Lieferantenmanagement - Aufbau und praktischer Einsatz


Studienarbeit, 2012

9 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1.1 Einführung in das Thema
1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise

2 Aufbau des Lieferantenmanagements 2.1 Begriffsdefinition Lieferantenmanagement
2.2 Ziele des Lieferantenmanagements
2.3 Prozessstufen des Lieferantenmanagements

3 Praktischer Einsatz des Lieferantenmanagements 3.1 Klassifizierung der Lieferantentypen
3.2 Anpassung des Lieferantenmanagements an die verschiedenen Lieferantentypen mit Hilfe der ABC-Analyse

4 Fazit und zukünftige Entwicklung.

Literaturverzeichnis und Internetquellen

1 Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

Einkaufen zu niedrigen Preisen ist nicht alles, was zu einem modernen Beschaffungsmanagement gehört.[1]

Für Unternehmen spielen Lieferanten eine große Rolle, um eine gute Position auf dem Markt zu erreichen. Das Lieferantenmanagement unterstützt dabei die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und den Lieferanten.[2] Das Erkennen, Bewerten und die Auswahl der richtigen Zulieferer ist daher sehr wichtig, um langfristig erfolgreich zu sein.

Außerdem wird der Wettbewerb wird durch die zunehmende Globalisierung, den Trend zur Konzentration auf Kernkompetenzen und die Verkürzung der Produktlebenszyklen nochmals verstärkt.[3] Nachhaltige Wettbewerbsziele erzielen und die Beschaffung als starken Partner in der Wertschöpfung positionieren, sind notwendige Maßnahmen für ein Unternehmen, um dem enormen Wettbewerbsdruck standzuhalten. Gerade in der heutigen Zeit, in der Kundenanforderungen steigen, muss ein gezieltes Lieferantenmanagement den Kundenwert durch Innovationen, Qualität und Sicherstellung rechtzeitiger Markteinführungen erhöhen.

Bereits seit Beginn der 90er Jahre ist eine Tendenz zu Kooperationen zwischen Unternehmen und Lieferanten zu erkennen.[4]

Jedoch darf dies nicht nur als Vorteil gesehen werden, denn durch die enge Kooperation mit den Lieferanten entstehen auch gewisse Abhängigkeiten, die sich zum Nachteil herausstellen können.

1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise

Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Lieferantenmanagement als Teil des Beschaffungsmanagements vorzustellen gefolgt von dem grundsätzlichen Aufbau und den Zielen des Lieferantenmanagements. Außerdem soll in einem praktischen Teil der Zusammenhang zwischen den Lieferantentypen und der ABC-Analyse dargestellt werden.

Nach der Einleitung werden im zweiten Kapitel die theoretischen Grundlagen wie Begriffsdefinitionen dargelegt. Im Anschluss folgen die Ziele des Lieferantenmanagements, welche verfolgt werden. Schlusslicht der Theorie bilden die Prozessstufen des Lieferantenmanagements

Das dritte Kapitel beinhaltet einen praktischen Teil, in dem erläutert wird, wie das Lieferantenmanagement auf die verschiedenen Lieferantentypen (vom Teilelieferant bis zum Entwicklungspartner) angepasst werden soll.

Abgerundet wird diese Arbeit durch ein Fazit und Ausblick in die Zukunft.

2 Aufbau des Lieferantenmanagements

2.1 Begriffsdefinition Lieferantenmanagement

Einen Aufgabenschwerpunkt in der Beschaffung bildet das Lieferantenmanagement, das aus dem beschaffungswirtschaftlichen Kontext nicht isoliert betrachtet werden kann.[5] Unter Lieferantenmanagement versteht man die Summe aller Maßnahmen zur Beeinflussung der Lieferanten im Sinne der Unternehmensziele.[6] Somit kann das Lieferantenmanagement auch als aktive Gestaltung der Beziehung zwischen dem abnehmenden Unternehmen und seinen Lieferanten mit dem Ziel, einen Mehrwert für beide Partner zu schaffen beschrieben werden.[7]

Ziel eines optimalen Lieferantenmanagements ist es, bei minimalen Beschaffungskosten und hoher Beschaffungseffizienz eine langfristige Versorgungssicherheit zu garantieren. Der Prozess des Lieferantenmanagements als Weiterentwicklung der traditionellen Beschaffung ist heute zunehmend von wettbewerbsentscheidender Bedeutung.[8]

Zu unterscheiden sind folgende sieben Prozessstufen: Lieferantenidentifikation,

-eingrenzung, -analyse, -bewertung, -auswahl, -controlling und Steuerung der Lieferantenbeziehungen. Auf diese Prozessstufen wird später näher eingegangen.

