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Die Bedeutung der Sozialen Netzwerke für die Versicherungswirtschaft

Title: Die Bedeutung der Sozialen Netzwerke für die Versicherungswirtschaft

Bachelor Thesis , 2012 , 103 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Angelika Hollemann (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung Sozialer Netzwerke für die Versicherungswirtschaft. Vielleicht muss man sich hierfür zunächst einmal die Frage stellen, ob diese Mitmachmedien in Form der Sozialen Netzwerke einerseits und Versicherungen bzw. deren Philosophie und Produkte andererseits überhaupt zusammenpassen. Bei positivem Ergebnis wäre zu klären, zu welchen Zwecken und in welcher Form Soziale Netzwerke genutzt werden könnten und welche Eigenschaften ein solches Netzwerk überhaupt mitbringen muss, damit ihm für Versicherungsunternehmen überhaupt Bedeutung beigemessen werden kann.

Soziale Netzwerke erfreuen sich großer Beliebtheit. Diese Begebenheit als kurzfristigen Hype zu bezeichnen, wäre jedoch fatal. Denn nicht mehr nur der private Nutzer will sich dieser weitreichenden und umfangreichen Möglichkeiten bedienen. Insbesondere für Unternehmen ist es heute überaus wichtig, sich über diese Kommunikations- und deren genereller Einsatzmöglichkeiten Gedanken zu machen. Dabei gilt es für Unter-nehmen zu beachten, dass diesen Wandel lediglich aus der Ferne zu beobachten eine Möglichkeit darstellt. Es wie Philipp Schindler sagt selbst auszuprobieren erfordert jedoch einen anderen Blickwinkel, der einiges an Entwicklungsarbeit, Ressourcen und Wissen bedarf, um eine auf das Unternehmen zugeschnittene und wirksame Social-Media-Marketing-Strategie zu erarbeiten und erfolgreich umzusetzen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vertriebswege der Versicherungsunternehmen

2.1 Was ist eine Ausschließlichkeitsorganisation?

2.1.1 Beratung über Vermittler

2.1.2 Beratung über Makler

2.2 Was ist ein Direktversicherer?

2.2.1 Auswirkung des Vertriebskostenfaktors

2.2.2 Klassische Vertriebskanäle des Direktversicherers

3.1 Arten von Sozialen Netzwerken

3.1.1 Facebook, Twitter, Xing und Co.

3.1.2 Das Phänomen Facebook

3.2 Nutzung Sozialer Netzwerke von Privatpersonen

3.2.1 Warum Soziale Netzwerke nicht genutzt werden

3.3 Nutzung Sozialer Netzwerke von Unternehmen

3.3.1 Enterprise 2.0 – Social Software in der internen Nutzung

3.3.2 Externe Nutzung von Sozialen Medien

3.4 Apps für Tablet-Computer und Smartphones

3.5 Friendsurance

4. Social-Media-Marketing

4.1 Kommunikationsprozesse - Von der Push- zur Pullkommunikation

4.2 Social CRM

4.3 Vom Word of Mouth zum viralen Marketing

4.4 Social Media Monitoring

5. Wie nutzen Versicherungen Soziale Netzwerke?

5.1 Ausblick für die Versicherungswirtschaft

6. Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Potenziale sozialer Netzwerke für die Versicherungswirtschaft vor dem Hintergrund des digitalen Wandels. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Versicherungsunternehmen soziale Medien effektiv in ihre Vertriebs- und Kommunikationsstrategien integrieren können, um den Anforderungen informierterer Kunden gerecht zu werden.

  • Analyse der traditionellen Vertriebsstrukturen im Vergleich zum Direktvertrieb.
  • Untersuchung des Nutzungsverhaltens privater Nutzer in sozialen Netzwerken.
  • Erforschung von Social-Media-Marketing-Strategien für Versicherungsunternehmen.
  • Evaluation von Social Media Monitoring und CRM-Ansätzen zur Optimierung der Kundenbindung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Auswirkung des Vertriebskostenfaktors

Die Versicherungsprämie setzt sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen, die je nach Vertragsart und Sparte variieren und nach versicherungsmathematischen und betriebswirtschaftlichen Verfahren berechnet werden. Mögliche Bestandteile sind der Risikoanteil, welcher dem eigentlichen Schadenaufwand dient, ein Sicherheitszuschlag zum Ausgleich versicherungstechnischer Risiken, die über den erwarteten Schaden hinausgehen, ein Verwaltungskostenanteil zur Deckung der Werbekosten, Betriebsräume und auch Angestelltengehälter, ein Vertriebsanteil für Provisionen und Courtagen, ein Gewinnanteil, da der Versicherer auf Gewinnerzielung aus ist aber vom Versicherer aus Wettbewerbsgründen weggelassen werden kann und ein Sparanteil, der dem Aufbau von Kapital dient.

Die Besonderheit eines Direktversicherers ist im Grunde somit einfach beschrieben: Je größer der Vertriebskostenanteil zur Deckung der Provisionen und Courtagen ist, desto höher ist die Prämie eines Versicherers, der sich eines Außendienstes bedient, als die Versicherungsprämie eines Direktversicherers, der auf diesen Vertriebskanal verzichtet. Innerhalb der Sachversicherungen ist die Auswirkung jedoch lediglich auf die Prämienhöhe begrenzt. Der Versicherungsumfang ist heutzutage aus wettbewerbsrechtlicher Sicht annähernd gleich, so dass andere Eigenschaften und Kriterien zum Abschluss bei einem bestimmten Versicherer führen. Dies können z.B. bestimmte Ratings über den Versicherer oder auch Serviceabgrenzungen gegenüber dem Wettbewerb sein.

