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Powell und seine Interpretation von Wahlen als Instrument der Demokratie

Titel: Powell und seine Interpretation von  Wahlen als Instrument der Demokratie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: M.A. Politikwissenschaft Anja Kegel (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die meisten Demokratien sind heutzutage repräsentativ, wobei die Wahlen die entscheidende Rolle im Hinblick auf die politische Willensbildung spielen. Denn die Bürger bestimmen in Wahlen diejenigen Repräsentanten, die für sie die politischen Ent-scheidungen treffen sollen. Sind Wahlen tatsächlich ein Instrument der Demokratie und wenn ja, wie leistungsfähig ist dieses Instrument?
Powell geht in seinem Buch: ,Elections as Instruments of Democracy‘ dieser Frage nach und analysiert das Ausmaß, zu dem Wahlen den Wählern Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess geben (vgl. Mainwaring 2001: 172). Er geht von der normativen Annahme aus, dass demokratisch gewählte Entscheidungsträger die politischen Ent-scheidungen so treffen, dass sie mit den Präferenzen ihrer Wähler übereinstimmen Aarts/Thomassen 2006: 8). Demnach besteht die Funktion der Wahlen darin, als In-strument der Demokratie, die Präferenzen der Wähler mit dem Verhalten der politischen Entscheidungsträger zu verbinden (vgl. Powell 2000: 254).
Normativ verwirklichen Mehrheitswahlsysteme eher das Ideal von accountability und somit die klare Identifizierbarkeit der Verantwortlichkeit, währenddessen Verhältnis-wahlsysteme ermöglichen, dass möglichst viele Präferenzen der Wähler in den politi-schen Entscheidungsprozess miteinfließen (vgl. Mainwaring 2001: 173). Empirisch kommt Powell in seiner Studie zu dem Schluss, dass Verhältniswahlsysteme im Ver-gleich mit Mehrheitswahlsystemen einen klaren Vorteil im Hinblick auf die Verwendung von Wahlen als Instrument von Demokratie haben (vgl. Powell 2000: 254).
In dieser Hausarbeit geht es darum, den Ansatz von Powell zusammenzufassen und sei-ne Stärken und Schwächen herauszuarbeiten, um anschließend zu zeigen, inwiefern man die Stärken in Powells Ansatz ausbauen und die Schwächen beseitigen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Wahlen als Instrument von Demokratie

2 ,Elections as Instruments of Democracy‘

2.1 Welche Kernthese vertritt Powell in seinem Buch?

2.2 Welche Rolle spielt ,accountability‘ bei Powells Ansatz?

2.3 Was bedeutet ,responsiveness‘ bei Powells Ansatz?

3 Stärken und Schwächen von Powells Ansatz

3.1 Worin liegen die Stärken und Schwächen von Powells Ansatz?

3.2 Inwiefern kann man die Stärken in Powells Ansatz ausbauen und die Schwächen beseitigen?

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Powells Ansatz zur Bedeutung von Wahlen als zentrales Instrument der modernen, repräsentativen Demokratie. Ziel ist es, die theoretischen Annahmen zu Accountability und Responsiveness zu analysieren, kritisch zu hinterfragen und im Kontext aktueller Herausforderungen der politischen Beteiligung zu erweitern.

  • Vergleichende Analyse von Mehrheits- und Verhältniswahlsystemen
  • Bedeutung der Konzepte "Accountability" und "Responsiveness"
  • Delegationsprobleme zwischen Wählern und Repräsentanten
  • Einfluss von Regimetypen und institutionellen Rahmenbedingungen
  • Kritische Reflexion zur sinkenden Wahlbeteiligung und Demokratiequalität

Auszug aus dem Buch

2.1 Welche Kernthese vertritt Powell in seinem Buch?

In seiner empirischen Studie mit dem Titel: „Elections as Instruments of Democracy: Majoritarian vs. Proportional Visions“ vertritt Powell den Standpunkt, dass konkurrenzfähige Wahlen dadurch für die Demokratie eine entscheidende Rolle spielen, in dem sie den Bürgern die Möglichkeit geben, Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger zu nehmen, d.h. die Bürger machen von ihrem Recht der Partizipation durch die Auswahl ihrer politischen Repräsentanten bei einer Wahl Gebrauch (vgl. Powell 2000: 3). Hierfür untersuchte er 155 Wahlen in zwanzig Demokratien über 25 Jahre hinweg (vgl. ebd.: 3).

