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Der Ausdruck der Temporalität im Deutschen

Titel: Der Ausdruck der Temporalität im Deutschen

Hausarbeit , 2004 , 8 Seiten

Autor:in: Magister Antonina Funk (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Was sind die wichtigsten Ausdrucksmittel der Temporalität in der Sprache?
In der Sprache gibt es sechs wichtigsten Ausdrucksmittel der Temporalität. Das sind Tempus, Aspekt, Aktionsart, temporale Adverbiale, Partikel und Diskursprinzipien.
Tempus ist ein Ausdrucksmittel zur Einordnung des Geschehens auf der Zeitachse relativ zur Sprechzeit. Es gibt drei Auffassungen darüber wie viel Tempora im Deutschen gibt. Die erste Richtung ist der Meinung, dass es sechs Tempora gibt, die zweite Richtung geht von einem „idealen Tempussystem“ von 3*3 Tempora. Eine dritte Richtung ist die Einteilung der Tempora in zwei Tempusgruppen.
Die bis heute am weitesten verbreitete Tempussystem geht davon aus, dass es im Deutschen sechs morphologisch unterschiedliche Tempora gibt. Das sind Präsens, Präteritum, FuturI, Perfekt, Plusquamperfekt und FuturII. Man unterteilt sechs Tempora in zwei Gruppen, nämlich in Präsens, Präteritum und FuturI einerseits und Perfekt, Plusquamperfekt und FuturII andererseits. Die erste Gruppe wird als „absolute“ oder „direkte“ Tempora bezeichnet (z.B. Admoni 1982, Moskalskaja 1975). Sie beziehen sich direkt auf die drei Zeiträume Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die zweite Gruppe wird als „relative“ oder „indirekte“ Tempora bezeichnet. Es wird angenommen, dass diese Tempora sich auf dieselben Zeitpunkte oder Zeiträume beziehen wie die Tempora der 1. Gruppe, jedoch mit dem Unterschied, dass sie „Vollzug“, „Vollendung“ oder „Abgeschlossenheit“ ausdrücken, während die Tempora der 1. Gruppe den „Verlauf“ bezeichnen. Es besteht zwischen diesen beiden Gruppen nicht ein temporaler, sondern vielmehr ein aspektueller Unterschied.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Was sind die wichtigsten Ausdrucksmittel der Temporalität in der Sprache?

2. Was ist im Deutschen der Unterschied zwischen Präteritum und Perfekt?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Temporalität im Deutschen und analysiert dabei insbesondere das Zusammenspiel verschiedener grammatikalischer Kategorien sowie die spezifische Abgrenzung zwischen Präteritum und Perfekt.

  • Systematische Einordnung der sechs Ausdrucksmittel der Temporalität
  • Differenzierung und Definition von Tempus und Aspekt
  • Untersuchung semantischer Verbklassen und Aktionsarten
  • Diskussion theoretischer Hypothesen zum Verhältnis von Perfekt und Präteritum
  • Analyse der funktionalen Unterschiede in der gesprochenen und geschriebenen Sprache

Auszug aus dem Buch

Was sind die wichtigsten Ausdrucksmittel der Temporalität in der Sprache?

In der Sprache gibt es sechs wichtigsten Ausdrucksmittel der Temporalität. Das sind Tempus, Aspekt, Aktionsart, temporale Adverbiale, Partikel und Diskursprinzipien.

Tempus ist ein Ausdrucksmittel zur Einordnung des Geschehens auf der Zeitachse relativ zur Sprechzeit. Es gibt drei Auffassungen darüber wie viel Tempora im Deutschen gibt. Die erste Richtung ist der Meinung, dass es sechs Tempora gibt, die zweite Richtung geht von einem „idealen Tempussystem“ von 3*3 Tempora. Eine dritte Richtung ist die Einteilung der Tempora in zwei Tempusgruppen.

