Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Die Steuerliche Verlustnutzung beim Kauf einer Kapitalgesellschaft

Title: Die Steuerliche Verlustnutzung beim Kauf einer Kapitalgesellschaft

Seminar Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Krywalski (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit der Verabschiedung des § 8 Abs. 4 KStG durch das Steuerreformgesetz 1990 hat der Gesetzgeber dem schwunghaften Handel mit verlustträchtigen GmbH-Mänteln ein Ende bereiten wollen, um damit gewaltige Steuerausfälle zu verhindern. Seitdem hat die Mantelkaufvorschrift eine kontroverse Diskussion erfahren, die bis heute andauert und insbesondere Fragen zur Anwendung und Auslegung dieser Norm zum Gegenstand hat. Die Möglichkeit, Verluste erworbener Kapitalgesellschaften zu nutzen, ist vor allem durch das Gesetz zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform 1997 erheblich eingeschränkt worden.

Ziel der folgenden Ausführungen ist die Darstellung der Anwendungsvoraussetzungen der Mantelkaufvorschrift sowie die Erörterung der Möglichkeiten zur Erhaltung des Verlustabzugs im Rahmen des Unternehmenskaufs.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklung und Stand der Mantelkaufvorschrift

2. Der Mantelkauf

2.1 Der Verlustabzug gem. § 8 Abs. 1 KStG i.V.m. § 10 d EStG

2.2 Die steuerliche Verlustnutzung – § 8 Abs. 4 KStG

2.2.1 Rechtliche und wirtschaftliche Identität

2.2.1.1 Anteilsübertragungen

2.2.1.2 Die Übertragung mittelbarer Beteiligungen

2.2.2 Zuführung überwiegend neuen Betriebsvermögens

2.2.3 Der Sanierungstatbestand

2.3. Gewerbesteuerliche Verlustnutzung – § 10a GewStG

3. Gestaltungsmöglichkeiten

3.1 Kapitalerhöhung

3.2 Leasing

3.3 Forderungsverzicht gegen Besserungsschein

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Verlustnutzung beim Erwerb von Kapitalgesellschaften (Mantelkauf) und untersucht die Anwendungsvoraussetzungen sowie Gestaltungsmöglichkeiten zur Erhaltung des Verlustabzugs unter Berücksichtigung des § 8 Abs. 4 KStG.

  • Grundlagen der Mantelkaufvorschrift und die Entwicklung der Gesetzgebung.
  • Analyse der Voraussetzungen für die rechtliche und wirtschaftliche Identität.
  • Prüfung von Kriterien für eine schädliche Zuführung neuen Betriebsvermögens.
  • Darstellung von Ausnahmen wie dem Sanierungstatbestand.
  • Diskussion von Gestaltungsalternativen wie Kapitalerhöhung, Leasing und Forderungsverzicht.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Rechtliche und wirtschaftliche Identität

Nur wenn die Voraussetzungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Identität kumulativ erfüllt werden, kommt ein Verlustabzug im Rahmen eines Mantelkaufs überhaupt in Frage. Die rechtliche Identität liegt dann vor, wenn der Rechtsträger formal gleich bleibt. Diese Voraussetzung ist beim Mantelkauf in aller Regel gegeben. Werden beispielsweise die Anteile an einer GmbH gekauft bzw. verkauft, dann kommt es lediglich zu einem Gesellschafterwechsel. Die GmbH als solche bleibt bestehen und an der Identität der juristischen Person ändert sich nichts.

Das KStG negiert die wirtschaftliche Identität, sofern mehr als 50 % der Anteile einer Kapitalgesellschaft übertragen werden und diese ihren Geschäftsbetrieb mit überwiegend neuem Betriebsvermögen fortführt oder wieder aufnimmt. Das Gesetz verlangt also, dass die Körperschaft, die den Verlustabzug geltend machen will, wirtschaftlich mit der Körperschaft identisch ist, die den Verlust erlitten hat. Ausnahmsweise ist die Zuführung überwiegend neuen Betriebsvermögens unschädlich, wenn der so genannte Sanierungstatbestand erfüllt ist.

Aus der einleitenden Formulierung in § 8 Abs. 4 S. 2 KStG „insbesondere“ lässt sich ableiten, dass die dort genannten Tatbestandsvoraussetzungen nicht die einzigen sind, die zu einem Verlust der wirtschaftlichen Identität führen können. Die Anteilsübertragung und die Zuführung neuen Betriebsvermögens stellen vielmehr ein Regelbeispiel bzw. Hauptanwendungsfall dar. Die Vorschrift weist somit zwei wichtige Aspekte auf, die kumulativ erfüllt sein müssen, um einen Verlustabzug im Rahmen eines Unternehmenskaufs zu versagen. Es handelt sich dabei zum einen um das personelle und zum anderen um das sachliche Substrat, in die eine Vielzahl denkbarer Tatbestände fallen können, die dem Hauptanwendungsfall wirtschaftlich vergleichbar sein müssen, um die gleiche Rechtsfolge auszulösen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklung und Stand der Mantelkaufvorschrift: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Einführung und die Zielsetzung der Mantelkaufvorschrift zur Verhinderung von Steuerausfällen.

2. Der Mantelkauf: Das zentrale Kapitel analysiert die steuerrechtlichen Hürden des § 8 Abs. 4 KStG, insbesondere die Definition von Identität, die Anteilsübertragung und die Problematik der Zuführung neuen Betriebsvermögens.

3. Gestaltungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel erörtert praktische Strategien und Alternativen, wie unternehmerische Strukturen angepasst werden können, um den Verlustabzug bei einem Unternehmenskauf trotz restriktiver Vorschriften zu bewahren.

Schlüsselwörter

Mantelkauf, Körperschaftsteuergesetz, KStG, Verlustabzug, Verlustvortrag, wirtschaftliche Identität, Anteilsübertragung, Betriebsvermögen, Sanierungstatbestand, Steuerplanung, Unternehmenskauf, Share Deal, Gewerbesteuer, Besserungsschein, Verlustnutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die steuerliche Problematik des Verlustabzugs beim Kauf von verlustbehafteten Kapitalgesellschaften, den sogenannten Mantelkauf, und die damit verbundenen gesetzlichen Restriktionen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Anwendungsvoraussetzungen des § 8 Abs. 4 KStG, die Kriterien für den Verlust der wirtschaftlichen Identität und mögliche steuerliche Gestaltungsspielräume beim Unternehmenskauf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung der Anwendungsvoraussetzungen der Mantelkaufvorschrift sowie die Erörterung von Möglichkeiten zur Erhaltung des Verlustabzugs bei einem Unternehmenskauf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristisch-betriebswirtschaftliche Analyse, die auf der Auswertung aktueller Gesetzestexte, Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs und relevanter steuerrechtlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird detailliert auf die rechtliche und wirtschaftliche Identität, die Auswirkungen von Anteilsübertragungen, die Problematik der Zuführung neuen Betriebsvermögens sowie Ausnahmeregelungen wie den Sanierungstatbestand eingegangen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Mantelkauf, Verlustvortrag, § 8 Abs. 4 KStG, Sanierung und steuerliche Optimierung beim Unternehmenskauf.

Warum ist die Zuführung von Betriebsvermögen beim Mantelkauf oft kritisch?

Die Zuführung von neuem Betriebsvermögen kann zur Versagung des Verlustabzugs führen, da sie ein Indiz für einen Wechsel der wirtschaftlichen Identität der Gesellschaft darstellt.

Wie kann ein Forderungsverzicht gegen Besserungsschein helfen, den Verlustabzug zu nutzen?

Durch den Verzicht auf eine Darlehensforderung wird der Verlust der Gesellschaft ausgeglichen, wodurch der Verlustvortrag verbraucht wird. Ein Besserungsschein ermöglicht es, die Forderung bei wirtschaftlicher Besserung wieder aufleben zu lassen, ohne dass die Mantelkaufvorschriften die Sanierung blockieren.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Die Steuerliche Verlustnutzung beim Kauf einer Kapitalgesellschaft
College
University of Duisburg-Essen  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre)
Course
Die Steuerplanung der Unternehmung
Grade
1,3
Author
Thomas Krywalski (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V20494
ISBN (eBook)
9783638243520
Language
German
Tags
Steuerliche Verlustnutzung Kauf Kapitalgesellschaft Steuerplanung Unternehmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Krywalski (Author), 2003, Die Steuerliche Verlustnutzung beim Kauf einer Kapitalgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20494
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint