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Reflexe der römischen Gesellschaft in Ovids "Ars amatoria."

Das männliche und weibliche Schönheitsideal und seine Funktion

Titel: Reflexe der römischen Gesellschaft in Ovids "Ars amatoria."

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Caroline Walz (Autor:in)

Latein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Si quis in hoc artem populo non novit amandi, hoc legat et lecto carmine doctus amet. So beginnt das erste Buch von Ovids Ars amatoria, ein Werk, das unter der Herrschaft des Augustus entstand und in dem sich Ovid als praeceptor amoris versteht, der dem Volk die „Kunst der Liebe“ näherbringen möchte. Die ersten beiden Bücher der Ars sind den Männern gewidmet. Ovid gibt seinen Lesern Tipps, wo Frauen zu finden sind und wie man ihre Gunst gewinnen kann. Im dritten Buch wendet sich Ovid an die Frauen, wo er ihnen die richtigen Verhaltensweisen ans Herz legt, um auf Männer attraktiv zu wirken. Um Attraktivität zu erreichen, ist Schönheitspflege nötig, der sich Ovid vor allem für seine Leserinnen ausführlich widmet. Doch auch für das männliche Geschlecht hat Ovid Ratschläge, in welcher Weise sie auf ihr Äußeres achten sollten. Neben der Schönheitspflege wird von Ovid auch das Ideal sowohl der weiblichen als auch der männlichen Schönheit dargestellt. Schönheitspflege und Schönheitsideal bilden somit ein wichtiges Thema in der Ars, da diese beiden Komponenten die Grundlage für die Attraktivität bilden und in der Geschlechterannäherung eine wichtige Rolle spielen. Daher soll in dieser Arbeit das männliche und weibliche Schönheitsideal in Ovid Ars thematisiert und desweiteren auch auf dessen Funktion eingegangen werden.
Zunächst wird das Thema der Kleidung näher behandelt: die kulturelle und gesellschaftliche Funktion von Kleidung und wie Ovid dieses Thema in seiner Ars verarbeitet hat.
Anschließend wird auf die Frisuren der augusteischen Zeit eingegangen und welche Funktion diese in Ovids Werk haben.
Ein weiteres wichtiges Thema, das man nicht außer Acht lassen sollte, ist die Kosmetik, die bei der Schönheitspflege ebenfalls eine wichtige Rolle spielt und der in dieser Arbeit auch ein Kapitel gewidmet wird.
Zuletzt wird sowohl das männliche als auch das weibliche Schönheitsideal thematisiert und auf die jeweiligen Unterschiede näher eingegangen. Obwohl dieses sehr stark durch Thema und Zweck der Ars amatoria geprägt ist, lässt es dennoch Rückschlüsse auf die augusteische Gesellschaft zu.
Neben dem Primärtext Ovid-Ars amatoria wurde als Sekundärliteratur vor allem die Monographie von Andrea Scheithauer, Verfeinerte Lebensweise und gesteigertes Lebensgefühl im augusteischen Rom, Frankfurt 2007, verwendet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Das äußere Erscheinungsbild

2.1) Kleidung

2.2) Frisuren

3.) Schönheitspflege und Schönheitsideal

3.1) Kosmetik

3.2) weibliches Schönheitsideal

3.3) männliches Schönheitsideal

4.) Fazit

5.) Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das männliche und weibliche Schönheitsideal sowie die Rolle der Schönheitspflege im Werk "Ars amatoria" von Ovid. Ziel ist es, die ästhetischen Vorstellungen der augusteischen Zeit zu analysieren und aufzuzeigen, welche Funktionen Kleidung, Frisuren und Kosmetik in Ovids Lehrgedicht zur Geschlechterannäherung einnehmen.

  • Kulturelle und gesellschaftliche Funktionen von Kleidung in der Antike
  • Bedeutung der Haartracht und Frisurenmode in augusteischer Zeit
  • Funktion von Kosmetik als Mittel zur Mängelbehebung und Verschönerung
  • Vergleichende Analyse der Schönheitsideale von Frauen und Männern
  • Einfluss des geschlechtsspezifischen Rollenverhaltens auf die Schönheitspflege

Auszug aus dem Buch

3.1) Kosmetik

Auch die Kosmetik spielte vor allem bei Frauen eine wichtige Rolle.

In der griechischen und römischen Antike war der Bedarf an Essenzen, Ölen und Pommaden immens. Üblich war es, sich mehrmals am Tag zu salben, wobei für jeden Körperteil eine andere Salbe benutzt wurde. Ungesalbt galt man als schmutzig. Anfangs benutzte man Tierfett und Butter, später kamen Narden- und Rosenöl hinzu.

