Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe

Die Macht des Fernsehens: Es macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger

Ausarbeitung der medientheoretischen Ansätze von Marshall McLuhan, Neil Postman und Hans Magnus Enzensberger

Titel: Die Macht des Fernsehens: Es macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger

Seminararbeit , 2011 , 14 Seiten

Autor:in: Ena Weiss (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Triebe man die Prophezeiungen einiger der bedeutendsten Medienwissenschaftler des 20. Jahrhunderts auf die Spitze, dann müsste sich unsere Gesellschaft inmitten eines globalen Dorfs mittlerweile zu Tode amüsiert haben – und das aufgrund eines Nullmediums. Also eigentlich völlig umsonst.
Die vorliegende Arbeit ist ein kritischer Versuch, die medientheoretischen Ansätze Marshall McLuhans, Neil Postmans und Hans Magnus Enzensbergers, welche die Auswirkungen des Fernsehens auf die menschliche Wahrnehmung zum Thema haben, näher zu beleuchten. Die stets aktuelle Diskussion, ob Fernsehen und Zuschauer sich in einer Art Täter-Opfer-Konstellation befinden, bei der das Fernsehen die manipulierende Macht hat, soll dabei hinterfragt werden. Die bekannte Aussage des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki, das Fernsehen mache „die Dummen dümmer und die Klugen klüger“, stellt die bewusst provokant gewählte These der Arbeit dar.
Nachdem im Einzelnen auf die wichtigsten Ansichten der drei genannten Medienwissenschaftler eingegangen wird, folgt im Fazit ein Resümee mit dem Ziel, anhand der zuvor untersuchten Ansichten einen Bezug zu der These herstellen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. EINLEITUNG

1. DAS GLOBALE DORF (MARSHALL MCLUHAN)

2. DAS NULLMEDIUM (HANS MAGNUS ENZENSBERGER)

3. DIE GUCKGUCK-WELT (NEIL POSTMAN)

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die medientheoretischen Ansätze von Marshall McLuhan, Hans Magnus Enzensberger und Neil Postman hinsichtlich der Auswirkungen des Fernsehens auf die menschliche Wahrnehmung, um zu prüfen, inwieweit das Fernsehen als manipulierende Macht fungiert oder ob die provokante These, es mache „die Dummen dümmer und die Klugen klüger“, haltbar ist.

  • Medientheoretische Analyse des Fernsehens als kulturelles Phänomen
  • Gegenüberstellung der Ansätze von McLuhan, Enzensberger und Postman
  • Die Macht des Fernsehens und die Täter-Opfer-Konstellation
  • Veränderung der menschlichen Wahrnehmung durch elektronische Medien

Auszug aus dem Buch

3. Die Guckguck-Welt (Postman)

In seinem Werk Amusing Ourselves to Death (1985) gibt Postman dem Fernsehen die Bezeichnung "Peek-a-Boo World" und ordnet ihm den Status eines „Meta-Mediums" und eines „Mythos“ zu (1985: 78f.). Die Metapher des Peek-a-Boo, also des Guckguck-Spiels, bei dem Kinder sich immer wieder die Hände vor die Augen halten, so dass stets etwas in ihren Blick gerät und gleich darauf wieder verschwindet, beschreibt anschaulich, wie Postman das Fernsehen bewertet: als eine flüchtige Unterhaltung, die mit der Realität nicht viel gemein hat, da sie immer nur beliebig selektierte Ausschnitte sehen lässt. Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der Inhalte, nach den Effekten auf die menschliche Wahrnehmung oder inwiefern Fernsehen Kultur ausdrückt, sind laut Postman längst in den Hintergrund getreten. Dies, weil das Fernsehen mittlerweile selbst zu Kultur geworden ist (79). Diese Kultur jedoch ist ihm zufolge nichts anderes mehr, als „one vast arena for show business“ (80). Die „dramatische und unwiderrufliche Verschiebung von Inhalt und Bedeutung des öffentlichen Diskurses“ sieht Postman im Niedergang des Zeitalters des Buchdruckes zugunsten des Fernsehzeitalters: „since two media [are] so vastly different [they) cannot accommodate the same ideas. As the influence of print wanes, the content of politics, religion, education [...] must change and be recast in terms that are most suitable to television” (8). Ihm zufolge passen sich also die Inhalte dem Medium an und nicht umgekehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die medientheoretische Fragestellung ein und erläutert die Absicht, die Auswirkungen des Fernsehens anhand von drei wegweisenden Theoretikern kritisch zu hinterfragen.

