Das Postkoloniale und das Imaginäre – Paradigmen nationalkultureller Identität in Japan


Hausarbeit, 2010
22 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Moderne Logiken
2.1 Identität als Produkt der Moderne
-Identität im Kollektiv
2.2 Das Subjekt im kolonialen Diskurs
-Identität und Differenz
-Der koloniale Diskurs: Orientalismus
2.3 Das Imaginäre in der postkolonialen Theorie

3 Imaginary Japan - Aspekte der nationalkulturellen Identität
3.1 Marilyn Ivy: Japan als „National-cultural Imaginary“
3.2 Shimada Shingo: Japanische Identität als Ergebnis von Übersetzung
3.3 Tessa Morris-Suzuki: Die Erfindung japanischer Kultur

4 Postkoloniale Entlarvung imaginärer Ordnungen

5 Schlussbetrachtung

6 Literaturverzeichnis

Vorbemerkung

Japanische Namen erscheinen in dieser Arbeit in japanischer Form mit dem Nachnamen zuerst und - außer in den Literaturangaben - ohne Komma.

1 Einleitung

Das Erscheinen von Edward Saids Orientalism im Jahr 1978 institutionalisierte und globalisierte die wissenschaftliche Diskussion um die Problematik des Orientalismus in einem beachtlichen Ausmaß. Indem Said die westlichen Vorstellungen (Wissen) über den Orient als diskursive Praxis vorstellte, die der Beherrschung (Macht) des Ostens diente, ermöglichte er zugleich einen neuen Weg der Kritik und Analyse der kolonialen Praxis sowie der eigenen Einstellung zum ‚Anderen’ und gab den Anstoß für die Etablierung der postkolonialen Theorie, welche dieser Arbeit als primäre Methodik dienen soll.

Das Werk Saids offenbarte deutlich das Problem der modernen europäischen Wissenschaften, den Orient als ‚Anderen’ im Kontrast zum ‚Eigenen’ als essentialisierte Differenz a priori festzuschreiben. So geht die postkoloniale Theorie davon aus, dass jede wissenschaftliche Aneignung des ‚Anderen’ von eigenen Denk- und Vorstellungsweisen von Differenz bereits diskursiv vorgeprägt ist. Dieses Denken in Dichotomien diente der Selbstvergewisserung und Etablierung der europäischen Identität seit der Moderne und lieferte den Legitimationsgrund für die Beherrschung der nicht-europäischen Länder. Das Besondere der postkolonialen Theorie liegt darin, dass sie seit den 1970er Jahren vor allem von nicht-westlichen Intellektuellen entwickelt wurde, die an den namhaften Universitäten in Europa und den USA arbeiteten und deshalb mit einer doppelten Perspektive der Erfahrung zweier Kulturen ausgestattet waren1 ; ihre Werke zielten unter anderem auf die Überwindung des Kulturkolonialismus als auch der überlegenen Arroganz des Westens und übten starke Kritik am akademischen Eurozentrismus.

Vor diesem Hintergrund fruchtete ein zunehmend kritisches Bewusstsein im akademischen Diskurs, das ebenso durch den Dekonstruktivismus und Poststrukturalismus angeregt wurde. So setzt sich die postkoloniale Theorie reflexiv mit den Institutionalisierungen orientalistischer, kolonialer und moderner Vorstellungen und Paradigmen auseinander, die bis heute verschiedenste diskursive Praktiken prägen.

Aus dieser Perspektive heraus will die vorliegende Arbeit der Frage nachgehen, wie die nationalkulturelle Identität in Japan im Wechselspiel mit den Problematiken des Eurozentrismus, Kolonialismus und Orientalismus erst gedacht werden konnte und wie die postkoloniale Debatte dabei implizit die modernen Wissenschaften kritisiert. Japan steht dabei als Beispiel für einen imaginären Topos der paradigmatischen Moderne, dessen Logiken, die bis heute unsere Vorstellungen von Identität, Kultur und dem ‚Anderen’ prägen, mithilfe der postkolonialen Theorie aufgedeckt werden sollen. Dabei spielt bei vielen Autoren das Imaginäre, das Vorgestellte, Bildhafte, Erfundene oder auch das Phantasmatische eine zentrale Rolle. Sie zeigen, dass die begrifflichen Konzepte wie Identität, Kultur oder Nation auf gewissen Vorstellungen beruhen, die sich verändern und eine Geschichte haben, die von uns gedacht werden und immer auch wirklichkeitskonstituierend sind.

