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Aggression als Bedingungsfaktor für Gesundheitsstörungen seitens der Pädagogen im schulischen Kontext

Titel: Aggression als Bedingungsfaktor für Gesundheitsstörungen seitens der Pädagogen im schulischen Kontext

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Gnehrich (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit wird sich aufgrund dessen mit dem psychologischen Konstrukt der Aggression auseinandersetzen. Im Zentrum der Analyse steht dabei die Frage, wie Lehrerinnen und Lehrer mit Aggressionen im Klassenzimmer umgehen sollten und durch welche Strategien jene gleichsam eingeschränkt oder gar vermieden werden können. Seine Legitimation findet jenes Thema in den Ergebnissen aktueller Forschungen der Universität Freiburg um die Wissenschaftler Joachim Bauer und Thomas Unterbrink, welche die beträchtliche Einwirkung der Aggression auf die Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern nachweisen. Wenngleich der Lehrerberuf einer Profession mit immensen Belastungen nahekommt, so ist es dennoch ein inakzeptabler Zustand, dass Beleidigungen und Feindseligkeiten die Lehrenden weitreichend in ihrer Gesundheit beeinträchtigen. Es gilt, Maßnahmen und Strategien zu wählen, die jene aggressiven Tendenzen aus den Klassenzimmern verbannen und eine effiziente und zielführende Lernkultur sicherstellen. Darüber hinaus dürfen in diesem Zusammenhang auch die anfallenden wirtschaftlichen Kosten nicht unbeachtet bleiben. Demnach gilt es, die ohnehin mageren Personalressourcen möglichst effizient zu nutzen, um somit die finanziellen Mehrkosten durch vorzeitige Pensionierungen und psychotherapeutische Behandlungen zu vermeiden.
Im Folgenden sollen der theoretische Hintergrund sowie der empirische Erkenntnisstand dargestellt werden, um abschließende Schlussfolgerungen generieren zu können. Zunächst empfiehlt es sich, die grundlegenden Definitionen der Thematik darzustellen, sodass gleichsam eine Basis für die weitere Auseinandersetzung geschaffen ist. Anschließend müssen Kategorien wie beispielsweise Ursprung, Arten und Formen der Aggression illustriert werden. Diese Erkenntnisse sollen schlussendlich auf die empirische Studie des Freiburger Forscherteams um Joachim Bauer und Thomas Unterbrink bezogen werden, sodass abschließend konkrete Prinzipien für den Umgang mit Aggression in Lehr- und Lernsituationen generiert werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aggression als psychologisches Verhaltenskonstrukt

2.1 Definition der Aggression

2.2 Theoretische Kontexte zur Aggression

2.2.1 Prominente Erklärungsversuche - Triebtheorie & Frustrations-Aggressions-Theorie

2.2.2 Die lernpsychologische Theorie aggressiven Verhaltens

2.3 Formen der Aggression

3. Empirischer Erkenntnisstand

3.1 Zusammenfassung der Befundlage

3.2 Untersuchung der Illustration

3.3 Illustration von Gestaltungsprinzipien für Lehr- und Lernsituationen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Aggression als Bedingungsfaktor für die psychische Gesundheit von Lehrkräften im schulischen Kontext und leitet daraus Strategien zur Gestaltung einer förderlichen Lernkultur ab.

  • Psychologische Verhaltenskonstrukte der Aggression
  • Theoretische Grundlagen (Trieb-, Frustrations- und Lerntheorien)
  • Empirische Analyse der Belastungssituation von Lehrkräften
  • Gestaltungsprinzipien zur Entkrampfung aggressiver Schulsituationen

Auszug aus dem Buch

2.1 Definitionen der Aggression

Zu Beginn muss auf die immense Vielfalt von Definitionsmöglichkeiten hinsichtlich der Aggression verwiesen werden, woran gewissermaßen die Aktualität und der Wandel innerhalb der Aggressionsforschung der letzten Jahrzehnte nachzuweisen ist. Wie bereits einführend dargelegt wurde, unterliegt das Konstrukt der Aggression zahlreichen Wesenszuschreibungen, die sich im Alltag jedes Menschen wiederfinden. Im Folgenden sollen diese umgangssprachlichen Erklärungsversuche durch konkrete, wissenschaftliche Definitionen erweitert werden.

