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Pressesprachlicher Wortschatz

Title: Pressesprachlicher Wortschatz

Term Paper , 2000 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadine Hoffmann (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Pressesprachlicher Wortschatz
[...]
Einleitung

Seit der Entstehung der Printmedien wettern Philosophen und Sprachpfleger, Lehrer und Dichter gegen den Sprachgebrauch der Journalisten. Schopenhauer wendet sich beispielsweise in seinem Werk „Parerga und Paralipomena“ (1851) erbittert gegen die „Zeitungsschreiberei“ und deren „Sprachverhunzungen“, die er in der Verwendung des ein oder anderen „nicht bei guten Schriftstellern anzutreffenden Wortes“ entdeckt. Ein halbes Jahrhundert zuvor hatte Goethe 1801 bereits moniert, dass Wörter, „mit denen nur das Beste bezeichnet werden sollte als Phrasen“ angewendet werden, „um das Mittelmäßige oder wohl gar das Geringe zu maskieren.“
Derartige Äußerungen lassen auf die Existenz einer speziellen Pressesprache schließen, was im folgenden zu prüfen ist. Wie könnte sie entstehen und wo liegen gegebenenfalls ihre Besonderheiten? Aus diesen Überlegungen wird daraufhin eine geeignete Vorgehensweise erarbeitet, um sich den Besonderheiten eines pressesprachlichen Wortschatzes – hier insbesondere dem der spanischen Presse – anzunähern und dessen Auswirkungen auf die Umgangs- bzw. Normsprache zu untersuchen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Problematik der Bezeichnung „Pressesprache“

2.1. Die Heterogenität des Begriffs „Presse“

2.2. Die Entstehung einheitlicher Tendenzen in der Pressesprache

2.3. Untersuchungsansätze zum pressesprachlichen Wortschatz

3. Tendenzen des pressesprachlichen Wortschatzes im Spanischen

3.1. Neologismen

3.1.1. Wortentlehnung

3.1.1.1. Definition

3.1.1.2. Extern-Entlehnungen – Wege und Arten der Hispanisierung

3.1.1.3. Wortschatzbereiche und ihre wichtigsten Spendersprachen

3.1.2. Lehnübersetzungen/lexikalisierte Konstruktionen

3.1.3. Komposita

3.1.4. Präfigierung und Suffigierung

3.1.5. Substantivierung

3.1.6. Neuwortbildung durch Verkürzung

3.1.6.1. Apokopenbildung

3.1.6.2. Sigelwörter

3.1.7. Aufnahme von (Gebrauchs-) Fehlern in die Sprachnorm

3.2. Wortschatzverbreitung

3.2.1. Verschiebung in der relativen Häufigkeit von Wörtern

3.2.1.1. Regionale Varianten – Intern-Entlehnungen

3.2.1.2. Eindringen fachsprachlicher Ausdrücke „tecnicismos“

3.3. Weitere Auffälligkeiten in der Ausdrucksweise

3.3.1. „Seudocultismo/semicultismo“

3.3.2. Drastische Ausdrucksweise und emotionale Färbung des Wortschatzes

3.3.3. Poetische Wörter, Wortspiele, Sprichwörter

3.3.4. Bildhafte Ausdrucksweise

4. Fazit

5. Anhang

5.1. Überblick über die Möglichkeiten der Zusammensetzung von Komposita

5.2. Die semantischen Funktionen von Präfixen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten des pressesprachlichen Wortschatzes im Spanischen und analysiert, inwiefern diese Tendenzen die allgemeine Sprachentwicklung beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Entstehung, Verbreitung und Normierung neologischer und stilistischer Phänomene innerhalb journalistischer Texte.

  • Analyse von Wortentlehnungen und neologischer Wortbildung im spanischen Journalismus.
  • Untersuchung von Sprachökonomie durch Komposition, Derivation und Substantivierung.
  • Betrachtung von Verkürzungsformen wie Apokopen und Sigelwörtern.
  • Diskussion der Auswirkungen von fachsprachlichen Technizismen und semantischen Verschiebungen auf die Gemeinsprache.
  • Bewertung der verbreitenden Funktion der Presse bei der Etablierung neuer sprachlicher Normen.

Auszug aus dem Buch

3.3.4. Bildhafte Ausdrucksweise

Damit eng verwandt ist der Einsatz von Metaphern, wobei das signifié semantisch verändert wird. Durch das Ähnlichkeitsverhältnis zwischen den verwendeten Bildern aus unterschiedlichen Wortschatzbereichen sind Metaphern sehr einprägsam und „ersparen [...] oft lange Erklärungen.“

Das eingesetzte Vokabular stammt vielfach aus Fachsprachen, wie aus dem Sport, der Technik oder dem Militär: Mijail Gorbachov se expuso ayer en directo ante las cámaras de televisión al bombardeo de periodistas extranjeros y nacionales.

Dies trifft insbesondere auch auf den Wirtschaftsteil mit dem Börsenbericht zu, wo sich u.a. gehäuft Metaphern aus menschlichen Bereichen wie Gesundheit und Verwandtschaft finden: neue Belebung am Auto-Markt, WMF erholt, wieder Dividende für die Mutter.

In der Regel wird die Sprache an die Thematik angepasst, wobei Missverständnisse aufgrund der eindeutigen Zugehörigkeit der Bilder zu unterschiedlichen Bereichen quasi auszuschließen sind. Die kreative Übertragung und Mischung (auch mit anderen Stilmitteln) führt über die einsparenden Effekte hinaus bisweilen zu „komische[n] und ironisierende[n] Effekte[n, ...]“, vgl. folgenden Kommentar: Die Peep-Show in Nachbars Karten mit nahezu 1000 Seiten wahrlich keine Ejaculatio praecox, nimmt Shere Hite zum Anlass, ihren feministischen Tuben-Senf dazuzutun: die Horror-Oper vom penetrierenden Patriarchen, dem Unterleibhaftigen; die Ballade vom klitoralen Orgasmus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Kritik an der Pressesprache und skizziert die Vorgehensweise zur Untersuchung des spezifisch spanischen pressesprachlichen Wortschatzes.

2. Zur Problematik der Bezeichnung „Pressesprache“: Dieses Kapitel definiert die Heterogenität des Pressebegriffs, erläutert die Entstehung einheitlicher journalistischer Tendenzen und stellt methodische Untersuchungsansätze vor.

3. Tendenzen des pressesprachlichen Wortschatzes im Spanischen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert neologische Phänomene, Wortschatzverbreitung und stilistische Auffälligkeiten, die den heutigen spanischen Pressewortschatz prägen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Pressesprache zwar ein bedeutender Motor für Sprachneuerungen ist, deren tatsächlicher Einfluss auf die Normierung im Vergleich zu anderen Medien jedoch kritisch hinterfragt werden muss.

5. Anhang: Der Anhang bietet eine übersichtliche Zusammenstellung der Möglichkeiten zur Komposita-Bildung sowie eine detaillierte Analyse der semantischen Funktionen von Präfixen.

Schlüsselwörter

Pressesprache, Spanisch, Neologismen, Wortbildung, Komposita, Substantivierung, Sprachökonomie, Medienlinguistik, Entlehnung, Technizismen, Sprachnorm, Metaphern, Journalismus, Wortschatzverbreitung, Sprachkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifischen linguistischen Merkmale der spanischen Pressesprache und untersucht, wie sich diese auf die Sprachnorm auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Neologismen, der Einfluss von Sprachökonomie auf Wortbildungsprozesse, die Verwendung fachsprachlicher Elemente und die Rolle der Presse bei der Verbreitung neuer Wörter.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Charakteristika des pressesprachlichen Wortschatzes im Spanischen zu identifizieren und zu belegen, wie die Presse als Verteilerorgan für neue Lexeme fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Betrachtungsweisen (Lüger) mit einer phänomenologischen Analyse auffälliger sprachlicher Ausprägungen in spanischen Printmedien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Wortbildungsmuster wie Wortentlehnung, Komposition, Präfigierung, Substantivierung und Verkürzung sowie stilistische Besonderheiten wie Metaphorik und Emotionalisierung detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Pressesprache, Sprachökonomie, Neologismen, journalistische Stilistik und sprachliche Normveränderung.

Welche Rolle spielt die „Sprachökonomie“ bei den untersuchten Wortbildungen?

Die Sprachökonomie ist ein treibender Faktor; Journalisten verwenden unter Zeitdruck bevorzugt prägnante Wortbildungen wie Komposita oder Sigelwörter, um Informationen kompakt zu vermitteln.

Warum ist die Analyse von „Pseudokomposita“ im Kontext der spanischen Presse wichtig?

Pseudokomposita sind ein Charakteristikum der kreativen Wortschatzverwendung in der spanischen Presse, die trotz ihrer formalen Abweichung von der Standardgrammatik als Schlagwörter in den öffentlichen Diskurs eingehen.

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Details

Title
Pressesprachlicher Wortschatz
College
University of Passau  (Philosophische Fakultät)
Course
Spanisch als Mediensprache
Grade
1,0
Author
Nadine Hoffmann (Author)
Publication Year
2000
Pages
21
Catalog Number
V20349
ISBN (eBook)
9783638242479
ISBN (Book)
9783640857555
Language
German
Tags
Pressesprachlicher Wortschatz Spanisch Mediensprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Hoffmann (Author), 2000, Pressesprachlicher Wortschatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20349
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