Die römische Frau der Kaiserzeit hatte eine große Auswahl diverser Kosmetika: Bleiweiß und Kalk benutzte sie zum Weißschminken, da weiße Haut zum Schönheitsideal der damaligen Zeit zählte. Purpurissum und rubica nahm sie als Rouge und stibium zum Schwärzen von Wimpern und Augenbrauen. Aufgeweichtes Bohnenmehl (Lomentum) war zum Verdecken von Hautfalten beliebt, gab man noch zerriebene Schnecken hinzu, sorgte dies für eine zarte und weiße Haut. Auch Schönheitspflaster (splenia) aus feinem, dünnem Leder wurden sowohl von Frauen als auch von Männern verwendet. Bei letzteren dienten sie zum Verdecken von Narben.

Ovid widmet sich der weiblichen Schönheitspflege sehr ausführlich im dritten Buch seiner Ars amatoria: Sauberkeit und Hygiene stehen für ihn an erster Stelle. Schönheitspflege besteht vor allem darin, Körpergeruch zu vermeiden und Härchen von den Beinen zu entfernen ( quam paene admonui, ne trux caper iret in alas neve forent duris aspera crura pilis!). Desweiteren sollte es auch üblich sein, sich morgens die Zähne zu putzen und den Mund auszuspülen (quid, si praecipiam ne fuscet inertia dentes oraque suscepta mane laventur aqua?).

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung stellt Ovids "Ars amatoria" vor und erläutert die Relevanz von Schönheitspflege und Schönheitsideal für die Geschlechterannäherung im augusteischen Rom.

2.) Das äußere Erscheinungsbild: Dieses Kapitel behandelt die kulturelle Bedeutung von Kleidung sowie die Symbolik und Mode von Frisuren in der Antike.

3.) Schönheitspflege und Schönheitsideal: Hier wird die Rolle von Kosmetik, das weibliche Idealbild sowie das Konzept der "nachlässigen Schönheit" für Männer detailliert analysiert.

4.) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Ästhetik im Werk zentral ist, um die gegenseitige Anziehung zu fördern, wobei Ovid für Frauen künstliche Hilfsmittel empfiehlt, Männern hingegen zur reinen Sauberkeit rät.

5.) Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Ovid, Ars amatoria, Schönheitsideal, Schönheitspflege, augusteische Zeit, Kosmetik, Kleidung, Haartracht, Geschlechterannäherung, Hygiene, Antike, römische Gesellschaft, Körperpflege, Ästhetik, Kleiderfarbe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Schönheitspflege und Schönheitsidealen bei Männern und Frauen im Lehrgedicht "Ars amatoria" des römischen Dichters Ovid.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Kleidermode, Frisurenstile, die Verwendung von Kosmetika sowie das unterschiedliche Verständnis von Attraktivität und Sauberkeit im sozialen Kontext der Antike.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Ovids Ratschläge zur Attraktivitätssteigerung zu kontextualisieren und aufzuzeigen, wie diese das damalige Rollenverständnis und die gesellschaftlichen Erwartungen widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine philologische Analyse des Primärtextes (Ars amatoria) sowie auf einschlägige sekundärliterarische Quellen zur römischen Kulturgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von äußerem Erscheinungsbild (Kleidung, Frisuren) und spezifischen Aspekten der Schönheitspflege (Kosmetik, Idealbilder von Mann und Frau).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie römische Antike, Ars amatoria, weibliches/männliches Schönheitsideal, Körperhygiene und die künstliche Korrektur von Schönheitsmängeln.

Warum betont Ovid bei Frauen die Notwendigkeit von Kosmetik, lehnt sie bei Männern aber ab?

Ovid sieht Frauen in einer eher passiven, werbenden Rolle, in der sie ihre natürlichen Makel durch Kunstfertigkeit kaschieren müssen, während er bei Männern künstliche Eingriffe als unmännlich und überfeinert ablehnt.

Wie unterscheidet sich die "nachlässige Schönheit" bei Männern von der weiblichen Schönheitspflege?

Für Männer ist die "nachlässige Schönheit" ein Ideal, das lediglich auf Sauberkeit und Hygiene basiert, während bei Frauen die Sauberkeit lediglich die notwendige Basis für den Einsatz von Schminke und anderen Schönheitsmitteln darstellt.

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Details

Titel
Reflexe der römischen Gesellschaft in Ovids "Ars amatoria."
Untertitel
Das männliche und weibliche Schönheitsideal und seine Funktion
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,7
Autor
Caroline Walz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V203784
ISBN (eBook)
9783656305842
ISBN (Buch)
9783656306061
Sprache
Deutsch
Schlagworte
reflexe gesellschaft ovids schönheitsideal funktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caroline Walz (Autor:in), 2008, Reflexe der römischen Gesellschaft in Ovids "Ars amatoria.", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203784
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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