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Soziales Lernen - Methodik gegen Gewalt an Schulen?

Titel: Soziales Lernen - Methodik gegen Gewalt an Schulen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 9 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nilo Gora (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Raufereien und gewalttätige Auseinandersetzungen gehören auf deutschen Schulhöfen zum leidlichen Allgemeinbild. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, beschäftige ich mich in dieser Hausarbeit mit dem Sozialen Lernen als Mittel gegen Gewalt an Schulen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziales Lernen in der Schule

2.1 Funktionsbereiche des Sozialen Lernens nach Prior

2.1.1 Soziales Lernen als soziale Elementarerziehung

2.1.2 Soziales Lernen als gruppendynamisch- interaktionistische Funktion

2.1.3 Soziales Lernen als sozialpädagogische und kompensatorische Funktion

2.1.4 Soziales Lernen als emanzipative und politische Funktion

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des sozialen Lernens als methodischen Ansatz zur Prävention von Gewalt an Schulen. Ziel ist es, die theoretischen Funktionsbereiche des sozialen Lernens zu beleuchten und deren praktische Relevanz sowie notwendige schulische Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung zu diskutieren.

  • Analyse der Gewaltproblematik und ihrer Ursachen an Schulen
  • Differenzierung der Funktionsbereiche des sozialen Lernens nach Prior
  • Bedeutung der sozialen Elementarerziehung als Basis
  • Die Rolle der Gruppendynamik und Interaktion in sozialen Lernprozessen
  • Herausforderungen bei der Umsetzung und notwendige strukturelle Veränderungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Funktionsbereiche des sozialen Lernens nach Prior

Die uneinheitliche Verwendung des Begriffs soziales Lernen indiziert, dass dieser Terminus von Vorläufigkeit geprägt ist. Diese Tatsache macht es somit notwendig diesen Begriff ansatzweise zu klären. Nach Prior entfaltet sich das soziale Lernen in insgesamt vier Funktionsbereiche. Die Konzeption des sozialen Lernens an Schulen setzt voraus, dass bei der praktischen Anwendung eine Lernzielbestimmung und Methodenwahl durchzuführen ist. Eine klare Trennung der einzelnen Funktionsbereiche lässt sich nicht durchführen, da diese gemeinsame als auch spezielle Aufgaben erfordern. Es wird unterschieden in einen allgemeinen Bereich und drei spezielle Bereiche, die im Folgenden nach ihrer Zielsetzung skizziert werden (vgl. Prior 1976: 48).

2.1.1 Soziales Lernen als soziale Elementarerziehung

Dieser erste und meiner Meinung nach wichtigste Funktionsbereich des sozialen Lernens handelt um das vermitteln einer sozialen Elementarerziehung. Diese Vermittlung von „Sozialen Grundfertigkeiten“ gewinnt mit einem zunehmenden Sozialisationsdefizit stetig an Bedeutung. Die Schule muss sich zunehmend als Sozialisationsfeld sehen um die Mindestanforderungen an Sozialisation in Teilen der Gesellschaft aufrecht zuerhalten. Somit fordert Prior den Erwerb von Sozialkompetenzen bei Lehrern und Schülern sowie eine sozialpädagogische Umgestaltung der Schule als Institution (vgl. Prior 1976: 48). Hier bildet der erste Funktionsbereich des sozialen Lernens die Basis für die folgenden Funktionsbereiche und stellt gleichzeitig ein Minimum an zu erwerbender sozialer Kompetenz dar. Diese Forderungen sind jedoch nicht neu, bereits 1809 forderte Heinrich Pestalozzi in seiner Rede vor der Gesellschaft der schweizerischen Erziehungsfreunde in Lenzburg zu dem Gebrauch von sittlicher Elementarbildung. „… die im vorhergehenden aufgestellten Grundsätze der sittlichen Elementarbildung, so sehen wir, dass auch der ganze Umfang dieser Übungen nichts anderes ist als ein Resultat des psychologischen geordneten und belebten Gebrauchs der in uns wohnenden sittlichen Kraft, ebenso nach dem Impuls

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die zunehmende Gewalt an Schulen dar und führt das soziale Lernen als methodischen Lösungsansatz ein.

2. Soziales Lernen in der Schule: Es erfolgt eine begriffliche Klärung sowie die Einordnung des sozialen Lernens in den schulischen Bildungskontext.

2.1 Funktionsbereiche des Sozialen Lernens nach Prior: Die methodische Konzeption nach Prior wird eingeführt, um eine strukturierte Lernzielbestimmung zu ermöglichen.

2.1.1 Soziales Lernen als soziale Elementarerziehung: Dieser Abschnitt beschreibt die Vermittlung sozialer Grundfertigkeiten als notwendiges Fundament der Sozialisation.

2.1.2 Soziales Lernen als gruppendynamisch- interaktionistische Funktion: Hier wird der Fokus auf die Förderung des Interaktionsverhaltens innerhalb von Gruppen gelegt.

2.1.3 Soziales Lernen als sozialpädagogische und kompensatorische Funktion: Dieses Kapitel thematisiert den Ausgleich individueller Sozialisationsdefizite durch pädagogische Maßnahmen.

2.1.4 Soziales Lernen als emanzipative und politische Funktion: Der letzte Funktionsbereich befasst sich mit der Befähigung zu politischem Handeln und kritischem Denken.

3. Fazit: Eine abschließende Bewertung des sozialen Lernens als effektive, wenn auch umsetzungsintensive Präventionsmaßnahme.

Schlüsselwörter

Soziales Lernen, Gewaltprävention, Schule, Sozialisation, Sozialkompetenz, Gruppendynamik, Elementarerziehung, Erziehungswissenschaft, Sozialpädagogik, Interaktion, Emanzipation, Konfliktlösung, Reformpädagogik, Lehrerrolle, Bildungsauftrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz und methodische Ausgestaltung des „Sozialen Lernens“ als pädagogisches Instrument zur Reduktion von Gewalt an Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Ursachen von Gewalt, die begriffliche Einordnung von Sozialisation und Sozialerziehung sowie die vier spezifischen Funktionsbereiche des sozialen Lernens nach Harm Prior.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Aufarbeitung des Konzepts „Soziales Lernen“ und die Prüfung seiner Wirksamkeit als methodischer Ansatz zur Verbesserung des Schulklimas und der sozialen Kompetenz der Schüler.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer und soziologischer Konzepte, insbesondere der Theorien von Prior, Oelkers und Pestalozzi.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und eine detaillierte Erläuterung der vier Funktionsbereiche: Elementarerziehung, gruppendynamische Interaktion, kompensatorische Sozialpädagogik und politische Emanzipation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sozialkompetenz, Prävention, schulische Gewalt, Reformpädagogik und die Funktionsbereiche nach Prior.

Inwiefern ist das soziale Lernen eine Antwort auf die aktuelle Lehrersituation?

Die Autorin argumentiert, dass das soziale Lernen den Lehrkräften feste Ziele und Strukturen an die Hand gibt, um Sozialisationsmängel gezielt zu bearbeiten, erfordert jedoch eine grundlegende Umstrukturierung der schulpädagogischen Arbeitsformen.

Welche Rolle spielen „Randständige“ im Konzept des sozialen Lernens?

Im dritten Funktionsbereich (sozialpädagogische und kompensatorische Funktion) dient das soziale Lernen dazu, Barrieren abzubauen und durch spezifische Maßnahmen aktiv zur Integration dieser Schüler beizutragen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziales Lernen - Methodik gegen Gewalt an Schulen?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Autor
Nilo Gora (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
9
Katalognummer
V204910
ISBN (eBook)
9783656321125
ISBN (Buch)
9783656322726
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziales Lernen Schule Gewalt Prior Elementarerziehung Soziales Wesen Tabula Rasa Methodik gegen Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nilo Gora (Autor:in), 2012, Soziales Lernen - Methodik gegen Gewalt an Schulen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204910
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Leseprobe aus  9  Seiten
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