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Rousseau und die Federalists

Demokratieverständnisse im Vergleich

Titel: Rousseau und die Federalists

Hausarbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Philipp Sternad (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die lange Entwicklungsgeschichte der Demokratie hat überall auf der Welt, nicht nur wo sie ihre Anwendung fand, verschiedene Arten und Stile ihrer selbst hervor gebracht. Auch der Begriff Republik wird sehr inhomogen aufgefasst und verwendet. Innerhalb der politischen Theorie und Philosophie gibt es zahlreiche unterschiedliche und manchmal auch gegenläufige Definitionen und auch Interpretationen der Begriffe Demokratie und Republik. Diese Unterschiede lassen sich auf verschiedene Ursprünge, Kontexte der Entstehung und ihre jeweiligen Urheber zurückführen. Ich konzentriere mich in diese Arbeit auf die Auslegung dieser Begriffe nach Rousseau und nach den Verfassern der Federalist Papers, Alexander Hamilton, James Madison und John Jay. Diese Arbeit soll die teilweise grundlegend verschiedenen Bedeutungen dieser Begriffe in der politischen Theorie und Philosophie aufzeigen und den Bedarf nach eine klaren, aktuellen Definition darlegen, aber auch aufzeigen, dass diese Definition dann bei der Interpretation zeitgenössischer Texte nicht hilfreich und absolut sein muss.
Die vorliegende Arbeit wird die Begriffe Demokratie und Republik erst gemäß der Denkweise von Rousseau beschreiben und dann aus der Sichtweise der Autoren der Federalist Papers. Im Anschluss werden die Konfliktlinien und Gemeinsamkeiten der beiden unterschiedlichen Sichtweisen aufgezeigt und abschließend Ähnlichkeiten zu einer modernen Definition gesucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel 1: Jean-Jacques Rousseau

Kapitel 2: Federalist Papers

Kapitel 3: Konfliktlinien und Gemeinsamkeiten

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegend verschiedenen Demokratieverständnisse von Jean-Jacques Rousseau einerseits und den Autoren der Federalist Papers (Hamilton, Madison, Jay) andererseits. Ziel ist es, die spezifischen Definitionen der Begriffe Demokratie und Republik in den jeweiligen Theorien aufzuzeigen, ihre Konfliktlinien herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit diese historischen Konzepte für eine moderne Definition der Demokratie relevant sind.

  • Die politische Theorie von Jean-Jacques Rousseau und seine Konzeption des volonté générale.
  • Die Demokratievorstellung der Federalist Papers und das Konzept der föderalen, repräsentativen Republik.
  • Die Rolle von Freiheit, Partizipation und dem Schutz vor Diktatur in beiden Modellen.
  • Die Auseinandersetzung mit Parteiungen und der Repräsentationsfrage.
  • Der Vergleich zwischen direkter Vollversammlungsherrschaft und repräsentativer Demokratie im Flächenstaat.

Auszug aus dem Buch

Kapitel 2: Federalist Papers

John Jay (1745-1829), Alexander Hamilton (1755-1804) und James Madison (1751-1836) verfassten unter dem Pseudonym „Publius“ 1787 und 1788 85 Artikel, später „Federalist Papers“ genannt, in verschiedenen Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen des Staates New York. Ihr Wirken und Schaffen war geprägt von der Unabhängigkeitserklärung der 13 ehemaligen britischen Kolonien im Jahre 1776 und dem darauffolgendem Krieg bis 1783. Ihre Intension war die Schaffung eines Zusammenschlusses der bis dahin losen Konföderation, um innere wie äußere Sicherheit zu garantieren und ein dominantes Auftreten in Außenhandelsbeziehungen gerade gegenüber der ehemaligen Kolonialmacht England zu gewährleisten. Sie verglichen ihre Situation in Amerika mit der Situation in Europa, wo zuvor viele Einzelstaaten über Jahrhunderte im Krieg miteinander und untereinander standen, provoziert und ermöglicht durch eine Vielzahl stehender Heere.

