Geschichte- eine Wissenschaft, welche die Vergangenheit durchleuchtet und auf Themen trifft, die erstens längst passiert und zweitens als Geschehnisse abgeschlossen sind. Es ist also ein Schulfach, dass meist auf unstrittige Tatsachen- und aus diesen eine Auswahl trifft. Was zweifellos ein Problem darstellen kann, wenn man die Wichtigkeit dieser Ereignisse kategorisieren und sie in den Unterricht einbauen muss. Der politische Unterricht dagegen, zumindest wenn er die Aktualität erreichen will, hat es mit offenen Situationen zu tun, wo selbst Tatsachen umstritten sind und Parteilichkeiten wie unterschiedliche Interpretationen im Vordergrund stehen. Dennoch würde ein Politikunterricht, ohne ein in die Zeitgeschichte hinein ragender möglichst intensiver Geschichtsunterricht, eigentümlich isoliert und würde quasi in der Luft hängen. Deshalb sind auch geschichtliche Grundlagen in der Politik beziehungsweise im Fach Sozialkunde unabdingbar. Aber trotz dieses engen Verhältnisses hat der politische Unterricht doch völlig andere Aufgabenfelder. So soll er zum Beispiel Schülern helfen ihren eigenen Standort in politischen Kontroversen zu finden, sowie auf der Grundlage politischen Sach- und Reflexionswissens kommunikativer Fähigkeiten ausbilden und orientiert an demokratischen Grundwerten im politischen Rahmen sich als mündige Bürger zu verhalten. Es geht also darum, den Schülern die Fähigkeit zu geben, die einfallenden Informationen aufzunehmen, sie zu verarbeiten und zu speichern, um danach begründet politisch urteilen zu können. In folgenden Stichpunkten habe ich die daraus resultierenden speziellen Fähigkeiten aufgelistet:
- eigene Meinungen und Voreinstellungen zu politischen Sach- und Problembereichen im Unterricht durch Konfrontation mit neuen Erkenntnissen und mit bisher vertrauten Sichtweisen kritisch überprüfen
- bei politischen Urteilen zwischen Sach- und Werturteilen unterscheiden
- eigene Meinungen und Werturteile in kontroversen Diskussionen sachlich vertreten, dabei aber unter Umständen auch strategisch argumentieren können, um Mitschüler zu überzeugen
- und andere politische Auffassungen als die eigene im Sinne eines Perspektivwechsels tolerieren
Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse
2. didaktische Perspektive
3. Sozialformen & methodisches Vorgehen
4. Unterrichtsverlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine didaktisch fundierte Unterrichtsreihe zum Thema „Die europäische Integration“ für das Fach Sozialkunde zu konzipieren. Dabei steht die Befähigung der Schüler zu begründetem politischem Urteilen, die Ausbildung von Reflexionswissen sowie die Förderung der Selbst- und Sozialkompetenz durch aktivierende Methoden im Mittelpunkt.
- Vermittlung historischer, rechtlicher und politischer Grundlagen der EU
- Entwicklung von Standpunkten zu europäischen Zusammenhängen und Problemlagen
- Aktivierung der Schüler durch methodische Vielfalt (Gruppenarbeit, Diskussionen)
- Förderung der Teamfähigkeit und Verantwortung im Lernprozess
- Stärkung eines europäischen Bewusstseins im Alltag
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
Geschichte- eine Wissenschaft, welche die Vergangenheit durchleuchtet und auf Themen trifft, die erstens längst passiert und zweitens als Geschehnisse abgeschlossen sind. Es ist also ein Schulfach, dass meist auf unstrittige Tatsachen- und aus diesen eine Auswahl trifft. Was zweifellos ein Problem darstellen kann, wenn man die Wichtigkeit dieser Ereignisse kategorisieren und sie in den Unterricht einbauen muss. Der politische Unterricht dagegen, zumindest wenn er die Aktualität erreichen will, hat es mit offenen Situationen zu tun, wo selbst Tatsachen umstritten sind und Parteilichkeiten wie unterschiedliche Interpretationen im Vordergrund stehen.
