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Konfliktmanagement in Projektteams

Titel: Konfliktmanagement in Projektteams

Hausarbeit , 2011 , 27 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Valentina Elsner (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Konflikte in Gruppen und Gesellschaften gibt es seit Menschengedenken. Und seit jeher wurde versucht, sie durch Organisation zu regulieren. Ständegesellschaften1, Ordnungen durch Religionsgemeinschaften2 und Monarchien sind die ersten Versuche, einer Gesellschaft zu Frieden und innerer Ruhe zu verhelfen. Enthielten diese Theorien noch die Idee einer starren Ordnung mit einem Oberhaupt bzw. einer bestimmenden Klasse, entwickelten sich daraus freiere Staatsformen (Ansätze der Demokratie, Marxismus), die nicht mehr nur einzelnen eine Macht zubilligten. Diese Formen der Regelungen wechselten ständig, denn je unruhiger die Zeiten waren, umso größer war der Zuspruch „Starker Staaten“ und damit einer Regelung der Konflikte von außen.3 Allerdings sind Konflikte notwendig, um in liberaleren Staatsformen z. B. Demokratien ausgeglichene Regeln zu schaffen.4 Parallel zur Entwicklung der Gesellschaft veränderten sich die Strukturen in den Unternehmen, von dem kleinen Familienbetrieb bzw. kleinen Betriebsstätten mit einem Oberhaupt hin zu Massenarbeitsplätzen in der Industrie.5 Auch hier versuchte man durch Organisation Ordnung in das System zu bringen. Zunächst entwickelten sich streng hierarchische Organisationstheorien, wie z. B. der Bürokratieansatz, der Taylorismus und die deutsche Organisationslehre. Diese Organisationsformen eignen sich insbesondere für standardisierte Abläufe.6 Obwohl diese mechanische Sichtweise der Organisation in der Wissenschaft bereits durch neue Ansätze, z. B. der verhaltensorientierten, systemtheoretischen oder situativen Ansätze ergänzt wurden, sind sie heute noch weit verbreitet.7

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Konflikte, Konfliktmanagement

2.2 Projekte und Projektwirtschaft

2.3 Projektorganisation

2.4 Projektteams

3 Konflikte in Projektteams

3.1 Konfliktursachen/Konfliktentstehung

3.2 Konfliktverlauf

3.3 Konfliktkosten

3.4 Typische Konflikte in Projektteams

4 Konfliktmanagement

4.1 Methoden des Konfliktmanagements in Projekten

4.2 Grenzen des Konfliktmanagements in Projekten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Dynamik von Konflikten in Projektteams sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Konfliktmanagements in einem betriebswirtschaftlichen Kontext. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie projekt- und organisationsspezifische Faktoren zur Konfliktentstehung beitragen und welche Ansätze zur professionellen Bewältigung in flexiblen Organisationsstrukturen existieren.

  • Theoretische Herleitung eines fundierten Konfliktbegriffs
  • Analyse von Ursachen und Verläufen von Konflikten in Projektgruppen
  • Untersuchung der finanziellen und strukturellen Auswirkungen von Konflikten
  • Vergleich verschiedener Methoden und Ansätze des Konfliktmanagements
  • Beurteilung der Führungsrolle in Projektteams bei der Konfliktregelung

Auszug aus dem Buch

3.2 Konfliktverlauf

Aus der Ursache und Entstehung des Konfliktes entwickelt sich der Verlauf. Glasl analysierte den Verlauf von Konflikten durch den Vergleich mit bisherigen Eskalationsstudien und mit mehr als dreihundert Praxisfällen und teilt ihn in neun Eskalationsstufen auf:

Stufe eins: Verhärtung. Zunächst besteht kein Unterschied zu Alltagssituationen, kleine Spannungen, die schnell beigelegt werden, im weiteren Verlauf kristallisieren sich unterschiedliche Meinungen und Standpunkte heraus und verhärten sich, innerhalb von Teams bilden sich Adhäsionsgruppen, Verzerrung der Wahrnehmungen beginnen (bei der eigenen Gruppe werden nur positive Aspekte und bei der anderen die negativen wahrgenommen), Festlegung von Rollen und Handlungsmustern in den Gruppen, zunächst sind die Rollen flexibel, aber sobald kritische Momente auftauchen, fällt die Gruppe in ihr entwickeltes Muster und erfährt dadurch positive Lernergebnisse, die Gruppe scheint auf diese Art Konflikte bewältigen zu können, dieser Bewältigungsmechanismus ist allerdings mit Mehranstrengung verbunden, Probleme werden als negative Energie wahrgenommen, gleichzeitig wird eine Abhängigkeit der Gruppen voneinander bemerkt, da nur gemeinsam die Ziele erreicht werden können.

Stufe zwei: Debatte und Polemik. Die Parteien sehen auf der Schwelle von Stufe eins auf Stufe zwei noch die gemeinsamen Ziele und Interessen, allerdings treten die eigenen Interessen immer mehr in den Vordergrund, dadurch entwickelt sich eine grundlegende Veränderung des Klimas durch rigorosere Haltungen und härteren Konfrontationen, das Bewusstsein für die Eigeninteressen fördern den Zusammenhalt innerhalb der eigenen Partei und fördern das Selbstwertgefühl und dadurch Arroganz gegenüber der anderen Partei, Fixierung auf eigene Standpunkte und Betonung dieser, Änderung des sozialen Klimas, Rückzug von der andern Partei und Misstrauen ihr gegenüber, Versuch der Herstellung des Gleichgewichtes durch Argumentation und sachlichen Beweisen der eigenen Position (häufig durch „Quasi-Rationalität“), keine Konfliktvermeidung mehr, die Parteien wollen ihrem Unmut Luft machen, was scheinbar zur Erleichterung führt, aber das Grundproblem nicht bewältigt, häufig auch Kämpfe auf „Nebenschauplätzen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von Konflikten in Gesellschaften und Unternehmen ein und leitet zum modernen Phänomen der Projektwirtschaft und der damit verbundenen Konfliktproblematik über.

2 Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Konflikt, Konfliktmanagement, Projekt und Projektorganisation definiert und deren Bedeutung für die betriebswirtschaftliche Praxis erläutert.

3 Konflikte in Projektteams: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen, den eskalierenden Verlauf, die anfallenden Konfliktkosten sowie spezifische Konfliktquellen innerhalb von Projektteamstrukturen.

4 Konfliktmanagement: Es werden verschiedene Methoden und Ansätze zur Konflikthandhabung vorgestellt und die systembedingten Grenzen dieser Managementmethoden in der Praxis kritisch beleuchtet.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Konfliktmanagement ein integraler Bestandteil des Projektmanagements sein muss, da ungelöste Konflikte den Projekterfolg und die Ressourceneffizienz direkt gefährden.

Schlüsselwörter

Konfliktmanagement, Projektteams, Projektwirtschaft, Projektorganisation, Konfliktursachen, Eskalationsstufen, Konfliktkosten, Teamarbeit, Führung, Systemtheorie, Organisationsstruktur, Projektleitung, Konfliktverlauf, betriebswirtschaftliche Konflikte, Krisenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt das Konfliktpotenzial in modernen Projektteams, analysiert die Ursachen dieser Konflikte und diskutiert, wie Projektleiter und Unternehmen mit diesen Herausforderungen konstruktiv umgehen können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit beleuchtet die Definitionen von Konflikten, die Struktur von Projekten, die verschiedenen Eskalationsstufen von Konflikten nach Glasl sowie die Anwendung von Konfliktmanagement in der Praxis.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht unter anderem, wie sich die Arbeitsweise in Projektteams auf das Klima auswirkt, ob diese Teams anfälliger für Konflikte sind und ob eine starke hierarchische Führung zur Konfliktregelung notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse, um bestehende Theorien zum Konfliktmanagement, zu Gruppenentwicklungsmodellen (z. B. Tuckman) und zu Organisationsformen in der Projektwirtschaft zusammenzuführen und kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Konfliktentstehung und -verläufe in Projekten sowie eine Evaluierung von Konfliktkosten und Methoden zu deren Bewältigung unter Berücksichtigung verschiedener Projektorganisationsformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Konfliktmanagement, Projektteams, Projektorganisation, Eskalationsstufen und betriebswirtschaftliche Organisationsstrukturen definieren.

Warum spielt die Gruppengröße bei der Konfliktentstehung eine Rolle?

Wie im Dokument erwähnt, steigt mit zunehmender Gruppengröße das Konfliktpotenzial an, da die Anzahl möglicher Konstellationen zunimmt, weshalb ein Kernteam idealerweise zwischen 7 und 10 Personen groß sein sollte.

Inwiefern beeinflussen Projektressourcen die Konfliktwahrnehmung?

Da Projekte in ihren finanziellen und zeitlichen Ressourcen meist begrenzt sind, kommt es häufig zu Verteilungskonflikten, wobei Kosten oft gar nicht explizit im Projekt erfasst werden, um geplante Budgets formal einzuhalten.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konfliktmanagement in Projektteams
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen  (Betriebswirtschaft )
Note
2,3
Autor
Valentina Elsner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V204898
ISBN (eBook)
9783656317005
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konfliktmanagement projektteams
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Valentina Elsner (Autor:in), 2011, Konfliktmanagement in Projektteams, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204898
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Leseprobe aus  27  Seiten
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