Diese Facharbeit besteht aus drei Teilen. Zum einen wird auf einige geschichtliche Aspekte von (Gesellschafts-)Spielen eingegangen, unter anderem unter dem Aspekt, wie sich Sucht nach Glücksspielen im Laufe der Zeit entwickelt hat. In einem zweiten Teil wird das Spielverhalten im 'reichen' Deutschland mit dem in ärmlichen Regionen Afrikas verglichen. Außerdem wird eine Idee zu einem eigenen, selbst gebauten Spiel kurz vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitungstext
2. Spielvorstellung “Ich bin Batman”
2.1 Vorgeschichte zum Spiel
2.2 Die Idee hinter dem Spiel
2.3 Spielinhalt
2.4 Der Spielablauf
3. “Über die Historie von Gesellschaftsspielen und heutige Probleme im historischen Kontext” von Malte Degener
4. “Spielkultur in Deutschland und in schwarzafrikanischen Ländern” von Marco Lehmann
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, verschiedene Facetten der Spieleentwicklung und Spielkultur zu beleuchten. Dabei wird die Konzeption eines eigenen Spiels mit einer historischen Analyse von Gesellschaftsspielen und einem soziokulturellen Vergleich zwischen Deutschland und schwarzafrikanischen Nationen verknüpft, um den Einfluss von Lebensumständen auf das Spielverhalten zu untersuchen.
- Entwicklung und Konzeption des Spiels "Ich bin Batman"
- Historische Entwicklung von Gesellschaftsspielen und das Problem der Spielsucht
- Vergleichende Analyse der Spielkultur in Deutschland und schwarzafrikanischen Ländern
- Einfluss des Wohlstands auf Spielgewohnheiten und Spielpräferenzen
- Bedeutung von Spielen für die frühkindliche Entwicklung und Gesellschaft
Auszug aus dem Buch
3. “Über die Historie von Gesellschaftsspielen und heutige Probleme im historischen Kontext”
“Spiel ist älter als Kultur; denn so ungenügend der Begriff Kultur begrenzt sein mag, er setzt doch auf jeden Fall eine menschliche Gesellschaft voraus, und die Tiere haben nicht auf die Menschen gewartet, dass diese sie erst das Spielen lehrten”, sagt Johan Huizinga in seinem Buch “Homo Ludens - Vom Ursprung der Kultur im Spiel”. (Rowohlt Taschenbuch Verlag, April 2011. Herausgeber Burghard König). Damit trifft er es ziemlich genau: Gespielt wurde schon immer. Nicht nur in menschlichen Kulturen, auch im Tierreich. Entsprechend nahe liegt, dass auch in jeder ‘menschlichen’ Epoche gespielt wurde. In meiner Seminarfacharbeit möchte ich genau dies Herausstellen: Wurde früher gespielt, wenn ja, wie? Wie signifikant sind die Unterschiede zum heutigen Spielverhalten? Und vor allem: Sind heutige Probleme beim Spielen wie Sucht im Bereich von Glücks- und Computerspielen bereits früher ein Problem gewesen? Exemplarische stelle ich hierfür einzelne Epochen vor und beschreibe, wie in diesen Zeiten gespielt wurde.
Ich fange an im Antiken Rom. Gespielt wurde in der Antike häufig mit Gegenständen des Alltags: Steine oder Nüsse wurden für Spaß und Spiel genutzt (http://www.klassischearchaeologie.phil.uni-erlangen.de). Gespielt wurden simple Spiele wie das “Schräge-Ebenen-Spiel” (http://www.emabonn.de). Hierfür benötigt man eine schräge Ebene, zum Beispiel ein Holzbrett. Vor dieses Brett wird eine Nuss gelegt. Jeder Spieler lässt nun eine Nuss das Brett herunter rollen und versucht dabei, die Nuss am Boden zu treffen.
Ein weiteres Spiel ist das “Kastellspiel”. Hierbei lässt jeder Spieler eine Nuss von oben auf ein zuvor aus drei Nüssen gebildetes Dreieck fallen. Bleibt die Nuss liegen, erhält der Spieler einen Punkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitungstext: Die Autoren führen in die drei Themenbereiche der Arbeit ein, die von der Vorstellung eines eigenen Spiels über die historische Betrachtung von Gesellschaftsspielen bis hin zum interkulturellen Vergleich der Spielkultur reichen.
2. Spielvorstellung “Ich bin Batman”: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption des gemeinsam entwickelten Spiels, von der atmosphärischen Vorgeschichte über die Zielgruppe bis hin zum komplexen Regelwerk und den enthaltenen Spielelementen.
3. “Über die Historie von Gesellschaftsspielen und heutige Probleme im historischen Kontext” von Malte Degener: Es wird die Geschichte des Spielens vom Antiken Rom über das Mittelalter bis zur Moderne analysiert, wobei besonders die Problematik der Spielsucht im Kontext gesellschaftlicher Rahmenbedingungen beleuchtet wird.
4. “Spielkultur in Deutschland und in schwarzafrikanischen Ländern” von Marco Lehmann: Das Kapitel vergleicht die Spielkulturen zweier sehr unterschiedlicher Wirtschaftsräume und untersucht, wie der Lebensstandard und das Klima das Spielverhalten sowie die Verfügbarkeit von Spielmitteln beeinflussen.
Schlüsselwörter
Spieleentwicklung, Gesellschaftsspiele, Spielkultur, Batman, Spielsucht, Historie, Deutschland, Schwarzafrika, Lebensstandard, Spielverhalten, Konkurrenz, Freizeit, Spielmechanik, Spielzeug, Soziokultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Spieleentwicklung und analysiert die Rolle von Spielen in verschiedenen historischen und kulturellen Kontexten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Konzeption eines eigenen Brettspiels, die historische Betrachtung der Spielkultur vom Altertum bis heute sowie ein soziokultureller Vergleich zwischen Deutschland und schwarzafrikanischen Ländern.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Bedeutung des Spiels in verschiedenen Gesellschaften zu untersuchen und herauszufinden, ob Wohlstand und Lebensumstände das Spielverhalten maßgeblich beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autoren nutzen eine Kombination aus spieltheoretischer Konzeption sowie eine Literatur- und Internetrecherche zur historischen und soziologischen Analyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Spiels "Ich bin Batman", eine Epochenübersicht zur Geschichte der Spielsucht und einen Vergleich der Spielinfrastruktur zwischen reichen und armen Nationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Spielkultur, Spieleindustrie, Spielsucht, interkultureller Vergleich und Spielentwicklung.
Warum spielt die Altersempfehlung bei "Ich bin Batman" eine so große Rolle?
Die Autoren haben sich für eine höhere Altersempfehlung entschieden, um ein komplexes Regelwerk zu ermöglichen und da der thematische Zugang zum Batman-Universum für jüngere Kinder als schwierig erachtet wird.
Welchen Einfluss hat das Klima laut Arbeit auf die Spielkultur?
In wärmeren Regionen wie Schwarzafrika verlagert sich das Spielleben eher nach draußen, was Spiele wie Fußball begünstigt, während in kälteren Regionen traditionell mehr stationäre Brett- und Kartenspiele gespielt werden.
- Quote paper
- Malte Degener (Author), Marco Lehmann (Author), 2012, Gesellschaftsspiele in verschiedenen Kulturen und Epochen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205018