Geschlechterstereotype begegnen uns tagtäglich und überall. Im Folgenden möchte ich nun diese Geschlechterstereotype näher betrachten.
Ich persönlich finde dieses Thema aus eben dem Grund interessant, da es mir im Alltag ständig indirekt aber auch direkt begegnet und ich nun näher beleuchten möchte, ob es sich bei Geschlechterstereotypen in der Regel einfach nur um Vorurteile und Verallgemeinerungen handelt oder ob es auf Tatsachen beruhende Aussagen sind.
Einige Geschlechterstereotype sind auch für den schulischen Kontext relevant, da sie bestimmte Fähigkeiten jeweils Jungen oder Mädchen zuordnen. Dies muss man gegebenenfalls im Unterricht berücksichtigen, auch aus diesem Grund möchte ich das Thema Geschlechterstereotype näher untersuchen.
Hierzu werde ich zuerst einmal eine kurze Definition geben um danach auf die Merkmale und Inhalte näher einzugehen. Danach werde ich ein kurzes Fazit ziehen.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung
1.1 Erläuterung der Fragestellung
2.0 Hauptteil
2.1 Definition
2.2 Merkmale von Geschlechterstereotypen
2.3 Inhalte von Geschlechterstereotypen
3.0 Schluss
3.1 Fazit
4.0 Anhang
4.1 Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Geschlechterstereotype, um zu ergründen, ob diese lediglich auf Vorurteilen und Verallgemeinerungen basieren oder ob ihnen tatsächliche Unterschiede zugrunde liegen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Relevanz für den schulischen Kontext und die pädagogische Praxis.
- Kognitive Definition von Geschlechterstereotypen
- Theoretische Modelle zur Entstehung (Soziale Rollen, Stereotypinhaltsmodell)
- Deskriptive und präskriptive Komponenten
- Empirische Befunde zu Unterschieden zwischen den Geschlechtern
- Implikationen für das professionelle Handeln in der Schule
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition
Geschlechterstereotype sind kognitive Strukturen, die sozial geteiltes Wissen über die charakteristischen Merkmale von Frauen bzw. Männern enthalten. Laut Ashmore und Del Boca (1979) sind Geschlechterstereotype also Teil des individuellen Wissenbesitz und bilden gleichzeitig den Kern eines konsensuellen, kulturell geteilten Verständnisses von den je typischen Merkmale der Geschlechter. Kognitive Strukturen meint in diesem Fall die mentale Repräsentation einer Kategorie von einzelnen, nach ihrem Geschlecht unterschiedenen Personen. Das heißt also, dass Männer und Frauen zwei Kategorien bilden, die im menschlichen Gedächtnis in einer bestimmten Weise repräsentiert sind. Dies wird oft auch als sozialkognitive Struktur bezeichnet.
Geschlechterstereotype schreiben also Personen auf Grund ihrer Geschlechterzugehörigkeit bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen zu. Hierbei wird sich oft naturalisierender und essenzialisierender, auf einen Wissenskern reduzierte Zuschreibungen bedient. Naturalisierend meint hier dass Eigenschaften als von der Natur gegeben angesehen werden. Essenzialisierend meint die Ansicht, dass es in der Natur der Sache, in diesem Falle des Geschlechts, liegt, bestimmte Eigenschaften zu erfüllen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Alltagsrelevanz des Themas und führt die Fragestellung ein, ob Geschlechterstereotype auf tatsächlichen Unterschieden basieren.
2.0 Hauptteil: Der Hauptteil definiert Geschlechterstereotype als kognitive Strukturen, erläutert deren Entstehung durch soziale Rollen und Stereotypinhaltsmodelle und analysiert empirische Erkenntnisse zu Unterschieden zwischen Männern und Frauen.
3.0 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Stereotype zum Teil auf tatsächlichen Differenzen beruhen, und reflektiert kritisch über den pädagogischen Umgang damit im Schulalltag.
4.0 Anhang: Der Anhang enthält das Literaturverzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Geschlechterstereotype, Definition, Kognitive Strukturen, Soziale Rollen, Stereotypisierung, Geschlechtertheorien, Sexismus, Deskriptive Anteile, Präskriptive Anteile, Eigenschaftslisten, Prozentschätzmethode, Schulischer Kontext, Empirische Befunde, Persönlichkeitsunterschiede
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und empirischen Überprüfung von Geschlechterstereotypen hinsichtlich ihrer Merkmale und Inhalte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt die Begriffsbestimmung, psychologische Entstehungsmodelle und die Untersuchung von tatsächlichen Verhaltens- und Fähigkeitsunterschieden zwischen den Geschlechtern ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob Geschlechterstereotype bloße Vorurteile sind oder einen realen Kern besitzen, und die Bedeutung dieser Erkenntnisse für den Lehrberuf zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung psychologischer Studien zur Geschlechterforschung.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, Entstehungstheorien (wie die von Alice Eagly) und empirisch gesicherte Unterschiede in verbalen, mathematischen und sozialen Kompetenzen dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geschlechterstereotype, kognitive Strukturen, soziale Rollen, Stereotypinhaltsmodell, Empirie und pädagogische Praxis.
Wie unterscheiden sich deskriptive und präskriptive Anteile bei Stereotypen?
Deskriptive Anteile beschreiben Annahmen über das Wesen von Frauen und Männern, während präskriptive Anteile Verhaltenserwartungen definieren, wie Frauen und Männer sein oder sich verhalten sollen.
Welche Rolle spielen Geschlechterstereotype in der Schule laut der Autorin?
Die Autorin erkennt, dass Klischees über Fähigkeiten (z.B. verbale Stärke bei Mädchen, mathematische Stärke bei Jungen) den Unterricht beeinflussen können und reflektiert über einen bewussten pädagogischen Umgang damit.
Was besagt die Theorie der sozialen Rollen nach Eagly?
Menschen schreiben Männern und Frauen typische Merkmale zu, die aus den jeweiligen sozialen Rollen resultieren, die sie in der Gesellschaft (z.B. im Beruf oder in der Familie) überwiegend ausüben.
Wie unterscheidet sich die Prozentschätzmethode von Eigenschaftslisten?
Während bei Eigenschaftslisten Eigenschaften einer Zielgruppe zugeordnet werden, gibt der Befragte bei der Prozentschätzmethode auf einer Skala an, wie viel Prozent der Frauen oder Männer ein spezifisches Merkmal besitzen.
- Arbeit zitieren
- Maike W. (Autor:in), 2011, Geschlechterstereotype, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205270