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Die Entwicklung der politischen Philosophie von Thomas von Aquin bis Marsilius von Padua

Title: Die Entwicklung der politischen Philosophie von Thomas von Aquin bis Marsilius von Padua

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magister Artium Suad Zumberi (Author)

Philosophy - General Essays, Eras
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Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis von geistlicher und weltlicher Gewalt anhand ausgewählter Autoren (Thomas von Aquin, Aegidius Romanus, Dante Aleghieri und Marsilius von Padua). Damit wirft sie einen analytischen Blick auf die Politische Philosophie des 13 und 14. Jahrhunderts.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie des Thomas von Aquin (um 1224/1225- 1274)

II: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie des Aegidius Romanus (um 1243-1316)

III: Thomas und Aegidius im Vergleich: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

IV: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie Dante Aleghieris (1265-1321)

V: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie des Marsilius von Padua (um 1275/1280-1342)

VI: Dante und Marsilius im Vergleich: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen weltlicher Herrschaft („regnum“) und geistlicher Autorität („sacerdotium“) im politischen Denken des Mittelalters anhand der Positionen von Thomas von Aquin, Aegidius Romanus, Dante Aleghieri und Marsilius von Padua.

  • Analyse der politischen Herrschaftslegitimation bei den untersuchten Denkern.
  • Gegenüberstellung der Konzepte von „regnum“ und „sacerdotium“.
  • Untersuchung der Hierarchisierung von weltlicher und geistlicher Macht.
  • Vergleich der Rollen von Kaiser/Monarch und Papst in der staatlichen Ordnung.
  • Kritische Beleuchtung der Argumentationsstrukturen (z.B. Gottesgnadentum vs. Volkssouveränität).

Auszug aus dem Buch

I: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie des Thomas von Aquin (um 1224/1225- 1274)

Wenn man sich um eine Darstellung des Verhältnisses von „regnum“ und „sacerdotium“ bei Thomas von Aquin (um 1224/1225-1274) bemüht, stößt man auf gewisse Schwierigkeiten. Denn im Gegensatz zu Aegidius Romanus (um 1243-1316) verfasste Thomas keine explizit diesem Gegenstand gewidmete Abhandlung. Dennoch finden sich in seiner Schrift „De regno ad regem Cypri“ und seinem Hauptwerk, der „Summa theologiae“, Äußerungen, die Aufschluss darüber erteilen, wie er sich dieses Verhältnis vorstellte. Der Rückgriff auf Passagen aus den beiden vorgenannten Werken ermöglicht uns daher eine Konkretisierung seines Denkens in Bezug auf das Verhältnis „regnum“ und „sacerdotium“.

Im 14. Kapitel des ersten Buchs von „De regno“ führt Thomas aus, dass Menschen mit der Zielsetzung eines guten Lebens zu einem Gemeinwesen vereinigen. Er präzisiert anschließend: „Gut leben aber heißt leben, wie es die Tugend verlangt“. Durch diese Zielsetzung unterscheidet sich „die vollendete Gemeinschaft [der, S. Z.] Stadt oder eines Landes“ von anderen menschlichen Assoziationsformen. Denn die geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau dient der Fortpflanzung und die dem Familienoberhaupt unterstellte Hausgemeinschaft stellt durch die Bereitstellung von Nahrung die physische Existenz der Haushaltsmitglieder sicher. Und wenngleich Thomas die Tugend zum „Endziel menschlicher Gemeinschaft“ erklärt, weist er ihr dennoch einen untergeordneten, einen lediglich instrumentellen Stellenwert ein. Denn die Tugend bzw. die tugendhafte Lebensführung eines Individuums oder eines Kollektivs bildet die notwendige Voraussetzung für die Erreichung der finalen menschlichen Zweckbestimmung: Den „Genuß der göttlichen Verheißungen“, in dessen Besitz die Menschen nach ihrem irdischen Ableben zu gelangen hoffen. Aber auch wenn der Besitz der Tugend der Prämissen für die Erlangung der ewigen Seligkeit darstellt, die Erreichung des Ziels selbst übersteigt die menschlichen Kräfte. Vielmehr versetzt Gott selbst die Menschen durch die Verleihung seiner Kraft und damit durch den Erweis seiner Gnade erst in die Lage, dieses Ziel zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

I: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie des Thomas von Aquin (um 1224/1225- 1274): Thomas von Aquin begründet die Notwendigkeit weltlicher Herrschaft unter dem Vorzeichen christlicher Tugendethik, wobei er dem Monarchen die Förderung des Gemeinwohls überträgt.