Anfängliche Definitionsversuche durch Dollard, Doob, Miller, Mowrer und Sears erklären „Aggression als Verhaltenssequenz, deren Zielreaktion die Verletzung der Person ist, gegen die sie gerichtet ist.“ (Dollard, Doob, Miller, Mowrer, Sears 1939: S. 9) Sie erweitern dabei ihre Ausführungen um die Aussage, dass ebenso das Phantasierte bereits zum Konstrukt der Aggression zählt. (Vgl. Ebd. S. 10)

Buss negiert den intentionalen Faktor innerhalb dieser Definition und charakterisiert die Aggression als schädigende Verhaltensweise gegenüber anderen Organismen. Besonders die zwischenmenschliche Beziehung, in welcher die negativen Reize ausgelebt werden, steht im Zentrum seiner Darstellung. (Vgl. Buss 1961: S. 1)

Merz erweitert die Buss´sche Denkstruktur um die Aufnahme der Handlungsintention in eine weitere Definition. So beschreibt er die Aggression als „jene Verhaltensweisen, mit denen die direkte oder indirekte Schädigung eines Individuums, meist eines Artgenossen intendiert wird.“ (Merz 1965: S. 571)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der aggressionsbedingten Gesundheitsgefährdung von Lehrkräften ein und legt die Relevanz der Untersuchung dar.

2. Aggression als psychologisches Verhaltenskonstrukt: Dieses Kapitel definiert Aggression wissenschaftlich, erläutert verschiedene theoretische Erklärungsmodelle und kategorisiert unterschiedliche Formen aggressiven Verhaltens.

3. Empirischer Erkenntnisstand: Hier werden die Ergebnisse der Freiburger Studie zu den Belastungsfaktoren von Lehrkräften analysiert und pädagogische Gestaltungsprinzipien zur Konfliktbewältigung abgeleitet.

4. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Handlungskompetenzen für Lehrkräfte zum Erhalt ihrer psychischen Gesundheit.

Schlüsselwörter

Aggression, Lehrkräfte, psychische Gesundheit, schulischer Kontext, Burnout, Frustrations-Aggressions-Theorie, Lernpsychologie, Verhaltensmodifikation, Lehrer-Schüler-Interaktion, Konfliktmanagement, Arbeitsbelastung, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Aggressionen im Schulalltag die psychische Gesundheit von Lehrkräften belasten und welche Maßnahmen zur Prävention und Bewältigung möglich sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit umfasst die psychologische Definition von Aggression, verschiedene Erklärungsmodelle, die empirische Auswertung von Belastungsstudien sowie Strategien der kognitiven Verhaltensänderung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie Lehrkräfte mit Aggressionen im Klassenzimmer umgehen sollten, um eine effektive Lernkultur zu etablieren und ihre eigene Gesundheit zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die Auswertung existierender empirischer Forschungsergebnisse, insbesondere der Studie von Bauer und Unterbrink (2008).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Ansätze zur Entstehung von Aggression (Trieb-, Lern- und Frustrationstheorien) erläutert, Formen der Aggression unterschieden und konkrete pädagogische Gestaltungsprinzipien für den Unterricht formuliert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Aggression, Gesundheitsstörungen, Lehrerberuf, Stress, Interaktionsvariablen und Burnout-Prävention.

Welche Bedeutung haben Interaktionsvariablen laut der zitierten Studie?

Interaktionsvariablen, wie etwa der Austausch zwischen Lehrern, Schülern und Eltern, haben einen deutlich stärkeren Einfluss auf die psychische Gesundheit der Lehrkräfte als externe Faktoren wie Schulform oder Klassengröße.

Wie kann eine „kognitive Verhaltensänderung“ in aggressiven Situationen erreicht werden?

Durch schüleraktive Konfliktbearbeitung, bei der Perspektiven reflektiert, Gefühle zugelassen und durch die Lehrkraft angeleitete Lösungsprozesse initiiert werden, kann ein Umlernen angestoßen werden.

Sind männliche und weibliche Lehrkräfte gleichermaßen betroffen?

Die Studie zeigt Unterschiede auf: Lehrer neigen eher zu Depersonalisation und suchen Unterstützung bei der Schulleitung, während Lehrerinnen vermehrt unter emotionaler Erschöpfung leiden und sich stärker am Kollegium orientieren.

Warum ist das Thema heute besonders relevant?

Aufgrund des hohen Anteils an krankheitsbedingten vorzeitigen Pensionierungen bei Lehrkräften ist die Entwicklung konstruktiver Bewältigungsstrategien eine notwendige Maßnahme zur Sicherung der Personalressourcen.

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Details

Titel
Aggression als Bedingungsfaktor für Gesundheitsstörungen seitens der Pädagogen im schulischen Kontext
Hochschule
Technische Universität Dresden
Veranstaltung
Sozialpsychologische Aspekte
Note
1,7
Autor
Stefan Gnehrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V205046
ISBN (eBook)
9783656322214
ISBN (Buch)
9783656322368
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedingungen der Aggression Gesundheitsstörungen Burnout Freud Lernen am Modell Frustration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Gnehrich (Autor:in), 2012, Aggression als Bedingungsfaktor für Gesundheitsstörungen seitens der Pädagogen im schulischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205046
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Leseprobe aus  19  Seiten
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