Das Thema der Hausarbeit ist das Spiel des Kindes und seine Sicht früher und heute in der Pädagogik der frühen Kindheit.
Es soll gezeigt werden, inwieweit die Pädagogik des Spiels sich verändert hat bzw. noch heute ihre Gültigkeit besitzt.
In einer Zeit der Bildungsreformen ist dieser Blick auf die Vergangenheit und in die heutige Sicht der Pädagogik ein notwendiger Schritt zu evaluieren und den Fortschritt der notwendigen Veränderungen voran zu treiben.
Für die Darstellung vom Spiel des Kindes aus historischer Sicht bietet sich die Pädagogik des Pädagogen, Lehrers und Entwicklers Friedrich Wilhelm August Fröbel an. Er ist neben Maria Montessori, Johann Heinrich Pestalozzi und Rudolf Steiner einer der Klassiker der Pädagogik der frühen Kindheit und hat sich explizit mit dem Spiel des Kindes auseinandergesetzt.
Weiterführend wird diese Arbeit die heutige Sicht vom Spiel des Kindes beleuchten. Die aktuellen Bildungsrahmenpläne der Bundesländer Hessen und Berlin bilden hier die Grundlage.
Abschließend wird diese Arbeit sich mit der Analyse der beiden vorgestellten Pädagogika auseinandersetzen und einen direkten Vergleich ziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Spiel des Kindes und seine Sicht früher in der Pädagogik der frühen Kindheit
2.1. Biographie Friedrich Fröbel
2.2. Grundgedanken Friedrich Fröbels
2.3. Spieltheorie
2.4. Pädagogische Umsetzung der Spieltheorie
2.4.1. Mutter- und Koselieder
2.4.2. Spielgaben
3. Das Spiel des Kindes und seine Sicht heute in der Pädagogik der frühen Kindheit
3.1. Hintergründe
3.1.1. Bildungspolitik in der DDR
3.1.2. Bildungspolitik in der BRD
3.1.3. Bildungsreform 2001
3.2. Bildungsrahmenpläne am Beispiel von Berlin und Hessen
3.2.1. Berliner Bildungsprogramm für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageeinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt
3.2.1.1. Das Spiel des Kindes heute im Berliner Bildungsprogramm
3.2.2. Bildung von Anfang an. Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen
3.2.2.1. Das Spiel des Kindes heute im Bildungs- und Erziehungsplan Hessen
4. Das Spiel des Kindes und seine Sicht früher und heute in der Pädagogik der frühen Kindheit
4.1. Grundannahmen im Vergleich
4.1.1. Grundannahmen früher in der Pädagogik der frühen Kindheit
4.1.2. Grundannahmen heute in der Pädagogik der frühen Kindheit
4.1.2.1. Berliner Bildungsprogramm
4.1.2.2. Bildungs- und Erziehungsplan Hessen
4.1.3. Vergleich
4.2. Das Spiel des Kindes und seine Sicht im Vergleich
4.2.1. Das Spiel des Kindes und seine Sicht früher
4.2.2. Das Spiel des Kindes und seine Sicht heute
4.2.2.1. Berliner Bildungsprogramm
4.2.2.1. Bildungs- und Erziehungsplan Hessen
4.2.3. Vergleich
5. Persönliches Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Bedeutung und die Sichtweise auf das Spiel des Kindes im historischen Vergleich zwischen den Theorien von Friedrich Fröbel und den aktuellen Anforderungen der Bildungsrahmenpläne der Bundesländer Berlin und Hessen.
- Historische Analyse der Spieltheorie von Friedrich Fröbel
- Darstellung moderner Bildungs- und Erziehungspläne
- Vergleich zwischen historischer Spielpädagogik und heutiger Elementarpädagogik
- Die Rolle der pädagogischen Begleitung im Spielprozess
- Bedeutung des Spiels für die kindliche Selbstbildung und Entwicklung
Auszug aus dem Buch
2.1. Biographie Friedrich Fröbel
Am 21. April 1782 wird Friedrich Wilhelm August Fröbel in Oberweißbach im thüringischen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt geboren. Er ist das sechste Kind eines Pfarrers und verliert bereits im ersten Lebensjahr seine Mutter. Dieses Ereignis prägt seine ersten Kindheitsjahre, denn er findet weder bei seinem Vater, noch bei der Stiefmutter, die familiäre Wärme, die er sucht. Er verbringt die Kindheit isoliert und einsam.