II: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie des Aegidius Romanus (um 1243-1316): Aegidius Romanus vertritt die Überlegenheit der geistlichen Macht und leitet daraus eine strikte Unterordnung der weltlichen unter die geistliche Sphäre ab.

III: Thomas und Aegidius im Vergleich: Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Dieser Abschnitt kontrastiert die gemäßigte dualistische Position des Thomas mit der radikalen hierarchischen Unterordnung des Aegidius.

IV: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie Dante Aleghieris (1265-1321): Dante argumentiert für die Autonomie der kaiserlichen Autorität und weist eine direkte Unterordnung unter das Papsttum zurück.

V: Das Verhältnis von „regnum“ und „sacerdotium“ in der Politischen Philosophie des Marsilius von Padua (um 1275/1280-1342): Marsilius postuliert eine säkulare Legitimation politischer Macht durch den „Gesetzgeber“ (das Volk) und grenzt die geistliche Befugnis scharf auf rein seelsorgerische Aufgaben ein.

VI: Dante und Marsilius im Vergleich: Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Die Gegenüberstellung verdeutlicht, wie beide Denker die Unabhängigkeit der weltlichen Herrschaft verteidigen, dabei aber unterschiedliche Argumentationslinien verfolgen.

Schlüsselwörter

Regnum, Sacerdotium, Politische Philosophie, Thomas von Aquin, Aegidius Romanus, Dante Aleghieri, Marsilius von Padua, Mittelalter, Herrschaftslegitimation, Kirche und Staat, Dualismus, Hierokratie, Gemeinwohl, Kaiser, Papsttum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das mittelalterliche Spannungsfeld zwischen weltlicher politischer Macht und geistlicher kirchlicher Autorität durch die Analyse zentraler politischer Denker.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Themenfelder umfassen die Legitimation von Herrschaft, das Verhältnis von „regnum“ (Königtum) und „sacerdotium“ (Priestertum) sowie die Frage nach der Vorrangstellung einer dieser Gewalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die unterschiedlichen Argumentationsweisen von Thomas von Aquin, Aegidius Romanus, Dante Aleghieri und Marsilius von Padua herauszuarbeiten und deren jeweilige Konzepte zur Unabhängigkeit oder Unterordnung der weltlichen Macht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse politischer Theorien, basierend auf der Auswertung primärphilosophischer und theologischer Quellentexte der untersuchten Autoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Kapitel zu den vier genannten Autoren, deren Positionen jeweils einzeln rekonstruiert und anschließend in Vergleichskapiteln kritisch zueinander in Beziehung gesetzt werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Regnum, Sacerdotium, Herrschaftslegitimation, Kirche und Staat, Dualismus und Hierokratie charakterisieren.

Wie bewertet Thomas von Aquin die Rolle des weltlichen Herrschers im Vergleich zur geistlichen Macht?

Thomas von Aquin sieht den weltlichen Herrscher als autonom in seinen irdischen Aufgaben zur Förderung des Gemeinwohls, ordnet ihn jedoch dem Ziel der ewigen Seligkeit unter, für das die Kirche zuständig ist.

Welche radikale Neuerung vertritt Marsilius von Padua bezüglich des Ursprungs politischer Macht?

Marsilius von Padua bricht mit der Tradition, indem er den Ursprung der Macht nicht mehr in einer gottgegebenen Einsetzung, sondern im „Gesetzgeber“, also der Gesamtheit der Bürger, verortet.

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Details

Title
Die Entwicklung der politischen Philosophie von Thomas von Aquin bis Marsilius von Padua
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Magister Artium Suad Zumberi (Author)
Publication Year
2012
Pages
30
Catalog Number
V203510
ISBN (eBook)
9783656301981
ISBN (Book)
9783656303428
Language
German
Tags
entwicklung philosophie thomas aquin marsilius padua
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Suad Zumberi (Author), 2012, Die Entwicklung der politischen Philosophie von Thomas von Aquin bis Marsilius von Padua, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203510
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