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Global Governance - Das Modell der Einen Welt

Title: Global Governance - Das Modell der Einen Welt

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Janett Kaiser (Author)

Communications - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

[...] So ist einerseits eine verstärkte internationale
Kooperation und Integration zu beobachten, andererseits die Entstehung
neuer auf ihre Souveränität pochende Nationalstaaten1.
Diese Veränderungen erfordern Reformen der Art und Weise
internationaler Zusammenarbeit und damit der Institutionen und Prozesse
einer Global Governance – einer Weltordnungspolitik.2 Die Entwicklung
einer Weltordnungspolitik ist Teil der Evolution menschlichen
Bemühens, das Leben auf diesem Planten zu organisieren. Es ist ein nie
endender Prozess3. Global Governance bedeutet aber keine
Weltregierung. Die Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zu
finden, das dem Interesse aller Menschen an einer auf Nachhaltigkeit
angelegten Zukunft entspricht, von menschlichen Grundwerten geleitet
wird und die weltweite Organisation mit der bestehenden globalen
Vielfalt in Einklang bringt 4.
Die 1992 von Willy Brandt5 ins Leben gerufene „Kommission für
Weltordnungspolitik“6 ist ein Versuch, eine Weltordnung herzustellen.
In der nun folgenden Abhandlung werde ich zunächst auf die
Gründung der Kommission für Weltordnungspolitik – der Commission
on Global Governance (CGG) – eingehen und daran und anschließend
die Begriffe Globalisierung und Weltordnungspolitik klären. Darauf
aufbauend folgt die Vorstellung des Konzeptes der ‚Einen Welt’ unter
den Aspekten der globalen Kooperation sowie die Rolle der
Nationalstaaten. Danach werde ich die Rolle nichtstaatlicher Akteure in
der Weltordnungspolitik eingehen und abschließend einige
zusammenfassende Argumente, die für das Konzept einer Global-
Governance-Architektur sprechen, darlegen und im Gegensatz dazu auf
noch ungeklärte Fragen im Konzept eingehen.

1 Furtak, Florian T. (Hg.): Nichtstaatliche Akteure in den internationalen Beziehungen: NGOs in der Weltpolitik,
München: tuduv-Verlag-Gesellschaft, 1997, S. 9
2 Der Bericht der Kommission für Weltordnungspolitik (CGG): Nachbarn in Einer Welt / [Hrsg.: Stiftung Entwicklung
und Frieden. Aus dem Engl. übers.]. – Bonn: SEF, 1995, S. xviii
3 CGG, S. xx
4 CGG, S. xxi
5 Brandt, Willy (1913-1992), dt. Politiker, u.a. Bundeskanzler (1969-74), ab 1976 Vorsitzender der Sozilaistischen
Internationale, stand ab 1977 auch der Nord-Süd-Kommission vor, in: Duden, Lexikon der Allgemeinbildung, Zürich:
Dudenverlag, 1993, S. 79
6 engl.: Commission on Global Governance, CGG

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politische Ausgangslage für die Gründung der Kommission für Weltordnungspolitik

3. Begriffliche Klärung

3.1 Globalisierung

3.2 Weltordnungspolitik

4. Das Konzept der Weltordnungspolitik

4.1 Global vs. Lokal

4.1.1 Globale Kooperation

4.1.1.1 Die Rolle der Vereinten Nationen im Modell der Einen Welt

4.1.2 Die lokale Antwort

4.1.2.1 Die Rolle der Nationalstaaten im Konzept der GG

4.2 Nichtstaatliche Akteure in der Weltordnungspolitik – Alternative Global Player

4.2.1 Definition

4.2.2 Legitimation, Kontrolle

4.2.3 NGOs in der Global Governance

4.2.4 Vor- und Nachteile der Nichtstaatlichkeit

4.2.5 Grenzen der Einflussnahme

4.2.6 Nichtstaatliche Akteure und die Bedeutung des Nationalstaates

5. Zusammenfassung und Ausblick

5.1 Zusammenfassende Pro-Argumentation des Global-Governace-Ansatzes

5.2 Ausblick – Offene Fragen im Modell einer Global-Governance-Architektur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Modell der "Einen Welt" im Kontext der Global Governance. Ziel ist es, die Notwendigkeit und Umsetzung einer globalen Weltordnungspolitik zu analysieren, die über rein staatliche Mechanismen hinausgeht und ein subsidiäres Mehr-Ebenen-System anstrebt.

  • Die historische und politische Genese des Global-Governance-Konzepts.
  • Die begriffliche Abgrenzung von Globalisierung und Weltordnungspolitik.
  • Die Rolle und Bedeutung nationalstaatlicher Souveränität in einer vernetzten Welt.
  • Die Funktion, Legitimation und Grenzen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) als "Alternative Global Player".