1. DAS GLOBALE DORF (MARSHALL MCLUHAN): Dieses Kapitel beleuchtet McLuhans Theorie der elektronischen Medien als globale Erweiterung des zentralen Nervensystems, die den Menschen in ein kollektives, multisensorisches Mosaik einbindet.

2. DAS NULLMEDIUM (HANS MAGNUS ENZENSBERGER): Das Kapitel behandelt Enzensbergers Perspektive auf das Fernsehen als Instrument der Entspannung und des „Nullmediums“, welches der Zuschauer eigenständig zur individuellen Meditation nutzt.

3. DIE GUCKGUCK-WELT (NEIL POSTMAN): Hier wird Postmans Kritik dargelegt, der das Fernsehen als „Guckguck-Welt“ einstuft, in der öffentliche Diskurse zugunsten reiner Unterhaltung und trivialer Inszenierung an Bedeutung verlieren.

4. FAZIT: Das Fazit führt die verschiedenen Ansätze zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Macht des Fernsehens existiert, ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft jedoch nicht pauschal als rein manipulativ bewertet werden können.

Schlüsselwörter

Fernsehen, Medientheorie, Wahrnehmung, Globales Dorf, Nullmedium, Guckguck-Welt, Unterhaltung, Massenmedien, Kommunikation, Manipulation, Buchdruck, Kulturkritik, elektronische Medien, Zuschauer, Informationsfluss

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie das Fernsehen die menschliche Wahrnehmung verändert und diskutiert dies im Kontext der Theorien von McLuhan, Enzensberger und Postman.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind die Rolle der elektronischen Medien bei der Globalisierung, das Fernsehen als Unterhaltungsmedium und die kritische Distanz zwischen Zuschauer und Fernsehinhalten.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit prüft die These, ob das Fernsehen „die Dummen dümmer und die Klugen klüger“ macht, indem sie die Machtverhältnisse zwischen Medium und Zuschauer hinterfragt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine medientheoretische Literaturanalyse, bei der die Ansätze dreier bedeutender Medienwissenschaftler auf die Auswirkungen des Fernsehens hin untersucht werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils einen der Medienwissenschaftler (McLuhan, Enzensberger, Postman) und seine spezifische Theorie zum Fernsehen detailliert darstellen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Medientheorie, Manipulation, Unterhaltungsformat, Wahrnehmungswandel und die Gegenüberstellung von Buch- und Fernsehzeitalter.

Was unterscheidet das „heiße“ vom „kalten“ Medium laut McLuhan?

Ein heißes Medium (wie das Buch) bietet viele Informationen und erfordert wenig Beteiligung, während ein kaltes Medium (wie das Fernsehen) durch Detailarmut eine hohe sinnliche Eigenleistung des Zuschauers erzwingt.

Wie begründet Enzensberger seine Bezeichnung des Fernsehens als „Nullmedium“?

Er sieht das Fernsehen als ein Medium, das in seiner Inhaltsleere primär zur Entspannung dient und den Zuschauer somit von der inhaltlichen Manipulation entlastet, da er ohnehin nichts Gehaltvolles erwartet.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Macht des Fernsehens: Es macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger
Untertitel
Ausarbeitung der medientheoretischen Ansätze von Marshall McLuhan, Neil Postman und Hans Magnus Enzensberger
Hochschule
Technische Universität Berlin
Autor
Ena Weiss (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V204702
ISBN (eBook)
9783656307167
ISBN (Buch)
9783656308331
Sprache
Deutsch
Schlagworte
macht fernsehens dummen klugen ausarbeitung ansätze marshall mcluhan neil postman hans magnus enzensberger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ena Weiss (Autor:in), 2011, Die Macht des Fernsehens: Es macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204702
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum