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Lernlandkarten in der Grundschule: Schülerinnen und Schüler auf dem Weg selbstorganisierten Lernens begleiten

Title: Lernlandkarten in der Grundschule: Schülerinnen und Schüler auf dem Weg selbstorganisierten Lernens begleiten

Examination Thesis , 2011 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Wöhner (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Lernlandkarten sind eine relativ junge Methode, die erst seit 2007 in der Fachliteratur diskutiert wird und bezeichnen die Visualisierung des „kognitive[n] Netzwerk[s] einer Person von einem bestimmten Lerngegenstand […] [Dabei helfen sie,] sich im individuellen Lernprozess besser orientieren zu können“. Lernlandkarten bieten vielversprechende Ansätze, den Zielen für eine modernisierte Lernkultur gerecht zu werden, wie sie in den Pädagogischen Leitideen für die Primarstufe beschrieben werden: „Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, dem lernwilligen und lebensneugierigen Kind zu vermitteln, wie es sein Leben selbst in die Hand nehmen kann. […] Jedes Kind entwickelt für sich ein eigenes Lernsystem mit eigenen Strategien“.

Selbstorganisiertes Lernen und die Erreichung von erwarteten Kompetenzzielen setzen eine reale Selbsteinschätzung voraus, die auf einer klaren Zieltransparenz basiert Transparenz bedeutet in diesem Kontext, dass die Schülerinnen und Schüler Klarheit über Ziele, Inhalte und Leistungskriterien haben. Daher wird in dieser Arbeit nicht die bloße Einführung von Lernlandkarten vorgestellt, sondern den konkreten Forschungsfragen nachgegangen, inwiefern die Selbsteinschätzung mit Hilfe von Kompetenzformulierungen die Auseinandersetzung mit dem individuellen Lernstand fördert und sich die Schülerinnen und Schüler dadurch eigene Ziele setzen.

Im Folgenden beginnt die Arbeit mit einer zusammenfassenden Darstellung wesentlicher Merkmale von Lernlandkarten. Anschließend stelle ich meine praktische Umsetzung vor und gehe auf die Forschungsmethodik ein. Abschließend folgen die empirischen Ergebnisse, deren Auswertung und ein Fazit mit Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Methode Lernlandkarte

2.1 Entwicklung und Definition

2.2 Formen von Lernlandkarten

2.3 Anwendung

2.4 Ziele

2.5 Einsatz in der Grundschule

3 Einsatz einer Lernlandkarte in der Grundschule Arsten

3.1 Darstellungsform und Aufbau

3.2 Ziele

3.2.1 Transparenz

3.2.2 Selbsteinschätzung

4 Methodik

4.1 Erhebungsmethode und Stichprobenauswahl

4.2 Untersuchungsvorgehen

4.2.1 Untergliederung der Forschungsfragen

4.2.2 Entwicklung des Fragenkatalogs

5 Zusammenfassung der Interviewantworten

5.1 Weg zur Selbsteinschätzung

5.2 Qualität der Selbsteinschätzung

5.3 Konsequenzen der Selbsteinschätzung

6 Auswertung

6.1 Weg zur Selbsteinschätzung

6.2 Qualität der Selbsteinschätzung

6.3 Konsequenzen der Selbsteinschätzung

7 Reflexion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Einführung von Lernlandkarten in einer zweiten Grundschulklasse im Fach Mathematik, um zu erforschen, ob diese Methode die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler auf Basis von Kompetenzformulierungen fördert und sie dazu anregt, sich eigene Lernziele zu setzen.

  • Einführung und Anwendung der Methode Lernlandkarte in der Primarstufe
  • Förderung der Zieltransparenz im Mathematikunterricht
  • Befähigung der Kinder zur realistischen Selbsteinschätzung
  • Unterstützung selbstorganisierter Lernprozesse durch individualisierte Lernmittel

Auszug aus dem Buch

3 Einsatz einer Lernlandkarte in der Grundschule Arsten

In diesem Abschnitt der Arbeit gehe ich auf die spezielle Umsetzung meiner Lernlandkarte in der Grundschule Arsten ein. Die Lernlandkarte wurde in einer zweiten Klasse eingeführt und bezieht sich auf das von mir unterrichtete Fach Mathematik. Bisher fand der Unterricht durch gleichschrittige Themenbehandlung statt, in der nur innerhalb der Aufgaben differenziert wurde. Mit der Einführung der Lernlandkarte und der Heranführung an selbstgesteuertes Lernen, erhoffte ich mir, den Unterricht weiter öffnen zu können und die Schülerinnen und Schüler auf den Weg des selbstorganisierten Lernens vorzubereiten.