Das gleiche gilt aber auch für die Lebensversicherungssparte: Je höher der Vertriebsanteil in der Prämienkalkulation ausfällt, desto niedriger ist der Sparanteil, welcher für die Bildung der Ablaufleistung einer Kapital- oder Rentenversicherung ausschlaggebend ist. Ein Kunde, der bei Versicherer A 50 Euro und bei Versicherer B 50 Euro anlegt, hat somit z.T. deutliche Unterschiede in der Ablaufleistung, aufgrund dessen, dass die Prämienanteile und hierin insbesondere der Sparanteil unterschiedlich hoch ist. Legt der Interessent besonderen Wert auf die höchstmögliche Erhaltung seines Beitrags innerhalb des Sparanteils, sollte er sich für ein Direktversicherungsunternehmen entscheiden, da die anderen Prämienbestandteile (insb. Vertriebskosten) entsprechend niedriger ausfallen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Kulturwandel der digitalen Kommunikationsgesellschaft ein und skizziert das Ziel, die Rolle sozialer Netzwerke für die Versicherungswirtschaft zu bewerten.

2. Die Vertriebswege der Versicherungsunternehmen: Das Kapitel erläutert die traditionellen Vertriebsformen wie Ausschließlichkeitsorganisationen und Makler im Vergleich zu Direktversicherern und beleuchtet deren Kostenstrukturen.

3. Social Media – Entwicklung des Internets: Hier werden die Grundlagen des Web 2.0 sowie die verschiedenen Arten von Plattformen und deren Relevanz für Privatpersonen und Unternehmen dargestellt.

4. Social-Media-Marketing: Das Kapitel behandelt Strategien zur gezielten Nutzung sozialer Medien, inklusive Viralmarketing, Social CRM und Monitoring-Methoden.

5. Wie nutzen Versicherungen Soziale Netzwerke?: Hier wird der aktuelle Stand der Versicherungsbranche bei der Nutzung sozialer Medien aufgezeigt und ein Ausblick auf künftige Entwicklungen gegeben.

6. Persönliches Fazit: Das Fazit resümiert, dass soziale Netzwerke für die Versicherungswirtschaft unverzichtbar werden und Strategien zur Kundenorientierung im digitalen Raum an Bedeutung gewinnen.

Schlüsselwörter

Versicherungswirtschaft, Soziale Netzwerke, Social Media, Direktvertrieb, Kundenorientierung, Social CRM, Online-Marketing, Web 2.0, Kommunikation, Kundenbindung, Digitaler Wandel, Versicherungsvermittler, Monitoring, Personalmarketing, Employer Branding

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen von sozialen Netzwerken und Social-Media-Strategien für Unternehmen innerhalb der Versicherungsbranche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Wandel in der Kommunikationskultur, die verschiedenen Vertriebswege der Versicherer, die aktive Nutzung von Plattformen wie Facebook und Xing sowie die Implementierung von Social-Media-Strategien im Marketing.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu erörtern, ob und wie Versicherer soziale Netzwerke nutzen können, um Kundenorientierung zu fördern, Vertrauen aufzubauen und im digitalen Wettbewerb langfristig zu bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine explorative Analyse auf Basis von Fachliteratur, aktuellen Studien und Marktdaten führender Institute wie BITKOM, Statista und GfK.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Organisationsstrukturen, die Darstellung sozialer Plattformen, die Erläuterung von Marketing-Tools wie Social CRM und Monitoring sowie Praxisbeispiele für den Einsatz im Versicherungssektor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Versicherungswirtschaft, Social Media, Direktvertrieb, Kundenbindung, Online-Marketing, Reputationsmanagement und digitaler Wandel.

Wie spielt das Thema Datenschutz in der Arbeit eine Rolle?

Datenschutz wird als kritischer Erfolgsfaktor beleuchtet, da die Zurückhaltung vieler Nutzer bei der Preisgabe persönlicher Daten ein wesentliches Hindernis für die Akzeptanz von Versicherern in sozialen Netzwerken darstellt.

Welches Potenzial schreibt der Autor der Plattform Friendsurance zu?

Die Arbeit sieht in Friendsurance ein interessantes Beispiel für eine hybride Lösung, die klassische Versicherungsangebote mit den sozialen Aspekten von Netzwerken kombiniert, um Betrug zu minimieren und Kunden einen Anreiz für Empfehlungen zu geben.

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Details

Title
Die Bedeutung der Sozialen Netzwerke für die Versicherungswirtschaft
College
University of Applied Sciences North Hesse; Hanover
Grade
1,0
Author
Angelika Hollemann (Author)
Publication Year
2012
Pages
103
Catalog Number
V203605
ISBN (eBook)
9783668128989
ISBN (Book)
9783668128996
Language
German
Tags
bedeutung sozialen netzwerke versicherungswirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angelika Hollemann (Author), 2012, Die Bedeutung der Sozialen Netzwerke für die Versicherungswirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203605
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