2 Moderne Logiken

Dadurch, daß wir seit Jahrtausenden mit moralischen, ästhetischen, religiösen Ansprüchen, mit blinder Neigung, Leidenschaft oder Furcht in die Welt geblickt und uns in den Unarten des unlogischen Denkens recht ausgeschwelgt haben, ist diese Welt allmählich so wundersam bunt, schrecklich, bedeutungstief, seelenvoll geworden, sie hat Farbe bekommen, - aber wir sind die Koloristen gewesen: der menschliche Intellekt hat die Erscheinung erscheinen lassen und seine irrtümlichen Grundauffassungen in die Dinge hineingetragen.

Friedrich Nietzsche2 Begriffe wie ‚Identität’, ‚nationalkulturelle Identität’, ‚Kultur’ oder ‚Nation’ basieren auf dem Konzept der Abgrenzung. Grenzen entstehen dabei diskursiv, werden naturalisiert und nicht mehr hinterfragt (Shimada 2000:9). Demnach konstituieren Diskurse3 und Sprache im weitesten Sinne nach Reinhart Koselleck die Wirklichkeit des Menschen:

Sprache ist sowohl rezeptiv wie produktiv, sie registriert und ist zugleich ein Faktor der Wahrnehmung, der Erkenntnis und des Wissens. Keine Wirklichkeit läßt sich auf ihre sprachliche Deutung und Gestaltung reduzieren, aber ohne solche sprachlichen Leistungen gibt es - jedenfalls für uns - keine Wirklichkeit. (2006:62)

Die genannten Begriffe sind an moderne Konzepte gebunden, mit modernem Wissen versehen und in eine ganz bestimmte Logik eingebettet. In Anlehnung an Michel Foucault bilden sie keine wahren Gegebenheiten4, sondern sind unter historischen Ereignissen gewachsen und an bestimmte Machtsysteme gebunden, die wir heute als Moderne5 zusammenfassen. Im Folgenden sollen die verschiedenen Begrifflichkeiten und ihre Einbettung in moderne Logiken kurz untersucht werden.

2.1 Identität als Produkt der Moderne

Nach Stuart Hall, dem britischen Soziologen und Begründer der Cultural Studies, sind alle modernen Identitäten und Repräsentationen in Raum und Zeit verortet und haben „imaginäre Geographien“, wie zum Beispiel Heimat, Tradition oder Ursprungsmythen (1994a:210). Die moderne Logik der Identität setzt immer ein stabiles Subjekt mit autonomen Ursprung, Kontinuität und Authentizität voraus (Hall 1999:84). Hall beschreibt die Etablierung dieses Identitätskonzeptes anhand der wachsenden Komplexität der Moderne: Das Subjekt wird durch die Interaktion zwischen dem Individuum und der Gesellschaft im Verhältnis zum ‚Anderen’ geformt und innerhalb der kulturellen Identität bei gleichzeitiger Internalisierung ihrer Bedeutungen entworfen; das Subjekt wird dabei, in einem reziproken Stabilisierungsprozess, mit der Gesellschaftsstruktur verklammert (Hall 1994a:182). Durch verschiedene historische Ereignisse und Prozesse sowie dem Aufkommen neuer Weltanschauungen und Philosophien zentrierte sich die Vorstellung des individuellen Subjektes schließlich um die Vernunft - eine Vorstellung, die sich durch die Globalisierung vergesellschaftlichte und auf der sich zunehmend liberale Theorien gründeten (ebd.:190).

Identität im Kollektiv

Kollektive Identitäten dienen der Stabilisierung und Inszenierung unseres „Bewusstseins von uns selbst“ (Hall 1999:88). Dabei bildet die kollektive Identität der Nationalität das grundlegende Vergesellschaftungsprinzip der Moderne, welche in Europa des 18. Jahrhunderts als Idee aufkam und sich im Zuge des 19. und frühen 20. Jahrhunderts durch Kolonialismus und Imperialismus verbreitete. Bis heute prägt die Vorstellung der Nationalität als Wesen die politische und kulturelle Weltordnung.

Hall definiert Nation als System kultureller Repräsentationen (Hall 1994a:200f.), Benedict Anderson wiederum sieht sie als „imagined community“,because the members of even the smallest nation will never know most of their fellowmembers, meet them, or even hear of them, yet in the minds of each lives the image of their communion. (Anderson 1983:15)

Weiterhin wird das ‘Bild’ der Nation nach Eric J. Hobsbawm durch erfundene Traditionen, Symbole, Geschichte und Kultur gestützt6. Nationalistische Diskurse beruhen demnach immer auf Essentialismen sowie auf Ideen der Naturwüchsigkeit; Nationen finden ihre Realität durch die Betonung von Ursprüngen, Kontinuität, Tradition und Zeitlosigkeit (Hall 1994a:202). Durch die Ausübung kultureller Macht, durch gezielte Repräsentationen und diskursive Entwürfe erscheint die Nation als homogenes Ganzes (ebd.:206). Diese Homogenität wird jedoch nicht nur innenpolitisch konstruiert, sondern beruht auf der Errichtung von kulturellen ‚Anderen’. Da die Semantik der Nation auf Exklusion beruht, werden Menschen außerhalb der nationalen Grenzen als Fremde bestimmt. Dabei liegt der ideologische Charakter dieser Gemeinschaftsvorstellung nach dem Soziologen Shimada Shingo in dem Anspruch, die neue politische Gemeinschaft käme ohne fremde Elemente zustande: Innergesellschaftliche Differenz und Fremdheitsverhältnisse werden so auf interkulturelle Differenzverhältnisse verlagert (Shimada 2000:176). Die innergesellschaftlichen Grenzen werden zugunsten einer neuen Innen-Außen-Grenze eliminiert, der Grenze zwischen Okzident und dem ‚Anderen’. Dafür war vor allem der Begriff der Rasse konstitutiv, der im 19. Jahrhundert die Ausdrücke ‚Volk’ und ‚Nation’ vereinnahmte und die ursprünglich naturgeschichtliche Theorie Darwins auf menschliche Gesellschaften anwandte. Dies begründete die Überlegenheit der „weißen, westlichen Rasse“ biologisch als auch historisch und wurde Teil des okzidentalen Selbstverständnisses im kolonialen Diskurs (ebd.:182f.).

Dem modernen Nationalismus und Kolonialismus sowie dem Aufkommen einer Anthropologie im Dienste der imperialen Mächte verdanken wir die Vorstellung einer weiteren Form kollektiver Identität: Bei den deutschen Nationalisten Johann Gottfried Herder und Johann Gottlieb Fichte kommt Ende des 18. Jahrhunderts erstmals die Idee einer eigenen ethnischen Kultur auf, die politisch zu einem relevanten Faktor wird:

In dem Maße, wie die vormoderne ‚Nation’ dem modernen Nationalstaat weicht, kann die Struktur traditioneller Rollen die Gesellschaft nicht mehr zusammenhalten, und als deren einheitsstiftendes Grundprinzip springt die Kultur im Sinne einer Gemeinsamkeit der Sprache, des Erbes, des Bildungssystems, der Werte und dergleichen ein. (Eagleton 2009:40)

Mit Herder nahm der Begriff ‚Kultur’ Mitte des 19. Jahrhunderts seine völkische Wendung: Er wird nun dazu verwendet, seine eigene Gesellschaft als ‚Zivilisation’ zu idealisieren, während man gleichzeitig „primitive“ Kulturen als solche bezeichnen kann. Kultur als „ein Synonym für die Hauptströmung der westlichen Zivilisation und gleichzeitig deren Antithese“ ist demnach in sich widersprüchlich (ebd.:22f.). Das Aufkommen der modernen Anthropologie bezeichnet schließlich den Punkt, an dem der Westen begann in anderen Gesellschaften legitime Studienobjekte zu sehen. So beinhaltet dieser Kulturbegriff auch immer die Idee vom ‚Anderen’: Während die eigene Identitätskultur einer selbst- verständlichen Lebensweise gleicht, die alles durchdringt, so wird die Kultur der ‚Anderen’ als ethnisch, eigentümlich und besonders wahrgenommen und bezeichnet (ebd.:41).

Die kollektiven Identitätsformen der Nation und Kultur gelten als wichtige Vergesellschaftungsprinzipien der Moderne. Als Vorstellungen, die historisch gewachsen und an eine Vielzahl von Machtsystemen gebunden sind, konstituieren sie - als diskursive Tatbestände - bis heute unsere Realität. Sie funktionieren nur in bestimmten Logiken, werden über Differenzen bestimmt und bilden somit die Grundlage für den kolonialen Diskurs, wie im Folgenden gezeigt werden soll.

2.2 Das Subjekt im kolonialen Diskurs

Identität und Differenz

Stuart Hall beschreibt den Kernpunkt des Konzeptes von Identität folgendermaßen: „Sie müssen wissen, wer sie nicht sind, um zu wissen, wer sie sind. […] der Blick des Anderen auf einen selbst fixiert meine Identität“ (Hall 1999:93). Dabei bezieht er sich auf den Strukturalismus Ferdinand de Saussures (1857-1912), welcher besagt, dass die Bedeutung eines Zeichens nur innerhalb eines Bedeutungssystems existiere und von den Beziehungen abhängig sei, die zwischen unterschiedlichen Zeichen bestehen7. Ebenso entwickeln Nationen oder Kulturen ihr Identitätsbewusstsein nur, indem die sich dem ‚Anderen’ differenziert gegenüberstellen; nur binäre Oppositionen produzieren Bedeutungen und werden zu verwandten Elementen im selben Diskurs: Das eine kann ohne das andere nicht sein (ebd.:278). Hall zufolge gibt es weiterhin keine Identität, die ohne eine dialogische Beziehung zum Anderen existiert. Der Andere ist nicht draußen, sondern ebenso im Selbst, in der Identität. Daher ist Identität ein Prozeß, Identität ist Spaltung. Identität ist kein Fixpunkt, sondern ein ambivalenter Punkt. Identität ist auch die Beziehung des Anderen zu einem selbst. (ebd.:93)

Das bedeutet, dass jedes Identitätskonzept nur innerhalb des Diskurses und seiner Repräsentationen funktioniert. Identität kann demnach nur in Beziehung zur Differenz gedacht werden: Das eine ist ohne das andere nicht vorstellbar (ebd.:94).

Shimada zufolge werden Identitäten durch kulturelle Wechselwirkungen mit dem Anderen fixiert. So wurde der Okzident, der den Orient auf der diskursiven Ebene konstruierte, im selben Prozess auch erst erfahrbar:

Das Reden über sich selbst setzt eine Differenz zwischen sich und den Anderen voraus und schreibt sie zugleich fest. Dies bedeutet, dass man nicht nur den expliziten Diskurs über den Orient, sondern auch den Diskurs über die eigenen gesellschaftlichen Zusammenhänge unter dem Aspekt des Orientalismus zu interpretieren hat. So wird die sozialwissenschaftliche Theoriebildung unter diesem Aspekt als ein Selbstverständigungsdiskurs des Westens analysiert. (Shimada 2000:10)

Die durch diese Theoriebildung gezogene Grenze des Okzidents wurde seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von außereuropäischen Kulturen übernommen und wurde dort konstitutiv für die eigene Identitätsbildung (ebd.). Diese Prozesse werden im kolonialen Diskurs, der durch den Literaturwissenschaftler Edward Said (1935-2003) erforscht wurde, der Analyse und Kritik zugänglich gemacht.

Der koloniale Diskurs: Orientalismus

Das Konzept des ‚kolonialen Diskurses’ wurde von Edward Saids einflussreicher Studie Orientalism im Jahre 1978 entwickelt. Aufbauend auf den Vorarbeiten von Theoretikern wie Michel Foucault (1926-1984) und Antonio Gramsci (1891-1937) stellte Said fest, dass die Mechanismen des Kolonialismus nicht nur auf physischer (militärischer) Ebene ablaufen, sondern auch und vor allem auf der sprachlichen: Foucault folgend sind Diskurse für Said herrschaftslegitimierende Konstrukte, welche durch die Übermittlung von Wissen über den Orient die Ausübung von Macht über ihn ermöglichen. Der Hegemoniebegriff, den Said von Gramsci entlehnt, bezeichnet wiederum einen über gewaltsame Dominanz hinausgehenden Herrschaftsmodus, in dem eine herrschende Gruppe einen gesamtgesellschaftlichen Konsens über die universelle Gültigkeit ihrer Interessen etabliert hat. Im hegemonialen Diskurs werden die individuellen Sichtweisen der herrschenden Partei als allgemeingültige und selbstverständliche Praxis konstituiert.

[...]


1 Zu den bedeutendsten Vertretern zählen unter anderem Edward Said, Homi Bhabha, Gayatri Chakravorty Spivak, Djelal Kadir, Rajeswari Sunder Rajan und Stuart Hall.

2 Nietzsche 1994:269

3 Der Begriff „Diskurs“ wird in dieser Arbeit im Sinne Michel Foucaults verwendet. Ein Diskurs stellt somit einen gebündelten Bereich sozialen Wissens dar, ein System von Aussagen, innerhalb derer die Welt erfasst werden kann; kurz: ein Komplex aus Zeichen und Praxen, die die soziale Existenz und Reproduktion organisieren. Ein Diskurs verbindet Wissen mit Macht: So ist beispielsweise der Diskurs über den Orient und das Wissen über ihn gleichzeitig der Weg ihn zu beherrschen (Ashcroft et al. 1999:70f.).

4 vgl. Foucault: „‚Wahrheit’ ist zu verstehen als ein Ensemble von geregelten Verfahren für Produktion, Gesetz, Verteilung, Zirkulation und Wirkungsweise der Aussagen. Die ‚Wahrheit’ ist zirkulär an Machtsysteme gebunden, die sie produzieren und stützen, und an Machtwirkungen, die von ihr ausgehen und sie reproduzieren. ‚Herrschaftssystem’ der Wahrheit." (1978:53f.);Foucault zufolge existiert so etwas wie ‚prädiskursive Wahrheit’ nicht: „Man muß den Diskurs als eine Gewalt begreifen, die wir den Dingen antun; jedenfalls als eine Praxis, die wir ihnen aufzwingen.“ (Foucault 1991:34f.)

5 In den Sozialwissenschaften werden folgende Elemente der Moderne als wesentlich angesehen: die Prozesse der Säkularisierung und der Industrialisierung, der Wandel der Vorstellung der Zeit (Fortschrittsdenken), der Wandel des Subjekt vom gemeinschaftlichen zum individualistischen Subjekt, die Vorstellung rationaler Überlegenheit sowie die Autonomisierung gesellschaftlicher Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Recht und Ethik.

6 vgl. Hobsbawm, Eric J. (1993): The Invention of Tradition. Cambridge: Cambridge University Press

7 vgl. de Saussure, Ferdinand (1967): Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Berlin: De Gruyter

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Das Postkoloniale und das Imaginäre – Paradigmen nationalkultureller Identität in Japan
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Japanologie)
Veranstaltung
Seminar "Ganz Asien ist eins"
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V204892
ISBN (eBook)
9783656321132
ISBN (Buch)
9783656322498
Dateigröße
478 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Japan, Nation, Orientalismus, Postkolonialismus, Eurozentrismus, Identität, Dichotomie, Diskurs, Kultur, Dekonstruktion, Moderne
Arbeit zitieren
Julia Leser (Autor), 2010, Das Postkoloniale und das Imaginäre – Paradigmen nationalkultureller Identität in Japan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204892

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Das Postkoloniale und das Imaginäre – Paradigmen nationalkultureller Identität in Japan


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden