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Zum Ursprung des flektierten Infinitivs des Portugiesischen

Titel: Zum Ursprung des flektierten Infinitivs des Portugiesischen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Patrick Siebeneicher (Autor:in)

Romanistik - Portugiesische Philologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werde ich mit Hilfe zweier Theorien, welche in der Linguistik wohl am bekanntesten sind, den Ursprung und die Entwicklung des portugiesischen flektierten Infinitivs diskutieren. Auf der einen Seite wird von Anhängern der Imperfekt-Konjunktiv-Theorie die Auffassung vertreten, dass sich der flektierte Infinitiv des Portugiesischen aus dem Imperfekt-Konjunktiv des Lateinischen entwickelt habe, die zweite Theorie, die Kreativ-Theorie, geht dagegen von einer Weiterentwicklung des eigentlich unflektierten portugiesischen Infinitiv aus.
Im Folgenden werde ich zunächst auf die wichtigsten Grundannahmen beider Theorien eingehen, diese darstellen und ihnen gegebenenfalls abweichende linguistische Ansichten und Theorien vergleichend gegenüberstellen. Daher soll das Ziel dieser Arbeit nicht sein, eine umfangreiche und schlüssige Ursprungstheorie des flektierten Infinitivs zu entwickeln, sondern lediglich die bereits vorhandenen Erkenntnisse gegenüberzustellen und ihr für und wider abwägen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE IMPERFEKT-KONJUNKTIV-THEORIE

2.1 ÜBERSICHT DES KONJUNKTIVS IMPERFEKT UND PLUSQUAMPERFEKT IM LATEINISCHEN

2.2 DIE ENTWICKLUNG DES LATEINISCHEN VERGANGENHEITSPARADIGMAS

2.3 VOM FINITEN IMPERFEKT KONJUNKTIV ZUM INFINITEN FLEKTIERTEN INFINITIV

2.4 SYNTAKTISCHER VERGLEICH ZWISCHEN IMPERFEKT KONJUNKTIV UND FLEKTIERTEM INFINITIV

3. DIE KREATIV-THEORIE

3.1 DER PERSÖNLICHE INFINITIV

3.2 DER GEBRAUCH DES PERSÖNLICHEN INFINITIVS IM ALTPORTUGIESISCHEN

3.3 MORPHOLOGISCHER EINFLUSS DES FUTURS KONJUNKTIV AUF DEN FLEKTIERTEN INFINITIV

4. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ursprung und die Entwicklung des portugiesischen flektierten Infinitivs. Ziel ist es, die zwei in der Linguistik bekanntesten Theorien – die Imperfekt-Konjunktiv-Theorie und die Kreativ-Theorie – gegenüberzustellen, ihre Argumente kritisch zu prüfen und die jeweiligen Stärken sowie Schwächen hinsichtlich der Entstehungsgeschichte dieser einzigartigen sprachlichen Form abzuwägen.

  • Morphologische Besonderheiten des portugiesischen flektierten Infinitivs
  • Vergleichende Analyse des lateinischen Konjunktiv-Systems
  • Syntaktische Funktionen und Kontextanalyse im Altportugiesischen
  • Kritische Überprüfung der Imperfekt-Konjunktiv-Theorie
  • Evaluation der Kreativ-Theorie und des Einflusses des Futur Konjunktiv

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG

Der flektierte Infinitiv nimmt in der portugiesischen Sprache eine herausragende Rolle ein, da dieser einerseits in seiner morphologischen Erscheinung und syntaktischen Verwendung einzigartig ist und ihn andererseits andere romanische Sprachen wie das Spanische, Italienische oder Französische nicht kennen. Dieser Infinitiv verhält sich im Sprachsystem nicht wie andere infinite Formen. Das Tragen eines eigenen lexikalischen Subjekts zeichnet diesen zwar aus, verleiht ihm aber neben den persönlichen Infinitiven mit eigenem Subjekt, die auch in den meisten anderen romanischen Sprachen existieren, noch nicht diese außergewöhnliche Charakteristik, die ihn so besonders macht. Die substanzielle Einzigartigkeit des portugiesischen flektierten Infinitivs stellen seine Flexionsendungen dar, welche zudem noch in Genus und Numerus mit seinem lexikalischen Subjekt kongruieren und so eher einer finiten Form als einem Infinitiv ähneln, vgl. Beispiel (1).

(1) a. É pena não vires hoje a minha casa.

b. Espero até tu chegares.

c. Antes de ires embora, bebe um copo de leite.

Aber gerade weil diese Form des Infinitivs so einzigartig ist, erweist sich diese seit eh und je als einen sehr interessanten und vielfach diskutierten Untersuchungsgegenstand. Da dieser insbesondere in den übrigen romanischen Sprachen, die sich alle einst einheitlich aus dem Lateinischen entwickelt haben, nicht auftritt, ist die Frage nach dem eigentlichem Ursprungsparadigma dieser Einzelentwicklung wohl eine der wichtigsten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Einzigartigkeit des flektierten Infinitivs im Portugiesischen und Vorstellung der zwei zentralen Theorien zu seinem Ursprung.

2. DIE IMPERFEKT-KONJUNKTIV-THEORIE: Untersuchung der Hypothese, dass der flektierte Infinitiv aus dem lateinischen Imperfekt Konjunktiv hervorgegangen ist, unter Berücksichtigung phonologischer und syntaktischer Aspekte.

3. DIE KREATIV-THEORIE: Analyse der Annahme, dass der flektierte Infinitiv eine eigenständige lusitanische Entwicklung ist, die durch die Verbindung mit lexikalischen Subjekten und dem Futur Konjunktiv entstand.

4. SCHLUSS: Zusammenfassende Bewertung beider Theorien mit dem Ergebnis, dass keine der beiden den Ursprung vollständig widerspruchsfrei erklären kann.

Schlüsselwörter

Portugiesisch, Flektierter Infinitiv, Imperfekt-Konjunktiv-Theorie, Kreativ-Theorie, Lateinische Grammatik, Historische Linguistik, Sprachwandel, Syntax, Konjugation, Futur Konjunktiv, Altportugiesisch, Morphologie, Finitheit, Subjektkongruenz, Romanische Sprachen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Herkunft des flektierten Infinitivs im Portugiesischen, einer Besonderheit, die in anderen romanischen Sprachen nicht vorkommt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die morphologische Entwicklung von Verbformen, der historische Sprachwandel vom Lateinischen zum Portugiesischen sowie die syntaktische Verwendung infiniter Formen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung der zwei wichtigsten linguistischen Ursprungstheorien, um deren Plausibilität anhand bestehender Forschungsergebnisse zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender linguistischer Theorien sowie die Auswertung von Korpusanalysen zur Verwendung des flektierten Infinitivs in altportugiesischen Texten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Imperfekt-Konjunktiv-Theorie und die Kreativ-Theorie detailliert dargestellt, inklusive ihrer historischen Herleitungen aus dem Lateinischen bzw. aus der internen Sprachentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Flektierter Infinitiv, Sprachwandel, Historische Linguistik, Konjunktiv-System und morphologische Entwicklung.

Warum wird der Vergleich zwischen Imperfekt-Konjunktiv und flektiertem Infinitiv als problematisch angesehen?

Die Forschung zeigt Widersprüche auf, da der flektierte Infinitiv in bestimmten volitionalen Konstruktionen, in denen der lateinische Imperfekt Konjunktiv erwartet würde, historisch nicht auftritt.

Inwieweit schränkt die Kreativ-Theorie ihre eigene Aussagekraft ein?

Die Theorie ist bei starken, unregelmäßigen Verben nur begrenzt anwendbar, da sich deren flektierte Infinitivformen nicht schlüssig aus dem Futur Konjunktiv ableiten lassen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Ursprung des flektierten Infinitivs des Portugiesischen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Romanische Sprachen und Literaturen)
Veranstaltung
Synchronie und Diachronie von Infinitivkonstruktionen im Spanischen und Portugiesischen
Note
1,7
Autor
B.A. Patrick Siebeneicher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V203776
ISBN (eBook)
9783656304265
ISBN (Buch)
9783656306085
Sprache
Deutsch
Schlagworte
flektierter Infinitiv Portugiesisch Infinitiv Infinitivkonstruktion Ursprung Herkunft Imperfekt-Konjunktiv persönlicher Infinitiv
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Patrick Siebeneicher (Autor:in), 2011, Zum Ursprung des flektierten Infinitivs des Portugiesischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203776
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Leseprobe aus  18  Seiten
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