Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - History

Die Karte als Medium zwischen Objektivität und didaktischer Suggestion

Kritischer Umgang mit Geschichtskarten

Title: Die Karte als Medium zwischen Objektivität und didaktischer Suggestion

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Joana Gasper (Author)

Didactics - History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Einsatz von Karten im Geschichtsunterricht
3.1. Die Rolle von Karten im heutigen Geschichtsunterricht
3.2. Anforderungen an Geschichtskarten

4. Geschichtskarten als Spiegelbild des Geschichtsbewusstseins
der jeweiligen Gesellschaft (am Beispiel von Propagandakarten)
4.1. Historische Karten
4.2. Bedeutungsgehalt von Kartenbausteinen
4.3. Funktion von Geschichtskarten

5. Kartenarbeit als Quellenkritik
5.1. Methoden historischer Kartenkompetenz
5.2. Quellen und Erkenntniswert von historischen und Geschichtskarten

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

Welche Funktionen können Karten haben? Kann eine Geschichtskarte einen historischen Tatbestand überhaupt objektiv wiedergeben? Welche gestalterischen Mittel werden von Kartografen eingesetzt, um Rezipienten zu beeinflussen? Wie muss Kartenarbeit im Unterricht aussehen, damit SchülerInnen die Suggestivkraft von Karten erkennen lernen?
Diese Leitfragen bilden den Kern der vorliegenden Arbeit, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Quellen- und Erkenntniswert von Geschichtskarten und historischen Karten liegt.
Ziel dieser Untersuchung ist es folglich, die kartografischen Mittel anhand von ideologisch behafteten Karten herauszuarbeiten, um eine kritische Reflexion von Geschichtskarten darlegen zu können.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Einsatz von Karten im Geschichtsunterricht

3.1. Die Rolle von Karten im heutigen Geschichtsunterricht

3.2. Anforderungen an Geschichtskarten

4. Geschichtskarten als Spiegelbild didaktischer und ideologischer Gegebenheiten

4.1. Historische Karten

4.2. Bedeutungsgehalt von Kartenbausteinen

4.3. Funktionen von Geschichtskarten

5. Kartenarbeit als Quellenkritik

5.1. Methoden historischer Kartenkompetenz

5.2. Quellen- und Erkenntniswert von historischen und Geschichtskarten

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Geschichtskarten im Unterricht und hinterfragt kritisch deren Objektivität sowie deren Potenzial zur ideologischen Manipulation. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie kartografische Mittel eingesetzt werden, um historische Sachverhalte suggestiv zu interpretieren, und wie SchülerInnen durch eine quellenkritische Methode befähigt werden können, diese Manipulationen zu durchschauen.

  • Kritische Analyse des Quellenwerts von Geschichtskarten.
  • Untersuchung von NS-Propagandakarten als Fallbeispiele für suggestive Gestaltung.
  • Darstellung der Rolle von Kartenbausteinen wie Symbolik, Farbe und Kartentext.
  • Vermittlung methodischer Kompetenzen für eine kritische Kartenrezeption.
  • Abgrenzung zwischen "Geschichtskarten" und "historischen Karten".

Auszug aus dem Buch

4.2. Bedeutungsgehalt von Kartenbausteinen

Wie stark die Gestaltung von Karten und ihre verbalen Zusätze in Kartentitel, Legende, Kartenbeschriftung und Kartentext zu einer Überspitzung oder sogar Manipulation führen können, soll an zwei historischen Karten aus der Zeit des Nationalsozialismus aufgezeigt werden. Bei der ersten Karte handelt es sich um eine Schulatlaskarte aus dem Jahre 1942 mit dem Titel „Der große Betrug von Versailles“ (Abb.1). Die zweite Karte, „Ein Kleinstaat bedroht Deutschland“ (Abb.2), hingegen ist aus einem Aufsatz Ruperts von Schumachers in der „Zeitschrift für Geopolitik“ aus dem Jahre 1934 entnommen. Obwohl beide Karten scheinbar völlig unterschiedliche Rezipienten ansprechen – bei der ersten Karte die Schüler und bei der zweiten ein fachwissenschaftliches Publikum –, lassen bereits die gezielten Kartenüberschriften die Perspektive des Auftraggebers oder Kartographen anklingen und geben Auskunft über die jeweilige geschichtswissenschaftliche und -didaktische Zielsetzung.

Besonders geschichtspolitische Karten können aufgrund ihrer häufig rein verbalen Kartenelemente den gesamten Karteneindruck mitbestimmen, besonders bei Themen, die ideologisch befrachtet sind. Das kann so weit führen, dass ein erklärender Untertext einer Karte den Hauptteil der Schrift einnimmt oder sogar die Legende ersetzt, um dem Leser die Möglichkeit zu nehmen, den Karteninhalt unvoreingenommen zu analysieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der suggestiven Wirkung von Karten ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der kritischen Reflexion von Geschichtskarten.

2. Forschungsstand: Dieses Kapitel beleuchtet das Ungleichgewicht zwischen dem Kartenangebot im Unterricht und der geschichtsdidaktischen Forschung, die den kritischen Umgang mit Karten erst spät thematisierte.

3. Einsatz von Karten im Geschichtsunterricht: Es wird die abnehmende Rolle des Mediums Karte im Geschichtsunterricht im Vergleich zur Geografie sowie die hohen Anforderungen an Schüler beim Lesen komplexer Geschichtskarten erörtert.

4. Geschichtskarten als Spiegelbild didaktischer und ideologischer Gegebenheiten: Dieser Abschnitt analysiert, wie historische Karten (als Quellen ihrer Zeit) und moderne Geschichtskarten durch Gestaltungsmittel wie Farbe und Symbole gezielt zur Manipulation oder Wertung eingesetzt werden können.

5. Kartenarbeit als Quellenkritik: Es werden methodische Schritte für eine historische Kartenkompetenz vorgestellt, die den kritischen Vergleich und die quellenkritische Einordnung als essenziell für das Verständnis von Geschichtskarten definieren.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass kritische Kartenarbeit essenziell ist, um SchülerInnen zu befähigen, historische Medien als Konstruktionen zu begreifen und politisches Urteilsvermögen zu schärfen.

Schlüsselwörter

Geschichtskarten, Kartenarbeit, Quellenkritik, Geschichtsdidaktik, NS-Propaganda, Kartenanalyse, Manipulation, Suggestivkraft, historische Karten, Medienkompetenz, Kartensprache, Raumdarstellung, politische Erziehung, Kartenbausteine, Geschichtsbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und der kritischen Analyse von Geschichtskarten im Unterricht, wobei insbesondere deren Potenzial zur Manipulation untersucht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die visuelle und verbale Gestaltung von Karten, die Rolle der Kartografie als Propagandainstrument und die Vermittlung von Methoden zur quellenkritischen Kartenarbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Untersuchung fragt danach, wie kartografische Mittel zur Beeinflussung von Rezipienten genutzt werden und wie SchülerInnen lernen können, diese Suggestivkraft kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von historischen Quellen (insbesondere NS-Propagandakarten) und verknüpft diese mit geschichtsdidaktischen Ansätzen zur Methodenlehre.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Anforderungen an Geschichtskarten, die Funktion von Gestaltungsmitteln wie Farbe und Symbolik sowie die notwendigen Schritte für eine quellenkritische Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geschichtskarten, Quellenkritik, Manipulation, Kartensprache und Medienkompetenz.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "historischen Karten" und "Geschichtskarten"?

Historische Karten werden als Dokumente einer bestimmten Zeit betrachtet, während Geschichtskarten aktuelle Forschungsergebnisse für den Unterricht aufbereiten.

Warum ist laut der Arbeit eine quellenkritische Kartenarbeit so schwierig?

Die Schwierigkeit besteht darin, dass SchülerInnen Karten häufig für objektive Abbilder der Realität halten, während diese in Wahrheit komplexe, subjektive Konstrukte ihrer Autoren sind.

Welche Rolle spielen Farben und Symbole in den untersuchten Karten?

Farben und Symbole werden gezielt eingesetzt, um Wahrnehmungsmuster zu steuern, Freund-Feind-Schemata zu visualisieren und bestimmte politische Emotionen wie Aggressivität zu wecken.

Was fordert die Autorin für die Lehrerausbildung?

Es wird gefordert, dass die Einübung kritischer Kartenarbeit bereits in der Lehrerausbildung stärker verankert wird, um den reflektierten Umgang mit diesem Medium sicherzustellen.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Die Karte als Medium zwischen Objektivität und didaktischer Suggestion
Subtitle
Kritischer Umgang mit Geschichtskarten
College
University of Münster  (Institut für Didaktik der Geschichte)
Course
Einführung in die Geschichtsdidaktik
Grade
1,0
Author
Joana Gasper (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V204844
ISBN (eBook)
9783656312468
ISBN (Book)
9783656314578
Language
German
Tags
Geschichtskarte historische Karte Propagandakarte Karten im Geschichtsunterricht Kartenkompetenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joana Gasper (Author), 2007, Die Karte als Medium zwischen Objektivität und didaktischer Suggestion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204844
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint