In der Ausarbeitung soll es darum gehen, die Entwicklung, die die Stellung der Frau in der Gesellschaft gemacht hat, grob nachzuzeichnen. Daraufhin werde ich auf die Frage eingehen, welchen Schwierigkeiten Frauen heute, da sie ihre Ziele so gut wie erreicht haben, gegenüber stehen. Wo treten Konflikte auf, worin liegen Vereinbarkeitsprobleme und wo gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichtlicher Wandel
3. Schwierigkeiten und Konflikte der Frauen von heute
4. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Rolle der Frau in der Gesellschaft und analysiert die daraus resultierenden heutigen Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Fokus steht die Frage, warum Frauen trotz formaler Gleichberechtigung im Alltag weiterhin mit spezifischen Konflikten konfrontiert sind und welche politischen sowie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eine Verbesserung ermöglichen könnten.
- Historischer Wandel der Frauenrolle von der vorindustriellen Zeit bis zur Gegenwart
- Unterschiede in der Frauenerwerbstätigkeit zwischen BRD und ehemaliger DDR
- Die Problematik der Doppelorientierung und soziale Erwartungsdruck
- Politische und betriebliche Lösungsansätze zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Auszug aus dem Buch
3.Schwierigkeiten und Konflikte der Frauen von heute
„In den letzten zehn Jahren sind bemerkenswerte Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt erzielt worden: die Frauenerwerbsquote ist von 52 Prozent im Jahr 1998 auf 59,1 Prozent im Jahr 2008 angestiegen und nähert sich dem für 2010 angepeilten Lissabon-Ziel [von 60%].“
Hieran sieht man deutlich, dass es sich um eine steigende Erwerbstätigkeit bei Frauen in Deutschland handelt. Wie im vorigen Kapitel behandelt, sind durch das eigene Einkommen der Frauen ihr Selbstbewusstsein, ihre Macht und ihre Unabhängigkeit gestiegen. Dennoch sind Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland nicht annähernd so häufig in Führungspositionen vertreten, wie Männer. Außerdem arbeiten Frauen in Deutschland vorwiegend im Dienstleistungssektor, im Jahr 1996 nämlich knapp 80%. Daraus schließend kann man immer noch von einem geschlechtsspezifischen Arbeitsmarkt ausgehen. Weiterhin sind Frauen sehr viel häufiger in Teilzeit beschäftigt. Dadurch haben sie schlechtere Aufstiegsmöglichkeiten. Sie haben, auch gesetzlich gesehen, einen Anspruch auf Beförderung und Führungspositionen, aber die Wirklichkeit und häufig die familiären Umstände machen es für sie unmöglich. Geht man beispielsweise davon aus, dass eine Familie nur Förderung für einen halbtags KiTa-Platz für ihr(e) Kind(er) bekommt, aber eine ganztägige Betreuung nicht selbst finanzieren kann, so ist (meist) die Mutter gezwungen, nur halbtags zu arbeiten. Kinder erscheinen somit oft als Existenzrisiko. Die Kluft zwischen dem Anspruch, dem Recht und der Wirklichkeit, den Umständen, schafft bei vielen Frauen Frustration. Gerade aber auch jungen Frauen, die im Bildungsbereich heutzutage alle Chancen genutzt haben, steht auf dem Arbeitsmarkt in männerlastigen Berufen immer noch oft Argwohn und Unterschätzung gegenüber. Dies kann dann aber nicht mehr an der fehlenden Bildung liegen, vielmehr allein an ihrem Frausein. Sie werden immer häufiger zu Konkurrentinnen des Mannes, womit viele Männer, aus psychologischer Sicht verständlicherweise, ein Problem haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den sozialen Aufstieg der Frau im letzten Jahrhundert und führt in die Fragestellung der heutigen Vereinbarkeitsprobleme ein.
2. Geschichtlicher Wandel: Dieses Kapitel zeichnet den Weg der Frau von der Rolle der Hausfrau und Mutter in vorindustriellen Zeiten bis hin zur berufstätigen Frau in der heutigen Gesellschaft unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen BRD und DDR nach.
3. Schwierigkeiten und Konflikte der Frauen von heute: Das Kapitel analysiert die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt, die strukturellen Hürden für Mütter und die daraus resultierende Frustration und Überlastung.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zusammen und betont die Notwendigkeit flexibler Arbeitsmodelle sowie politischer Unterstützung.
Schlüsselwörter
Frauenrolle, Gleichberechtigung, Erwerbstätigkeit, Vereinbarkeit, Familie und Beruf, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Doppelorientierung, Emanzipation, Teilzeitarbeit, Kindertagesstätten, Demografie, Karriere, Frauenbewegung, Soziale Aufstieg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die sozioökonomische und gesellschaftliche Entwicklung der Rolle der Frau sowie die damit verbundenen Herausforderungen im modernen Alltag.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die historische Veränderung der Frauenbilder, der geschlechtsspezifische Arbeitsmarkt, die politische Förderung der Erwerbstätigkeit von Müttern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen erreichten Rechten und der praktischen Lebenswirklichkeit von Frauen aufzuzeigen und Lösungsansätze zur Verbesserung ihrer Situation zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Studien und historische Daten zur Frauenerwerbsquote und zur familienpolitischen Entwicklung einbezieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung des Wandels der Frauenrolle und eine detaillierte Analyse der heutigen Konfliktfelder, wie etwa die Doppelbelastung und strukturelle Barrieren am Arbeitsmarkt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Vereinbarkeit, Emanzipation, Doppelorientierung, Erwerbstätigkeit und gesellschaftlicher Wandel charakterisieren.
Warum wird in der Arbeit explizit auf die DDR-Vergangenheit eingegangen?
Der Vergleich dient dazu, unterschiedliche Ansätze der staatlichen Unterstützung für erwerbstätige Mütter und deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Akzeptanz zu verdeutlichen.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Politik bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Die Autorin fordert ein stärkeres Engagement der Politik und eine bessere Förderung durch Infrastruktur wie Kitas und flexible Arbeitszeitmodelle, um den Kinderwunsch junger Frauen zu unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Christine Pohl (Autor:in), 2012, Zwischen Kind, Küche und Karriere, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204641