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Generierung von Geschäftsideen unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der Neurowissenschaften

Titel: Generierung von Geschäftsideen unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der Neurowissenschaften

Masterarbeit , 2012 , 89 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ingo Eichhorst (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Zu Beginn des 21. Jahrhundert steht der Begriff Kreativität hoch im Kurs und das Schöpferische
wird als grundlegend positiver Wert angesehen.“ (Holm‐Hudalla, 2011, S. 7) Im wirtschaftlichen Zusammenhang ist dieser Wert von besonderem Interesse, da durch menschliche
Kreativität neue und bessere Produkte, Dienstleistungen und unternehmensinterne Prozesse geschaffen und somit hohe Gewinnmargen und machtvolle Marktpositionen erzielt
werden können. Prominente Beispiele für den Erfolg guter Ideen in neuen Märkten sind Facebook und Google, die binnen weniger Jahre mittels einer guten Idee und einer
geschickten Umsetzung dieser einen Unternehmenswert von 100 und 200 Milliarden US-Dollar erreichen konnten. (vgl. Greive, Seibel & Zschäpitz, 2012)
Aber auch Innovationen, die nicht in erster Linie die Gewinnerzielung fokussieren, werden immer stärker nachgefragt, um die zunehmenden gesellschaftlichen und umweltbezogenen Probleme auf der Welt zu lösen. Da z.B. der Hunger einer immer größeren Anzahl von Menschen
auf der Erde immer weniger durch die konventionellen Anbaugebiete befriedigt werden kann, haben Hohenheimer Forscher das Konzept des Skyfarming entwickelt, das den
umweltschonenden Reisanbau auf 50 Etagen ermöglicht. (vgl. Südwestrundfunk, 2012)
Mit der zunehmenden Notwendigkeit der Generierung von neuen Geschäftsideen steigt auch die Nachfrage an Konzepten und Methoden, die bei der Ideengenerierung unterstützen und Handlungsempfehlungen in diesem Zusammenhang geben. Heutige Konzepte, die für die Generierung von Geschäftsideen eingesetzt werden können, sind dabei stark heterogen und kaum in einem vereinheitlichenden Ansatz zusammenzubringen oder untereinander zu vergleichen. Außerdem besteht trotz der vielfältigen Ansätze weiterhin Unzufriedenheit,
was sich nicht zuletzt in der Entwicklung ständig neuer praxisbezogener Entwürfe und Kreativitätstechniken äußert. Wirklich erfolgreiche Geschäftsideen scheinen allerdings sowieso nicht im Rahmen der Anwendung von Kreativitätsmethoden zu entstehen, was eine Analyse der Geistesblitz‐Momente von 42 erfolgreichen ‚kreativen Zerstörern‘1 zeigt, welche ihre Ideen z.B. bei Reisen, dem gemütlichen Beisammensein oder dem Erkennen
der Probleme anderer hatten. (vgl. Financial Times Deutschland, 2008)
Es fällt auf, dass die bestehenden Ansätze größtenteils auf theoretischen Überlegungen aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts basieren, was nur eine begrenzte Perspektive zulässt. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen Geschäftsideen

2.1 Begriff Geschäftsidee

2.2 Geschichte und Bedeutung der Geschäftsidee

3 Konzepte zur Ideengenerierung

3.1 Begriff Kreativität

3.2 Determinanten kreativen Denkens

3.3 Psychologische Theorien

3.4 Soziologie, System- und Chaostheorie

3.5 Theorien der Innovationsforschung

3.6 Betriebswirtschaftliche Ansätze der Geschäftsideengenerierung

3.6.1 Innovationsmanagement

3.6.2 Entrepreneurship

3.6.3 Gegenüberstellung von Entrepreneurship und Innovationsmanagement

4 Neurowissenschaftliche Forschungen zur Ideengenerierung

4.1 Grundlegende neuronale Strukturen und Prozesse bei der Ideengenerierung

4.1.1 Strukturen des Gehirns

4.1.2 Hemisphärendominanz

4.1.3 Frontaler Kortex

4.1.4 Tempo-Parietaler Kortex

4.2 Preparation – Wahrnehmung und Gedächtnis

4.2.1 Wahrnehmung

4.2.2 Lernen und Gedächtnis

4.3 Inkubation – Motivation und Aufmerksamkeit

4.3.1 Motivation

4.3.2 Aufmerksamkeit

4.3.3 Schlaf

4.4 Illumination – Insight-Erlebnis

4.5 Personenbezogene Dispositionen und Einflüsse

4.6 Vernetzte Gehirne

4.7 Zwischenfazit

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse auf bestehende Konzepte der Ideengenerierung anzuwenden, um deren Grundannahmen zu hinterfragen und Handlungsempfehlungen für die Praxis der Geschäftsideenentwicklung abzuleiten.

  • Kritische Analyse klassischer psychologischer und betriebswirtschaftlicher Ideengenerierungskonzepte
  • Untersuchung neurowissenschaftlicher Grundlagen kreativer Prozesse im menschlichen Gehirn
  • Verknüpfung von kognitionspsychologischen Erkenntnissen mit betriebswirtschaftlichen Methoden wie Innovationsmanagement und Entrepreneurship
  • Ableitung von praktischen Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Gründer zur Förderung der Ideengenerierung

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Hemisphärendominanz

Einen wichtigen Grundstein in Bezug auf neurowissenschaftliche Kreativitätsforschung legte SPERRY mit seiner Untersuchung an Split-Brain-Patienten in den 1960er Jahren, für die er später den Nobelpreis erhielt. Er konnte nachweisen, dass bestimmte alogische und simultane Prozesse in der rechten Hemisphäre gesteuert werden, Logische und Sprachliche hingegen in der linken Hemisphäre. (vgl. Runco, 2002, S. 84; Runco, 2007, S. 73f.; Solms & Turnbull, 2004, S. 252ff.)

