Die vorliegende Arbeit untersucht das Schreiben von der Textsorte „Referat“ im Fremdsprachenunterricht. Anliegen dieser Arbeit ist es, die Schreibkompetenz der Studierenden beim Verfassen von dieser Textsorte zu erfassen. Für diesen Zweck wurde eine Befragung über diese Textsorte durchgeführt.
Das Referat im Fremdsprachenunterricht Chaabani Mohamed
Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht das Schreiben von der Textsorte „Referat“ im Fremdsprachenunterricht. Anliegen dieser Arbeit ist es, die Schreibkompetenz der Studierenden beim Verfassen von dieser Textsorte zu erfassen. Für diesen Zweck wurde eine Befragung über diese Textsorte durchgeführt.
Zum Referat
In Anlehnung an Roy, S.[1] (2006, 33) gilt das Referat als ein klassisches Instrument der Hochschuldidaktik. In diesem Sinne spielen Kurzvorträge für die Studenten eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Seminaren. Laut Bünting[2] (2008, 37) ist das Referat nicht an den Seminarleiter gerichtet, sondern an das jeweilige bestimmte Publikum.
Die Struktur des Referats ist laut Roy, S. (2006, 34) unterschiedlich. Es gibt längere schriftliche Arbeit und es gibt Arbeiten, die sich auf wenige zentrale Aspekte konzentrieren. Beim Referieren sollte man laut Roy, S. (2006, 34) die Fachtermini definieren und erklären. Darüber hinaus sollte der Aufbau des Referats auf einer Folie oder einem Handout präsentiert werden. Im Grunde hat das Referat folgende Struktur: Eine kurze Hinführung zum Thema, d.h. worum geht es? Dann folgen einen Mittelteil und ein Fazit. Die Einleitung eines Seminarvortrages enthält in der Regel folgende Elemente: Der Einstieg, eine übersicht über den Inhalt und Aufbau zur Orientierung des Publikums und die so genannte Captatio Benevolentiae.
Durch den Einstieg kann man den Vortrag im Kontext des Seminars einbetten und hier darf man auch improvisieren.
Die Captatio Benevolentiae bedeutet in der antiken Rhetorik das Werben des Redners um das Wohlwollen des Publikums. Dabei sollte man auf die Unvollständigkeit des Vortrages hinweisen. Außerdem soll das Publikum gebeten werden, bei Unklarheiten nachzufragen.
Laut Roy, S. (2006, 35) geht es beim Referieren darum, Informationen anschaulich zu vermitteln. Für diesen Zweck bietet sich an, einen freien Vortrag zu halten. Dabei kann man auch stichpunktartige Notizen auf Karteikarten gebrauchen.
Bei der Anwendung von einem ausformulierten Skript oder einer Karteikarten mit Notizen sollte man darauf achten, dass diese gut lesbar sind. Für diesen Zweck empfiehlt es sich, die Schriftgröße 14 anzuwenden. Zudem sollten die wichtigen Stellen wie Überschriften, Schlüsselwörter auf dem Skript markiert werden.
Falls mehrere Folien dabei im Einsatz kommen, sollte man sie mit Nummern versehen und sie im Skript entsprechend anmerken. Beim Referieren spielt die Visualisierung von komplexen Sachverhalten eine wichtige Rolle. Für diesen Zweck sollte man Folien oder Tafelanschriften gebrauchen. darin können die zentralen Informationen eingebaut werden, wie z.B. kurze Zusammenfassungen der Texte, Anmerkungen zu Forschungsmethoden und Ergebnissen oder Zusammenhänge mit anderen Vorträgen der vorangegangenen Sitzungen.
Die Folien werden eingesetzt, um komplexe Zusammenhänge zu reduzieren bzw. zu veranschaulichen. Dabei sollte der Schriftgrad anpassend eingesetzt werden, dass alle Anwesende die Texte lesen können. Außerdem sollten die Texte der Folie überprüft werden, ob sie z.B. keine Rechtschreibfehler enthalten.
Für Handouts gelten laut Roy, S. (2006, 36) keine Regeln. Sie können zitierte Textstellen, Zusatzmaterialien wie Tabellen und Schaubilder oder Literaturangaben beinhalten. In manchen Fällen wird vom Lehrer zum Vortrag eine schriftliche Ausarbeitung verlangt. Diese schriftliche Ausarbeitung basiert auf den vorbereiteten Notizen, d.h. sie enthält die Ergebnisse der Seminardiskussion und einen Auswahlbibliographie zum Thema.
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[1] Sommer, Roy (2006) Schreibkompetenzen. Erfolgreich wissenschaftlich schreiben. Stuttgart. Klett
[2] Bünting, K-D, u.a. (2008) Schreiben im Studium: mit Erfolg Ein Leitfaden. Cornelsen Scriptor. Berlin.. Siebte Auflage
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Referat im Kontext der Hochschuldidaktik?
Es gilt als klassisches Instrument, bei dem Studenten Informationen anschaulich für ein bestimmtes Publikum (Kommilitonen) aufbereiten und präsentieren.
Was bedeutet der Begriff „Captatio Benevolentiae“?
Es ist ein rhetorisches Mittel, um das Wohlwollen des Publikums zu gewinnen, etwa durch Hinweise auf die Unvollständigkeit des Vortrags oder die Bitte um Nachfragen.
Wie sollte ein Referat strukturell aufgebaut sein?
In der Regel besteht es aus einer Einleitung (Einstieg, Übersicht), einem Mittelteil (Inhaltsvermittlung) und einem Fazit.
Welche Tipps gibt es für die Visualisierung?
Zentrale Informationen sollten auf Folien oder Tafelanschriften präsentiert werden, wobei auf gute Lesbarkeit (z.B. Schriftgröße 14 für Skripte) geachtet werden muss.
Was gehört in ein Handout?
Ein Handout kann zitierte Textstellen, Tabellen, Schaubilder oder Literaturangaben enthalten, um dem Publikum eine Gedankenstütze zu bieten.
Warum wird der freie Vortrag empfohlen?
Ein freier Vortrag wirkt lebendiger und anschaulicher; Stichpunkte auf Karteikarten können dabei als Orientierungshilfe dienen.
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- Mohamed Chaabani (Author), 2012, Das Referat im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205399