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Kommunale Aufgaben im Wandel der Zeit

Erläutert am Beispiel der Energieversorgung

Title: Kommunale Aufgaben im Wandel der Zeit

Term Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tim Koss (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Kommunale Aufgabenbereiche befinden sich seit geraumer Zeit im stetigen Wandel. Oft hilft hierbei nur noch die Privatisierung um erdrückende Kosten zu vermeiden. Die vorliegende Arbeit soll positive und negative Aspekte dieses Vorgehens am Beispiel der Energieversorgung erörtern.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklungen der kommunalen Aufgaben im 19. Jahrhundert

2.1 Die Preußischen Reformen von 1808

2.1.1 Ziele

2.1.2 Städtereform

2.2 Entwicklung seit dem späten 19. Jahrhundert

2.2.1 Ein frühes Public Private Partnership – Programm?

2.2.2 Polizeiliche Aufgaben als Beispiel staatlicher Verwaltung

3. Der Umfang kommunaler Aufgaben heute

3.1 Gesetzliche Verankerung

3.2 Kategorisierung des Aufgabenfeldes

3.3 Bereiche im Wandel

3.4 Liberalisierung der Märkte

3.4.1 Negative Auswirkungen der Liberalisierung

4. Das Beispiel des Energiemarktes

4.1 Ausblick

5. Stand und Perspektiven kommunaler Unternehmen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den historischen und gegenwärtigen Wandel kommunaler Aufgabenbereiche und untersucht die Auswirkungen der durch die Europäische Union initiierten Liberalisierungsprozesse, insbesondere unter dem Aspekt der kommunalen Daseinsvorsorge im Energiemarkt.

  • Historische Grundlagen kommunaler Selbstverwaltung (Preußische Reformen)
  • Die Herausforderungen der Industrialisierung für städtische Infrastrukturen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Kategorisierung kommunaler Aufgaben
  • Die Rolle der EU bei der Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungsmärkte
  • Chancen und Risiken für kommunale Unternehmen im liberalisierten Wettbewerb

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Ein frühes Public Private Partnership – Programm?

Wegen der hohen Investitions- und Betriebskosten nahmen viele Kommunen anfangs Abstand von neuen Technologien, wandten sich dann aber schnell an private Unternehmen, die in langfristigen Verträgen den Betrieb der Anlangen übernahmen. „Spätestens nach deren Auslaufen setzte im späten 19. Jahrhundert eine Debatte um eine Verlängerung der Verträge oder die Selbstbewirkung ein.“ Wie auch zu modernen Zeiten, entschied man sich oft für den Mittelweg der Delegierung. Die eigentliche Leistung wurde von privaten Unternehmen erbracht wohingegen die Konzeption und Verwaltung oft in der Kommunalverwaltung stattfand. Das Bestreben der Gemeinden zur kompletten Selbstausführung war durchaus vorhanden, scheiterte aber oft an den begrenzten, nicht nur finanziellen Mitteln, der betroffenen Gebiete.

Zur Debatte der Ausübung von grundlegenden Aufgaben wie der Trinkwasserversorgung oder der Abwasserentsorgung gesellte sich in den 1870er Jahren erstmals das Argument der Daseinsvorsorge. „Darunter werden Leistungen verstanden, die kollektive Bedürfnisse rivalisierender Konsumenten befriedigen.“ Macht es also Sinn, wichtige Güter wie Energie und Trinkwasser direkt durch die Kommune zu verteilen? Befürworter führten hier zwei Hauptargumente an: erstens, anders als gewinnorientierte Unternehmen, können Gemeinden die Versorgung zum Selbstkostenpreis sicherstellen. Zweitens, stellen Kommunen, auch heute noch, das Angebot flächendeckend her, also werden auch unrentable Abschnitte des Versorgungsgebietes ausgebaut.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel kommunaler Aufgaben von stabilen Kleinstkörperschaften hin zu modernen Anforderungen, die durch Urbanisierung, Industrialisierung und demographischen Wandel geprägt sind.