MARTINDALE ET AL. bestätigten die Ergebnisse 1984 bei einer EEG-Untersuchung mit Probanden, die in Kreativitätstests besser abschlossen. „Compared to less creative people, creative individuals show significantly more right- than lefthemisphere activity in an electroencephalogram (EEG) when working on creative tasks.“ (Roßbach, 2009, S. 15 zitiert nach Martindale, Hines, Mitchell & Covello, 1984) Er schließt aus seinen Ergebnissen, dass der linken Hemisphäre eher eine abstrakte-logische Arbeitsweise zugeschrieben werden kann, während die rechte Hemisphäre eher an der symbolischen, ganzheitlichen Verarbeitung von Informationen beteiligt ist. (vgl. Fink, 2008a, S. 40; Willfort, Tochtermann & Neubauer, 2007, S. 35f.) Weitere empirische Befunde weisen auf einen größeren Einfluss der rechten Gehirnhälfte beim Erfinden von Geschichten oder bei semantischer, divergenter Informationsverarbeitung beim Erkennen von Wörtern auf das kreative Ergebnis hin. (vgl. Willfort, Tochtermann & Neubauer, 2007, S. 44f.; Mihov, Denzler & Förster, 2010, S. 442ff.) Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde 2003 durch BOWDEN & JUNG-BEEMAN eine bevorzugte grob semantische Kodierung bei der Verarbeitung von Reizen durch die rechte Hemisphäre festgestellt. Das weist darauf hin, dass die rechte Gehirnhälfte eher geneigt ist, weiter auseinanderliegende Assoziationen miteinander in Verbindung zu bringen. (vgl. Bowden & Jung-Beeman, 2003, S. 730ff.; Fink, 2008a, S. 40f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert die hohe Relevanz von Kreativität und Geschäftsideen für den wirtschaftlichen Erfolg und stellt die Forschungsfrage der Arbeit dar.

2 Grundlagen Geschäftsideen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Geschäftsidee und ordnet ihn historisch sowie ökonomisch ein.

3 Konzepte zur Ideengenerierung: Es folgt eine Auseinandersetzung mit wissenschaftlich-theoretischen und praxisbezogenen Konzepten der Ideengenerierung.

4 Neurowissenschaftliche Forschungen zur Ideengenerierung: Dieses zentrale Kapitel stellt die Erkenntnisse der Hirnforschung den betriebswirtschaftlichen Konzepten gegenüber und leitet Handlungsempfehlungen ab.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der bestehenden Konzepte unter Berücksichtigung der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Ideengenerierung, Geschäftsidee, Kreativität, Neurowissenschaften, Innovationsmanagement, Entrepreneurship, Hirnforschung, Kreativitätstechniken, Kognitionspsychologie, Gehirnwellen, Divergentes Denken, Insight-Erlebnis, Flow-Zustand, Assoziationen, Gehirnstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse über kreative Prozesse im Gehirn dazu beitragen können, bestehende Konzepte der betriebswirtschaftlichen Geschäftsideengenerierung zu evaluieren und zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind Kreativitätsforschung, Innovationsmanagement, Entrepreneurship, kognitive Psychologie sowie neurowissenschaftliche Grundlagen wie Hirnstrukturen, Neurotransmitter und Gehirnwellenaktivität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine wissenschaftliche Fundierung in den Neurowissenschaften herauszufinden, welche Verhaltensweisen und Methoden die Generierung erfolgreicher Geschäftsideen am besten fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem normativen Forschungsansatz, der eine Deskription bestehender Phänomene mit einer explorativen Untersuchung neurowissenschaftlicher Forschungen kombiniert, um daraus induktiv Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einordnung, eine Darstellung klassischer Kreativitätskonzepte sowie eine detaillierte Gegenüberstellung dieser Konzepte mit aktuellen neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kreativität, Ideengenerierung, Neurowissenschaften, Innovation, Entrepreneurship, Gehirnaktivität, kognitive Prozesse.

Wie beeinflussen Emotionen und Dopamin die Kreativität laut dem Autor?

Der Autor zeigt auf, dass das dopaminerge System eine entscheidende Rolle bei der Motivation zu kreativem Handeln spielt und positive Emotionen die Flexibilität im Denken sowie die Verknüpfung von Assoziationen fördern können.

Warum ist der Schlaf für die Generierung von Geschäftsideen relevant?

Der Autor führt aus, dass während des Schlafs, insbesondere in der REM-Phase, das Gehirn unbewusst Informationen verarbeitet, was die Bildung neuer, kreativer Assoziationen begünstigt und zur Problemlösung beitragen kann.

Welche Rolle spielt die Unterdrückung analytischer Funktionen?

Durch den sogenannten Zustand der Hyperfrontalität oder das bewusste Zulassen von Entspannung können kontrollierende, analytische Funktionen des Frontalkortex gehemmt werden, was der Phantasie und unkonventionellen Ideen Raum gibt.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Generierung von Geschäftsideen unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der Neurowissenschaften
Hochschule
Fachhochschule Nordhausen  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Innovations- und Change-Management
Note
1,3
Autor
Ingo Eichhorst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
89
Katalognummer
V204168
ISBN (eBook)
9783656626787
ISBN (Buch)
9783656626688
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreativität Neuroökonomie Geschäftsidee Entrepreneurship Innovationsmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ingo Eichhorst (Autor:in), 2012, Generierung von Geschäftsideen unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der Neurowissenschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204168
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Leseprobe aus  89  Seiten
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