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Identitätsfindung in China am Anfang des 20. Jahrhunderts

Intepretation des Philosophen Hu Shi

Title: Identitätsfindung in China am Anfang des 20. Jahrhunderts

Seminar Paper , 2012 , 13 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Philosophy Beyond Occidental Tradition
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In der 4.Mai Bewegung wurden Stimmen laut, die den Konfuzianismus dafür verantwortlich machten, dass sich China in einer historischen Krise befindet. Am Anfang des Jahrhunderts suchen verschiedene Philosophen die Gründe für die chinesische Rückständigkeit. Innerhalb dieser Seminararbeit wurde sich gezielt mit einem der berühmtesten chinesischen Philosophen beschäftigt: Hu Shi. Anhand seiner Darstellung seiner Philosophie sollen Strukturen im Entwerfen eines Bildes von Chinas kenntlich gemacht werden, die bis zur Gründung der Volksrepublik präsent waren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.1 Hu Shi

1.1.0 Neue-Kultur-Bewegung

1.1.1 Hu Shis ‚Critical-Attitude‘ und die Reevaluierung der Tradition

1.1.2 Hu Shis pragmatische Rekonstruktion der Geschichte

1.1.3 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Transformationsprozess Chinas am Anfang des 20. Jahrhunderts mit einem spezifischen Fokus auf die philosophischen Interpretationen von Hu Shi. Zentral ist dabei die Frage, wie Hu Shi durch die Einführung westlicher wissenschaftlicher Methoden und den Pragmatismus versuchte, die chinesische Tradition zu reevaluieren, zu systematisieren und schließlich im Sinne einer kulturellen Modernisierung neu zu konstruieren.

  • Die Identitätskrise Chinas im frühen 20. Jahrhundert und der Einfluss westlicher Mächte.
  • Die Rolle der Neuen-Kultur-Bewegung und der literarischen Revolution bei der Sprachreform.
  • Hu Shis Konzept der „Critical-Attitude“ als Instrument zur Umwertung traditioneller Werte.
  • Die Anwendung des Pragmatismus und wissenschaftlicher Methoden als Werkzeug der Modernisierung.
  • Die kritische Reflexion von Hu Shis radikaler Abkehr von konfuzianischen Traditionen.

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Hu Shis pragmatische Rekonstruktion der Geschichte

Schon früh begann Hu Shis Interesse und seine Faszination für die westliche Zivilisation. Stark geprägt wurde er durch die Lektüre von Huxley und von evolutionistischen Theorien, die ihm schon in Shanghai als Teil eines westlich geprägten Fächerkanons begegneten. Doch ihre letztendliche Ausrichtung erfuhr Hu Shis Philosophie durch die Begegnung mit John Dewey an der Universität in Amerika.

Der von John Dewey vertretene Pragmatismus hatte große Wirkung auf den chinesischen Philosophen, der in ihm hauptsächlich das sah, was der chinesischen Philosophie fehlte. Hu Shi und zahlreiche andere Philosophen in dieser ersten Phase der philosophischen Selbstinterpretation, fühlten sich von den technischen, wissenschaftlichen Methoden einer rein auf die praktischen Konsequenzen ausgerichteten Philosophie angezogen. Der Pragmatismus, der auch den Namen „Scientism“ trug, wurde verstanden als Initiator für die Ausbildung einer moderneren Wissenschaft. Die Wissenschaft selber galt nahezu unangefochten als das, worauf die Fortschrittlichkeit des Westens zurückzuführen sei und negativ: in ihrem Fehlen zeigte sie sich als das, worin sich die Rückschrittlichkeit Chinas ausdrückte: „These features [of scientism] reflected the view of modern Chinese intellectuals of the time that science was the most significant achievement of Western civilization and their belief that science could serve as the most rationally acceptable substitute for the discredited traditional feudal ethical codes and beliefs of China.“

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Hu Shi: Einführung in die Biografie von Hu Shi, seinen frühen Kontakt mit westlicher Bildung und den massiven Einfluss seines Aufenthalts in den USA unter John Dewey auf sein späteres Denken.

1.1.0 Neue-Kultur-Bewegung: Analyse der führenden Rolle von Hu Shi in der Bewegung, insbesondere sein Einsatz für die „literarische Revolution“ und die Ablösung der klassischen Schriftsprache durch die Volkssprache baihua.

1.1.1 Hu Shis ‚Critical-Attitude‘ und die Reevaluierung der Tradition: Darstellung von Hu Shis Forderung nach einer kritischen Haltung gegenüber traditionellen Werten, die als fundamentaler Wechsel im chinesischen Denken und als „Intellectual Renaissance“ verstanden wird.

1.1.2 Hu Shis pragmatische Rekonstruktion der Geschichte: Untersuchung von Hu Shis Anwendung pragmatistischer und experimentalistischer Methoden auf die chinesische Philosophie, um eine wissenschaftlich fundierte Rekonstruktion des kulturellen Erbes zu ermöglichen.

1.1.3 Resümee: Kritische Zusammenfassung von Hu Shis Werk, wobei sein Bestreben, chinesische Zivilisation auf den Nutzen der Methode zu reduzieren, als problematisch und teleologisch geprägt identifiziert wird.

Schlüsselwörter

Hu Shi, China, Identitätsfindung, Neue-Kultur-Bewegung, Pragmatismus, John Dewey, Konfuzianismus, literarische Revolution, Modernisierung, baihua, kritische Haltung, Transformation, Wissenschaft, Verwestlichung, Kulturphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geistigen Transformation Chinas zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der Rolle des Philosophen Hu Shi in diesem Prozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Modernisierungsbestrebungen Chinas, die Rezeption westlicher philosophischer Konzepte und die bewusste Abkehr von traditionellen konfuzianischen Werten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie Hu Shi durch die Anwendung des Pragmatismus und wissenschaftlicher Methoden versuchte, die chinesische Philosophie und Identität grundlegend zu erneuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine interpretative Analyse von Primärquellen und historischer Literatur zur chinesischen Philosophie des 20. Jahrhunderts vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Neue-Kultur-Bewegung, die Einführung der Umgangssprache (baihua), das Konzept der „Critical-Attitude“ und die pragmatische Rekonstruktion der chinesischen Geschichte durch Hu Shi.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Hu Shi, Pragmatismus, Neue-Kultur-Bewegung, Identitätsfindung, Konfuzianismus und Modernisierung.

Warum stand die traditionelle Schriftsprache in der Kritik?

Die klassische Schriftsprache wurde als veraltet, „gehaltlos“ und „lebensarm“ angesehen, die den notwendigen Fortschritt Chinas im globalen Wettbewerb behinderte.

Inwieweit lässt sich Hu Shis Ansatz als „reduktionistisch“ bezeichnen?

Kritiker werfen Hu Shi vor, er habe das gesamte kulturelle Erbe Chinas ausschließlich auf wissenschaftliche Methoden und deren Nutzen reduziert, anstatt die Tiefe der Tradition zu würdigen.

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Details

Title
Identitätsfindung in China am Anfang des 20. Jahrhunderts
Subtitle
Intepretation des Philosophen Hu Shi
College
Free University of Berlin
Grade
1,4
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2012
Pages
13
Catalog Number
V205180
ISBN (eBook)
9783656313571
ISBN (Book)
9783656313991
Language
German
Tags
identitätsfindung china anfang jahrhunderts intepretation philosophen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2012, Identitätsfindung in China am Anfang des 20. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205180
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