Die bis heute am weitesten verbreitete Tempussystem geht davon aus, dass es im Deutschen sechs morphologisch unterschiedliche Tempora gibt. Das sind Präsens, Präteritum, FuturI, Perfekt, Plusquamperfekt und FuturII. Man unterteilt sechs Tempora in zwei Gruppen, nämlich in Präsens, Präteritum und FuturI einerseits und Perfekt, Plusquamperfekt und FuturII andererseits. Die erste Gruppe wird als „absolute“ oder „direkte“ Tempora bezeichnet (z.B. Admoni 1982, Moskalskaja 1975). Sie beziehen sich direkt auf die drei Zeiträume Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die zweite Gruppe wird als „relative“ oder „indirekte“ Tempora bezeichnet. Es wird angenommen, dass diese Tempora sich auf dieselben Zeitpunkte oder Zeiträume beziehen wie die Tempora der 1. Gruppe, jedoch mit dem Unterschied, dass sie „Vollzug“, „Vollendung“ oder „Abgeschlossenheit“ ausdrücken, während die Tempora der 1. Gruppe den „Verlauf“ bezeichnen. Es besteht zwischen diesen beiden Gruppen nicht ein temporaler, sondern vielmehr ein aspektueller Unterschied.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was sind die wichtigsten Ausdrucksmittel der Temporalität in der Sprache?: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte wie Tempus, Aspekt, Aktionsart, Adverbiale, Partikeln und Diskursprinzipien als zentrale Marker zeitlicher Verhältnisse.

2. Was ist im Deutschen der Unterschied zwischen Präteritum und Perfekt?: Hier werden vier wissenschaftliche Hypothesen zum Verhältnis der Vergangenheitstempora diskutiert und deren unterschiedliche pragmatische sowie semantische Verwendung im Deutschen analysiert.

Schlüsselwörter

Temporalität, Tempus, Aspekt, Aktionsart, Präteritum, Perfekt, Zeitachse, Vergangenheitsbezug, Resultativum, Diskursprinzipien, Sprachwissenschaft, Verbkategorien, Semantik, Gesprochene Sprache, Schreibregister

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Struktur der Temporalität im Deutschen und den verschiedenen Mitteln, mit denen Zeitlichkeit und Aspektualität in der Sprache ausgedrückt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Definition und Kategorisierung der Tempora, die Rolle des Aspekts, die semantische Klassifizierung von Verben durch Aktionsarten sowie die funktionale Abgrenzung von Präteritum und Perfekt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Aufarbeitung und Gegenüberstellung verschiedener linguistischer Ansätze zur Beschreibung der zeitlichen Organisation im deutschen Sprachsystem.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Positionen (u.a. Weinrich, Grewendorf, Duden) gegenüberstellt und die jeweilige Argumentation kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die sechs Ausdrucksmittel der Temporalität systematisiert und anschließend das spezifische Verhältnis von Präteritum und Perfekt anhand verschiedener Hypothesen (Äquivalenz-, Differenz-, Ambiguitäts- und Komplexitätshypothese) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Tempussysteme, Aspektopposition, verbale Aktionsarten, Zeitparameter und die Unterscheidung von besprechenden und erzählenden Tempora geprägt.

Warum wird das Perfekt im gesprochenen Deutsch häufiger verwendet?

Laut der Arbeit ermöglicht das Perfekt neben dem Zeitbezug auch die Kommunikation der Abgeschlossenheit eines Ereignisses, was für die Kommunikation im Alltag funktional vorteilhafter erscheint.

Was unterscheidet das Präteritum laut der Analyse vom Perfekt in seiner Wirkung auf den Hörer?

In Anlehnung an Weinrich wird dem Perfekt eine Funktion zugeschrieben, die den Hörer in eine gespannte Haltung versetzt, während das Präteritum als Erzähltempus eine entspanntere Rezeptionshaltung fördert.

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Details

Titel
Der Ausdruck der Temporalität im Deutschen
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Veranstaltung
Ausdruck der Temporalität im Deutschen
Autor
Magister Antonina Funk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
8
Katalognummer
V203813
ISBN (eBook)
9783656301875
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tempus präteritum Perfekt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Antonina Funk (Autor:in), 2004, Der Ausdruck der Temporalität im Deutschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203813
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Leseprobe aus  8  Seiten
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