Das Ende des Hundertjährigen Krieges


Essay, 2010

8 Seiten, Note: 2,4


Leseprobe

Das Ende des Hundertjährigen Krieges

Ein Essay von Sven Liefke

Wenn man das Ende des Hundertjährigen Krieges betrachten will, so muss man sich einerseits eindeutig mit den Anfängen und Gründen auseinanderzusetzen und andererseits verschiedene Personen und den kompletten Verlauf betrachten. Denn einerseits versteht man nur so unter umständen die Zusammenhänge all dieser Komplexen Vorgänge, bei denen die Kriegshandlungen nur einen Nebenschauplatz bilden und andererseits ist dieser Krieg so oft unterbrochen worden, dass es viel mehr nach Frieden aussah als nach Krieg. Des Weiteren geht es um Macht, Politik, dynastische Ansprüche und Intrigen. Dinge die man eher in einem Roman als in einer Historischen Betrachtung erwartet. Allein daher bietet der Hundertjährige Krieg für viel Roman Autoren genug Stoff um Bücher darüber zu schreiben.

Einen Krieg sollte man immer von mindestens zwei Seiten aus betrachten, da ein Krieg immer von mindestens zwei Parteien geführt wird. In diesem Falle reden wir von den mittelalterlichen Supermächten England und Frankreich. Zwei Länder die immer mehr zu Einheitsstaaten wurden.

Auf der einen Seite England mit Ihrem schlecht funktionierendem Wirtschaftssystem, bei dem der Staat sich immer mehr verschuldet und dabei seine Kronjuwelen mehr als einmal verpfänden musste um den Krieg zu finanzieren und auf der anderen Seite Frankreich, geeint wie lange nicht mehr mit ihrem Herrscher, dem Karpetinger Charles dem IV.

Nun kommt es aber das Charles IV. stirbt und keinen leiblichen Thronerben hinterlässt. Ein Ereignis, welches das Land in Aufruhe versetzt und eine nicht unbedeutende Unruhe im Land hervorruft. Ab diesem Punkt greift England mit ihrem König Edward III. ein. Denn als Enkel von Philipp IV. und als Neffe von Charles IV, beansprucht er den französischen Thron für sich, da er seiner Meinung nach der französischen Krone näher steht als jeder Valois es jemals sein wird. Genauer betrachtet ist dies ein sehr eitler Gedanke. Denn nach dem Tod von Charles IV. wird sein Vetter Philipp VI. aus dem Hause Valois zum König von Frankreich erhoben. Dass aber grade die Verbindung mit den Valois Jahrzehnte später als dynastische Bindung Englands an Frankreich dienen soll, ist, wenn man die Ursachen mitbetrachtet, geradezu Paradox. Denn durch diese Bindung gesteht England indirekt den Anspruch der Valois auf die französische Krone ein und zeigt somit, dass sie die ganze Zeit im Unrecht waren.

1337 besetzten französische Truppen Edwards Lehen Aquitanien und die Grafschaft Ponthieu. Im gleichen Jahr erklärte Edward Philipp den Krieg. Vermutlich spielte dabei der Streit um die Gascogne eine größere Rolle als der vergleichsweise schwach begründete Thronanspruch Edwards. Und damit beginnt der Hundertjährige Krieg.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Das Ende des Hundertjährigen Krieges
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar Krieg und Frieden
Note
2,4
Autor
Jahr
2010
Seiten
8
Katalognummer
V203541
ISBN (eBook)
9783656295419
Dateigröße
393 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frankreich, England, Hundertjähriger Krieg
Arbeit zitieren
Sven Liefke (Autor), 2010, Das Ende des Hundertjährigen Krieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203541

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