3.1 Darstellungsform und Aufbau

Wie oben beschrieben ist eine Lernlandkarte idealerweise ein individuelles Instrument zur Selbststeuerung. Für die erstmalige Verwendung der Methode in der Grundschule „mag es sinnvoll sein, mit wenigen Items zu arbeiten und den Gestaltungsprozess der individuellen Landkarte stärker vorzustrukturieren“ (Josch-Pieper et al. o. J., S. 3). Zudem wird für die Grundschule eine kleinschrittige Einführung empfohlen: „Bei Bedarf können Schüler [und Schülerinnen] in ihrer Arbeit durch eine stärkere und kleinschrittige Anleitung, durch eine begrenzte Auswahl an Lernzielen, durch Entscheidungshilfen bei der Auswahl von Lernzielen und Lernmaterialien etc. individuell gefördert werden“ (Olling 2009, S. 11). Somit werden auch leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler an die Methode herangeführt, da „das komplexe Vorgehen vom Erfassen der Lernziele, über dessen Auswahl bis zur Auseinandersetzung mit dem Lernmaterial und die Reflexion eine große bzw. nicht zu bewältigende Herausforderung [ist]“ (Olling 2009, S. 11). Da meine zweite Klasse noch nicht an die offene Arbeitsform und das selbstorganisierte Lernen herangeführt worden ist, habe ich mich aufgrund der genannten Argumente entschieden, kleinschrittig zu beginnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Verfasserin beschreibt ihre Motivation, Lernlandkarten einzuführen, um Methodenkompetenz zu erweitern und selbstorganisiertes Lernen im Mathematikunterricht einer zweiten Klasse zu fördern.

2 Die Methode Lernlandkarte: Dieses Kapitel definiert Lernlandkarten als Visualisierung kognitiver Netzwerke und erläutert verschiedene Formen sowie Anwendungsmöglichkeiten zur Zieltransparenz und Selbststeuerung.

3 Einsatz einer Lernlandkarte in der Grundschule Arsten: Die praktische Umsetzung wird detailliert dargestellt, wobei der Fokus auf dem Aufbau (Plakat, Tagesplan, Schatzkiste) und den pädagogischen Zielen liegt.

4 Methodik: Es wird das Forschungsdesign beschrieben, welches auf qualitativen Interviews mit sechs ausgewählten Schülerinnen und Schülern basiert, um den Istzustand der Selbsteinschätzung zu erfassen.

5 Zusammenfassung der Interviewantworten: Die Ergebnisse der Befragungen werden nach den Kategorien Selbsteinschätzungsprozess, Qualität der Einschätzung und resultierende Lernkonsequenzen strukturiert zusammengefasst.

6 Auswertung: Die empirischen Daten werden kritisch reflektiert und in Bezug zu den Forschungsfragen gesetzt, wobei besonders die Übereinstimmung von Selbst- und Fremdeinschätzung analysiert wird.

7 Reflexion und Ausblick: Die Verfasserin zieht ein positives Fazit über den Lernzuwachs der Kinder und ihre eigene professionelle Entwicklung und plant die Weiterführung des Projekts.

Schlüsselwörter

Lernlandkarte, Selbsteinschätzung, Zieltransparenz, selbstorganisiertes Lernen, Mathematikunterricht, Grundschule, Kompetenzentwicklung, Schatzkiste, Freiarbeit, Reflexion, Lernstandsanalyse, Individualisierung, Unterrichtsentwicklung, Lernkultur, Grundschulklasse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert ein innovatives Unterrichtsprojekt, bei dem Lernlandkarten in einer zweiten Grundschulklasse eingeführt wurden, um den Kindern ein Instrument für mehr Zielklarheit und Selbstständigkeit an die Hand zu geben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Förderung von Selbststeuerungsprozessen, die Implementierung von Transparenz im Unterricht und die Entwicklung einer fundierten Selbsteinschätzungskompetenz bei Grundschulkindern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptfrage ist, ob die Selbsteinschätzung mittels Kompetenzformulierungen die inhaltliche Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihrem individuellen Lernstand fördert und ob sie dadurch befähigt werden, sich eigenständig neue Lernziele zu setzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine qualitative Forschungsform durch nicht-standardisierte, offene Einzelinterviews mit sechs Schülern sowie einen Vergleich zwischen deren Selbsteinschätzungen und ihrer eigenen Fremdeinschätzung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Lernlandkarte, die detaillierte Darstellung der praktischen Durchführung im Unterricht und die empirische Auswertung der gewonnenen Interviewdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lernlandkarte, Selbsteinschätzung, Zieltransparenz, Schatzkiste, Freiarbeit und selbstorganisiertes Lernen.

Welche Rolle spielt die „Schatzkiste“ im Konzept der Autorin?

Die Schatzkiste dient als individuelles Aufbewahrungsmittel für Kompetenzformulierungen (Ich-kann-Sätze) und ist zentrales Arbeitsinstrument der Schüler, um den eigenen Lernfortschritt mittels farbiger Smileys zu dokumentieren.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung eine so wichtige Rolle?

Der Abgleich hilft der Lehrkraft zu prüfen, ob die Kinder ihre Fähigkeiten realistisch einschätzen können, und bietet einen konkreten Anlass für individuelle Beratungsgespräche.

Wie reagierten die Schülerinnen und Schüler auf die neue Methode?

Die Ergebnisse zeigen eine hohe Akzeptanz; die Kinder zeigten Freude am Basteln der Schatzkisten und empfanden die Arbeit damit als motivierend, da ihre Lernfortschritte nun sichtbar wurden.

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Details

Title
Lernlandkarten in der Grundschule: Schülerinnen und Schüler auf dem Weg selbstorganisierten Lernens begleiten
Grade
1,0
Author
Julia Wöhner (Author)
Publication Year
2011
Pages
33
Catalog Number
V204227
ISBN (eBook)
9783656331995
ISBN (Book)
9783656332220
Language
German
Tags
lernlandkarten grundschule schülerinnen schüler lernens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Wöhner (Author), 2011, Lernlandkarten in der Grundschule: Schülerinnen und Schüler auf dem Weg selbstorganisierten Lernens begleiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204227
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