Auszug aus dem Buch

4.2.4 Vor –und Nachteile der Nichtstaatlichkeit

Die in der Nichtstaatlichkeit begründete Unparteilichkeit lässt NGOs unverdächtig erscheinen, vermittelt Vertrauen und macht sie daher als Vermittler, im Unterschied zu staatlichen Repräsentanten, eher akzeptabel. Sie haben die Möglichkeit, unkonventionelle Prozeduren zur Konfliktbeilegung vorzuschlagen, partielle Lösungen oder Paketlösungen anzubieten. NGOs erbringen in diesem Sinne sogenannte „gute Dienste“ („good offices“) als Leistung bei der Vermittlung, wie die Bereitstellung von Konferenzgebäuden oder das Zusammenbringen von Konfliktparteien in einem informellen, inoffiziellen Rahmen, in dem Fragen der Anerkennung und des Status keine Rolle spielen. Ziel dieser Vermittlungstätigkeit ist es, zwischen den Parteien Kommunikation, Vertrauensbildung und Problemlösung herbeizuführen.

Im Vorkonfliktstadium agieren NGOs oftmals als Frühwarnsysteme. Durch die Weitergabe von Informationen an Medien, Berichterstattung an Regierungen und internationale Organisationen sowie die Herausgabe von Publikationen (z.B. Jahrbücher von AI) machen sie auf bevorstehende Konflikte aufmerksam und ermöglichen es auf diese Weise, Präventionsmaßnahmen einzuleiten. Um auf Konflikte hinzuweisen, bedienen sich NGOs mittlerweile auch moderner Techniken wie Satellitenaufnahmen oder des Datentransfers.

In der Nachkonfliktphase helfen NGOs einerseits, dass Friedensabmachungen von den Konfliktparteien eingehalten werden („monitoring“), andererseits unterstützen sie die Errichtung demokratischer Strukturen. Durch die Bereitstellung von vor allem ökonomischer Hilfe leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Demobilisierung von Kontrahenten. Sie versuchen, Armut und Elend zu bekämpfen, da diese oftmals Nährboden für Konflikte sind. Ein wichtiges Element der Friedensbildung sind auch freie und faire Wahlen. NGOs in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren spielen dabei die wichtige Rolle eines Wahlbeobachters.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik des internationalen Systems im Umbruch ein und stellt das Konzept der Global Governance als Reformansatz zur Bewältigung globaler Herausforderungen vor.

2. Politische Ausgangslage für die Gründung der Kommission für Weltordnungspolitik: Hier wird der historische Kontext nach dem Ende des Ost-West-Konflikts beleuchtet, der zur Initiative von Willy Brandt für eine Kommission zur globalen Neuorientierung führte.

3. Begriffliche Klärung: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini Globalisierung und Weltordnungspolitik definiert, um das theoretische Fundament für die weitere Untersuchung zu legen.

4. Das Konzept der Weltordnungspolitik: Der Hauptteil erläutert die institutionelle Architektur des Modells der Einen Welt, das Zusammenspiel globaler und lokaler Ebenen sowie die Rolle staatlicher und nichtstaatlicher Akteure.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Pro-Argumente für den Global-Governance-Ansatz zusammen und diskutiert abschließend die offenen Fragen hinsichtlich demokratischer Legitimation und globaler Partizipation.

Schlüsselwörter

Global Governance, Weltordnungspolitik, Eine Welt, Globalisierung, Nationalstaat, NGOs, Nichtstaatliche Akteure, Internationale Beziehungen, Mehrebenen-System, Subsidiaritätsprinzip, Vereinte Nationen, Demokratisierung, Zivilgesellschaft, Konfliktbeilegung, Weltethos

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Konzept einer globalen Weltordnungspolitik (Global Governance) als Reaktion auf die zunehmenden Probleme und Herausforderungen einer globalisierten Welt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Reform der internationalen Institutionen, das Spannungsfeld zwischen globaler Integration und nationalstaatlicher Souveränität sowie die Einbindung nichtstaatlicher Akteure in politische Entscheidungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Machbarkeit und die Grenzen einer gerechteren Weltordnung im Modell der "Einen Welt" zu reflektieren und dabei das Potenzial kooperativer Problemlösungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen und politischen Analyse relevanter Dokumente, Kommissionen (wie der CGG) und wissenschaftlicher Literatur zur internationalen Politik.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil wird das Mehrebenen-System der Weltordnungspolitik detailliert analysiert, wobei besonders die Rolle der Nationalstaaten und die Funktion von NGOs untersucht werden.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Global Governance, Weltordnungspolitik, NGOs, Nationalstaat, Mehrebenen-System und demokratische Legitimation.

Welche Rolle spielen NGOs laut der Autorin im globalen Gefüge?

NGOs agieren als wichtige Akteure in der globalen Zivilgesellschaft, die durch Information, Monitoring und Konfliktvermittlung Einfluss nehmen, dabei jedoch auf staatliche Kooperation angewiesen sind.

Wie bewertet das Werk die Zukunft des Nationalstaates?

Der Nationalstaat verliert zwar seine Rolle als alleiniger Akteur in der Weltpolitik, bleibt aber unverzichtbar für die demokratische Legitimation, die kollektive Identität und als Instrument sozioökonomischer Solidarität.

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Details

Title
Global Governance - Das Modell der Einen Welt
College
Free University of Berlin  (Publizistik)
Grade
1,7
Author
Janett Kaiser (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V20466
ISBN (eBook)
9783638243308
Language
German
Tags
Global Governance Modell Einen Welt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janett Kaiser (Author), 2003, Global Governance - Das Modell der Einen Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20466
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