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Peróns Mobilisierung der Arbeiterklasse 1943 - 1944

Título: Peróns Mobilisierung der Arbeiterklasse 1943 - 1944

Trabajo , 2011 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Romanística - Estudios españoles
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Zahlreiche Wissenschaftler haben sich bereits mit der Frage beschäftigt, wie es Juan Domingo Perón gelingen konnte, so viele Menschen von sich und seiner Wirtschafts- und Sozialpolitik zu überzeugen, wie er ganze Menschenmassen für sich mobilisierte und wie ein derartiger Mythos um seine Person entstehen konnte, dass er teilweise sogar als Erlöser angesehen wurde. Häufig wird in der Literatur beschrieben, dass die Arbeiterschaft die wichtigste Gruppierung unter den Unterstützern Peróns war. Auch wenn einige Autoren entgegnen, dass diese Behauptungen so nicht ganz richtig seien und Perón nicht allein durch die Mobilisierung der Arbeiterklasse an die Macht kommen konnte, so scheint man sich doch zumindest einig darüber zu sein, dass die Arbeiter – besonders die Industriearbeiter – jedenfalls eine äußerst wichtige Rolle für den Aufstieg Peróns spielten. Denn obwohl er gerade zu Anfang seiner Regierungszeit Unterstützung von mehreren Seiten erfuhr, war doch die Arbeiterklasse für seinen Erfolg immer besonders ausschlaggebend. Kirkpatrick beschreibt die in ihrem Buch Leader and Vanguard in Mass Society: A Study of Peronist Argentina:
It is true that at his height Perón enjoyed the support of the dominant portion of the military establishment, the Church, indigenous industrialists, and much of the middle class, but it is also true that at various critical junctures it was Argentina’s workers who provided Perón the transfusion of strength necessary to save his political life. (1971: 32)
In dieser Arbeit soll durch Zusammenführen und Vergleichen verschiedener wissenschaftlicher Quellen dargestellt und analysiert werden, wie Juan Perón insbesondere auch die vorher kaum politisch interessierte Arbeiterklasse dazu bewegen konnte, ihn zu unterstützen und sich in der Politik zu engagieren und natürlich wie diese ihn und sein Verhalten aufnahm und für sich deutete. Da eine solche Bewegung zum Einen bis dahin so noch nie dagewesen und zum Anderen besonders ausgeprägt vor seinem Wahlsieg 1946 war, befasst sich diese Arbeit hauptsächlich mit seinen bezüglich auf die Mobilisierung der Arbeiter ersten Wirkungsjahren 1943 und 1944, die den Anfang seiner besonderen Beziehung zur Arbeiterklasse zeigen. Außerdem wird auch kurz darauf eingegangen, welche politischen, wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe und welche historischen Gegebenheiten dazu beigetragen haben, dass die Arbeiterklasse so empfänglich für die Versprechungen Peróns war.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hintergründe

2.1 Politik: Década Infame 1930-1943

2.2 Wirtschaft: Situation in Argentinien und wirtschaftlich-soziale Stellung der Arbeiterklasse ab 1930

2.3 Umgang mit Arbeitern zu Anfang der Militärherrschaft 1943

3 Handeln und Auftreten Peróns und dessen Wirkung auf die Arbeiterklasse

4 Fazit

5 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert, wie es Juan Domingo Perón gelang, die politische Mobilisierung der zuvor weitgehend unbeteiligten argentinischen Arbeiterklasse in den Jahren 1943 und 1944 zu initiieren und zu festigen. Die Untersuchung konzentriert sich darauf, wie Perón durch spezifische sozialpolitische Maßnahmen und eine neue staatliche Rolle das Vertrauen der Arbeiter gewann und als soziale Schlüsselfigur etablierte.

  • Historischer Kontext der "Década Infame" und die Entfremdung der Arbeiterklasse.
  • Wirtschaftliche Veränderungen und der Wandel der sozialen Struktur der Arbeiterschaft.
  • Die Transformation der staatlichen Arbeitsbehörde zum mächtigen Arbeits- und Sozialministerium.
  • Konkrete legislativ-soziale Maßnahmen Peróns zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter.
  • Die psychologische Wirkung von Peróns politischem Handeln auf das Selbstbild der Arbeiter.

Auszug aus dem Buch

Handeln und Auftreten Peróns und dessen Wirkung auf die Arbeiterklasse

Nach seinem spektakulären Eingreifen in den Streik der fleischverpackenden Industrie (huelga en los frigoríficos), bei dem er den Gewerkschaftsführer José Peter aus der Haft entlassen und nach Buenos Aires einfliegen ließ und daraufhin die Forderungen der Arbeiter an die Arbeitgeber durchsetzte (vgl. Cramer 1999: 303, Ranis 1979: 320-321), wurde Perón auf seinen eigenen Wunsch im Oktober 1943 zum Arbeitsminister ernannt. (vgl. Kirkpatrick 1971: 32) Er war zunächst Präsident der Nationalen Arbeitsbehörde DNT (Departamento Nacional del Trabajo). Nur kurze Zeit später, am 27. November 1943, baute Perón dann das DNT zum Arbeits- und Sozialministerium, STyP (Secretaría de Trabajo y Previsión), aus und er selbst wurde damit zum obersten Dienstherrn des STyP. (vgl. Cramer 1999: 302) Folglich hatte Perón „aus einer bis dahin relativ unbedeutenden Behörde eine Schlüsselstelle für seine politische Strategie gemacht“ (Carreras/Potthast 2010: 180), denn dieses neue Ministerium hatte im Vergleich zum DNT weitreichendere Befugnisse.

So waren ihm fortan z.B. auch die Comisión de Desempleo, das Tribunal de Rentas, die Caja de Ahorro Postal, die Comisión de Casas Baratas und noch einige weitere Organe des Gesundheits- und Sozialwesens untergestellt. Zweifelsohne erweiterte er infolgedessen auch seine eigenen Befugnisse. Mit dieser viel umfangreicheren Macht wurde es für Perón weitaus einfacher, sich der Arbeiterklasse wieder anzunähern. (vgl. Little 1979: 332-333) Statt mit schlichter Unterdrückung – wie es bisher, auch von der Militärregierung, der er selbst angehörte, versucht worden war – versuchte er jetzt, Arbeiteraufstände durch Verhandeln bzw. Belohnungen für Gewerkschaften, die kommunistische und/oder sozialistische Forderungen aufgaben, zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Erfolg von Juan Domingo Perón bei der Mobilisierung der argentinischen Arbeiterklasse und beleuchtet deren zentrale Rolle für seinen Aufstieg.

2 Hintergründe: Dieses Kapitel erläutert die politische Instabilität der „Década Infame“, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die prekäre Lage der Arbeiterschaft vor dem Machtantritt Peróns.

3 Handeln und Auftreten Peróns und dessen Wirkung auf die Arbeiterklasse: Das Kapitel analysiert die Etablierung des Arbeitsministeriums als Machtinstrument und die konkreten Reformen sowie Verhandlungsstrategien, die Peróns Beziehung zur Arbeiterklasse prägten.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Perón durch gezielte politische Maßnahmen und das Angebot von Partizipation das Vertrauen der Arbeiter gewann und als einzige echte politische Alternative wahrgenommen wurde.

5 Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die für die Untersuchung herangezogene Fachliteratur und Quellen auf.

Schlüsselwörter

Juan Domingo Perón, Argentinien, Arbeiterklasse, Gewerkschaften, Politische Mobilisierung, Sozialpolitik, Década Infame, Secretaría de Trabajo y Previsión, Industriearbeiter, Reformen, Arbeitsrechte, Peronismus, Sozialgeschichte, Historische Analyse, Staatsinterventionismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Aufstieg von Juan Domingo Perón und seinen Einfluss auf die argentinische Arbeiterklasse in den Jahren 1943 und 1944.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die politische Geschichte Argentiniens dieser Zeit, die sozioökonomischen Bedingungen der Arbeiterschaft und die Entstehung peronistischer Sozialpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, durch welche Handlungen und Strategien Perón die zuvor politisch inaktive Arbeiterklasse für sich gewinnen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Zusammenführung und dem Vergleich wissenschaftlicher Quellen und zeitgenössischer Dokumente basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Transformation der Arbeitsbehörde, die legislativen Verbesserungen der Lebensbedingungen und die psychologische Bedeutung von Peróns Vermittlerrolle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Peronismus, soziale Gerechtigkeit, Arbeitsrechte, industrielle Entwicklung und die Mobilisierung der städtischen Massen.

Warum war die "Década Infame" für die Arbeiter so frustrierend?

Die Arbeiter waren in dieser Zeit durch Korruption, politisches Ignorieren ihrer Anliegen und eine generelle Unterdrückung durch die Elite macht- und mittellos.

Inwiefern hat das Secretaría de Trabajo y Previsión die Macht von Perón gestärkt?

Durch die Ausweitung dieser Behörde zu einem schlagkräftigen Ministerium erhielt Perón die notwendige administrative Macht, um sozialpolitische Entscheidungen direkt und ohne Umwege zugunsten der Arbeiter umzusetzen.

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Detalles

Título
Peróns Mobilisierung der Arbeiterklasse 1943 - 1944
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
13
No. de catálogo
V204443
ISBN (Ebook)
9783656310358
ISBN (Libro)
9783656311232
Idioma
Alemán
Etiqueta
Juan Perón Juan Domingo Perón Peronismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2011, Peróns Mobilisierung der Arbeiterklasse 1943 - 1944, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204443
Leer eBook
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