Insgesamt betrachtet verfolgt Powell den Ansatz, dass Wahlen nicht nur als eine symbolische Bestätigung zu werten sind, sondern sie dienen als ein Instrument der Demokratie (vgl. ebd.: 4). Denn Wahlen stellen Verbindungen zwischen Wählern und Repräsentanten her, weil sie den politischen Entscheidungsträger bestärken, mehr Aufmerksamkeit den Bürgern bzw. dem Willen der Bürger zu widmen (vgl. ebd.: 4).

Aufgrund institutioneller Ausgestaltungen insbesondere verschiedener Wahldesigns differenziert Powell hier die beiden Wahlsystemtypen: Mehrheits- und Verhältniswahlsysteme (vgl. ebd.: 4). Während in Mehrheitswahlsystemen die Wahlen dahingehend gestaltet sind, dass versucht wird, die Macht der Bürger unmittelbar auf die Repräsentanten zu beziehen – daher nennt Powell sie auch die konzentrierte-Macht-Vision –, geht es bei Verhältniswahlsystemen darum, die Überlegenheit der Mehrheit zu begrenzen, in dem die unterschiedlichen Interessen berücksichtigt werden und nicht nur die Mehrheit die Wahl und somit die politische Macht gewinnt (vgl. ebd.: 4). Für Powell sind Verhältniswahlsysteme am geeignetsten, wenn es darum geht, unterschiedliche Interessen in den politischen Entscheidungsprozess einfließen zu lassen – deshalb spricht er von der verteilten-Macht-Vision – und die politischen Entscheidungsträger so nah wie möglich an den Idealpunkt des Medianwählers zu bringen (vgl. ebd.: 6).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung repräsentativer Wahlen ein und erläutert die zentrale Forschungsfrage nach der Leistungsfähigkeit von Wahlen als Instrument der Demokratie.

2 ,Elections as Instruments of Democracy‘: Das Kapitel erläutert die Kernthese von Powell und analysiert die Konzepte von Accountability sowie Responsiveness im Vergleich von Mehrheits- und Verhältniswahlsystemen.

3 Stärken und Schwächen von Powells Ansatz: Hier werden die theoretischen Stärken des Ansatzes dargelegt und kritisch um Gegenargumente wie sinkende Wahlbeteiligung und Regimetyp-Variationen ergänzt, um Optimierungspotenziale aufzuzeigen.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Wahlen zwar eine notwendige Basis der Demokratie bilden, jedoch ergänzende Merkmale wie politische Gleichheit und institutionelle Vielfalt für ein voll funktionsfähiges demokratisches System essenziell sind.

Schlüsselwörter

Wahlen, Demokratie, Repräsentation, Accountability, Responsiveness, Mehrheitswahlsystem, Verhältniswahlsystem, Delegation, politische Partizipation, Wahlbeteiligung, Regimetyp, politische Entscheidungsträger, Machtkonzentration, Machtverteilung, Medianwähler

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Wahlen als zentralem demokratischem Instrument basierend auf dem Werk von G. Bingham Powell.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert den Vergleich zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlsystemen sowie die Konzepte von Accountability und Responsiveness.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, Powells Thesen zusammenzufassen, dessen Stärken und Schwächen zu identifizieren und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung seines Modells aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um die empirischen Erkenntnisse aus Powells Studie kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Wahlen in verschiedenen Wahlsystemen, beleuchtet Delegationsprobleme und diskutiert Gegenargumente wie sinkende Wahlbeteiligung und den Einfluss des Regimetyps.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Accountability, Responsiveness, Wahlsysteme, Partizipation und Delegation charakterisiert.

Wie unterscheidet Powell zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlsystemen?

Powell differenziert zwischen einer "konzentrierten Macht-Vision" in Mehrheitswahlsystemen und einer "verteilten Macht-Vision" in Verhältniswahlsystemen, um Interessen abzubilden.

Warum ist laut der Arbeit die Wahlbeteiligung ein kritischer Faktor?

Eine niedrige Wahlbeteiligung stellt die Legitimität von Wahlen als effektivste Methode der demokratischen Partizipation in Frage, da sie auf Politikverdrossenheit hindeutet.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Powell und seine Interpretation von Wahlen als Instrument der Demokratie
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Demokratietypen und Demokratiequalität
Note
2,3
Autor
M.A. Politikwissenschaft Anja Kegel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V204062
ISBN (eBook)
9783656309062
ISBN (Buch)
9783656310921
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahlen Elections Powell accountability responsiveness Demokratie Einfluss der Wähler politischer Entscheidungsprozess
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Politikwissenschaft Anja Kegel (Autor:in), 2012, Powell und seine Interpretation von Wahlen als Instrument der Demokratie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204062
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