Da bis zu dem Zeitpunkt der Verfassung der Federalistpapers keine Republiken der Größe der (werdenden) Vereinigten Staaten bekannt waren, historische Beispiele wie Griechische Republiken bedeutend kleiner waren und Theoretiker wie Montesquieu eine geringe Größe für Republiken empfahlen, blieben dem Autorentrio, um auf den gewohnten Wegen der theoretischen Möglichkeiten zu bleiben, nur zwei Wege: entweder „[uns] sich sofort in die Arme der Monarchie zu flüchten oder [uns] sich in eine Unzahl von kleinen, rivalisierenden, […] Gemeinwesen zu spalten.“ Zur Lösung des Dilemmas strebten die Federalists die Einführung eines föderalen Systems, einer konföderierten Republik an. Die Unabhängigkeit der Gliedstaaten sollte erhalten bleiben, vereint in einem großen Staat. Dies versprach die Verbindung der Vorteile einer Monarchie, der äußeren Stärke, mit den Vorteilen der Volksregierung und Inklusion.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung legt die theoretische Basis und erläutert die Ambivalenz der Begriffe Demokratie und Republik, die im weiteren Verlauf anhand von Rousseau und den Federalist Papers differenziert betrachtet werden.

Kapitel 1: Jean-Jacques Rousseau: Dieses Kapitel analysiert Rousseaus Gesellschaftstheorie, insbesondere den Begriff des Gemeinwillens (volonté générale) sowie die Forderung nach einer radikalen, direkten Demokratie in kleinen Staaten.

Kapitel 2: Federalist Papers: Der Fokus liegt hier auf dem historischen Kontext der US-Staatsgründung und der theoretischen Begründung eines repräsentativen, föderalen Systems als Gegenentwurf zur direkten Demokratie.

Kapitel 3: Konfliktlinien und Gemeinsamkeiten: Hier werden die konträren Positionen zu Partizipation, Freiheit und Parteiungen direkt gegenübergestellt und auf ihre Bedeutung für moderne Staatsformen untersucht.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz unterschiedlicher Begriffsdefinitionen beide Ansätze die Legitimation durch das Volk teilen und die repräsentative Demokratie als pragmatische Weiterentwicklung für Flächenstaaten zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Demokratie, Republik, Jean-Jacques Rousseau, Federalist Papers, Volonté générale, Volkssouveränität, Repräsentative Demokratie, Direkte Demokratie, Parteiungen, Föderalismus, Politische Philosophie, Gesellschaftsvertrag, Gewaltenteilung, Alexander Hamilton, James Madison.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Grundsatz?

Die Arbeit vergleicht das Demokratieverständnis des Philosophen Jean-Jacques Rousseau mit dem der Verfasser der Federalist Papers, um die unterschiedlichen Auslegungen der Begriffe Demokratie und Republik zu verdeutlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die direkte Versammlungsdemokratie bei Rousseau, das repräsentative föderale System der Federalists, das Problem des Gemeinwillens und die Herausforderungen der Partizipation in großen Flächenstaaten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die teilweise grundlegend verschiedenen Bedeutungen von Demokratie und Republik in der politischen Theorie aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit diese historischen Sichtweisen heute noch relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische, vergleichende Analyse politischer Theorie, die auf der Auswertung klassischer Texte und fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Rousseaus Theorie, die Analyse der Federalist Papers und eine anschließende Gegenüberstellung der Konfliktlinien und Gemeinsamkeiten beider Positionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Volkssouveränität, volonté générale, repräsentative Demokratie, Parteiungen und gesellschaftsvertragliche Staatskonzeption charakterisieren.

Warum lehnt Rousseau das Repräsentationsprinzip ab?

Rousseau ist der Ansicht, dass Souveränität nicht veräußert oder vertreten werden kann, da sie wesentlich im unteilbaren Gemeinwillen besteht, weshalb Repräsentanten dazu neigen würden, ihre Privatinteressen zu verfolgen.

Inwiefern sehen die Federalists Parteiungen als Gefahr an?

Die Federalists definieren Parteiungen als Gruppierungen, die von gemeinsamen Leidenschaften oder Interessen getrieben werden, welche im Widerspruch zu den Gesamtinteressen der Gemeinschaft stehen könnten.

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Details

Titel
Rousseau und die Federalists
Untertitel
Demokratieverständnisse im Vergleich
Hochschule
Universität Potsdam  (Professur für Politische Theorie)
Veranstaltung
Proseminar: Ideengeschichte und politische Theorie
Note
1,7
Autor
Philipp Sternad (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V203986
ISBN (eBook)
9783656304050
ISBN (Buch)
9783656305972
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rousseau federalists demokratieverständnisse vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Sternad (Autor:in), 2011, Rousseau und die Federalists, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203986
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Leseprobe aus  13  Seiten
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