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Gewalt bei Kindern und Jugendlichen - Ursachen, Prävention und Intervention

Title: Gewalt bei Kindern und Jugendlichen - Ursachen, Prävention und Intervention

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 14 Pages

Autor:in: Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Author)

Social Work
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Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Medien sind überfüllt mit Berichten über gewalttätige Kinder und Jugendliche. Aufgrund des steigenden gesellschaftlichen Interesses möchte ich mich mit der Gewalt bei Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen.
Ist ein Kind gewalttätig, wird zuerst kritisch das Erziehungsverhalten der Eltern hinterfragt. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Praxisarbeit untersucht, ob allein durch eine gute Erziehung eine Verringerung von Gewalt erreicht werden kann. Zur Beantwortung dieser Frage werde ich mit den unterschiedlichen Begriffsbestimmungen von Gewalt beginnen. Ebenso wird der Begriff der Aggression erklärt, da dieser in direktem Zusammenhang zur Gewalt steht. Im anschließenden Schwerpunkt werden die Ursachen von Gewalt vorgestellt und erläutert. Ich habe aus einer Vielzahl möglicher Ursachen vier ausgewählt, welche meiner Meinung nach für die Kinder der Heilpädagogischen Wohngruppe am ehesten zutreffend sind. In diesem Gliederungspunkt wird folgende These untersucht: „Gewalt entsteht durch verschiedene negative Einflüsse der Umwelt“. Abschließenden Schwerpunkt bilden die Gewaltpräventions- und Interventionsmöglichkeiten, mit Hauptaugenmerk auf die „richtige“ Erziehung.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

3. Gewalt- und Aggressionsfördernde Ursachen

3.1. Gewaltfördernde Erziehung

3.2. Gewalt als Reaktion auf Frustration

3.3. Gewalt als Form männlicher Lebensbewältigung

3.4. Gewalt als Resultat der Medien

3.4.1. Fernsehen

3.4.2. Computerspiele

4. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten

4.1. Die „richtige“ Erziehung

4.1.1. Disziplin

4.1.2. Beaufsichtigung und Begleitung

4.1.3. Problemlösestrategien

4.1.4. Elterliches Interesse

4.1.5. Positive Rückmeldung

4.2. Deeskalationsstrategien

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Praxisarbeit untersucht die Ursachen von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen sowie die Frage, inwieweit durch gezielte erzieherische Maßnahmen eine Gewaltprävention erreicht werden kann. Dabei wird insbesondere der Einfluss von Umweltfaktoren, Medienkonsum und Erziehungsstilen analysiert.

  • Analyse der Begriffsdefinitionen von Gewalt und Aggression
  • Untersuchung von Ursachen für Gewalt (Familie, Frustration, männliche Identitätsbildung)
  • Evaluierung des Einflusses von Medien (Fernsehen und Computerspiele)
  • Darstellung präventiver Erziehungsansätze
  • Vorstellung praktischer Deeskalationsstrategien für Pädagogen

Auszug aus dem Buch

3.4.2. Computerspiele

Computerspiele mit Gewaltdarstellungen sind unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet. In diesen Spielen übernimmt meist der Spieler selbst die Rolle des Gewalttäters und kann beispielsweise mit der Hilfe von Pistolen oder Messern seine Gegner verletzen und töten. Derartige Computerspiele können mitunter auch über Netzwerk oder das Internet gespielt werden, sodass verschiedene Kinder und Jugendliche virtuell gegeneinander antreten. Diese sogenannten „Ballerspiele“ sind die am häufigsten genutzten Computerspiele (vgl. Weiß, 2000, S.140). In dieser virtuellen Welt sind die Kinder die Befehlshaber und können über alle Handlungen bestimmen ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. In derartigen Computerspielen sind die Gegner meist bösartige Kreaturen, welche dem Spieler nach dem Leben trachten. Dadurch sinkt die Hemmschwelle des Spielers und er tötet seine Gegner ohne Mitgefühl (vgl. Weiß, 2000, S.150). Besonders Kinder, deren „Leben … eher von Misserfolgserwartungen und Fremdbestimmung geprägt ist“ (Weiß, 2000, S.145), spielen gewalttätige Computerspiele. Diese Gruppe ist besonders risikobehaftet, Gewalt von der virtuellen Welt in die reale Welt zu übertragen. Zu dieser Gruppe gehören auch Kinder mit ADHS, da diese durch die ständigen Bilderwechsel und die schnellen Handlungsabläufe besonders von Computerspielen fasziniert sind (vgl. Weiß, 2000, S.145). Im Gegensatz dazu ist gewalttätiges Verhalten bei psychisch stabilen Kindern mit klaren Zielen im Leben unwahrscheinlicher (vgl. Weiß, 2000, S.146).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Thematik ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Wirksamkeit von Erziehung als Präventionsmaßnahme gegen Gewalt bei Jugendlichen.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel differenziert die Begriffe Gewalt und Aggression durch wissenschaftliche Abgrenzungen der verschiedenen Gewaltformen sowie durch die Unterscheidung von expressiver und instrumenteller Aggression.

3. Gewalt- und Aggressionsfördernde Ursachen: Hier werden zentrale Faktoren analysiert, darunter erzieherische Mängel, Frustrationserlebnisse, geschlechtsspezifische Sozialisation und der Einfluss von Massenmedien wie Fernsehen und Computerspielen.

4. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten: Das Kapitel bietet konkrete erzieherische Leitlinien zur Gewaltprävention sowie praxisnahe Deeskalationsstrategien für pädagogische Fachkräfte in Krisensituationen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage dahingehend, dass gute Erziehung zwar ein wichtiges Instrument der Prävention ist, aber Gewalt nicht vollständig ausschließen kann.

Schlüsselwörter

Gewalt, Aggression, Erziehung, Gewaltprävention, Medienkonsum, Computerspiele, Jugendliche, Deeskalation, Familiensozialisation, Frustration, Männlichkeit, Pädagogik, Sozialisation, Identitätsbildung, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen sowie mit der Frage, wie Erziehung und pädagogische Maßnahmen dazu beitragen können, Gewalt zu reduzieren oder zu verhindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Einflüsse von Familie, Gesellschaft, männlicher Sozialisation und Medienkonsum auf gewalttätiges Verhalten sowie auf Strategien zur Deeskalation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob allein durch eine gute Erziehung eine Verringerung von Gewalt erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse auf Basis relevanter Fachliteratur, insbesondere des Sammelwerks „Kinder mit aggressiven Verhalten“ von Prof. Dr. Manfred Cierpka.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Erklärungsmodelle für die Entstehung von Aggression als auch praktische Handlungsanweisungen für Eltern und Pädagogen erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Gewaltprävention, pädagogische Intervention, Mediensozialisation, Erziehungsstil und Frustrationsmanagement.

Inwiefern beeinflussen Computerspiele das Gewaltpotenzial?

Laut Arbeit können gewalttätige Computerspiele die Hemmschwelle senken und durch das Erleben von virtueller Kontrolle ohne Konsequenzen zu einer Entfremdung von der Realität führen.

Welche Rolle spielt die „richtige“ Erziehung bei der Deeskalation?

Die „richtige“ Erziehung dient primär als Prävention durch Disziplin und Bindung, während in bereits eskalierenden Situationen spezifische Deeskalationsstrategien wie Körperkontakt oder Ablenkung angewendet werden sollten.

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Details

Title
Gewalt bei Kindern und Jugendlichen - Ursachen, Prävention und Intervention
College
University of Applied Sciences Gera-Eisenach
Author
Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Author)
Publication Year
2011
Pages
14
Catalog Number
V204166
ISBN (eBook)
9783656314974
ISBN (Book)
9783656315506
Language
German
Tags
gewalt kindern jugendlichen ursachen prävention intervention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (B.A.) Samuel Rohn (Author), 2011, Gewalt bei Kindern und Jugendlichen - Ursachen, Prävention und Intervention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204166
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