE FRAU: Betrachtung der Salonkultur und der Rolle der femmes précieuses sowie deren Bedeutung für das Frauenbild.

2.3.2 DIE GLEICHGESTELLTE FRAU MIT DEM MANN: Untersuchung der Forderungen nach Gleichberechtigung und dem Zugang zu Wissen als Akt der Emanzipation.

3 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerung über Molières Intentionen sowie seine Rolle als Komödienautor im Kontext der Abhängigkeit von Ludwig XIV.

Schlüsselwörter

Frauenbild, 17. Jahrhundert, Molière, Les Femmes savantes, Traditionelles Frauenideal, Oppositionelles Frauenbild, Emanzipation, Bildung, Salonkultur, Ehefrau, Mutter, Hauswirtschaft, Gelehrsamkeit, Geschlechterrollen, Literaturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung und Entwicklung von Frauenbildern im 17. Jahrhundert, basierend auf Molières Komödie «Les Femmes savantes».

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das traditionelle Frauenbild (Hausfrau/Mutter) im Kontrast zum oppositionellen Bild (gebildete/emanzipierte Frau) sowie die gesellschaftliche Kritik Molières.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die zwei zueinander konträren Frauenideale der Epoche aufzuzeigen und durch Textbelege aus dem Theaterstück zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der das Werk von Molière mit historischen Hintergründen und soziologischen Begriffen der Zeit verknüpft wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das traditionelle Frauenbild (Haus- und Ehefrau, Mutter) und anschließend das oppositionelle Bild (gebildete Frau, Emanzipation) anhand von Textstellen aus «Les Femmes savantes» detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Frauenbild, Molière, Emanzipation, Bildung und das traditionelle vs. oppositionelle Rollenmodell des 17. Jahrhunderts.

Warum spielt die Figur der Chrysale im traditionellen Frauenbild eine wichtige Rolle?

Chrysale fungiert im Stück als Vertreter des traditionellen Mannes, der Bildung für Frauen ablehnt und die Frau primär als zuständig für Haushalt und Kinder betrachtet.

Wie bewertet die Autorin Molières Haltung gegenüber der Frauenemanzipation?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Molière zwar Kritik am starren System übte, man ihn jedoch in erster Linie als klassischen Komödienautor und nicht als radikalen Aufklärer betrachten sollte.

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Details

Title
Frauenbilder des 17. Jahrhunderts in Molières Komödie "Les Femmes savantes"
College
Free University of Berlin
Course
Literatur und Kultur des 17.Jahrhunderts
Grade
2,3
Author
M.E. Carolin Kautza (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V203321
ISBN (eBook)
9783656299226
ISBN (Book)
9783656299325
Language
German
Tags
Frauenbilder Frauenbilder 17. Jahrhundert Moliere Femmes savantes gelehrten Frauen 17. Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.E. Carolin Kautza (Author), 2009, Frauenbilder des 17. Jahrhunderts in Molières Komödie "Les Femmes savantes", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203321
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