Wettbewerbsfähigkeit von Logistikdienstleistern

Eine interne und externe Betrachtung


Seminararbeit, 2012
20 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung

2. Begriffliche Grundlagen
2.1. Logistikdienstleister
2.2. Wettbewerbsfähigkeit

3. Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit von Logistikdienstleistern
3.1. Wettbewerbsrelevante Eigenschaften
3.1.1. Eigenschaften Interne Betrachtung (Resource-based View)
3.1.2. Eigenschaften Externe Betrachtung (Market-based View)
3.2. Bedrohung der Wettbewerbsfähigkeit von Logistikdienstleistern
3.2.1. Risiken Interne Betrachtung
3.2.2. Risiken Externe Betrachtung
3.3. Handlungsempfehlungen für Logistikdienstleister
3.3.1. Handlungsempfehlungen Interne Betrachtung
3.3.2. Handlungsempfehlungen Externe Betrachtung
3.4. Kritik und Zusammenhang der beiden Ansätze

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Problemstellung und Zielsetzung

Die Relevanz von Logistikdienstleistern hat in der Vergangenheit aufgrund der Globalisierung und Internationalisierung der Märkte, zunehmender Marktkonzentration und neuer Managementkonzepte immer mehr zugenommen. Die Unternehmen tendieren zur teilweisen bis hin zur vollständigen Fremdvergabe von Logistikleistungen um sich auf die eigenen Kerngeschäfte konzentrieren zu können und um Kosten und Risiken zu reduzieren.[1] Von diesem Trend profitieren vor allem Logistikdienstleister, die in Bezug auf logistische Leistungen gefragter sind als je zuvor. Die Logistikdienstleister stehen allerdings einem enormen Druck und einem hartem Wettbewerb gegenüber.[2] Die Kundenansprüche der Logistikdienstleister in Hinsicht auf Qualität und Service sind kontinuierlich gestiegen. Die Globalisierung der Märkte, sich verkürzende Produktlebenszyklen und wirtschaftliche Krisen gestalten den Markt zusätzlich komplexer und stellen die Logistikdienstleister vor große Herausforderungen um in diesem Wettbewerb bestehen zu können.[3]

Aus dieser Problemstellung ergibt sich folgende Forschungsfrage: Welche Eigenschaften und Gefahren beeinflussen die Wettbewerbsfähigkeit von Logistikdienstleistern und welche Handlungen sind für diese empfehlenswert? Das Ziel dieser Seminararbeit ist es die wettbewerbsrelevanten Eigenschaften und die Bedrohungen der Wettbewerbsfähigkeit von Logistikdienstleistern zu beschreiben. Außerdem werden Handlungsempfehlungen um in einem intensiv geprägten Wettbewerb bestehen zu können explizit dargestellt.

Zunächst werden für die Seminararbeit wichtige Grundbegriffe definiert und erläutert. Der Wandel der Logistikdienstleister wird beschrieben und dessen Gründe werden genannt. Des Weiteren wird der Begriff der Wettbewerbsfähigkeit definiert und durch eine Untergliederung veranschaulicht. Im Anschluss der Klärung der grundlegenden Begriffe wird die Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit dargestellt. Die ausgewählten wettbewerbsrelevanten Eigenschaften werden, mit Hilfe des Resource-based View (RBV) und des Market-based View (MBV), durch eine interne und externe Betrachtung diskutiert. Außerdem werden die internen und externen Bedrohungen der Wettbewerbsfähigkeit der Logistikdienstleister veranschaulicht. Aufbauend auf den Feststellungen der vorigen Abschnitte werden Handlungsempfehlungen für Logistikdienstleister explizit untersucht und kritisch hinterfragt. Zudem werden Kritik und Zusammenhänge des RBV und MBV knapp geschildert. Abschließend folgt im Fazit eine kurze Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse.

2. Begriffliche Grundlagen

2.1. Logistikdienstleister

Durch die in der Einführung erwähnten Herausforderungen sind Logistikdienstleister gezwungen permanent neue Lösungen zu erkennen und diese über Innovationen zu implementieren, der Kundenbedarf muss frühzeitig bemerkt und bedient werden. Außerdem ist es notwendig die Marktposition des eigenen Unternehmens zu analysieren und diese gegebenenfalls neu zu positionieren, um im Wettbewerb bestehen zu können.[4] Diese Entwicklung zu komplexeren und zeitgerechten Leistungen ist in den letzten Jahren zu beobachten und auf vier grundsätzliche Treiber zurückzuführen: Die Internationalisierung der Märkte, eine zunehmende Marktkonzentration, die Flexibilisierung von Unternehmen und die Fremdvergabe von Logistikleistungen der Kunden.[5] Im folgenden Abschnitt wird der für diese Arbeit verwendete Begriff der Wettbewerbsfähigkeit definiert und untergliedert.