2.2 Ziele des Lieferantenmangements

Die Beschaffung bei der objektiven Auswahl der Lieferanten wird durch ein professionelles Lieferantenmanagement unterstützt. Potentielle neue Lieferanten können gefunden, bestehende Lieferanten im Sinne des Unternehmens entwickelt werden.[9]

Die Bereitstellung einer einheitlichen Methodik für die Analyse potentieller und bestehender Lieferanten ist ein Hauptziel, um basierend auf den Ergebnissen strategische Entscheidungen treffen zu können.

Man unterscheidet bei den Zielen des Lieferantenmanagements grundsätzlich operative und strategische Ziele.

Die Steigerung der Lieferantenleistung und die Senkung der Beschaffungskosten sind operative Ziele. Durch eine transparente Lieferantenbasis und eine objektive Vergleichbarkeit der Lieferantenleistung kann sich das Unternehmen auf die besten Lieferanten konzentrieren, nicht wettbewerbsfähige Lieferanten eliminieren und bestehende Lieferantenbeziehungen gegen potentielle abwägen.

Die strategischen Ziele hingegen konzentrieren sich auf die mittel- bis langfristige Optimierung der Lieferantenbasis des Unternehmens. Im Vordergrund stehen dabei die kontinuierliche Steigerung der Lieferqualität oder die Senkung der Beschaffungskosten. Außerdem soll durch kooperative und integrative Maßnahmen die Beziehung zu strategisch wichtigen und schwer zu ersetzenden Lieferanten gefestigt werden, sowie die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens gesichert werden. Da es sich um langfristige Ziele handelt, müssen die Maßnahmen zur Erfüllung der strategischen Ziele im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.[10]

2.3 Prozessstufen des Lieferantenmanagements

Innerhalb des Beschaffungsprozesses spielt das Lieferantenmanagement eine zentrale Rolle und umfasst alle Schritte angefangen bei der Identifikation potenzieller Lieferanten bis hin zur Kontrolle und Steuerung der Lieferanten-Abnehmer-Beziehung. Dabei sind der Austausch und das Management von Informationen zwischen den Phasen des Beschaffungs- und Lieferantenmanagements von großer Bedeutung. Beim Lieferantenmanagement sind sieben Prozessstufen zu unterscheiden, die sich teilweise verflechten.

[...]


[1] Vgl. Hofbauer, Mashhour, Fischer, Lieferantenmanagement, 2012, Vorwort

[2] Vgl. http://www.rwe.com/web/cms/de/90046/lieferanten/lieferantenmanagement/ueberblick-lieferantenmanagement/

[3] Vgl. Vahrenkamp,Siepermann, Risikomanagement in Supply Chains, 2007, S.111

[4] Vgl. Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.66

[5] Vgl. http://www.lieferantenbewertung.de/theorie/th-index_prozess.html

[6] Vgl. Kummer, Grün, Jammernegg, Grundzüge der Beschaffung, Produktion und Logistik, 2009, S.148

[7] Vgl. Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.66

[8] Vgl. Gienke, Kämpf, Handbuch Produktion, 2007, S.204

[9] Vgl. Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.69

[10] Vgl. http://www.lieferanten-management.com/die-ziele.html

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Lieferantenmanagement - Aufbau und praktischer Einsatz
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
9
Katalognummer
V204573
ISBN (eBook)
9783656312499
ISBN (Buch)
9783656313427
Dateigröße
717 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lieferantenmanagement, aufbau, einsatz
Arbeit zitieren
Roswitha Mehra (Autor), 2012, Lieferantenmanagement - Aufbau und praktischer Einsatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204573

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