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Die geistige Erneuerung unter Karl dem Großen und Alkuin von York

Die artes liberales als bildungspolitisches Programm

Titel: Die geistige Erneuerung  unter Karl dem Großen und Alkuin von York

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Joana Gasper (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ‚karolingische Renaissance’: Forschungsdivergenzen

3. Die geistige Erneuerung Karls des Großen im Spiegel der karolingischen Herrscherauffassung und Herrscherpraxis

4. Die Konzeption einer neuen Bildung:
Die Rezeption der septem artes liberales

5. Alkuins von York (um 730/35–804)
5.1. Das Zusammentreffen von Alkuin und Karl dem Großen
5.2. Alkuin als Lehrer

6. Karl der Große als Auftraggeber für Alkuins Schriften

7. Das Bildungs- und Ausbildungsprogramm: Alkuins didaktische Werk
7.1. Disputatio de vera philosophia
7.2. Dialogus de rhetorica et virtutibus

8. Alkuin als adiuvator und adhortator für Karls via regia

9. Quellen- und Literaturverzeichnis
9.1. Quelleneditionen
9.2. Übersetzungen
9.3. Sekundärliteratur

Ziel dieser Untersuchung ist es einen Bezug zwischen dem Reformprogramm Karls des Großen und der karolingischen Herrscherauffassung und Herrscherpraxis darzulegen. Gemäß dieser Problemstellung wird die wechselseitige Beziehung zwischen Alkuin von York und Karl dem Großen analysiert.
Es werden in dieser Arbeit nicht nur die – gemäß den Leitfragen relevanten – Hauptprobleme der Begriffsdefinition der ‚karolingischen Renaissance’ vorgestellt, sondern auch die unterschiedlichen Quellen, wie die Kapitularien Karls, Alkuins Briefe und besonders seine didaktischen Werke kontextualisiert werden. So werden vor allem bezüglich der geistigen Erneuerung unter Karl dem Großen die wissenschaftstheoretischen Schriften des Triviums, die Disputatio de vera philosophia und der Dialogus de rhetorica et virtutibus, exemplarisch als notwenige Kriterien betrachtet, da Alkuin darin das Bildungsprogramm vorstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ‚karolingische Renaissance’: Forschungsdivergenzen

3. Die geistige Erneuerung Karls des Großen im Spiegel der karolingischen Herrscherauffassung und Herrscherpraxis

4. Die Konzeption einer neuen Bildung: Die Rezeption der septem artes liberales

5. Alkuin von York (um 730/35–804)

5.1. Das Zusammentreffen von Alkuin und Karl

5.2. Alkuin als Lehrer

6. Karl der Große als Auftraggeber für die Schriften Alkuins

7. Das Bildungs- Und Ausbildungsprogramm: Alkuins didaktische Werke

7.1. Disputatio de vera philosophia

7.2. Dialogus de rhetorica et virtutibus

8. Alkuin als adiuvator und adhortator für Karls via regia

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die enge, wechselseitige Beziehung zwischen Karl dem Großen und seinem Gelehrten Alkuin von York, um den Zusammenhang zwischen dem karolingischen Bildungsreformprogramm und der zeitgenössischen Herrscherauffassung sowie -praxis zu verdeutlichen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie die geistige Erneuerung unter Karl dem Großen gezielt zur Reorganisation der fränkischen Gesellschaft nach christlichen Normen eingesetzt wurde.

  • Analyse der Begriffsdefinitionen zur "karolingischen Renaissance".
  • Untersuchung der karolingischen Herrscherpraxis im Kontext des "cultus divinus".
  • Darstellung der Rolle der "septem artes liberales" im christlichen Bildungsprogramm.
  • Untersuchung von Alkuins didaktischen Werken als Instrumente der geistigen Erneuerung.
  • Würdigung der Funktionen Alkuins als "adiuvator" und "adhortator" für das Königtum.

Auszug aus dem Buch

3. Die geistige Erneuerung Karls des Großen im Spiegel der karolingischen Herrscherauffassung und Herrscherpraxis

Voll wachsamen Eifer sind wir damit beschäftigt, die Werkstatt der Wissenschaften wiederherzustellen, die durch die Nachlässigkeit unserer Vorfahren beinahe verödet war und laden durch eigenes Beispiel, soviel wir können, dazu ein, die freien Künste zu erlernen.18

Dieser Satz aus der Epistola generalis Karls des Großen charakterisiert treffend, was die karolingische Bildungsreform in weiten Teilen ausmachte. Wie wir bereits bei der Fragestellung nach einer ‚karolingischen Renaissance’ gesehen haben ging es bei der Beschäftigung mit der Antike weniger um die Wiederauferstehung klassischer Latinität, als vielmehr um die Gewinnung korrekter und authentischer Textzeugen der alten Christenheit, um die Herstellung verlässlicher und einheitlicher Textgrundlagen für Glaubenlehre, Kultus und Ethik und für Recht und Verwaltung.19

So hatte sich seit der Zeit der Völkerwanderungen das geistige Leben in den Gebieten, die ehemals zum römischen Reich gehört hatten, sehr unterschiedlich entwickelt. Beispielsweise blieb an den langobardischen Höfen in Italien vieles von der antiken Bildung erhalten. 20 Demgegenüber kann bis zur Karolingerzeit sowohl auf weltlicher als auch auf geistlicher Ebene von einem Bildungsverfall gesprochen werden.21

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das magister-discipulus Verhältnis zwischen Karl dem Großen und Alkuin von York ein und skizziert die leitenden Fragestellungen zur karolingischen Erneuerungsbewegung.

2. Die ‚karolingische Renaissance’: Forschungsdivergenzen: Dieses Kapitel erörtert die Problematik der Begriffsdefinition für die karolingische Erneuerungsbewegung und stellt verschiedene historiographische Ansätze zur Debatte.

3. Die geistige Erneuerung Karls des Großen im Spiegel der karolingischen Herrscherauffassung und Herrscherpraxis: Hier wird der Zusammenhang zwischen der karolingischen Reformpolitik, der Sorge um den cultus divinus und der Verantwortung des Königs für sein Volk untersucht.

4. Die Konzeption einer neuen Bildung: Die Rezeption der septem artes liberales: Dieses Kapitel erläutert die Unterordnung der antiken freien Künste unter das Ziel der christlichen Weisheit und die stufenweise Bildungskonzeption.

5. Alkuin von York (um 730/35–804): Das Kapitel behandelt die Vita Alkuins, sein Zusammentreffen mit Karl und seine zentrale Funktion als Lehrer am Hof.

6. Karl der Große als Auftraggeber für die Schriften Alkuins: Hier wird nach den Motiven Karls für seinen Bildungshunger und seine Rolle als Auftraggeber didaktischer Werke gefragt.

7. Das Bildungs- Und Ausbildungsprogramm: Alkuins didaktische Werke: Dieses Kapitel analysiert die Funktion von Alkuins didaktischen Schriften als pädagogische Anleitung, mit Fokus auf die "Disputatio de vera philosophia" und den "Dialogus de rhetorica et virtutibus".

8. Alkuin als adiuvator und adhortator für Karls via regia: Das abschließende Kapitel fasst Alkuins Rolle als geistiger Berater zusammen, der durch seine Schriften dem König den Weg einer christlich begründeten Herrschaft aufzeigt.

Schlüsselwörter

Alkuin von York, Karl der Große, karolingische Renaissance, Bildungsreform, septem artes liberales, cultus divinus, Herrscherethos, Wissensvermittlung, Erneuerungsbewegung, christliche Weisheit, Disputatio, Rhetorik, Fürstenspiegel, Frühmittelalter, Reformpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die enge Zusammenarbeit zwischen Karl dem Großen und seinem Gelehrten Alkuin von York sowie deren Einfluss auf die karolingische Erneuerungsbewegung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Bildungs- und Kirchenreform Karls des Großen, die Rolle der antiken freien Künste im christlichen Kontext sowie die Entwicklung eines Herrscherethos.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Bezug zwischen Karls Reformprogramm, seiner Herrscherauffassung und der geistigen Erneuerung, maßgeblich geprägt durch Alkuin, aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung nutzt historisch-philologische Methoden, um den Inhalt von Korrespondenzen, Kapitularien und didaktischen Werken zu analysieren und in einen größeren ideengeschichtlichen Zusammenhang zu stellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden unter anderem die Debatten um den Begriff der "karolingischen Renaissance", die Rolle der septem artes liberales, Alkuins didaktische Schriften und seine Funktion als Berater des Königs detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Alkuin von York, Karl der Große, Bildungsreform, karolingische Renaissance und Herrscherethos charakterisieren.

Warum lehnte Schramm den Begriff "Renaissance" für die karolingische Epoche ab?

Schramm lehnte den Begriff ab, da er eine einseitige Abhängigkeit von der Antike suggeriert und die eigenständigen religiös-kirchlichen sowie politischen Reformaspekte der Zeit verkennt.

Welche Bedeutung hat das "Josias-Beispiel" in der Admonitio generalis?

Es dient als biblisches Vorbild für Karls Rolle als Herrscher, der die Pflicht hat, das göttliche Gesetz zu verbreiten, den Götzendienst auszurotten und die Priesterschaft zu reorganisieren.

Warum galt Alkuin als "adiuvator" und "adhortator" des Königs?

Alkuin fungierte als "adiuvator" (Helfer) bei der Umsetzung der Reformen und als "adhortator" (Ermahner), der Karl durch Schriften und Korrespondenzen immer wieder an seine christlichen Herrscherpflichten erinnerte.

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Details

Titel
Die geistige Erneuerung unter Karl dem Großen und Alkuin von York
Untertitel
Die artes liberales als bildungspolitisches Programm
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Frühmittelalterforschung)
Veranstaltung
Die karolingische Kirchen- und Gesellschaftsreform
Note
1,3
Autor
Joana Gasper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V204842
ISBN (eBook)
9783656312482
ISBN (Buch)
9783656313168
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karolingische Reform artes liberales Karl der Große Alkuin von York Bildungsreform
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joana Gasper (Autor:in), 2008, Die geistige Erneuerung unter Karl dem Großen und Alkuin von York , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204842
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Leseprobe aus  19  Seiten
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