Dennoch würde ein Politikunterricht, ohne ein in die Zeitgeschichte hinein ragender möglichst intensiver Geschichtsunterricht, eigentümlich isoliert und würde quasi in der Luft hängen. Deshalb sind auch geschichtliche Grundlagen in der Politik beziehungsweise im Fach Sozialkunde unabdingbar. Aber trotz dieses engen Verhältnisses hat der politische Unterricht doch völlig andere Aufgabenfelder. So soll er zum Beispiel Schülern helfen ihren eigenen Standort in politischen Kontroversen zu finden, sowie auf der Grundlage politischen Sach- und Reflexionswissens kommunikativer Fähigkeiten ausbilden und orientiert an demokratischen Grundwerten im politischen Rahmen sich als mündige Bürger zu verhalten. Es geht also darum, den Schülern die Fähigkeit zu geben, die einfallenden Informationen aufzunehmen, sie zu verarbeiten und zu speichern, um danach begründet politisch urteilen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit der Verknüpfung von Geschichtsunterricht und politischer Bildung, um Schülern die Kompetenz zu vermitteln, eigene politische Standpunkte begründet zu entwickeln.
didaktische Perspektive: Hier werden Motivationsprinzipien sowie die Zielsetzung dargelegt, den Schülern durch abwechslungsreiche Vermittlung Sachkenntnisse zu vermitteln und ihre Sozialkompetenz zu stärken.
Sozialformen & methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt den bewussten Einsatz von Gruppenarbeit zur Förderung von Interaktionsverhalten und die Bedeutung der Lehrerrolle bei kontroversen Diskussionen.
Unterrichtsverlaufsplanung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte tabellarische Übersicht über den geplanten Ablauf der fünf Unterrichtsstunden inklusive der eingesetzten Sozialformen und Materialien.
Schlüsselwörter
Europäische Integration, Sozialkunde, Didaktik, Politikunterricht, Gruppenarbeit, Sachanalyse, Urteilsbildung, Europäische Union, Binnenmarkt, Osterweiterung, Politische Bildung, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Europäisches Bewusstsein.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der fachdidaktischen Planung einer Unterrichtsreihe zum Thema „Die europäische Integration“ für das Fach Sozialkunde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Reihe?
Die Reihe behandelt die historische Entwicklung, den europäischen Binnenmarkt, das politische System der EU sowie aktuelle Fragen zur Erweiterung und Zukunft der Integration.
Was ist das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist es, Schülern den Erwerb von Sachkenntnissen zu ermöglichen und sie dazu zu befähigen, differenzierte politische Urteile sowie eine eigene Position zur EU zu entwickeln.
Welche methodischen Ansätze werden bevorzugt?
Der Autor setzt schwerpunktmäßig auf aktivierende Methoden wie Gruppenarbeit, Diskussionen und die Arbeit mit Infotexten, um ein stupides Abhandeln des Stoffes zu vermeiden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, eine didaktische Einordnung, Ausführungen zu Sozialformen und eine detaillierte Verlaufsplanung für fünf Unterrichtsstunden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben der europäischen Integration vor allem die politische Urteilsbildung, Gruppenarbeit als Sozialform und die Förderung der Sozialkompetenz.
Welche Rolle spielt die emotionale Ebene für den Lehrer im Unterricht?
Der Autor betont, dass eine vom Lehrer ausgestrahlte „emotionale Wärme“ eine notwendige Voraussetzung für die Motivation der Schüler und den Erfolg des politischen Urteilens ist.
Wie geht die Unterrichtsplanung mit leistungsstarken und leistungsschwächeren Schülern um?
Durch eine gezielte Gruppenzusammenstellung soll sichergestellt werden, dass jedes Mitglied aktiv beitragen kann und vermeintlich schwächere Schüler nicht die soziale Lernform zum „Abducken“ nutzen.
- Quote paper
- Steffen Knäbe (Author), 2002, Planung einer Unterrichtsreihe: die europäische Integration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20442