Die hier vorliegende Hausarbeit stellt zuerst im Allgemeinen Funktionen und Motive von Weblogs in der Bildungswissenschaft dar, beschreibt kurz die Grundlagen und Verfah¬rens-schritte des Instructional Design und stellt dann Themenwahl, Konzept und Design einer eigenen Weblogidee vor, bevor abschließend deren Umsetzung reflektiert wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Weblogs
2.1 Definition und Ursprung
2.2 Elemente und Typen
2.3 Funktionen und Motive
2.4 Der Einsatz von Weblogs in den Bildungswissenschaften
3. Instructional Design
3.1 Definition
3.2 Verfahrensschritte des Instructional Design
4. Das Weblog „Wege zum Beruf“
4.1 Begründung der Themenwahl und bildungswissenschaftlicher Bezug
4.2 Funktionen und Motive
4.3 Konzept und Design unter Berücksichtigung der Verfahrensschritte des ID
4.4 Reflexion
5. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Weblog als Medium zur Förderung von Kommunikation und Kollaboration im pädagogischen Kontext der Berufsorientierung zu untersuchen und praktisch anzuwenden. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Weblogs unter Anwendung methodischer Ansätze des Instructional Design gestaltet werden können, um den Übergang von der Schule ins Berufsleben aktiv zu unterstützen.
- Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten von Weblogs in der Bildungswissenschaft
- Methodische Planung von Lernumgebungen mittels Instructional Design
- Konzeption und praktische Umsetzung eines Weblogs für die Berufsorientierung
- Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen des webbasierten Austauschs
Auszug aus dem Buch
4.3 Konzept und Design unter Berücksichtigung der Verfahrensschritte des ID
Die Verfahrensschritte des ID wurden bereits weiter oben (Punkt 3.2) im Allgemeinen erläutert. An dieser Stelle soll nun deren Umsetzung beim Konzept und Design für mein Weblog erläutert werden.
(1) Bedarfsanalyse: Da die Bedarfsanalyse sich weitgehend mit den Motiven deckt, die bereits in Punkt 4.2 ausführlicher beschrieben wurden, wird hier nur kurz das Wesentliche zusammengefasst. Wie bereits erwähnt, gibt es bisher keine gemeinsame Plattform für die verschiedenen Akteure der Berufsorientierung. Dabei soll kein weiterer reiner monodirektionaler Informationsspeicher für die verschiedenen Maßnahmen entstehen, sondern ein Platz des gemeinsamen Informierens, Koordinierens und vor allem Diskutierens. Es besteht ein Bedarf an einem (virtuellen) Ort, an dem Erfahrungen, Ideen und Sichtweisen der Beteiligten ausgetauscht und reflektiert werden können, um gemeinsam neue Methoden zu entwickeln bzw. bestehende zu optimieren. Besonders dringend wird dieser Bedarf, da viele der beteiligten Akteure, wie z.B. Lehrer oder Schulsozialpädagogen in ihrer Ausbildung auf diese Aufgabe nicht vorbereitet werden und die Beteiligten teilweise von den Maßnahmen der anderen zu wenig wissen. Ein Weblog erscheint zu diesem Zwecke ein besonders geeignetes Medium zu sein.
(2) Planung/ Konzeption: Aus dem eben beschriebenen Bedarf resultieren logischerweise auch die angestrebten Lehr- und Lernziele. Ein Lehrziel ist die Information über Aktionen und Maßnahmen zur Berufsorientierung, die aktuell durchgeführt werden bzw. in naher Zukunft umgesetzt werden sollen. Noch bedeutender allerdings soll die nachfolgende Diskussion, der Ideenaustausch und die Reflexion der Beteiligten sein, was insbesondere durch die Kommentarfunktion erfolgt. Links und Trackbacks sollen die Erreichungen dieses Ziels unterstützen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den Wandel zur Wissensgesellschaft und die damit verbundenen veränderten Anforderungen an Lernende sowie die Rolle neuer Medien in der Bildung.
2. Weblogs: Das Kapitel erläutert Definition, Elemente und Typen von Weblogs und analysiert deren spezifische Funktionen sowie Einsatzmöglichkeiten in bildungswissenschaftlichen Lernkontexten.
3. Instructional Design: Hier werden der Begriff des Instructional Design sowie die systematischen Verfahrensschritte zur Planung, Entwicklung und Evaluation von Lernumgebungen dargestellt.
4. Das Weblog „Wege zum Beruf“: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Themenwahl, das methodische Konzept nach dem ID-Modell sowie die Reflexion über die Umsetzung des eigenen Weblogs.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Der Autor resümiert die praktischen Erfahrungen mit dem Weblog und bewertet das Potenzial von Web 2.0-Instrumenten für schulische Bildungsprozesse.
Schlüsselwörter
Weblogs, Bildungswissenschaft, Instructional Design, Wissensgesellschaft, Berufsorientierung, Lernumgebung, Web 2.0, E-Learning, Kollaboration, Medienkompetenz, Lernjournal, Lehr-Lern-Konzepte, Wissensmanagement, digitale Medien, Diskurskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Weblogs als neues Kommunikationsmedium in der Bildungswissenschaft und deren praktischer Erprobung zur Unterstützung der Berufsorientierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Veränderung von Lehr- und Lernkulturen in der Wissensgesellschaft, der Einsatz von Weblogs in Bildungsprozessen sowie die Anwendung des Instructional Design zur systematischen Gestaltung digitaler Lernräume.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Mehrwert von Weblogs für den Wissensaustausch und die kollaborative Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren in der Berufsorientierung darzulegen und dies anhand eines eigenen Blogs zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die methodischen Verfahrensschritte des Instructional Design, insbesondere das Analyse- und Konzeptionsmodell, um das Weblog didaktisch strukturiert zu planen und umzusetzen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Weblogs und ID-Modellen sowie einen praktischen Teil, in dem Konzept, Design und die anschließende Reflexion des Weblogs „Wege zum Beruf“ dargelegt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Weblogs, Bildungswissenschaft, Instructional Design, Berufsorientierung, Kollaboration und Wissensgesellschaft charakterisiert.
Welche Herausforderungen nennt der Autor bei der Zielgruppenansprache?
Der Autor stellt fest, dass die ursprüngliche, professionell interessierte Zielgruppe aufgrund schulinterner Einschränkungen nicht erreicht werden konnte, was zu einer Verschiebung hin zu einem heterogeneren Rezipientenkreis führte.
Welche Bedeutung kommt der Kommentarfunktion in diesem Konzept zu?
Die Kommentarfunktion ist ein konstitutives Element des Konzepts, da sie den Übergang vom bloßen Informationskonsum zum aktiven Diskurs, Ideenaustausch und zur Kollaboration fördern soll.
Wie bewertet der Autor den Erfolg seines Projekts?
Der Autor bewertet die Erfahrung als sehr bereichernd und sieht das Weblog als exzellentes Instrument, räumt jedoch ein, dass sich aufgrund von Zeitmangel und Rahmenbedingungen noch kein vollumfängliches Netzwerk bilden konnte.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Zukunft von Weblogs in der Schule?
Der Autor schlussfolgert, dass das Potenzial von Weblogs für die „digital natives“ groß ist, diese hierzulande aber noch oft ein Nischendasein führen, was eine stärkere didaktische Integration erfordert.
- Citar trabajo
- Udo Kroack (Autor), 2012, Weblogs als neues Kommunikationsmedium in der Bildungswissenschaft – Beschreibung, Umsetzung und Reflexion einer eigenen Weblogidee, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204736