Trotz schwindender Auflagen auf dem Zeitschriftenmarkt tasten sich die
Verlage verstärkt in das Kindersegment vor. Auffällig ist das Aufkommen von Kinderablegern etablierter Nachrichten- und Wissensmagazine, welche auf einem unübersichtlichen Markt für Kinder neben bunten Unterhaltungszeitschriften bestehen. Die vorliegende Arbeit skizziert die Entwicklung auf dem Kinderzeitschriftenmarkt und betrachtet exemplarisch die Titel GEOlino, DeinSpiegel und Frag doch mal die Maus im Hinblick auf publizistische Merkmale, Zielgruppen und die Strategien der Verlage. Auf Basis der Ergebnisse sowie durch Bestimmung der Handlungsmöglichkeiten auf digitalen Plattformen wird zusammenfassend ein Ausblick für das Wissenssegment für Kinder auf dem Printmarkt gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung der Kinderzeitschriften in der BRD
2.1 Die Anfänge und das Leipziger Wochenblatt für Kinder
2.2 Entwicklung bis 1945
2.3 Die Kinderpresse nach 1945
2.3.1 Im Rahmen der Reeducation
2.3.2 Die Debatte um „Schmutz und Schund“
2.4 Der aktuelle Markt der Kinderpresse
3. Die kommerzielle Kinderzeitschrift
3.1 Definition Kinderzeitschrift
3.2 Typologie der Kinderzeitschriften
3.3 Unterhaltungszeitschriften
3.3.1 Zur Geschichte des Comics
3.3.2 Merkmale der Unterhaltungszeitschrift
3.4 Die Wissenszeitschrift
3.4.1 Wissenszeitschriften im Vergleich
3.4.1.1 GEOlino
3.4.1.2 DeinSpiegel
3.4.1.3 Frag doch mal die Maus
3.4.1.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.4.2 Strategien der Printverlage
3.4.2.1 Nische entdeckt: Qualität für Kinder
3.4.2.2 Line Extensions
3.4.2.3 Gattung Print stärken
3.4.2.4 Auf Augenhöhe mit der Zielgruppe
3.4.2.5 Anzeigenmarkt/Zielgruppe
3.4.3 Rolle der Eltern
4. Wandel auf dem Printmarkt
4.1 Gesellschaftlicher Wandel und Wissen im Bereich Print
4.2 Digitalisierung
4.2.1 Kinder und neue Medien
4.2.2 Online-Auftritte der Kinderpresse
4.2.3 Mobile Plattformen
4.2.4 Exkurs: Buchmarkt
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Ausblick für die Wissenszeitschrift für Kinder
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Entwicklungen und Marktchancen von Wissenszeitschriften für Kinder im kommerziellen Printmarkt, wobei der Fokus auf der publizistischen Einordnung, den Verlagsstrategien und dem Einfluss der Digitalisierung liegt.
- Marktanalyse der Kinderpresse unter besonderer Berücksichtigung des Wissenssegments
- Vergleichende Untersuchung der Titel GEOlino, DeinSpiegel und Frag doch mal die Maus
- Analyse der Verlagsstrategien zur Zielgruppenansprache und Eltern-Kind-Bindung
- Untersuchung der Auswirkungen von Digitalisierung und neuen Medien auf das Printsegment
Auszug aus dem Buch
Die Wissenszeitschrift
Die Unterhaltungszeitschriften für Kinder haben in den letzten Jahren ernsthafte Konkurrenz bekommen von Magazinen, die sich zunächst an wissbegierigen Nachwuchs wenden. Informelles Lernen soll den Kindern eine kommerzielle Alternative zum Angebot des formalen schulischen Lernens bieten. In diesem Rahmen hat sich der Begriff „Edutainment“-Zeitschrift auf dem Markt der Kinderzeitschriften entwickelt. Diese Zeitschriften für Kinder bieten eine Mischung aus Erziehung (engl. education) und Unterhaltung (entertainment). Häufig lässt sich bereits am Untertitel erkennen, dass eine Wissensvermittlung stattfinden soll. Die Edutainment-Zeitschriften sind den Wissenszeitschriften gleichzusetzen und sollen im Folgenden genauer definiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Marktsituation, Zielsetzung der Arbeit und Vorstellung des Untersuchungsgegenstands.
2. Entwicklung der Kinderzeitschriften in der BRD: Historischer Rückblick auf die Ursprünge und die Entwicklung der Kinderpresse bis zur heutigen Situation.
3. Die kommerzielle Kinderzeitschrift: Analyse von Definitionen, Typologien, Unterhaltungsmedien und ein detaillierter Vergleich führender Wissenszeitschriften für Kinder.
4. Wandel auf dem Printmarkt: Untersuchung des gesellschaftlichen Wandels, der Digitalisierung und ihrer Auswirkungen auf das Medium Kinderzeitschrift.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Wissenssegments für Kinder.
Schlüsselwörter
Kinderzeitschriften, Wissenszeitschrift, Edutainment, Printmarkt, Verlage, Zielgruppe, Mediennutzung, Digitalisierung, Abonnement, GEOlino, DeinSpiegel, Frag doch mal die Maus, Elternrolle, Markenbindung, Publizistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Marktentwicklung und die Zukunftschancen von Wissenszeitschriften für Kinder im kommerziellen Bereich unter Berücksichtigung publizistischer und ökonomischer Faktoren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit behandelt die Geschichte der Kinderpresse, die Typisierung von Kindermedien, Verlagsstrategien (insbesondere Line-Extensions), die Rolle der Eltern als Käufer sowie den Einfluss der Digitalisierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die publizistischen Merkmale von Wissensmagazinen für Kinder zu definieren, Strategien großer Verlage zu beleuchten und Prognosen über die Zukunft des Printsegments im digitalen Wandel zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse exemplarischer Titel (GEOlino, DeinSpiegel, Frag doch mal die Maus), gestützt durch Sekundärliteratur, Mediaanalysen und Experten- bzw. Verlagsangaben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine Einordnung der Kinderzeitschriften in Unterhaltungs- und Wissenssegmente, ein Vergleich der gewählten Print-Titel sowie eine Diskussion über Strategien wie "Nische entdeckt" und "Gattung Print stärken".
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Edutainment, Medienbindung, Zielgruppenorientierung, Markenstrategie, Printmarkt und die duale Rolle der Eltern als Mitleser und Käufer.
Wie unterscheidet sich "Frag doch mal die Maus" von den anderen untersuchten Titeln?
Im Vergleich zu GEOlino und DeinSpiegel ähnelt Frag doch mal die Maus stärker einem Unterhaltungsmagazin; es zeichnet sich durch einen geringeren Textanteil, eine leichtere Sprache, eine niedrigere Zugangsschwelle und eine stärkere Nutzung von Lizenz-Gimmicks aus.
Warum spielt die Elternrolle eine so entscheidende Rolle in der Untersuchung?
Die Eltern agieren als "Vermittler" und Käufer für die teureren Wissensabonnements. Sie wählen Medien aus, die pädagogisch wertvoll erscheinen, weshalb die Verlage ihre Strategien oft auf die Bedürfnisse der Eltern zuschneiden.
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- Christina Koeller (Author), 2012, Die Wissenszeitschrift für Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204982