Eine tiefe Religiosität prägt sein Leben, die weniger der Erziehung des Vaters entstammt, sondern seiner ersten Begegnung mit dem Religionsunterricht. Dieser findet in der hiesigen Mädchenschule des Dorfes statt, die Fröbel zum Schuleintritt besucht.
Als Zehnjähriger verlässt Fröbel zu seiner eigenen Zufriedenheit sein Elternhaus und wird von nun an von seinem Onkel mütterlicherseits C. Hoffmann erzogen und betreut. Nach Beendigung seiner Schullaufbahn im Alter von vierzehn, ist sich Friedrich Fröbel noch im Unklaren, welche berufliche Laufbahn er einschlagen möchte. Der Versuch als Schreiber bei einem Ratsherrn zu arbeiten scheitert und so beginnt er eine Forstlehre in Hirschberg an der Saale. „Hier schrieb man ihm ein „widriges, anmaßendes, eingebildetes Wesen zu (…)“. (Kuntze, 1952, 14)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und stellt die Relevanz des historischen Blicks auf die Pädagogik des Spiels für aktuelle Bildungsreformen dar.
2. Das Spiel des Kindes und seine Sicht früher in der Pädagogik der frühen Kindheit: In diesem Kapitel wird das Leben und Werk Friedrich Fröbels, insbesondere seine Spieltheorie und die praktische Anwendung durch Spielgaben, detailliert erörtert.
3. Das Spiel des Kindes und seine Sicht heute in der Pädagogik der frühen Kindheit: Dieses Kapitel analysiert die Hintergründe der modernen Bildungspolitik und stellt die Bildungskonzepte der Bundesländer Berlin und Hessen vor.
4. Das Spiel des Kindes und seine Sicht früher und heute in der Pädagogik der frühen Kindheit: Hier werden die Grundannahmen Fröbels den heutigen Ansätzen in den Bildungsplänen gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Entwicklungen aufzuzeigen.
5. Persönliches Fazit: Das Fazit fasst die Aktualität von Fröbels Pädagogik zusammen, bewertet die Umsetzbarkeit in der modernen Praxis kritisch und plädiert für eine differenzierte Sichtweise.
Schlüsselwörter
Friedrich Fröbel, Spielpädagogik, Elementarpädagogik, Bildungsplan, Spielgaben, Lebenseinigung, Kindheitsforschung, Berliner Bildungsprogramm, Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan, Spieltheorie, Selbstbildung, Pädagogische Begleitung, Elementarbereich, Kindesentwicklung, Historische Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Pädagogik des Spiels, von den historischen Grundlagen durch Friedrich Fröbel bis hin zu den heutigen Anforderungen in deutschen Bildungsplänen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Spieltheorie, den methodischen Ansätzen zur Spielpflege, der Rolle der pädagogischen Fachkraft und der Bedeutung des Spiels als Bildungsmedium.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Gültigkeit historischer Fröbel-Prinzipien im Kontext moderner Bildungsreformen zu prüfen und einen direkten Vergleich zu den aktuellen Lehrplänen in Berlin und Hessen zu ziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die pädagogische Schriften Fröbels mit zeitgenössischen Bildungsplänen vergleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Fröbelschen Pädagogik (Biographie, Spielgaben, Spieltheorie) und die anschließende Analyse der Bildungspläne von Berlin und Hessen hinsichtlich ihrer Sicht auf das kindliche Spiel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Friedrich Fröbel, Spielpädagogik, Bildungsplan, Elementarpädagogik, Lebenseinigung und Ko-Konstruktion.
Wie unterscheidet sich die Rolle des Erziehers bei Fröbel von der heutigen?
Während Fröbel sehr stark auf die begleitende Anleitung und Darreichung von Spielmaterial durch die "Kindergärtnerin" setzte, betonen heutige Pläne eher die Ko-Konstruktion, bei der das Kind als aktiver Mitgestalter seines Lernprozesses wahrgenommen wird.
Welche Bedeutung haben die Bildungspläne für die moderne Praxis?
Die Bildungspläne dienen als verbindlicher Rahmen zur Qualitätssicherung und steuern pädagogische Prozesse durch Ziele und Kompetenzbeschreibungen, weg von einer rein aufbewahrenden Betreuung hin zur gezielten Bildungsarbeit.
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- Eva Schröder (Autor:in), 2012, Das Spiel des Kindes früher und heute in der Pädagogik der frühen Kindheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204847