Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (MT 20,1-16)


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003

35 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Der Text des Gleichnisses
2.1) Eine ‚exegetische’ Übersetzung
2.2) Zur Quelle

3) Stellung, Abgrenzung und Funktion des Gleichnisses als Perikope

4) Das Gleichnis und sein „Sitz im Leben“

5) Analyse der Perikope
5.1) Erzählgang
5.2) Aufbau
5.3) Semantische Analyse

6) Synoptischer Vergleich

7) Die Funktion(en) des Gleichnisses im Makrotext
7.1) Das Gleichnis im Kontext des Matthäusevangeliums
7.2) Das Gleichnis als Reaktion und Opposition

8) Auslegungen des Gleichnisses

9) Theologische Deutung

10) Quellen- und Literaturverzeichnis

1) Einleitung

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg in Mt 20, 1-16 ist aus vielerlei Hinsicht interessant. Beim ersten Lesen der Perikope fällt sofort eines auf: Der offensichtliche Konflikt zwischen Güte und Gerechtigkeit. Die Reaktion der Arbeiter, die den ganzen Tag im Weinberg gearbeitet hatten, scheint auch heute noch für den Leser verständlich und nachvollziehbar. Der Unmut dieser scheint im ersten Augenblick durchaus berechtigt, er erscheint als legitime Antwort auf die wahrgenommene Ungerechtigkeit. Um so mehr verblüfft die Antwort des Hausherrn, der sich auf Recht und (sein Recht auf) Güte beruft. Hier wird nach unseren Maßstäben eine Diskrepanz sichtbar, zum einen zwischen dem, was Recht, und dem, was gerecht ist, zum anderen zwischen Gerechtigkeit und Güte. Das Gleichnis aber löst diesen Konflikt nicht weiter auf, es endet mit der klaren Reaktion des Hausherrn und läßt den Leser nun mit diesem Konflikt allein. Und genau hier fesselt das Gleichnis seine Leser, hier wird es zur ‚Bibel interaktiv’ par Excellenze: Der Leser muß den Konflikt weiter denken, um ihn zu lösen, in dem ‚ungeschriebenem Schluß’ des Gleichnisses liegt es am Leser, das Gleichnis und seinen Konflikt aktiv mit- und zu Ende zu denken, der Leser wird gefordert, die mit „Du“ formulierte Schlußfrage in Vers 15 selbst zu beantworten.[1] Konnte er den Unmut der Arbeiter der ersten Stunde verstehen, so ist nun die Antwort des Hausherren auch keineswegs unverständlich – die Symphatie des Lesers weiß nun nicht mehr wohin. Und da ist ja auch noch Vers 16, der in diesem Konflikt irgendwie störend wirkt und auch keine ausreichenden Antworten auf die sich den Lesern stellenden Fragen geben will – die Frage lautet also, was ‚will’ dieser Vers hier? Gehört er tatsächlich an diese Stelle oder ist eine redaktionelle Anfügung? Und wenn ja: Trifft er die Intention des Gleichnisses? Und hieran stellt sich nun die Frage: Welche Intention verfolgte Jesus mit dem Gleichnis? Gibt es überhaupt eine einzelne Intention? Wie eben bereits angesprochen, kommen in dem Gleichnis mindestens zwei Diskrepanzen zum Vorschein, die es zu vereinigen gilt. Kann man daher nun nicht davon ausgehen, daß es mehr als eine Intention gibt, die Jesus mit diesem Gleichnis verfolgte? Beim ersten Brainstorming fallen mehrere mögliche Motive in diesem Gleichnis auf, so z.B. die Allgewalt des Hausherren, mit dem Seinen zu tun was er will, die Güte des Hausherren denen gegenüber, die eigentlich weniger verdient hätten, der Unmut der Arbeiter der ersten Stunde über die Güte des Hausherren scheinbar aus Gerechtigkeitsstreben heraus oder auch der offensichtliche Gleichstand, den alle Arbeiter am Ende des Tages erreicht haben – „Mt 20,1-15 [!] kann als klassisches Beispiel dienen für die Vielfalt der Auslegungsmöglichkeiten, der sich der Exeget hier und bei anderen Gleichnissen gegenüberstehen sieht und die ihm die nie endgültig zu beantwortende Frage nach der richtigen, der sachentsprechenden Auslegung kräftig zu Gehör bringt.“[2]

Nun ist nach einer möglichst ‚exegetischen’ Übersetzung nach dem unmittelbaren Umfeld des Gleichnisses zu fragen. Als Zeugnis einer uns fremden (antiken[3] ) Welt können Themen und Motive im ursprünglichen Kontext ganz andere Implikationen haben als dies heute bei uns der Fall ist. Über diesen Weg der (versuchten) Einbettung des Gleichnis in sein eigentliches Umfeld ergibt sich dann – so ist zu hoffen – ein mögliches Bedeutungsspektrum.

Darauf aufbauend ist zu erfragen, welche Optionen bei der Auslegung bestehen. Die Suche nach Optionen vollzieht sich dabei zuerst im Diskursuniversum des Gleichnisses, indem dort textimmanent nach Motiven jeglicher Art gesucht werden soll, sei es ein Motiv als solches wie z.B. das Motiv der Gerechtigkeit oder seien es Motive in Verhältnis wie z.B. die Opposition zwischen Hausherr und Arbeitern der ersten Stunde oder, weiterführender, die Opposition zwischen Recht und Gerechtigkeit. Dabei wird sich sicherlich ergeben, daß kein Motiv für sich allein steht, sondern daß jedes Motiv in Beziehung steht.

Dabei ist nicht nur auf das kulturelle, sondern auch auf das neutestamentliche und das matthäische Umfeld zu achten: In welchem Rahmen ist dieses Gleichnis plaziert, in welcher Beziehung steht dieser Text zu seinen ‚Nachbartexten’ und gibt es eine thematische Klammer? Und werden die in unserem Gleichnis vorgefundenen Themen und Motive vielleicht an anderen Stellen in diesem Umfeld moduliert und das Verständnis dadurch erleichtert?

Nach der textimmanenten Analyse und nach der Untersuchung der Einbettung in seine Kontexte können wir versuchen, Auslegungsoptionen zu finden. Dabei möchte ich nicht nur mögliche Auslegungen benennen und begründen, sondern auch weniger passende Auslegungen benennen und deren Ablehnung begründen. Das Bedeutungsspektrum soll daher zunächst sehr weit gefaßt und später dann im Selbstdiskurs gründlich kanalisiert werden.

2) Der Text des Gleichnisses

2.1) Eine ‚exegetische’ Übersetzung

Als erstes ist nun der Text des Gleichnisses als solcher zu betrachten. Dabei möchte ich Vers für Vers analysieren und die in Deutschland am weitesten verbreiteten Übersetzungen gegenüberstellen. Den Text der Lutherbibel stelle ich dabei voran, während der Text der Einheitsübersetzung zur besseren Lesbarkeit kursiv darunter steht. Als Basis soll mir jedoch der griechische Urtext dienen. Unterschiede in den Übersetzungen oder auch etwaige Ungenauigkeiten in beiden möchte ich anhand des Urtextes erläutern. Schließlich möchte ich nach jedem Vers den Schritt wagen, an diese Analyse anschließend jeden Vers möglichst textnah zu formulieren und dann diese Version zur Exegese heran zu ziehen, diese Version erscheint in Fettschrift.

Vers 1:

Denn das Himmelreich gleicht einem Hausherrn, der früh am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen.

Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.

Auffällig hier ist die unterschiedliche Übersetzung von oikodespoteV, einmal mit „Hausherr“ und einmal mit „Gutsbesitzer“. Das aus oikoV (Haus, Haushalt) und despoteV (Herr, Besitzer) zusammen gesetzte Wort kommt unserem heutigen Verständnis mit der Übersetzung „Gutsbesitzer“ näher.

Was Luther mit „verließ“ übersetzt, ist tatsächlich eine Aoristform von exercomai „ausgehen“), wie es die Einheitsübersetzung wiedergibt. Formen von exercomai sind hier und in den Versen 3, 5 und 6, was die Parallelität im Tun verstärkt. Von „Haus“ (Einheitsübersetzung) steht im Urtext nichts.

h basileia twn ouranwn, hier mit „Himmelreich“ übersetzt, heißt wörtlich übersetzt „Königsherrschaft der Himmel“. Der Plural von „Himmel“ ist durch das Himmelsverständnis der Antike, in dem man von mehreren Himmeln ausging, bedingt und für uns von keiner besonderen Bedeutung. In beiden Übersetzungen kommt der Aspekt der ‚Herrschaft’ nicht hervor. Wir können nun „Königsherrschaft“ mit „Gottesherrschaft“ gleichsetzen und vom Himmel im Singular reden, so daß sich folgender Text ergibt:

Denn mit der Gottesherrschaft im Himmel ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.

Vers 2:

Und als er mit den Arbeitern einig wurde über einen Silbergroschen als Tagelohn, sandte er sie in den Weinberg.

Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.

Was in der Einheitsübersetzung völlig selbstverständlich klingt, übersetzt Luther mit einem kausalen Verhältnis. Luther erweckt den Anschein, als habe der Gutsbesitzer verhandeln müssen und erst nach einer Einigung hätte er die Arbeiter in den Weinberg schicken können. Beide Versionen sind möglich, sumjwnein („sich einigen“) steht im Partizip des Aorists, was Vorzeitigkeit (und somit wie bei Luther als temporäre Bedingung), aber auch Gleichzeitigkeit zur Haupthandlung (nämlich das Schicken in den Weinberg) bedeuten kann, wenn es den Aspekt der Einmaligkeit ausdrückt – wie wir später sehen werden, ist die Einmaligkeit der Lohnvereinbarung nicht unwichtig.

„Tagelohn“ (Luther) bringt hier stärker hervor, daß die angeworbenen Arbeiter Tagelöhner waren. Ob für ihren Lohn „Denar“ oder „Silbergroschen“ steht, spielt für uns keine Rolle – mit beiden Begriffen können wir heute nichts mehr anfangen. Es ergibt sich also:

Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar als Tagelohn und schickte sie in seinen Weinberg.

Vers 3:

Und er ging aus um die dritte Stunde und sah andere müßig auf dem Markt stehen...

Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten.

Mit Luthers „müßig“ für argoV („nicht arbeitend“, „untätig“, aber auch „träge“, „faul“) können wir wenig anfangen, dies beinhaltet eher noch eine negative Tendenz, wenn man „müßig“ mit „Muße“ in Verbindung bringt. „Die keine Arbeit hatten“ kommt dem Urtext näher. argoV meint hier einfach „untätig“ und ist nicht disqualifizierend gemeint.[4]

Hier findet sich wieder eine Form von exercomai („ausgehen“), nämlich exhlqwn - genau diese Form findet sich auch in den Versen 5 und 6.

„Wieder“ (Einheitsübersetzung) ist eine recht freie Übersetzung aus dem Kontext heraus, die der Text an sich aber nicht hergibt.

Und er ging aus um die dritte Stunde und sah andere auf dem Markt untätig stehen.

Vers 4:

... und sprach zu ihnen: Geht ihr auch hin in den Weinberg, ich will euch geben, was recht ist.

Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist.

Der bestimmte Artikel eiV kann dabei als solcher oder auch besitzanzeigend übersetzt werden – „den Weinberg“ und „meinen Weinberg“ sind beides mögliche Übersetzungen.

upagein, was hier jeweils einfach mit „gehen“ übersetzt ist, bedeutet genauer „sich auf den Weg machen“.

dikaioV, hier mit „recht“ übersetzt, kann tatsächlich „rechtmäßig“ bedeuten, eigentlich bedeutet es aber „gerecht“ – ein gewichtiger Unterschied, wenn man an die Diskrepanz zwischen Recht und Gerechtigkeit denkt (siehe bei 1). Der Fortgang des Gleichnisses zeigt, daß der Gutsbesitzer den späteren Arbeitern mehr zahlte, als eigentlich recht war – die Übersetzung mit „gerecht“ scheint im Kontext dieser Perikope angemessener zu sein.[5]

Er sagte zu ihnen: Macht auch ihr euch auf den Weg in meinen Weinberg. Ich werde euch geben, was gerecht ist.

Vers 5:

Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe.

Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso.

Hier ist Luther näher am Urtext – von „Markt“ (Einheitsübersetzung) steht im Urtext nichts, es ist lediglich wieder vom „ausgehen“ (exhlqwn) die Rede. Hier kann die Übersetzung der Lutherbibel verwendet werden:

Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe.

Vers 6:

Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere und sprach zu ihnen: Was steht ihr den ganzen Tag müßig da?

Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?

„Wieder“, was Luther nicht bringt und die Einheitsübersetzung mit „traf“ in Verbindung bringt, steht im Urtext nicht, diese ergibt sich aber aus dem Kontext, denn wieder steht hier exhlqwn - daher kann es heißen „wieder ging er aus“.

euren allouV - was die Einheitsübersetzung wiedergibt mit „traf er einige“, hat Luther dem Urtext entsprechend wiedergegeben mit „er fand andere“. Dabei wird ein Unterschied in der Initiative sichtbar: Des Gutsbesitzer fand andere – somit bleiben diese in passiver Haltung, während treffen auf ein aktiveres Verhalten der anderen hindeuten würde. Diese standen nun herum (estwtaV), was Luther aber nicht erwähnt.

Den letzten Satz des Verses gibt nun wieder die Einheitsübersetzung besser wieder, da Luther wieder von „müßig“ spricht.

Um die elfte Stunde ging er wieder aus und fand andere, die herumstanden, und sprach zu ihnen: Was steht ihr den ganzen Tag untätig herum?

Vers 7:

Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt. Er sprach zu ihnen: Geht auch ihr hin in den Weinberg.

Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg.

Hier gibt es keine gewichtigen Unterschiede. Wie in Vers 4 geben beide Übersetzungen upagein einfach mit „gehen“ wieder, „sich auf den Weg machen“ paßt hier wieder besser.

Sie sprachen zu ihm: Niemand hat uns eingestellt. Er sprach zu ihnen: Macht auch ihr euch auf den Weg in meinen Weinberg.

Vers 8:

Als es nun Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und fang an bei den letzten bis zu den ersten.

Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten.

Auch in diesem Vers gibt es keine Unterschiede, die von größerer Bedeutung wären. Die Einheitsübersetzung gibt das Partizip arxamenoV mit „angefangen“ besser wieder als Luther, der dieses als Verb übersetzt.

Als es Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und bezahl ihnen ihren Lohn, angefangen bei den letzten bis zu den ersten.

Vers 9:

Da kamen, die um die elfte Stunde eingestellt waren, und jeder empfing seinen Silbergroschen.

Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.

Luther betont hier stärker die Rechtsgrundlage der Auszahlung – „seinen Silbergroschen“. Davon steht im Urtext allerdings nichts. oi peri thn endekathn wran - was beide mit einem Nebensatz übersetzen, heißt eigentlich „die um die elfte Stunde“ oder besser „die der elften Stunde“.

Da kamen die der elften Stunde und erhielten jeweils einen Denar.

Vers 10:

Als aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und auch sie empfingen jeder seinen Silbergroschen.

Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar.

Luther übersetzt hier wieder wie im letzten Vers „jeder seinen Silbergroschen“, die Einheitsübersetzung spricht von „nur“ einem Denar. Beides ist eine kontextuelle Interpretation und findet sich so im Urtext nicht. Wie im vorherigen Vers steht hier einfach ana dhnarion - „jeweils einen Denar“.

Als die ersten kamen, meinten sie, mehr zu bekommen. Aber auch diese erhielten jeweils einen Denar.

Vers 11:

Und als sie den empfingen, murrten sie gegen den Hausherren.

Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren.

Luther gibt hier einen Bezug auf den vorherigen Vers wieder, der im Urtext nicht vorhanden ist. Die Einheitsübersetzung kann hier verwendet werden.

Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren.

Vers 12:

und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, doch du hast sie uns gleichgestellt, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben.

und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen.

Bis auf eine Stelle gibt es hier keinen gewichtigen Unterschied. Luther verwendet hier „doch“, die Einheitsübersetzung spricht einfach von „und“. Beides ist eine mögliche Übersetzung von kai. Hier soll wieder die Einheitsübersetzung Verwendung finden, allerdings ohne „nur“ im ersten Satz, da dies wieder eine kontextuelle Interpretation ist:

und sagten: Diese letzten haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen.

Vers 13:

Er antwortete aber und sagte zu einem von ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir einig geworden über einen Silbergroschen?

Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?

[...]


[1] Vgl. Luz, Ulrich, Das Evangelium nach Matthäus, 3. Teilband Mt 18-25 (EKK I/3), Zürich / Düsseldorf / Neukirchen-Vluyn 1997

[2] Dietzfelbinger, Christian, Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg als Jesuswort, in: EvTh 43 (1983), S. 126-137, hier: S. 126

[3] In dieser Arbeit ist immer mitgedacht, daß die Welt der Antike die mediterrane Welt ist (Vgl. Gehrke, Hans-Joachim / Schneider, Helmuth (Hrsg.), Geschichte der Antike. Ein Studienbuch, Stuttgart / Weimar 2000, S. 1).

[4] Vgl. Dietzfelbinger 1983, S. 126

[5] Vgl. Ebach, Jürgen, Weil das, was ist, nicht alles ist (Theologische Reden 4), Frankfurt a.M. 1998, S. 235

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (MT 20,1-16)
Hochschule
Universität Kassel  (Religionswissenschaften)
Veranstaltung
Einleitung in das Neue Testament
Note
1
Autor
Jahr
2003
Seiten
35
Katalognummer
V20505
ISBN (eBook)
9783638243629
ISBN (Buch)
9783638646772
Dateigröße
488 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gleichnis, Arbeitern, Weinberg, Einleitung, Neue, Testament
Arbeit zitieren
Thomas Diehl (Autor), 2003, Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (MT 20,1-16), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20505

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