Alexander der Große - Feldzug, Wirkung und Intention


Essay, 2009

11 Seiten, Note: 15


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Feldzug, Wirkung und Intention
2.1 Der Alexanderfeldzug
2.2 Wirkungen Alexanders
2.3 Ziele Alexanders

3. Fazit

6. Literaturangaben

7. Bibliographie

1. Einleitung

Das Wirken des Makedonen Alexanders hat bis heute Einfluss auf die Geschichte genommen. Er schuf durch seinen Feldzug im vierten Jahrhundert vor Christus ein überaus großes Reich, setzte damit die Grundlagen für einen Epochenwechsel – von der klassischen Zeit Griechenlands zum Hellenismus – und sein Mythos lebt bis heute in Kunst und Kultur fort. Dieser Essay soll einen Überblick über den Alexanderfeldzug, dessen Wirkung und die tatsächlichen Ziele Alexanders geben. Vor allem die Frage nach der Intention Alexanders ist bedeutend, um ihn und seine Größe historisch zu beurteilen.

Zunächst werden die Abschnitte des Alexanderfeldzugs bis zum Tode Alexanders kurz dargestellt. Danach gehe ich auf seine Wirkung von der Antike bis heute ein, um darzulegen, welchen Einfluss er in der Nachwelt hinterlassen hat. Zuletzt werden sein Nachleben und sein Mythos mit seinen vermutlichen, wirklichen Zielen abgeglichen, um seine tatsächliche Intention heraus zu stellen. Am Schluss folgt ein Fazit.

Zunächst noch ein Wort zur Quellenlage. Alexander selbst hatte Gefolgsleute beauftragt, über seine Taten ruhmvoll zu schreiben. Allerdings sind von diesen Berichten keine überliefert. Vielmehr gibt es weitere spätere, schriftliche Quellen, die auf den obigen basieren. Diese sind allerdings untereinander abweichend, was darauf zurück zu führen ist, dass die Autoren unterschiedliche Kriterien und Absichten bei der Quellenauswahl besaßen. Diese Situation erschwert es, den historischen Alexander zu verstehen. Eine weitere wichtige Quelle ist der Alexanderroman, der im 3. Jh. n. Chr. entstanden ist. Er baut auf verschiedenen, älteren Texten auf und fügt daraus eine sehr fiktive Geschichte über Alexander zusammen, die in einigen Teilen immer wieder Wahres beinhaltet. Entscheidender als der Wahrheitsgehalt ist die Wirkung des Romans. Dieser wurde in 35 verschiedene Sprachen übersetzt und hat zur Popularisierung Alexanders im Okzident wie im Orient bis in die heutige Zeit geführt. Neben diesen literarischen Quellen liegen die meisten Münzen mit Bildnissen Alexanders noch heute vor.1

2. Feldzug, Wirkung und Intention

2.1 Der Alexanderfeldzug

Makedonien war in der klassischen, griechischen Geschichte bisher nahezu bedeutungslos und von militärischen Adelsherren dominiert. Erst Alexanders Vater König Philipp II. führte Makedonien in Griechenland zum Aufstieg. Durch Zentralisierung der Macht beim König und Vergrößerung des Heeres vereinigte er Makedonien und baute eine starke Monarchie auf. Philipp besiegte 338 v. Chr. bei Chaironeia ein großes, griechisches Heer und legte damit die Vorherrschaft Makedoniens in Griechenland fest.

In der Folgezeit bildete er den Korinthischen Bund, dem fast alle griechischen Staaten angehörten und an dessen Spitze Makedonien stand. Philipp II. erklärte, dass er die Segregation der griechischen Staaten mit diesem Bund überwinden möchte. Dies sollte gelingen, indem dieser griechische Bund sich an den Persern wegen des Krieges 480/479 rächt, um damit die griechischen Staaten zu einen. So konnte Philipp den Bund und die makedonische Hegemonie glaubwürdig machen und erklärte den Persern den Krieg.2

Vor Beginn des Feldzugs erlag Philipp allerdings einem Attentat. Alexander gewann den Thronstreit und übernahm die Ziele seines Vaters. 334 übertrat das mächtige Heer aus rund 37.500 griechischen und makedonischen Soldaten den Hellespont. Es folgten viele Siege. Mit dem Sieg bei der Schlacht am Fluss Granikos im Mai 334 gegen ein persisches Aufgebot nahm er fast ganz Kleinasien ein. Die Folgeschlacht bei Issos 333 war nun sehr entscheidend. Alexander konnte hier gegen ein wesentlich größeres, persisches Heer, an dessen Spitze der persische König Dareios kämpfte, gewinnen, so dass Dareios floh.

Beim weiteren Vorgehen in Ägypten, wo die Unterwerfung unter das Archaimenidenreich ungern angenommen wurde, zeigte sich Alexander als Befreier und ließ sich zum König, also zum Pharao ernennen. Er besuchte dort auch den ägyptischen Staatsgott Amun-Re, der von den Griechen als Orakelgott Zeus Ammon verehrt wurde.

Da dieser Alexander nach typischer Praxis, wie er es mit Pharaonen handhabte, als Sohn des Zeus Ammon behandelte, ging für die Griechen damit eine Vergöttlichung Alexanders einher, da er damit aus griechischer Sicht mit Herakles gleichgesetzt wurde.

[...]


1 Vgl. Mann 2008, 72-78.

2 Vgl. Mann 2008, 69.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Alexander der Große - Feldzug, Wirkung und Intention
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Historisches Institut)
Note
15
Autor
Jahr
2009
Seiten
11
Katalognummer
V204860
ISBN (eBook)
9783656314875
ISBN (Buch)
9783656315513
Dateigröße
439 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alexander, große, feldzug, wirkung, intention
Arbeit zitieren
Johannes Kolb (Autor), 2009, Alexander der Große - Feldzug, Wirkung und Intention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204860

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