2. Historische Entwicklungen der kommunalen Aufgaben im 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel beschreibt die Ursprünge der modernen Selbstverwaltung in den Preußischen Reformen und die Herausforderungen der technologischen Entwicklung für Stadtverwaltungen Ende des 19. Jahrhunderts.

3. Der Umfang kommunaler Aufgaben heute: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen der Selbstverwaltung sowie die Kategorisierung der kommunalen Aufgabenbereiche und die Auswirkungen der EU-Liberalisierung diskutiert.

4. Das Beispiel des Energiemarktes: Das Kapitel analysiert exemplarisch, wie die Liberalisierung des Strommarktes kommunale Versorger vor neue ökonomische und rechtliche Herausforderungen stellt.

5. Stand und Perspektiven kommunaler Unternehmen: Den Abschluss bildet die Betrachtung der aktuellen Situation kommunaler Betriebe, die versuchen, unter Privatisierungsdruck ihre Rolle in der Daseinsvorsorge zu behaupten.

Schlüsselwörter

Kommunale Selbstverwaltung, Daseinsvorsorge, Privatisierung, Liberalisierung, Energiemarkt, Industrialisierung, Kommunalwirtschaft, Wettbewerb, öffentliche Dienstleistungen, Gemeindeordnung, Infrastruktur, Stadtwerke, Preußische Reformen, Staatsgewalt, Finanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wandel kommunaler Aufgaben in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf der spannungsvollen Beziehung zwischen öffentlicher Daseinsvorsorge und dem Marktwettbewerb liegt.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit gliedert sich in historische Analysen der kommunalen Verwaltung, rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelle wirtschaftliche Fragestellungen zur Liberalisierung von Märkten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Chancen, Risiken und Perspektiven für kommunale Unternehmen aufzuzeigen, die seit den 1990er Jahren durch EU-Vorgaben einem verstärkten Wettbewerb ausgesetzt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um historische Entwicklungen und aktuelle politische sowie ökonomische Prozesse im kommunalen Bereich zu erörtern.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil erörtert die historische Entwicklung der Aufgaben seit 1808, die rechtliche Verankerung der Selbstverwaltung und die spezifischen Auswirkungen der Marktliberalisierung am Beispiel der Energieversorgung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kommunale Selbstverwaltung, Daseinsvorsorge, Privatisierung, Liberalisierung und öffentliche Dienstleistungen.

Warum wird das Beispiel des Energiemarktes gewählt?

Der Energiemarkt dient als zentrales Fallbeispiel, da er den Konflikt zwischen gewinnorientierter Privatisierung und dem kommunalen Auftrag zur flächendeckenden Grundversorgung besonders verdeutlicht.

Welche Rolle spielt die Europäische Union in diesem Kontext?

Die EU treibt durch Richtlinien zur Marktöffnung die Liberalisierung voran, was kommunale Akteure zwingt, ihre bisherigen Monopolstellungen aufzugeben und ihre Wirtschaftlichkeit neu zu bewerten.

Was bedeutet das Konzept der „Daseinsvorsorge“ in dieser Arbeit?

Daseinsvorsorge umfasst Leistungen, die kollektive Bedürfnisse befriedigen und von Kommunen häufig zu Selbstkostenpreisen erbracht werden, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen.

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Details

Title
Kommunale Aufgaben im Wandel der Zeit
Subtitle
Erläutert am Beispiel der Energieversorgung
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
PS Kommunale Aufgaben im Wandel der Zeit
Grade
1,7
Author
Tim Koss (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V204930
ISBN (eBook)
9783656315339
ISBN (Book)
9783656316503
Language
German
Tags
Kommune politik politische wissenschaft aufgabenwandel selbstverwaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Koss (Author), 2012, Kommunale Aufgaben im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204930
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