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Gibt es eine europäische Identität?

Titel: Gibt es eine europäische Identität?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Tamara Volgger (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Gedächtnis

Wofür soll erinnert werden?

Was ist Europa bzw. an was wird erinnert?
Gemeinsame Erinnerungsorte – Vorschläge und Probleme.
Im Besonderen:
Der Holocaust und
der „Ost-West-Konflikt der Erinnerungen“

Lösungsvorschläge

Schlusswort

Literaturverzeichnis

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Gedächtnis

Wofür soll erinnert werden?

Was ist Europa bzw. an was wird erinnert? Gemeinsame Erinnerungsorte – Vorschläge und Probleme. Im Besonderen:

Der Holocaust und

der „Ost-West-Konflikt der Erinnerungen“

Lösungsvorschläge

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Herausforderungen bei der Konstruktion einer europäischen Identität durch ein gemeinsames kollektives Gedächtnis. Dabei wird analysiert, wie historische Erinnerungen – insbesondere traumatische Ereignisse des 20. Jahrhunderts – einerseits als identitätsstiftendes Element dienen können, andererseits jedoch aufgrund unterschiedlicher nationaler Narrative und politischer Instrumentalisierung zu Konflikten führen. Die Arbeit beleuchtet die Möglichkeiten und Grenzen einer transnationalen Erinnerungskultur für den Zusammenhalt der Europäischen Union.

  • Grundlagen des individuellen, kollektiven und kulturellen Gedächtnisses
  • Die Funktion kollektiver Erinnerung für politische Identität
  • Die Rolle des Holocausts als negativer Gründungsmythos
  • Herausforderungen durch konkurrierende Erinnerungskulturen zwischen Ost- und Westeuropa
  • Strategien zur Förderung eines europäischen „Wir-Gefühls“

Auszug aus dem Buch

Der Ost-West Konflikt der Erinnerungen

In der Europäischen Union gibt es konkurrierende Geschichtsbilder. Der Zweite Weltkrieg z.B. wurde zwar von allen Mitgliedsstaaten miterlebt, doch besitzt jedes Land eine andere Erinnerung daran.

Das Jahr 1989/90 stellt eines der größten Hürden bei der Überwindung der konkurrierenden Gedächtnisse dar. Von den 10 „neuen“ Mitgliedsstaaten der EU waren 8 bis 1989/90 kommunistisch regiert. Sie haben ein anderes Bild vom 20. Jahrhundert als die „älteren“ Mitglieder, denn nach 1945 ist deren Geschichte radikal anders verlaufen.

Der 8. Mai 1945, im Westen als Tag der Befreiung und Beginn der „Ära des Friedens“ gefeiert, bedeutete für den Osten Europas den Wechsel in eine andere Fremdherrschaft, den Kommunismus. Für die östlichen Länder Europas fand die Befreiung erst nach der Wende 1989/1990 statt. 2004 traten einige dieser Länder der Europäischen Union bei, wodurch in der europäischen Erinnerungslandschaft gegensätzliche Erinnerungen an die Nachkriegszeit aufeinanderprallten. Diese Ungleichzeitigkeit der Vergangenheit macht dem europäischen Identitätsprozess immer noch zu schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historische Entwicklung der EU und die Fragestellung nach der Existenz und Problematik einer europäischen Identität.

Gedächtnis: Theoretische Differenzierung zwischen individuellem, kollektivem und kulturellem Gedächtnis sowie Erläuterung der Phasen der deutschen Erinnerungskultur.

Wofür soll erinnert werden?: Untersuchung des Nutzens kollektiver Erinnerung zur Friedenssicherung und zur Stärkung der europäischen Wertegemeinschaft.

Was ist Europa bzw. an was wird erinnert? Gemeinsame Erinnerungsorte – Vorschläge und Probleme. Im Besonderen:: Analyse von Erinnerungsorten von der Antike bis zum 20. Jahrhundert als Basis für europäische Identitätsbildung.

Der Holocaust und: Diskussion des Holocaust als zentraler, aber umstrittener Gründungsmythos und moralischer Bezugspunkt der EU.

der „Ost-West-Konflikt der Erinnerungen“: Darstellung der Spannungen zwischen westlichen und östlichen Erinnerungen an das 20. Jahrhundert sowie die Problematik der Gleichsetzung totalitärer Regime.

Lösungsvorschläge: Reflexion über Strategien zur Förderung eines gemeinsamen europäischen Bewusstseins durch Bildung, Museen und den Dialog der Erinnerungen.

Schlusswort: Fazit über die Notwendigkeit eines aktiven Engagements zur Entwicklung einer europäischen Identität jenseits rein institutioneller Konstruktionen.

Schlüsselwörter

Europäische Identität, kollektives Gedächtnis, Erinnerungskultur, Europäische Union, Holocaust, Erinnerungsorte, Geschichtspolitik, Transnationale Identität, Ost-West-Konflikt, Identitätsbildung, Aufarbeitung, Wertegemeinschaft, Europäische Integration, Historisierung, Europa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Schwierigkeiten, eine gemeinsame europäische Identität auf der Grundlage eines kollektiven Gedächtnisses aufzubauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Gedächtnisses, die Bedeutung historischer Ereignisse für die Identität sowie die Herausforderungen durch unterschiedliche nationale Erinnerungskulturen innerhalb der EU.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie ein gemeinsames kollektives Gedächtnis den Zusammenhalt der Europäischen Union fördern kann und welche Probleme dabei, etwa durch konkurrierende Geschichtsbilder, entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-theoretische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und theoretischer Ansätze zur Erinnerungskultur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Gedächtnisarten, der Rolle von Erinnerungsorten, der Problematik des Holocaust als „negativer Gründungsmythos“ sowie dem Ost-West-Konflikt der Erinnerungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Europäische Identität, kollektives Gedächtnis, Erinnerungskultur, Erinnerungsorte und der Umgang mit traumatischen historischen Erfahrungen.

Wie unterscheidet sich das kollektive Gedächtnis der östlichen von den westlichen Mitgliedsstaaten?

Während die westlichen Staaten das Jahr 1945 als Beginn einer Friedensära feiern, erlebte der Osten Europas mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einen Wechsel in die kommunistische Fremdherrschaft, was zu gegensätzlichen Geschichtsbildern führt.

Warum wird der Holocaust als „negativer Gründungsmythos“ diskutiert?

Der Holocaust wird als verbindendes Element gesehen, das die Akzeptanz grundlegender Menschenrechte als Beitrittskriterium der EU zementiert hat, steht jedoch aufgrund von Fragen zur Singularität und Instrumentalisierung in der Kritik.

Welche Lösungsansätze schlägt die Autorin zur Identitätsbildung vor?

Vorgeschlagen werden eine stärkere Förderung der europäischen Öffentlichkeit durch Bildung, der Ausbau des Austauschs (z.B. Erasmus), gemeinsame Museen sowie der Dialog der Nationen zur Überwindung nationaler Abgrenzungen.

Ist laut der Arbeit eine europäische Identität „von oben“ konstruierbar?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine europäische Identität nicht bloß durch Institutionen verordnet werden kann, sondern durch Engagement, Dialog und gemeinsame Erfahrungen wachsen muss.

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Details

Titel
Gibt es eine europäische Identität?
Hochschule
Universität Stuttgart  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Politische und kulturelle Aspekte der Geschichte der europäischen Integration 1945-2000
Note
2,0
Autor
Tamara Volgger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
23
Katalognummer
V204960
ISBN (eBook)
9783656311805
ISBN (Buch)
9783656313489
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europa EWG Europäische Identität Identität EU Europäische Union
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tamara Volgger (Autor:in), 2012, Gibt es eine europäische Identität?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204960
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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