2.2. Wettbewerbsfähigkeit

In der Literatur existieren verschiedene Definitionen zu dem Begriff Wettbewerbsfähigkeit[6] und in dieser Arbeit wird folgender verwendet: Unter Wettbewerbsfähigkeit wird die Schaffung von Erfolgspotenzialen, in einem langfristigen kreativen Prozess, zum Erlangen von Wettbewerbsvorteilen verstanden.[7] Diese Erfolgspotenziale sind die Gesamtheit von produkt- und marktspezifischen erfolgsrelevanten Voraussetzungen die für eine Erfolgsrealisierung notwendig sind.[8] Des Weiteren kann zwischen internen und externen Erfolgspotenzialen differenziert werden. Bei internen Erfolgspotenzialen wird zwischen Kosten- und Differenzierungspotenzial unterschieden. Mit Kostenpotenzial sind die Quellen zukünftiger Kosteneinsparung gemeint.[9] Das Differenzierungspotenzial betrifft die differenziert erbrachten Logistikservices.[10] Interne Erfolgspotenziale stehen dem Logistikdienstleister intern zur Verfügung und betreffen die eigene Logistikfähigkeit. Diese internen Erfolgspotenziale basieren auf dem ressourcenorientierten Ansatz von Barney. Externe Erfolgspotenziale betreffen das Erlöspotenzial des Logistikdienstleisters. Erlöspotenziale sind die Quellen der zukünftigen Erlöse. Externe Erfolgspotenziale beruhen auf dem marktorientierten Ansatz von Porter.[11] Im folgenden Abschnitt werden die wettbewerbsrelevanten Eigenschaften für Logistikdienstleister anhand der Ansätze von Barney und Porter diskutiert.

3. Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit von Logistikdienstleistern

3.1. Wettbewerbsrelevante Eigenschaften

3.1.1. Eigenschaften Interne Betrachtung (Resource-based View)

Zur Feststellung der wettbewerbsrelevanten Eigenschaften des Logistikdienstleisters ist zunächst eine interne Betrachtung der eigenen Logistikfähigkeit erforderlich. Der RBV von Barney legt den Fokus auf die Kompetenzen und Fähigkeiten des eigenen Unternehmens.[12] Hier wird die Annahme getroffen, dass durch den Aufbau und die Nutzung von unternehmensinternen knappen, wertvollen und schwer imitierbaren Ressourcen Wettbewerbsvorteile entstehen können. Der kombinierte Einsatz dieser Ressourcen führt zum wirtschaftlichen Erfolg des Logistikdienstleisters.[13]

Eine interne wettbewerbsrelevante Ressource ist die Informations- und Kommunikations- Technologie (IuK-Technologie). Diese hat sich in der Vergangenheit rasant verändert und das lässt sich in der Entwicklung der Computer- und Kommunikationstechnologie widerspiegeln.[14] Der Einsatz von IuK-Systemen für Logistikdienstleister hat deshalb beträchtlich an Relevanz gewonnen. Das Erkennen und Ausschöpfen von internen Erfolgspotenzialen der Informationstechnologie ist ein Schlüssel um Wettbewerbsvorteile zu erlangen.[15]

Das Logistikpersonal ist eine kritische Ressource, die durch hohe Qualifizierung und Motivation langfristig Wettbewerbsvorteile schaffen kann. Dabei ist eine hohe Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz wichtig und diese ist entscheidend für eine hohe Logistikleistung und niedrige Logistikkosten. Die Kompetenz, Zuverlässigkeit, Motivation und zeitliche Flexibilität des Personals sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit.[16] Die Mitarbeiter müssen bzgl. Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen auf dem neusten Stand sein um Verantwortung zu übernehmen und wichtige Entscheidungen schnell treffen zu können.[17]

[...]


[1] Vgl. Gudehus (2010), S. 987

[2] Vgl. Liu (2011), S. 251

[3] Vgl. Scholz-Reiter u. a. (2008), S. 581

[4] Vgl. Göbl und Foschmayer (2011), S. 72

[5] Vgl. Straube (2005), S. 14 f.

[6] Andere Sichtweisen vgl. u. a. Wöhe und Döring (2010), S. 414

[7] Vgl. Günther und Tempelmeier (2012), S. 32

[8] Vgl. Gälweiler (2005), S. 26

[9] Vgl. Large (2009), S. 34

[10] Vgl. Doch (2009), S. 144

[11] Vgl. Large (2009), S. 34

[12] Vgl. Delfman (2008), S. 892

[13] Vgl. Barney (1991), S. 105 ff und vgl. Hofmann und Stölzle (2007), S. 6

[14] Vgl. Heiserich u. a. (2011), S. 340

[15] Vgl. Baumgarten (2005), S. 1 ff.

[16] Vgl. Wong und Karia (2010), S. 54 und vgl. Detlef (2008), S. 344

[17] Vgl. Liu (2011), S. 263

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Wettbewerbsfähigkeit von Logistikdienstleistern
Untertitel
Eine interne und externe Betrachtung
Hochschule
Universität Stuttgart  (vorgelegt am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Stuttgart, Abteilung 4, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Dienstleistungsma-nagement, insbesondere Unternehmenslogistik)
Veranstaltung
Seminararbeit im Rahmen des Seminars Logistik – Erfolgsfaktoren und Management der Logistik im Wandel externer Rahmenbedingungen
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V203781
ISBN (eBook)
9783656305866
ISBN (Buch)
9783656306634
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Logistik, Unternehmenslogistik, Interne Betrachtung, Externe Betrachtung, Resource-based View, Market-based View, Wettbewerbsfähigkeit, Logistikdienstleister
Arbeit zitieren
Michael Pavleski (Autor), 2012, Wettbewerbsfähigkeit von Logistikdienstleistern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203781

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